Angepinnt Prozess gegen Dr. Murray/Gerichtsprotokolle/Tagesmitschriften-keine Diskussion

    • 12. Prozeßtag - Do. 13.10.2011
      32. Zeuge: Dr. Nader Kamangar - Lungenfacharzt,Intensivmediziner,Schlafmediziner)
      Fortsetzung der Vernehmung

      * für eine gezielte Schlafstörungsbehandlung ist eine ausführliche Anamese erforderlich
      * das nicht Befragen von Personen aus Michaels näherem Umfeld zu seinen Schlafstörungen, war ein Fehler von Murray
      * ebenso das nicht nachfragen bei dem Doktor Murray bekannten anderen Ärzten, wie Klein, Metzger, etc.
      * das nicht anlegen einer Patientenakte ist ein grober Fehler
      * Propofol ist kein Medikament um Schlafstörungen zu behandeln
      * Kamangar bestätigt, das er die Studie bezüglich Schlafstörung/Propofol kennt
      * das die Studie aber von 2010 ist und das alle Teilnehmer dieser Studie unter lückenloser Überwachung standen, in einem hochtechnisierten und monitorüberwachtem etxra dafür eingerichteten Zentrum
      * die Studie hat für Kamangar keinen klinischen Wert, da Propofol nicht für Schlafstörungen gedacht und eingesetzt wird
      * Der erste Grundsatz bei der Lebensrettung ist 911 anrufen!!!
      * Die Missachtung dieses Grundsatzes, haben Michael Jackson das Leben kostet
      * Propofol muss mit grösster Sorgfalt verwendet werden, es ist unberechenbar und das vor allem, wenn es zusammen mit anderen Beruhigungsmitteln verwendet wird.
      * Dr. Murray hätte Michael Jackson nie Beruhigungsmittel verabreichen dürfen, da er dehydriert war. Dehydrierung bedeutet niedriger Blutdruck
      * Intravenöse Verabreichung von Lorazepam und Midazolam sind ebenso eine extreme Abweichung vom Betreuungsstandards


      Re Re Cross Walgren
      * Wenn der Patient um ein solches Medikament (Propofol) bittet, dann hat der Arzt die moralische und ethische Verpflichtung das abzulehnen. Kamangar beantwortet die Frage mit einem klaren JA
      * die grobe Fahrlässigkeit von Murray, in mehreren Punkten, hat direkt zu Michaels Tod geführt

      Quelle: mjklub.com/content/222-Der-Pro…t-die-Tage-in-Folge-Tag12

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    • 12. Prozeßtag - Do. 13.10.2011
      33. Zeuge: Steven Shafer - Anästhesist




      SS sagt, er ist Professor fuer Anaesthesiologie an der Columbia University, Lehrbeauftragter in Stanford und UCSF. SS sagt, dass er seit 2007 in Columbia arbeitet, in Stanford seit 1987, ordentlicher Professor seit 2000. SS sagt, er unterrichtet eine Klasse in Pharmakometrie an der UCSF.

      Pharmakometrie beschaeftigt sich mit mathematischen Modellen in Bezug auf Medikamentenkonzentration im Koerper, um festzustellen, was ein Medikament im Koerper tut, was hilft, die Dosis eines Medikaments festzulegen und was effiktiv ist und was nicht.

      SS sagt, Pharmakometrie ist eine wachsende Disziplin, und dass sie die Beipackzettel fuer jedes Medikament festlegt, es ist die die Kern-Zustaendigkeit jeder pharmazeutischen Firma, die Kern-Zustaendigkeit der FDA, und ist ein Service fuer Aerzte dazu, wie sie Medikamente sicher anwenden koennen und die Giftigkeit reduzieren.

      SS sagt, die 3 Schulen, an denen er Professor ist, sind unter den top medizinischen Schulen in den USA.

      SS sagt, er ist der Chef-Editor fuer das Magazin "Anesthesiology and Analgesia", das Manuskripte (Studien) publiziert im Zusammenhang mit Anaesthesiologie. Unter den 70 Board-Mitgliedern, die unter Shafer sitzen, ist der Zeuge fuer die Verteidigung, Dr. Paul White, erklaert SS. SS sagt, dass die Rate der Manuskripte, die genehmigt werden, ca. 21 % betraegt, also etwa 4 von 5 werden abgelehngt. SS sagt, durch diese Position bei dem Magazin kommt er in Kontakt mit ungewoehnlichen Faellen, von denen er nicht dachte, dass er je darueber lesen wuerde.

      SS sagt, im Jahr 1987 hatte die FDA Probleme, eine richtige Dosis fuer Midazolam festzulegen, deshalb war die FDA sehr genau mit den Dosis-Angaben fuer die Infusion von Propofol. SS sagt, er machte die Infusionsraten-Analyse und die Anfangsdosis fuer Propofol fuer AstraZeneca.

      SS sagt, im Speziellen hat der die Dosis-Reduktion fuer aeltere Patienten analysiert, und dass fast alle Beipackzettel zur Dosierung von SS 1991 gemacht wurden.

      SS sagt, wenn Medikamente in den Handel kommen, gibt es den chemischen Namen, in diesem Fall Propofol. SS sagt, der Verkaufsname ist Diprivan, und dass sich das leicht unterscheidet von Propofol, weil eine leicht andere Fettloesung (Emulsion) zu Propofol zugegeben wird.

      SS sagt, "MAC Sedation" heisst, Narkosebehandlung unter Beobachtung, die Behandlung, die ein Patient erwartet, mit einer kontrollierten Dosis und Beobachtung (mit Equipment). SS sagt, Titrieren heisst, die Dosis zu erhoehen oder zu reduzieren, entsprechend dem Patienten.

      SS sagt, "pharma" heisst Droge, "Kinetik" heisst Bewegung, Pharmakokinetik heisst somit Drogen/Medikamente in Bewegung. SS erklaert, wenn ein Medikament gegeben wird, laufen mehrere Prozesse ab, mehrere Bewegungen. Erstens, wenn das Medikament in den Patienten kommt, wird es verduennt. Zweitens, der Blutstrom traegt das Medikament ueberall in den Koerper, zum Gehirn, und es wird zur Leber getragen und dort abgebaut. SS sagt, dass die Leber die Droge "aufisst", dann gehen Teile ins Blut, in die Galle und dann in den Darm. SS sagt, die Teile aus dem Blut gehen auch in die Nieren und die Nieren entfernen das Medikament dann.

      SS sagt, er ist ein Experte fuer Pharmakokinetik, besonders fuer Propofol. SS sagt, er hat die Software entwickelt, die letzten Endes die Dosierung in den Beipackzetteln fuer Propofol festgelegt hat.


      Anmerkung:
      Es gab im englischen Original bei Dr. Shafer's Aussage einige Unklarheiten, deshalb ist die Uebersetzung kleiner Teile nicht woertlich. Ausserdem wurde im englischen Original anfangs auch "Pharmakokinetik" benuetzt, anfangs spricht er aber ueber Pharmakometrie, was er auch unterrichtet. Pharmakokinetik ist Teil von Pharmakometrie.

      Quelle: mjjcommunity.com/forum/threads…German-Translations/page3

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    • ich hab mal das hier übersetzt


      lawmedconsultant.com/2575/toxi…ackson-manslaughter-trial



      es ist vom 8. oktober und geht um die toxikologischen befunde, vielleicht versteht dann der oder andere diese etwas besser, ging mir jedenfalls so :Tova:
      blümchen, du hattest es bei den übersetzerinnen gepostet...

      Toxikologie im Michael Jackson Tötungsprozess
      8. Oktober 2011

      Im Conrad Murray Prozess wegen fahrlässiger Tötung Michael Jacksons haben die Zeugenaussagen bezüglich der Obduktion und der toxikologischen Befunde begonnen. Dies wird wahrscheinlich der Verteidigung Glück oder Verderben bereiten. Die Verteidigung hatte behauptet, Jackson Habe seinen Tod selbst verschuldet, indem er oral Lorazepam und/oder Propofol per Infusion genommen habe. Es sind hochgradig technische Aussagen mit sehr viel wissenschaftlichem und medizinischem Jargon, was die Jury eher verwirrt, als dass es hilft.
      Law Med wird die Zeugenaussagen aufgreifen, um sie zu vereinfachen und zu erklären, was in unseren Augen absichtlich von der Verteidigung durcheinander geworfen wird. Wir schelten sie dafür nicht, da es für sie offenbar die einzige Möglichkeit ist, Murray frei zu bekommen. Die Tatsachen nützen ihnen gegen Ende wenig. Auch wenn wir die Informationen „vereinfachen“, sind sie doch schwer verdaulich. Lesen Sie ein wenig, machen Sie Pause und kommen Sie dann wieder. Wenn Sie Fragen haben, nutzen Sie die Kommentar-Funktion am Ende des Artikels und wir werden sie beantworten. Die Anwälte beider Seiten haben ihre Hausaufgaben gemacht und scheinen in diesem Fall Kenntnisse über Pharmakologie und Toxikologie in Bezug auf Medikamente zu besitzen. Wenn die das können, können Sie das auch, glauben Sie mir. Law Med besitzt Gutachten über alle genannten Medikamente und deren Anwendung, sowie Interpretationen des toxikologischen Befunds, doch forensische Toxikologie ist nicht unsere Stärke. Wenn Sie Geschworener sind, sollten Sie das hier also nicht lesen, schämen Sie sich und hören Sie auf damit.
      Während der Obduktion wurden Blutproben aus unterschiedlichen Körperbereichen entnommen, wie auch Proben des Mageninhalts, Proben aus dem Glaskörper des Auges und Urinproben. Alle wurden auf unterschiedliche Medikamente hin getestet und im Obduktionsbericht beschrieben.
      Medikamente, die in Jacksons Körper gefunden wurden sind: Lorazepam (Ativan), Midazolam (Versed), Diazepam (Valium), Nordiazepam (Metabolit von Diazepam), Ephedrin, Lidocain und Propofol. Signifikant für diesen Fall sind die Resultate von Lorazepam und Propofol, weniger wichtig sind Midazolam und Lidocain.
      Diazepam, Lorazepam und Midazolam gehören alle zur Gruppe der Benzodiazepine, alles Beruhigungs- bzw. Schlafmittel. Bi jedem tritt die Wirkung unterschiedlich ein, jedes hat eine andere Wirkungsdauer, jedes wird zu unterschiedlichen Zeiten vom Stoffwechsel aufgenommen. Lorazepam und Diazepam werden häufig in Tablettenform gegen Angstzustände und manchmal als Schlafhilfe verschrieben. Beides wurde in Tablettenform in Jacksons Haus gefunden. Beides gibt es in Krankenhäusern auch in IV-Versionen und Lorazepam wird manchmal bei Operationen angewendet. Murray hatte Lorazepam in großen Mengen in IV-Version bestellt, wahrscheinlich um es täglich per Infusion anzuwenden. Benzodiazepine intravenös angewendet, führen zu einer bedeutend schnelleren Wirkung und zu einer markanteren Wirkung als oral verabreicht.
      Benzodiazepine besitzen eine geringe toxische Wirkung, trotz ihrer ausgeprägten beruhigenden Wirkung auf das Zentralnervensystem. Mit anderen Worten, während sie einen Menschen sehr schläfrig machen, in großen Mengen sogar bewusstlos, verursachen sie kaum Atemstillstand. Selbst bei Überdosierung führen sie in den seltensten Fällen zum Tod. 2008 wurden 78.443 Benzodiazepine der amerikanischen Giftleitstelle angegeben, von denen 332 (4%) hohe Toxizität hatten und nur 8 (0,01%) tödlich endeten. Diese Medikamente potenzieren jedoch die Wirkung von Propofol. Das bedeutet, dass, wendet man die beiden in Kombination an, braucht es viel weniger Propofol, um einen erwünschten (oder unerwünschten) Effekt zu erzielen. Dieser beinhaltet Atemdepression oder Apnoe (Atemstillstand). Alle Benzodiazepine machen süchtig und eine längerfristige Verabreichung führt kann zu einer immer höheren Toleranz führen, um die gleiche Wirkung zu erzielen.
      Nordiazepam ist ein Metabolit von Diazepam, was bedeutet, dass der Körper Diazepam zu Nordiazepam umwandelt. Ephedrin ist ein häufiges freiverkäufliches Medikament (Schnupfenmittel, Erkrankung der oberen Luftwege). Murray sagte der Polizei, Jackson hätte in der Nacht vor seinem Tod um 1:30 h eine 10 mg Tablette Valium bekommen(was eine sehr geringe Dosis ist), das Medikament spielt somit keine todesursächliche Rolle, es wurden nur Spuren davon in Jacksons Körper gefunden. Ephedrin fand man im Urin. Das werden wir nicht weiter dokumentieren, denn es ist unwichtig.
      Das Midazolam, das im Blut und Urin festgestellt wurde, war eine sehr geringe Menge. Therapeutische Blutlevels von Midazolam betragen etwa 0,08-0,25 Mikrogramm/ml. Hier wurde eine Plasmakonzentration von 0,0046 Mikrogramm/ml gefunden. Das ist eine SEHR geringe Menge. Im Urin wurde es ebenfalls in sehr geringer Menge gefunden. Aus diesen Ergebnissen kann man schließen, dass Jackson irgendwann in den letzten 24-48 Stunden Midazolam erhalten hat, er bekam es nicht am Morgen seines Todes. Die Menge, die gefunden wurde ist einfach zu gering. Doch Murray behauptet, ihm gegen 3 h 2 mg Midazolam intravenös verabreicht zu haben und nochmal gegen 7:30 h. Das scheint falsch zu sein. Warum er das behauptet, scheint verständlich, doch es ist unmöglich, dass es so war, das sieht man an den Blut- und Urinuntersuchungen. Midazolam wird sehr schnell umgewandelt und mit dem Urin ausgeschieden, jedoch nicht SO schnell. Die Halbwertzeit, sprich die Zeit, in der das Medikament zu 50 % ausgeschieden wird, liegt bei 2-6 Stunden. Die signifikanteste Rolle des Midazolams spielt die Tatsache, dass Murray es in rauen Mengen bestellt hat, sodass es sicherlich regelmäßig gegeben wurde, nur eben nicht am fraglichen Morgen.
      Lidocain ist ein häufig angewandtes Anästhetikum, was dem Propofol zugegeben wird, um das Brennen des Propofols zu reduzieren. Wenn Sie einmal genäht wurden oder eine Wurzelbehandlung hatten, bekamen Sie eine Spritze mit Lidocain, um die Stelle zu betäuben. Lidocain hatte nichts mit Jacksons Tod zu tun. Das einzig Wichtige an Lidocain ist, dass, wo immer man es in Jacksons Körper findet auch, wie erwartet, Propofol gefunden wurde.

      Mit jedem Kind, das dir begegnet, ertappst du Gott auf frischer Tat.
      Martin Luther
      If I had a single flower for every time I think about you, I could walk forever in my garden. ~Claudia Ghandi
    • Lorazepam, ein Benzodiazepin, gab es in Jacksons Haus, wie schon gesagt, in Tabletten- und in IV-Form. Es ist darauf hinzuweisen, dass kein Patient, unabhängig von der Umgebung, Zugang zu Medikamenten in Tablettenform haben sollte, die ihm auch intravenös verabreicht werden. Jacksons Schlafzimmer war übersät mit unterschiedlichen Pillendosen mit Benzodiazepinen, zusätzlich zu Lorazepam und Valium gab es noch Clonazepam (Klonipin) und Temazepam (Restoril). Unter Umständen kann ein Patient sich selbst eines dieser Medikamente, die eine gefährliche Potenzierung anderer Medikamente verursachen kann, geben oder er kann eine Überdosierung verursachen, wenn der Pfleger das Medikament per Infusion gibt, ohne etwas von der oralen Einnahme zu wissen.
      Dies ist eines der Szenarien, wie es die Verteidigung behauptet. Sie sind der Auffassung, dass Jackson 8 Lorazepam-2mg-Tabletten schluckte, während Murray nicht im Raum war. Angeblich in genau den zwei Minuten, nach denen Murray Jackson ohne Atmung wiederfand. Offenbar schließen sie, dass dies zu Jacksons Tod führte. Wir können sagen, dass dies einfach unmöglich ist. Erstens wurden bei der Obduktion keine Tablettenreste in Jacksons Mageninhalt gefunden. Zweitens dauert die Absorption von Lorazepam aus dem Magen viel länger. Bei Jackson wäre KEINE Wirkung einer oralen Medikamenteneinnahme in diesem Zeitrahmen eingetreten. Drittens, WENN Jackson Lorazepam in diesen Mengen oral eingenommen hätte, hätte man eines von beiden gesehen: entweder wären keine Tabletten in seinem Magen gefunden worden und die Blutwerte wären hoch gewesen oder es wären Tabletten gefunden worden und die Blutwerte wären niedrig gewesen. Stattdessen gibt es keine Pillen und therapeutische Blutwerte (weder hoch noch niedrig, eher ein erwarteter Wert für eine angemessene Dosis). Ein therapeutischer Wert für Lorazepam im Blut liegt bei 0,01-0,2 Mikrogramm/ml. Der Blutwert in diesem Fall liegt bei 0,169 Mikrogramm/ml, einheitlich intravenös verabreicht durch Dr. Murray, ist wie erwartet ein ungiftiger therapeutischer Wert.
      Das Büro der Gerichtsmedizin untersuchte den Mageninhalt nicht auf den tatsächlichen Lorazepam-Wert, da die Blutwerte einen niedrigen Lorazepam-Wert anzeigten, kein Wert des Mageninhalts wäre ausschlaggebend für die Todesursache. Die Verteidigung behauptet, dass, laut ihrer Untersuchungen, die Menge an Lorazepam im Magen viermal höher war als die im Blut gefundene Menge. Das hätte trotzdem keine Wirkung auf Jackson gehabt, da es die Menge ist, die im Blut eines Patienten gefunden wird. Sie nutzen das eher, um zu behaupten, dass Jackson ohne Murrays Wissen oral Lorazepam einnahm, damit versuchen sie offenbar, ihre Behauptung zu stützen, Jackson habe ohne Murrays Wissen, Propofol geschluckt. Es scheint sehr weit hergeholt, dass, SELBST WENN Jackson oral Lorazepam (ein Medikament, das ihm verschrieben wurde und das er vorher schon häufig eingenommen hatte) ohne Murrays Wissen eingenommen HÄTTE, dass er Propofol (ein Medikament, dass ihm zuvor nie oral verabreicht wurde) getrunken hätte. Vor allem dann, wenn er jemanden hat, der gewillt ist, es ihm jede Nacht intravenös zu verabreichen.
      Murray sagte der Polizei, er habe um 2:00 h und dann wieder um 5:00 h 2 mg Lorazepam intravenös verabreicht. Das stimmt mit den toxikologischen Befunden überein und entspricht wahrscheinlich der Wahrheit. Bei einem Durchschnittspatienten würde der Blutwert, der bei Jackson gefunden wurde, eine spürbare Unterdrückung des Zentralnervensystems (sehr schläfrig oder schlafend) und eine Wirkungspotenzierung jeglicher Gabe von Propofol hervorrufen. Bei Jackson jedoch, der zeitweise täglich Benzodiazepine in signifikanten Mengen erhalten hat, kann eine Toleranz eingetreten sein. Der „therapeutische“ Blutwert eines solchen Patienten ist ganz und gar nicht therapeutisch und es braucht höhere Blutwerte, um die therapeutische Wirkung zu erreichen. Aus all diesen Gründen spielte Lorazepam wenn überhaupt nur eine geringe Rolle in Michael Jacksons Tod.
      Nun kommen wir zum Wichtigsten. Propofol ist hier unser Killer. Um alles über das Medikament zu wissen, was Sie wissen müssen, lesen Sie Law Meds Bericht:Propofol Explained: Factual Expert Answers On Jackson Case“.
      Blutwerte post mortem zu untersuchen ist sehr problematisch. Vor allem weil bei diesem Thema kaum Forschung betrieben wird und wegen des merkwürdigen Verhaltens von Propofol nach einer tödlichen Dosis. Was wir wissen entstand aus einer Handvoll gesammelter Publikationen zu Todesfällen, die Publikationen handeln sowohl vom Missbrauch von Selbstmedikation mit Propofol, als auch einem Fall von häuslichem Mord, wo Propofol als Waffe benutzt wurde. In diesen öffentlichen Fällen schwankte der Propofol-Wert im postmortalen Blut zwischen deutlich niedrigeren als zur Anästhesie benötigten bis zu deutlich höheren Werten. Es scheint, als sei ein niedriger postmortaler Propofol-Wert im Blut Propofol als Todesursache nicht ausschließt. Gleichzeitig sagt aber auch ein hoher Wert im postmortalen Blut nichts aus. Mit anderen Worten, es können täuschend niedrige Werte gefunden werden und doch hat Propofol diesen Menschen getötet. Sie beweisen die Aufnahme von Propofol, obwohl der genaue Wert der Propofol-Gabe nie bestimmt werden kann.
      Baselts Buch „Die Untersuchung toxischer Medikamente und chemischer Reaktionen im Körper des Menschen“ erwähnt, dass bei fünf fatalen Fällen akuter Propofol-Vergiftung, die Blutwerte zwischen 0.5 und 5,3 Mikrogramm/ml schwankten. Der angemessene therapeutische Blutwert nach Gabe von 2,5 mg Propofol pro kg Körpergewicht als anästhetische Einleitungsdosis liegt bei 1,3-6,8 Mikrogramm/ml. Wie Sie sehen, gibt es Fälle von tödlicher Propofol-Anwendung, wo die Blutwerte unter den Werten lagen, die man bei einer Anästhesie erwartet und sie verursachten Atemstillstand. Werte unter 1,0 Mikrogramm/ml werden als Sedierungslevel angesehen.
      In diesem Fall wurden folgende Blutwerte gefunden: Herzblut – 3,2 Mikrogramm/ml, Krankenhausblut 4, 1 Mikrogramm/ml, Femoral-Blut 2,6 Mikrogramm/ml. Dies setzt die Propofol-Konzentration in Jacksons Blut in ein therapeutisches Maß für jemanden, der eine allgemeine Anästhesie bekommt. Für einen Menschen, bei dem keine Anästhesie bis zum Atemstillstand vorgesehen ist, war der Blutwert FATAL. Es besteht kein Zweifel daran, dass JACKSON AN EINER PROPOFOLVERGIFTUNG STARB.

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    • Die gesamte Menge von Propofol, die in Jacksons Magen gefunden wurde, beträgt 0,13 mg. Vergleichen Sie das mit der Menge an Propofol, die geschluckt werden müsste, um die hohen Blutwerte zu erreichen, die wir gesehen haben. Bei intravenöser Gabe hätte die Dosis, um als anästhetische Dosis zu gelten, mindestens 150-200 mg haben müssen, denn darauf deuten die hohen Blutwerte hin. WENN die gleiche Menge Propofol geschluckt wird und den gleichen Effekt hätte wie eine intravenöse Gabe, dann hätte auch die gleiche Menge, nämlich 150-200 mg geschluckt werden müssen. Jedoch muss man eine bedeutend höhere Menge Propofol schlucken, um den gleichen Wert einer intravenösen Gabe zu erreichen, da Propofol, laut der begrenzten Informationen, die dazu erhältlich sind vom Magen sehr schnell absorbiert wird. Es gibt über die orale Gabe von Propofol nicht viele Forschungen, da es niemals dafür vorgesehen war, geschluckt zu werden.
      Was bedeutet das? Die 0,13 mg Propofol, die im Magen gefunden wurden sind WINZIG. Angenommen, es müssten 200 mg Propofol geschluckt werden, um die gesehenen Blutwerte zu erreichen, dann wären die 0,13 mg, die gefunden wurden, 0,065 % des geschluckten Propofols. Die Menge, die geschluckt werden müsste, um die gefundene Blutwerte zu erreichen, auch wenn wir Dr. Murrays zugegebene Menge von 25 mg IV dazu nehmen, wäre zig mal höher als die Menge von 200 mg. Dies widerlegt die Behauptung der Verteidigung, dass Jackson mit dem schlucken von Propofol seinen Tod selbst verschuldet hat, da man dann deutlich mehr Propofol in seinem Magen erwarten würde.
      Zusätzlich ist die Aufnahme ins Blut, wenn ein Medikament oral eingenommen wird, DEUTLICH langsamer, als wenn es ihm intravenös verabreicht wird. Dr. Murray sagt, er sei für zwei Minuten aus dem Zimmer gegangen und dass Jackson nach seiner Rückkehr nicht mehr atmete. Es ist UNMÖGLICH Propofol in der Menge und in diesem Zeitraum aufzunehmen und damit den Tod zu verursachen. Außerdem ist es UNMÖGLICH, dass dann diese Blutwerte im Magen gefunden worden wären.
      Es gibt eine viel plausiblere Erklärung für die geringe Menge an Propofol, die im Mageninhalt gefunden wurde. Postmortale Umverteilung gibt Hinweise auf die Veränderungen, die nach dem Tod mit Medikamenten-Konzentrationen geschehen. Sie bezieht die Umverteilung von Medikamenten aus dem Blut in die umliegenden Organe ein, wie die Leber, die Lunge und den Herzmuskel. Die postmortale Konzentration von Medikamenten spiegelt nicht unbedingt die Konzentration zum Zeitpunkt des Todes wider, da Blutwerte von Medikamenten, laut Datenerhebung, zwischen dem Tod und der Entnahme von Proben, variieren können. Für die postmortale Probenentnahme wird empfohlen, Blut aus der Beinvene zu entnehmen, da sie von den andern Organen relativ entfernt liegt. Von Gefäßen, die näher an den großen Organen liegen, erwartet man eine höhere Konzentration als in der Beinvene. Diese Umverteilung kann auch in den Magen erfolgen. Das ist wahrscheinlich der Grund für die geringe Menge an Propofol, die in Jacksons Mageninhalt gefunden wurde.
      Manche Medikamente sind empfänglicher für Umverteilung als andere, aufgrund ihrer bestimmten Zusammensetzung. Von Propofol wissen wir, dass es bis zu einem gewissen Maß der Umverteilung unterliegt, da Blut, das dem Herzen entnommen wurde (eines der Organe, von denen bekannt ist, dass sie durch Umverteilung Medikamente ins Blut abgeben) mehr Propofol beinhaltete als die Probe aus der Beinvene. (3,2 Mikrogramm vs 2,6 Mikrogramm/ml)
      Endergebnis: Die Beweise stützen die Prämisse, Jackson hätte Propofol getrunken, nicht. Hätte Jackson sich in der kurzen Zeit, in der Murray behauptet, den Raum verlassen zu haben, selbst Propofol injizieren können? Ja, jedoch wäre Jackson nicht in der Zeit, in der Murray laut eigenen Aussagen zurückgekommen sei, gestorben. Er hätte leicht wiederbelebt werden können. Wenn Jackson sich selbst Propofol intravenös verabreicht hat, war Murray nach unseren Schätzungen mindestens 8-10 Minuten nicht im Raum. Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass Murray eine Propofol-Infusion startete, nachdem er Jackson eine Dosis Propofol gespritzt hatte und dass Murray dann nach einiger zeit dachte, Jackson sei stabil. Murray verließ dann den Raum, um zu telefonieren und bei Jackson setzte die Atmung aus. Murray war schon mehr als 5 Minuten, nachdem die Atmung stoppte, aus dem Raum und wahrscheinlich noch länger. Nach seiner Rückkehr wusste er sofort, dass er es vermasselt hatte und dass Jackson tot war. Er entfernte die Propofol-Infusion und versteckte sie, um sie später abzuholen. Dies erklärt den verspäteten Anruf von 911, als Murray in Panik war und sich genau überlegte, was er als nächstes tun sollte. Die einzigen Schlüsse, die wir aus dem toxikologischen Befund ziehen können, sind die, dass Jackson eine Dosis Propofol erhielt, die ausreichte, um zum Atemstillstand zu führen und dass diese Dosis intravenös verabreicht wurde.

      Mit jedem Kind, das dir begegnet, ertappst du Gott auf frischer Tat.
      Martin Luther
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    • 13. Prozeßtag - Mi. 19.10.2011
      33. Zeuge: Steven Shafer - Anästhesist
      / Fortsetzung der Vernehmung durch Walgren



      Walgren geht nochmals ueber Dr. Shafer's Referenzen und zeigt dazu ein Magazin, bei dem er Chef-Editor ist, und mehrere Forschungsartikel, die Dr. Shafer geschrieben hat. Die Artikel untersuchen die Unterschiede in Bezug auf Geschlecht und Alter. Dr. Shafer hat auch Lorazepam, Midazolam und Lidocain erforscht. Walgren sagt, dass er nach diesen Dingen fragen wird.

      Walgren erwaehnt Unterschiede zwischen Intensiv-Sedierung und Sedierung in Zusammenhang mit einem Eingriff (MAC). Dr. Shafer sagt, Intensiv-Sedierung ist fuer laengere Zeit, MAC ist kuerzer.

      Dr. Shafer sagt, all die Arbeit, die er fuer diesen Fall gemacht hat, macht er gratis. Er sagt, er hat nie Geld verlangt fuer Aussagen, weil er denkt, es ist unangebracht und unethisch von einem medizinischen Unglueck zu profitieren. Shafer sagt, er will auch nicht, dass seine Integritaet in Frage gestellt wird. Shafer sagt ausserdem, er will auch das generelle Vertrauen der Oeffentlichkeit in Narkose und Aerzte wiederherstellen. Dr. Shafer sagt, dass er taeglich von Patienten gefragt wird - "Werden Sie mir das Medikament geben, das Michael Jackson umgebracht hat?". Er sagt, er hofft, dass er mit seiner Aussage die unnoetige Angst mildern kann.

      Vormittagspause

      Dr. Shafer hat einige medizinische Gegenstaende zur Demonstration mitgebracht. Er beginnt damit, IV-Beutel mit Kochsalzloesung und dessen Anschluesse zu erklaeren. Dann erklaert er, was ein IV ist. Infusion (Drip) heisst, das Medikament wird langsam "eingetropft". Shafer erklaert, Propofol ist in einer Glasampulle mit einem Aluminium-Siegel und einem Gummi-Stopper. Um das Medikament herauszubekommen, muss man durch den Gummi-Stopper stechen, mit einer Nadel oder einem grossen Spike. Walgren bittet Shafer zu demonstrieren, wie man Propofol aus der Ampulle bekommt.

      Shafer demonstriert, wie man Propofol mit einer Nadel/Spritze aus der Ampulle bekommt. Shafer sagt, um das Propofol herauszubekommen, muss man das Propofol in der Ampulle mit Luft ersetzen, damit das Propofol in die Nadel geht.

      Walgren bittet Dr. Shafer, die 100-ml-Ampulle Propofol vom Tatort zu untersuchen. Shafer sagt, sie hat ein Loch von einem Spike, nicht von einer Nadel.

      Dr. Shafer hat fuer den Fall ein Video gemacht, um zu demonstrieren, was notwendig ist fuer eine Sedierung, sogar fuer 25 mg Propofol. Das Video wird gespielt: "Ein Ueberblick ueber die sichere Gabe von Sedierung".

      Der Arzt bereitet zuerst den Raum vor, ueberprueft das Equipment. Das Video zeigt mehrere Vorrichtungen fuer die Handhabung der Luftwege wie einen Schlauch fuer den Hals, einen Schlauch fuer die Nase, Equipment fuer Intubation, eine Atemmaske. Der Arzt organisiert diese Dinge.

      Dann ueberprueft der Arzt das Equipment fuer Sauerstoff. Der Arzt ueberprueft, ob die Sauerstoff-Zufuhr funktioniert, ueberprueft die Nasenkanuele, ueberprueft am Kapnometer, ob die Nasenkanuele das Kohlendioxid misst. Der Arzt ueberprueft den Narkose-Atem-Kreis. Das ist das Equipment, das benuetzt wird, wenn der Patient aufhoert zu atmen und der Arzt Sauerstoff in die Lungen pumpen muss. Der Arzt ueberprueft dann den Reservesauerstoff. Das wird benuetzt, wenn der Atem-Kreis fehlschlaegt.

      Der Arzt ueberprueft dann die Absaug-Vorrichtung. Das ist wichtig, denn wenn Mageninhalt oder Gallenfluessigkeit durch Uebergeben in die Lunge geraet, wuerde das die Lunge zerstoeren. Deshalb wird Patienten gesagt, nichts zu essen oder zu trinken vor einer Narkose. Wenn sich der Patient uebergibt oder Mageninhalt in den Mund geraet, muss der Arzt das sehr schnell mit dem Absaug-Geraet reinigen, bevor es in die Lunge kommt und diese zerstoert.

      Der naechste Schritt ist es, die Infusionspumpe einzustellen. Es dauert einige Minuten, diese einzustellen. Im Video benuetzen sie eine Spritzenpumpe. Der Arzt zieht zuerst das Propofol in die Spritze. Wie Dr. Shafer demonstriert hat, ist das nicht einfach. Man muss Luft in die Spritze ziehen und mehrere Zuege machen, um die Spritze zu fuellen. Dr. Shafer sagt, dass ein enger Schlauch mit der Infusionspumpe benuetzt werden muss, weil ein weiterer Schlauch problematisch sein koennte. Dann programmiert der Arzt die Pumpe, gibt das Gewicht des Patienten ein, den Medikamentennamen, die Infusionsrate. Der Arzt ueberprueft die Eingaben nochmals.

      Der naechste Schritt ist es, den Patienten zu evaluieren. Der Narkosefacharzt ist dafuer verantwortlich, den Patienten zu kennen. Er macht eine koerperliche Untersuchung, die Atemwege, hoert sich die Lunge an, ueberprueft das Herz. Das wird immer gemacht fuer jeden Patienten, fuer jeden Eingriff. Keine Ausnahmen.

      Der Arzt bekommt auch die "informierte Zustimmung" des Patienten. Der Arzt informiert den Patienten ueber die Risiken und was bei dem Eingriff passiert, fragt den Patienten, ob er irgendwelche Fragen hat, dann unterschreibt der Patient das Formular ueber die "informierte Zustimmung". Dr. Shafer sagt, muendliche Zustimmung ist nicht bindend und deshalb nicht anerkannt.

      Einige Schritte werden nicht im Video gezeigt, und zwar die folgenden: Patient wird auf den Tisch gelegt, Equipment wie eine Blutdruckmanschette, Pulsoximeter, EKG werden dem Patienten angelegt. Sauerstoff wird angelegt, intravenoeser Katheder wird angelegt. Danach pausiert der Arzt, um alles nochmals zu ueberpruefen. Der Arzt macht noch eine letzte Ueberpruefung, bevor er das Propofol injiziert.

      Die Infusionspumpe mit Propofol wird gestartet. Der Narkosefacharzt ist nah beim Patienten, beobachtet den Patienten. Der Arzt macht Notizen zu den Vitalwerten. Der Chart ist notwendig, um den Patienten und die Muster nachzuvollziehen. Es ist die Verantwortung des Arztes gegenueber dem Patienten.

      Im naechsten Teil des Videos werden Beispiele gezeigt, was schief gehen kann.

      Das erste Beispiel ist, wenn der Blutdruck faellt. Dr. Shafer sagt, das ist sehr haeufig und man sieht das jeden Tag. Propofol senkt den Blutdruck, besonders, wenn der Patient dehydriert ist. Der Arzt gibt Ephedrin durch den IV. Generell hebt das den Blutdruck auf ein normales Level.

      Das zweite Beispiel ist Kohlendioxid. Der Monitor zeigt, dass das Kohlendioxid gestoppt hat. Das heisst, der Patient atmet nicht aus und die Atemwege sind blockiert. Der Arzt hebt sofort das Kinn und macht einen "Kiefer-Handgriff". Dr. Shafer sagt, das ist auch Routine. Shafer sagt, der haeufigste Grund ist, dass die Zunge die Atemwege blockiert, und wenn man das Kinn hebt und den "Kiefer-Handgriff" vornimmt, bewegt das die Zunge.

      Das dritte Beispiel ist Atemstillstand. Das passiert, wenn der Patient nicht einmal mehr versucht zu atmen. In diesem Fall muss man das fuer den Patienten uebernehmen und Luft in die Lunge pumpen. Der Arzt entfernt die Nasenkanuele, platziert die Maske ueber den Mund und die Nase des Patienten und drueckt den Beutel, um Sauerstoff in die Lunge zu pumpen.

      Das vierte Beispiel ist Aspiration (nicht im Video gezeigt) - wenn der Patient sich uebergibt und/oder Mageninhalt in den Mund gelangt. Der Patient wird auf die Seite gelegt und vor dem naechsten Atemzug muss alles abgesaugt werden.

      Das fuenfte Beispiel ist Herzstillstand. Das Herz hoert auf zu schlagen und der Patient hoert auf zu atmen. Der Arzt ueberprueft binnen 2 - 3 Sekunden, ob der Monitor das richtig anzeigt. Dann ruft der Arzt um Hilfe. Das erste, was man macht, ist, immer nach Hilfe zu rufen. Eine Person beginnt mit CPR, eine Person beatmet den Patienten und eine Person gibt Medikamente zur Wiederbelebung. All das wird gemacht, um den Patienten lang genug am Leben zu erhalten, damit man das Problem, das den Herzstillstand verursacht hat, reparieren kann. Diese Anstrengungen werden weitergefueht, bis der Patient wiederbelebt ist oder bis er fuer tot erklaert wird.

      Quelle: MJJC

      Mittagspause

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    • Dr. Shafer sagt, dass die Sicherheitsmassnahmen und Anforderungen fuer alle Aerzte gelten, die Sedierung machen, fuer jede Art von IV-Sedativa. Einige Krankenschwestern sind auch in Sedierung geschult. Die Richtlinien gelten auch fuer sie.

      Walgren fragt, wenn Murray nur 25 mg geben wollte, wuerden diese Richtlinien auch gelten. Shafer sagt ja und sagt weiters, der Patient (MJ) hat andere IV-Sedativa bekommen, hatte eine profunde Unfaehigkeit zu schlafen, war erschoepft und dehydriert. Und ihm wurden seit einiger Zeit Sedativa gegeben und er koennte Ansaetze von Abhaengigkeit oder Entzug gehabt haben.

      Walgren fragt, ob es es moeglich ist, zu sagen, ich werde nur eine kleine Dosis geben, deshalb brauche ich diese Richtlinien nicht. Dr. Shafer sagt, das ist eine Falle. Auch fuer eine kleine Sedierung ist es eine Gratwanderung, man koennte mehr geben muessen. Man weiss nicht, wie der Patient reagieren wird. Shafer sagt, es gibt nicht so etwas wie eine "kleine Sedierung" und die schlimmsten Desaster passieren, wenn Leute den kuerzesten Weg nehmen.

      Die Fakten in diesem Fall deuten darauf hin, dass praktisch keine Sicherheitsmassnahmen fuer Sedierung vorhanden waren, als MJ Propofol gegeben wurde.

      Walgren bittet Shafer zu erklaeren, wie Patienten unterschiedlich auf dieselbe Dosis reagieren. Shafer sagt, einige Patienten brauchen die halbe uebliche Dosis, andere brauchen die doppelte uebliche Dosis. Shafer sagt, 25 mg ist das Limit, bei dem ein Patient zu atmen aufhoeren koennte. Shafer sagt, man kann nicht davon ausgehen, dass dies ein durchschnittlicher Patient ist. Shafer sagt, man nimmt immer an, dass der Patient am Rande der Sensibilitaet ist und bereitet sich auf den schlimmsten Fall vor.

      Shafer hat einen Bericht ueber diesen Fall am 15. April 2011 geschrieben. In seinem Bericht hat er einige Ausdruecke benuetzt:
      Kleine Verletzung: nicht konsistent mit dem Pflegestandard, aber man wuerde nicht erwarten, dass es dem Patienten Schaden zufuegt, ausser, es gibt andere Verletzungen. Ernste Verletzung: Wird dem Patienten Schaden zufuegen, in Kombination mit anderen Verletzungen.
      Ungeheuerliche Verletzung: Diese sollten niemals durch einen kompetenten Arzt passieren. Eine ungeheuerliche Verletzung kann allein katastrophal fuer den Patienten enden. Kompetente Aerzte wissen, dass ein schlechtes Ergebnis eine grosse Moeglichkeit ist.
      Skrupellose Verletzung: Es ist ausserhalb des Pflegestandards. Es ist sowohl eine ethische und moralische Verletzung, als auch eine medizinische Verletzung.

      Walgren geht ueber Shafer's Bericht und 17 ungeheuerliche Verletzungen, die er gefunden hat:
      Fehlen von wesentlichem Atemwegs-Equipment - ungeheuerliche Verletzung. MJ starb, weil er zu atmen aufgehoert hat, was man erwarten muss, wenn man Sedativa gibt. Das muss vorhanden sein, ohne Wenn und Aber.

      Walgren fragt Dr. Shafer, wenn man annimmt, dass Murray nur fuer 2 Minuten den Raum verlassen hat und Murray haette das Equipment gehabt, haette Michael gerettet werden koennen? Dr. Shafer sagt ja und dass Michael wahrscheinlich blockierte Atemwege hatte und ein einfaches Anheben des Kinns haette genuegt, um MJ zu retten. Shafer sagt, Murray haette gesagt, dass er die Ambu-Bag nicht benuetzt hat. Shafer sagt, Mund-zu-Mund-Beatmung ist
      weniger effektiv und gibt "gebrauchte" Luft.

      Fehlen von fortgeschrittenem Atemwegs-Equipment. Das ist Equipment wie eine Kehlkopfmaske oder ein Kehlkopfspiegel und ein Endotrachealtubus. Shafer hatte das zuerst als eine ernste Abweichung beschrieben, aber seine Meinung dann geaendert, es ist eine ungeheuerliche Abweichung wegen der Umgebung (zu Hause). Murray hatte keine Hilfe.

      Shafer sagt, seiner Meinung nach hat Murray erwartet, 100-ml-Ampullen zu geben. Murray hatte mindestens 130 100-ml-Ampullen gekauft. Shafer glaubt, dies wuerde mindestens einer pro Nacht entsprechen. Shafer sagt, das ist eine aussergewoehnlich grosse Menge fuer einen Patienten. Von April bis 25. Juni - das sind 80 Naechte, 1937 mg pro Nacht. Walgren fragt, wie er zu diesem Schluss kommt. Shafer sagt, Propofol ist eine Umgebung, in der sich
      schnell Bakterien entwickeln. Sobald eine Ampulle mit einer Nadel geoeffnet worden ist, muss es innerhalb von 6 Stunden aufgebraucht werden. Shafer sagt, das weist darauf hin, dass Murray plante, 100 ml zu verwenden, haette er das nicht geplant, haette er kleinere
      Ampullen gekauft.





      Fehlen der Absaug-Vorrichtung, ungeheuerliche Abweichung. Shafer erinnert die Jury, dass Mageninhalt und/oder, wenn sich der Patient uebergibt, abgesaugt werden muss, damit es nicht in die Lungen geraet. Shafer sagt, es gibt keine Hinweise darauf, dass MJ gesagt wurde, 8 Stunden vor der Gabe von Propofol nichts zu essen. Dadurch bestand fuer MJ ein sehr erhoehtes Risiko. Deshalb haette es Absaug-Equipment geben muessen.

      Fehlen der Infusionspumpe, ungeheuerliche Abweichung. Es gab keine Infusionspumpe. Ohne diese kann die Rate nicht genau kontrolliert werden und das Risiko einer Ueberdosis ist sehr hoch. Shafer sagt, seiner Meinung nach hat das wahrscheinlich zu MJ's Tod beigetragen.

      Walgren fragt, wie jemand den Drip ohne Infusionspumpe kontrollieren kann. Shafer sagt, mit einer Rollenklemme. Das ist ein Plastikrad, das den Schlauch klemmt, um die Menge zu verringern. Shafer sagt, es ist extrem unpraezise und dass es das einzige war, das Murray hatte, als er Propofol gab.

      Fehlen eines Pulsoximeters, ungeheuerliche Abweichung. Das Pulsoximeter, das Murray benuetzt hat, war vollkommen unangebracht. Es ist nicht dafuer gedacht, fuer ununterbrochene Beobachtung verwendet zu werden, weil es keinen Alarm hat. Shafer sagt, auf Monitoren im Spital koennen sie den Monitor sehen und hoeren einen Ton. Aerzte hoeren, wenn der Ton sich aendert, was sie darauf hinweist, dass es ein Problem gibt. In MJ's
      Fall war die einzige Moeglichkeit, das zu beobachten, seine Hand zu nehmen und ununterbrochen darauf zu schauen. Haette es richtiges Equipment gegeben, waere da ein Monitor gewesen, der die Vitalwerte gezeigt haette, die man auch aus Entfernung gesehen haette,
      und es haette einen Alarm gegeben, was MJ's Leben haette retten koennen.

      Fehlen einer Blutdruckmanschette, ungeheuerliche Abweichung. Propofol senkt bei allen Leuten den Blutdruck. Aerzte wuerden das mit zusaetzlicher Kochsalzloesung oder weniger Propofol behandeln. MJ war dehydriert, das Risiko fuer eine uebertriebene Reaktion war hoeher. Wenn der Blutdruck faellt, schliesst der Koerper den Blutfluss in die Arme und Beine und konzentriert sich darauf, das Herz und das Gehirn mit Blut zu versorgen. Das Medikament wird potenter. Dr. Shafer sagt, die manuelle Blutdruckmanschette, die Murray in seiner Tasche im Kasten hatte, war nutzlos.

      Fehlen von EKG, ungeheuerliche Abweichung. EKG erlaubt, die Herzrate zu sehen, den Herzrhythmus. Das ist Routine-Beobachtung. In diesem Fall konnte Murray nicht wissen, was fuer eine Therapie er anwenden muss, wenn MJ einen Herzstillstand hat.

      Fehlen von Kapnographie, ungeheuerliche Abweichung. Dr. Shafer dachte anfangs, das waere keine Abweichung, weil auch andere Spezialisten das nicht benuetzen. Allerdings war es in MJ's Umgebung ein Desaster. Haette Murray das gehabt, haette er sofort gewusst, dass MJ zu atmen aufgehoert hat.

      Fehlen von Notfallmedikamenten, ernste Abweichung. Dr. Shafer glaubt nicht, dass das Fehlen von Notfallmedikamenten zu MJ's Tod beigetragen hat. Shafer sagt, wenn MJ niedrigen Blutdruck hatte, da ja keine Operation stattgefunden hat, haette MJ aufgeweckt werden koennen und Gabe von Fluessigkeit und Stoppen von Propofol waeren genug gewesen.

      Fehlen von Aufzeichnungen, ist eine ungeheuerliche Abweichung, als auch unetisch. Shafer sagt, ein Arzt braucht Aufzeichnungen, um abschaetzen zu koennen, was passiert und fuer die Veraenderungen. Shafer sagt, der Patient - oder wenn der Patient nicht ueberlebt, dann hat die Familie das Recht zu wissen, was passiert ist und was der Arzt gemacht hat.

      Dr. Shafer gibt ein Beispiel und er sieht offensichtlich aufgebracht aus. Dr. Shafer sagt, er weiss, wie er sich fuehlen wuerden, wenn sein Vater, Bruder oder Sohn 80 Tage in einem Spital waere und dann stirbt und die Aerzte wuerden ihm sagen, sie wissen nicht, was passiert ist, weil sie keine Berichte haben. Dr. Shafer sagt, es ist unglaublich, dass es nach 80 Tagen Behandlung nicht einen einzigen Bericht ueber die Behandlung gibt. Dr.
      Shafer sagt, keine Aufzeichnungen zu fuehren ausserdem illegal in Kalifornien ist. Dr. Shafer sagt, dass der Arzt eine Akte fuehren muss, auch, wenn der Patient das nicht will, und Diskretion ist keine Entschuldigung.

      Shafer sagt, Murray hat in seiner Polizeibefragung gesagt, MJ koennte auf Propofol abhaengig gewesen sein und das waere ein Grund fuer eine Ueberweisung gewesen, aber er konnte keine Ueberweisung machen, weil er keine Akte gefuehrt hat.

      Es ist eine Verpflichtung, Information ueber den Patienten zu bekommen. Shafer sagt, es ist die Verantwortung des Arztes, alles ueber seinen Patienten zu wissen, um ihnen helfen zu koennen. Shafer sagt, Murray erwaehnt, dass er IV-Einstiche gesehen hat, aber hat das nicht weiter verfolgt und nicht gefragt, was da vorgeht. Walgren sagt, was, wenn der Patient sagt, das geht Sie nichts an - Shafer sagt, er wuerde dann sagen, "dann kann ich nicht Ihr Arzt sein".

      Dr. Shafer sagt, die einzige koerperliche Untersuchung wurde bei Michael Monate frueher gemacht. Shafer sagt, Murray hat erwaehnt, dass Michael dehydriert war, aber er hat nicht einfach den Blutdruck ueberprueft. Shafer sagt, es gibt keine Krankengeschichte, nicht einmal eine einfache Aufzeichnung ueber Vitalwerte. Shafer nennt das eine ernste Abweichung und dass kein Arzt sowas macht.

      Fehlen der Aufrechterhaltung der Patient-Arzt-Beziehung, ist ungeheuerliche Abweichung. In dieser Beziehung muß der Arzt den Patienten an erste Stelle stellen. Es heisst nicht, das zu tun, was der Patient verlangt, es heisst, das Beste fuer den Patienten zu tun. Wenn der Patient nach etwas Dummen oder Gefaehrlichem fragt, sollte der Arzt nein sagen. Dr. Shafer beschreibt die Beziehung zwischen Murray und MJ als eine Angestellter-Arbeitgeber-Beziehung. Der Patient sagte, was er wollte, Murray sagte ja. Shafer vergleicht Murray mit einer Haushaelterin, die macht, was ihr gesagt wird. Das ist es, was ein Angestellter macht. Shafer sagt, Murray hat nicht sein medizinisches Urteilsvermoegen angewendet und er hat nicht in MJ's bestem Interesse gehandelt. Murray hat sein medizinisches Urteilsvermoegen komplett aufgegeben. Shafer sagt, das allererste Mal, als MJ um Propofol gebeten hat, haette Murray MJ zu einem Schlaf-Experten schicken muessen.

      Fehlen von "informierter Zustimmung", ungeheuerlich und gewissenlos. Eine informierte Zustimmung haette die Erklaerung inkludiert, dass Propofol keine Behandlung fuer Schlafstoerungen ist, es haette das Risiko von Tod erklaert und alternative Behandlungsmoeglichkeiten. Dr. Shafer sagt, es gibt keinen Beweis, dass MJ wusste, dass er sein Leben aufs Spiel setzte. Shafer erwaehnt nochmals, dass die informierte Zustimmung schriftlich erfolgen muss. MJ wurde sein Recht verweigert, eine informierte Zustimmung zu treffen.

      Notwendigkeit, den mentalen Zustand staendig zu beoboachten, ungeheuerlich und gewissenlos. Dr. Shafer sagt, dass Aerzte beim Patienten bleiben muessen und Murray hat seinen Patienten im Stich gelassen. Shafer vergleicht das Geben von Sedierung mit dem Fahren eines Wohnmobils. Shafer sagt, man kann das Lenkrad auf einer Autobahn nicht verlassen, um sich zu erleichtern. Wenn man das macht, waere das ein Desaster. Dr. Shafer sagt, in den 25 Jahren, in denen er Arzt ist, ist er nie aus dem Raum gegangen. Und wenn er dies hätte machen müssen, hätte er die Aufsicht einem Kollegen übertragen.

      Unterbrochene Kontrolle und Beobachtung, ungeheuerliche Verletzung. Murray hat MJ alleingelassen und er war am Telefon. Shafer sagt, man kann nicht "multitasken", besonders, wenn man kein Equipment zur Beobachtung hat. Dr. Shafer sagt, ein Patient, der grade dabei ist, zu sterben, sieht nicht sehr anders aus als ein Patient, der okay ist. Dr. Shafer sagt, aus der Entfernung kann man nicht feststellen, dass eine Person nicht atmet. Shafer sagt, er glaubt, Murray koennte im Raum gewesen sein und hat nicht mitbekommen, dass MJ zu atmen aufgehoert hat.

      Shafer sagt, Wiederbelebung waere einfach gewesen, alles, was noetig gewesen waere, waere gewesen, das Propofol zu stoppen und MJ zum Atmen zu bringen. Shafer erinnert nochmals, dass es haeufig ist, dass Patienten unter Narkose zu atmen aufhoeren und dass das erwartet wird. Shafer sagt, haette Murray ihn beobachtet, haette er nur das Kinn heben muessen und ihn beatmen.

      Nachmittagspause

      Fehlen von ununterbrochener Dokumentation, ungeheuerliche und gewissenlose Verletzung. Shafer sagt, Dokumentation ist Teil der Behandlung. Shafer sagt, haette Murray die Berichte gehabt, haette er gesehen, dass die Sauerstoffsaettigung gesunken war oder dass sich der Herzrhythmus veraendert hat.

      911 nicht rechtzeitig anrufen, ungeheuerliche Verletzung. Shafer sagt, in dieser Umgebung konnte Michael nicht ohne Assistenz wiederbelebt werden. Shafer sagt, 911 anzurufen hatte die hoechste Prioritaet wegen des Fehlens von Hilfe und Equipment. Shafer sagt, wenn 911 zu rufen nicht moeglich war, haette Propofol gar nicht gegeben werden duerfen.

      Shafer sagt, wenn man annimmt, Murray hat um 12:00 Uhr festgestellt, dass es ein Problem gab, versteht er nicht, warum Murray Williams eine Sprachnachricht hinterlassen hat und wie es 20 Minuten dauern konnte, bis 911 gerufen wurde. Shafer nennt das unfassbar und voellig und absolut unentschuldbar.

      Shafer sagt, wenn Murray den Raum nur fuer 2 Minuten verlassen hatte und die Sanitaeter sofort gerufen haette, waere MJ mit einer Gehirnschaedigung am Leben. Haette Murray nach 2 Minuten festgestellt, dass MJ in Schwierigkeiten war und haette er Atemwegs-Equipment gehabt, waere MJ am Leben und unverletzt.

      Walgren fragt, wie effektiv CPR mit einer Hand auf einem Bett ist. Shafer sagt, der Patient sinkt in das Bett, und es ist ineffektiv. Sogar, wenn Murray seine Hand hinter MJ's Ruecken hatte, ist es ineffektiv, weil man sein Koerpergewicht braucht, um effektives CPR durchzufuehren. Shafer sagt, man braucht 2 Haende, eine Hand ist nicht genug. Shafer sagt, Murray haette zuerst 911 anrufen koennen und MJ dann auf den Boden legen koennen.
      Shafer sagt auch, basierend auf Murray's Polizeibefragung, das Problem war nicht, dass das Herz aufgehoert hatte zu schlagen. MJ hat aufgehoert zu atmen. Murray sagte, da war ein Puls. Wenn es einen Puls gegeben hat, haette er Sauerstoff in die Lunge bekommen muessen. Es gab keinen Grund fuer CPR, wenn es einen Puls gegeben hat. Shafer sagt, ein Laie wuerde Mund-zu-Mund-Beatmung machen, weil er keine andere Moeglichkeit hat. Bei einem
      Arzt zeigt es, dass er nicht das notwendige Equipment hat.

      Shafer sagt, er versteht nicht, warum Murray MJ's Beine angehoben hat. Shafer nennt das Zeitverschwendung. Shafer sagt, die Beine anheben wird gemacht, wenn man glaubt, dass nicht genug Blut ins Herz geht, aber das war nicht MJ's Problem. Er hat zu atmen aufgehoert. Shafer sagt, das zeigt, Murray hatte keine Ahnung, was zu tun war.

      Walgren fragt, was Flumazenil ist. Shafer erklaert, es ist ein Medikament, das den Effekt von Lorazepam und Midazolam umkehrt. Dr. Shafer sagt, er moechte wissen, warum Murray es gegeben hat. Shafer sagt, es passt nicht zusammen mit der Gabe von nur 2 Dosen zu 2 mg mehrere Stunden vorher. Dr. Shafer sagt, er glaubt, Murray wusste, dass da viel mehr Lorazepam war.

      Dr. Shafer spricht ueber die Irrefuehrung der Sanitaeter und der Aerzte im UCLA und die Nichterwaehnung von Propofol, ungeheuerliche und gewissenlose Verletzung. Dr. Shafer sagt, das Leben eines Menschens stand auf dem Spiel, es ist unentschuldbar. Shafer sagt, er hat es auch falsch dargestellt als einen Herzstillstand, den er beobachtet hat. Shafer sagt, ein beobachteter Herzstillstand ist nicht ein Stillstand wegen dem Fehlen von Atmung, es ist gewoehnlich ein Herzinfarkt. Somit war die Therapie der Sanitaeter und der Aerzte im UCLA nicht angemessen. Bei einem Herzstillstand hat man nur Sekunden, um die Behandlung zu waehlen, den Sanitaetern und die Aerzten in der Notaufnahme wurden nicht die richtigen Informationen gegeben. Shafer sagt, das Zurueckhalten von Information ist eine Verletzung des Vertrauens des Patienten.

      Walgren fragt, was Polypharmazie ist. Shafer erklaert, das bedeutet, viele Medikamente gleichzeitig zu geben, und das ist eine ernste Verletzung. Shafer sagt, was Murray MJ gegeben hat, machte keinen Sinn. Shafer sagt, Midazolam und Lorazepam sind sehr aehnliche Medikamente und der einzige Unterschied ist, wie lange sie im Koerper bleiben. Shafer sagt, er versteht nicht, warum Murray von Midazolam auf Lorazepam und zurueck gewechselt hat. Shafer sagt, er glaubt, Murray hat die Medikamente, die er gegeben hat, nicht verstanden.

      Walgren fragt, ob 25 mg Propofol eine sichere Dosis ist. Shafer sagt, in dieser Umgebung gab es keine sichere Dosis. Midazolam und Lorazepam wurden gegeben. MJ hat Benzos waehrend 80 Naechten bekommen, er koennte abhaengig gewesen sein oder einen Entzug gehabt haben von Benzos oder Propofol. Dr. Shafer sagt, er hat noch nie davon gehoert, dass einer Person fuer 80 Naechte Propofol gegeben worden ist, und er weiss nicht, was in so einem Fall passieren wuerde.

      Walgren fragt nach der Studie aus Taiwan. Shafer sagt, es gibt ueber 13.000 medizinische Artikel ueber Propofol, 2.500 Artikel ueber Propofol und Sedierung, und es gibt nur einen Artikel ueber Propofol und Schlafstoerungen. Es ist diese Studie, die 2010 gemacht wurde. Dr. Shafer sagt, er haette diese Studie nicht publiziert, weil die Dosis an Propofol, die gegeben wurde, nicht genannt wird. Dr. Shafer sagt auch, dass die Gegebenheiten der Studie
      hier nicht angewendet werden koennen. Diese Studie wurde in einem Spital von Narkosefachaerzten durchgefuehrt, die Patienten haben 8 Stunden gefastet, sie wurden beobachtet, eine Infusionspumpe wurde benuetzt, Propofol wurde fuer 2 Stunden ueber 5 Tage waehrend 2 Wochen gegeben. Es gab keine andere Medikation. Die Patienten wurden im Pflegestandard behandelt. Shafer sagt, der Artikel hebt Murray's Abweichungen vom Pflegestandard hervor.

      Walgren fragt, auch, wenn MJ Lorazepam und/oder Propofol selbst genommen haette, waeren diese 17 Abweichungen immer noch relevant und ob Shafer Murray noch immer als verantwortlich ansehen wuerde fuer MJ's Tod. Shafer antwortet "ja".

      Walgren fragt nach der Arzt-Patienten-Beziehung. Shafer sagt, das geht Jahrhunderte zurueck. Shafer sagt, dass Aerzte die Macht haben, Medikamente zu geben und Patienten aufzuschneiden, etc., und zwar deshalb, weil ihnen das Vertrauen gegeben wird, das zu tun, weil angenommen
      wird, sie setzen den Patienten an erste Stelle. Dr. Shafer liest den Hippokratischen Eid. Shafer sagt, als Murray zustimmte, MJ Propofol zu geben, hat er sich (Murray) an erste Stelle gesetzt. Als Murray jede Nacht mit Propofol und Beuteln mit Kochsalzloesung erschienen ist, hat er sich (Murray) an erste Stelle gesetzt. Als Murray Informationen vor den Sanitaetern und den Aerzten in der Notaufnahme zurueckgehalten hat, hat er sich (Murray) an erste Stelle gesetzt.

      Quelle: MJJC

      3. Teil bis 17. Teil - Rest auf YT ansehn inges. 46 Teile--> Playlist

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    • 14. Prozeßtag - Do. 20.10.2011
      33. Zeuge: Steven Shafer - Anästhesist
      / Direktverhoer durch Walgren - Fortsetzung

      Walgren beginnt mit Propofol. Walgren fragte Shafer gegen Maerz 2011, ob er seine Meinung fuer diesen Fall bereitstellen wuerde und gab Shafer Murray's Polizei-Befragung und den Toxikologie-Bericht. Walgren gab Shafer auch einen Bericht von Dr. White. Dr. White hatte geschrieben, dass MJ Propofol oral zu sich genommen haben koennte. Shafer sagt, er war darueber enttaeuscht, weil orales Propofol nicht ueber die Leber hinauskommen kann. Shafer sagt, beim ersten "Durchgang" wuerde die Leber das Propofol fast komplett entfernen.


      (Dr. White ist im Bild zu sehen)

      Shafer hat eine Praesentation vorbereitet, sie heisst "Propofol nicht oral bio-verfuegbar".

      Bild 1 ist der Titel.

      Bild 2 zeigt den Verdauungstrakt des menschlichen Koerpers. Shafer identifiziert die Organe. Shafer sagt, orales Propofol wuerde in den Magen kommen, es wuerde ins Blut gehen und das ganze Blut wuerde in die Leber gehen, und erst, nachdem es die Leber passiert hat, wuerde es zurueck gehen in die Blutgefaesse.

      Bild 3 ist eine Nahaufnahme des Verdauungstraktes. Es zeigt all die Blutgefaesse, die vom Verdauungstrakt in die Leber gehen. Shafer erklaert, was nach dem ersten Passieren der Leber passiert. 99 % des Medikaments waere entfernt worden und es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass orales Propofol irgendeinen Effekt hat. Shafer hat in seinem Bericht geschrieben, es gibt Null Moeglichkeit, dass MJ an oralem Propofol gestorben ist.

      Bild 4 ist ein Artikel von 1985 von Dr. Glen (Arzt, der Propofol entwickelt hat - Shafer sagt, er verdient es, der Vater von Propofol genannt zu werden) ueber Propofol. In dieser Studie wurde Maeusen Propofol gegeben, sie fanden heraus, dass Infusion effektiv war, aber sogar 20 Mal die IV-Dosis, gegeben oral, hatte keine Allgemeinanaesthesie produziert.

      Bild 5 ist eine Studie an Ferkeln. Diese Studie zeigt, dass weniger als 1 % an Propofol in Ferkeln bio-verfuegbar war. Das zeigt, dass Propofol von der Leber aus dem Koerper gewaschen wird.

      Bild 6 ist eine Studie von 1996, vorgenommen an Ratten. In dieser Studie fanden sie heraus, dass 10 % an Propofol in Ratten verfuegbar waren. Shafer sagt, das ist, weil Ratten eine andere Spezies sind. Es zeigt aber dennoch, dass der Grossteil an Propofol (90 %) aus dem Koerper gewaschen wird.

      Bild 7 zeigt ein US-Patent vom 23. Juni 2009. Diese Studie wurde an Ratten vorgenommen, und die Bio-Verfuegbarkeit war weniger als 1 %.

      Bild 8 zeigt ein US-Patent vom 17. November 2009. Eine weitere Studie vorgenommen an Hunden und Affen, und die Bio-Verfuegbarkeit war weniger als 1 %. All diese Informationen waren verfuegbar, als Dr. White und Dr. Shafer ihre Berichte geschrieben haben.

      Der Rest der Bilder - Shafer hat dann eine Studie ueber die Bio-Verfuegbarkeit in Menschen gemacht. Shafer sagt, es gab keine Publikationen mit Menschen als Testobjekte. Shafer hat an einer Studie teilgenommen, die mit Freiwilligen in Chile gemacht wurde. 6 Studenten haben freiwillig teilgenommen. Die ersten 3 tranken 20 ml/200 mg Propofol und die anderen 3 tranken 2 mal diese Dosis (400 mg). Sie haben den Puls gemessen, den Blutdruck und die Sedierung wurde gemessen. Sie entnahmen ihnen regelmaessig Blut aus dem Arm und haben das auf Propofol gemessen. Keiner der Freiwilligen war nach der oralen Einnahme von Propofol sediert. Das Sauerstoff-Level ist nie gefallen, der Blutdruck ist nie gefallen. Die Studie wurde letzte Woche auf einer Konferenz in Chicago praesentiert. Shafer hat auch einen Award fuer sein Lebenswerk auf dieser Konferenz bekommen.

      Das letzte Bild ist die Schlussfolgerung der Studie am Menschen, es gab keinen Effekt von oralem Propofol beim Menschen.

      Shafer sagt, er hat diese Studie wegen dieses Falls gemacht und weil die DEA Propofol zu einer "kontrollierten Substanz" erklaeren wollte. Shafer glaubt, die DEA versucht, das zu tun, weil sie glauben, MJ koennte es getrunken haben. Shafer sagt, er will zeigen, dass Propofol nicht oral missbraucht werden kann.

      Shafer sagt, er hat Walgren beim ersten Telefonat gesagt, oraler Effekt von Propofol ist nicht moeglich, und spaeter hat er diese zusaetzlichen Studien herausgesucht und hat sogar eine Studie am Menschen vorgenommen, um zu zeigen, dass es Null Moeglichkeit gab.

      Walgren bringt eine weitere Praesentation. Diese ist ueber Lorazepam (langer Sidebar wegen einem Einspruch von Chernoff).

      Bild 1 ist der Titel

      Bild 2 - Eine Studie, die von Shafer vorgenommen wurde. Er hat sich Lorazepam oder Midazolam angeschaut. Sie haben es ueber einen Computer Patienten gegeben. Den Patienten wurde regelmaessig Blut abgenommen, um die Konzentration zu studieren. Die Studie wurde in Stanford gemacht und sie haben eine riesige Menge an Daten gesammelt.

      Shafer sieht sich die Level der Toxikologie in MJ an und weiss, dass Murray gesagt hat, er haette 2 Dosen mit 2 mg Lorazepam gegeben. Shafer hat Modelle durchlaufen lassen, um zu sehen, ob diese Dosis das Lorazepam-Level, das in MJ's Blut gefunden wurde, verursachen koennte. 2 Dosen mit 2 mg Lorazepam werden nicht vom Blut-Level unterstuetzt. Das Modell zeigt, dass die Konzentration von 2 Dosen mit 2 mg um 2 Uhr morgens und um 5 Uhr morgens etwa 10 % von dem entsprechen, was gefunden wurde. Shafer sagt, MJ wurde mehr Lorazepam gegeben.

      Vormittagspause

      Wenn die 2 Dosen mit 2 mg um 2 Uhr und um 5 Uhr morgens das einzige Lorazepam waeren, das MJ gegeben wurde, sollte die Konzentration, die der Leichenbeschauer gefunden hat, 0,025 sein, nicht 0,169.

      Shafer zeigt ein anderes Modell, um auf die 0,169 um 12 Uhr mittags zu kommen. Es zeigt 10 Dosen mit 4 mg Propofol zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens. Diese Zahl ist konsistent mit den Ampullen, die in MJ's Haus gefunden wurden (10 ml-Ampullen mit 4 mg/ml Konzentration, was 40 mg entspricht).

      Shafer erklaert, der Metabolit von Lorazepam heisst Lorazepam-Glukuronide. Die Leber gibt Zucker zu den Lorazepam-Molekuelen, damit die Nieren das Lorazepam verarbeiten koennen. Dieser Prozess macht das Medikament inaktiv. Lorazepam-Glukuronide hat keinen Effekt. Das Lorazepam hat einen Effekt, aber nicht sein Metabolit. Der Leichenbeschauer sieht sich die Level von Lorazepam an, nicht die fuer den Metaboliten.

      Walgren zeigt den Test, den die Verteidigung fuer Lorazepam gemacht hat. "Pacific Toxicology" hat den Metabolit zurueck zu Lorazepam konvertiert und danach das Lorazepam analysiert. Deshalb war ihr Resultat groesser, weil es beides inkludiert hat, das Medikament und den Metaboliten. Ihr Ergebnis fuer Lorazepam und seinem Metaboliten war 0.634. "Pacific Toxicology" hat nicht unterschieden zwischen Lorazepam und seinem Metaboliten.

      Walgren fragt, wie Lorazepam im Magen gefunden werden kann. Shafer zeigt den Verdauungs- trakt und erklaert den Prozess. Nach einer IV-Injektion geht das Medikament ins Blut. Spaeter kommt es in die Leber und die Leber konvertiert es zum Metaboliten. 25 % des Metaboliten geht in die Galle und dann laeuft die Galle in den Darm. An der Verbindung zwischen dem Magen und dem Duenndarm wird etwas vom Metaboliten in den Magen zurueck geschwappt. Shafer sagt, MJ hatte die Menge von 1/43 einer Lorazepam-Tablette im Magen, und das meiste davon war der Metabolit, und die wahre Menge an Lorazepam war viel geringer.

      Shafer sagt, das beweist, dass Michael Lorazepam in mindestens den 4 Stunden vor seinem Tod nicht geschluckt hat (zwischen 8 Uhr morgens und 12 Uhr mittags). Also ist Flanagan's hypothetisches Szenario, in dem MJ um 10 Uhr morgens Lorazepam-Tabletten geschluckt hat, nicht moeglich.

      Walgren und Shafer kommen zu Propofol. Walgren geht ueber mehrere Studien, die Shafer ueber Propofol gemacht hat. Shafer verwendete Modelle, die Alter, Gewicht und Geschlecht dieser Studien enthielten, um Modelle zu untersuchen ueber das Propofol, das in MJ gefunden wurde.

      Shafer sagt, Propofol agiert im Gehirn und es ist das Gehirn, das einen einschlafen laesst oder das einen zu atmen aufhoeren laesst. Also ist es die Konzentration im Gehirn, auf die es ankommt.

      Der Zeuge der Verteidigung, Dr. White, hat an einer Studie teilgenommen, die zeigt, bei welcher Konzentration an Propofol eine Person zu atmen aufhoert. Bei 2,3 mg/ml erwartet man, dass die Haelfte der Patienten zu atmen aufhoeren wuerde. Der Bereich fuer Atemstill- stand ist 1,3 mg bis 3,3 mg/ml. Bei 1,3 mg hoeren 5 % der Patienten zu atmen auf, bei 3,3 mg hoeren 95 % zu atmen auf.

      Eine weitere Studie wurde an Schweinen vorgenommen, um die Verzoegerung zwischen dem Atemstillstand und der Zeit, wenn die Blutzirkulation stoppt, festzustellen. Das Ergebnis zeigt, es sind 9 Minuten zwischen dem Atemstillstand und dem Herzstillstand.

      Shafer machte Simulationen fuer den Fall. Er nimmt an, die Zeit zwischen Atemstillstand und Herzstillstand ist beim Menschen 10 Minuten, weil Menschen mehr Sauerstoff als Schweine haben und weil MJ extra Sauerstoff bekommen hat. Die Propofol-Konzentration, die der Leichen- beschauer in MJ's femoralem Blut gefunden hat, war 2,6, das ist die Konzentration von dem Zeitpunkt, als die Blutzirkulation stoppte. Shafer probiert verschiedene Szenarios, um zu dieser Zahl zu kommen. Die Konzentration von Propofol steigt schnell, faellt aber auch sehr schnell. Das passiert durch die Leber und weil Propofol in anderes Gewebe geht.

      Szenario 1: Nur 25 mg Propofol durch eine Bolusinjektion.

      MJ waere unter der Grenze, bei der die Haelfte der Patienten zu atmen aufhoert (2.3), aber ueber dem 5-%-Limit (1,3). Er haette zwischen 1 Minute und 2 1/2 Minuten nach der Injektion zu atmen aufgehoert. Nach 3 Minuten wuerde man erwarten, dass er wieder zu atmen beginnt. Also gibt es auch bei einer kleinen Dosis fuer kurze Zeit ein Risiko. Da MJ andere Medikamente gegeben wurden, hatte er ein groesseres Risiko.

      Shafer glaubt nicht, MJ ist das passiert. MJ haette fuer 2 Minuten einen Atemstillstand gehabt und seine Blutzirkulation haette 10 Minuten angehalten, und das Propofol waere metabolisiert worden. Somit waere die femorale Menge viel kleiner gewesen als die, die der Leichenbeschauer gefunden hat. Shafer schliesst dieses Szenario aus.



      Szenario 2: 50 mg Propofol Bolusinjektion (die halbe Spritze ist mit Propofol gefuellt, die andere Haelfte mit Lidocain).

      MJ haette wahrscheinlich nach 1 Minute bis zu 3 oder 4 Minuten nach der Gabe zu atmen auf- gehoert (fuer 3 Minuten nicht zu atmen wuerde keine Gehirnschaedigung verursachen). Das Herz wuerde fuer 10 Minuten weiterschlagen. Auch 50 mg Propofol wuerden nicht zu der Menge fuehren, die im femoralen Blut gefunden wurde. Shafer schliesst auch dieses Szenario aus.

      Szenario 3: 100 mg Propofol Bolusinjektion (die ganze Spritze ist mit Propofol gefuellt).

      Der Patient wuerde nach 1 Minute zu atmen aufhoeren und das Herz wuerde nach 10 Minuten zu schlagen aufhoeren. Das femorale Blut-Level waere unter dem gewesen, das der Leichenbeschauer gefunden hat. Shafer schliesst dieses Szenario aus.

      Es folgen mehrere Szenarien, in denen der Patient selbst injiziert.

      Szenario 4: 6 Selbst-Injektionen von jeweils 50 mg ueber 90 Minuten.

      Selbst-Injektion wuerde bedeuten, das Propofol in die Spritze zu ziehen und durch den IV-Port zu injizieren. Es braucht Zeit und benoetigt Koordination. Wenn man gute Venen hat, kann man es auch ohne IV injizieren (Anm. dies ist von mir eingefuegt, weil es in englischen Original unklar war), aber basierend auf Murray's Polizei-Befragung hatte MJ schlechte Venen, somit ist Selbstinjektion unwahrscheinlich und es waere ohne Lidocain extrem schmerzhaft. 50 mg haetten Michael einschlafen lassen fuer etwa 10 Minuten, und es waere etwas laenger geworden mit jeder Injektion, es waere ein bisschen Propofol im Blut uebrig. Die Blutzirkulation wuerde nach 10 Minuten aufhoeren. Das femorale Blut-Level waere stark unter der Zahl, die der Leichenbeschauer gefunden hat. Shafer schliesst dieses Szenario aus.

      Szenario 5: 6 Selbst-Injektionen von jeweils 100 mg ueber 3 Stunden.

      Das ist eine Narkose-Dosis. MJ haette zu atmen aufgehoert und die Blutzirkulation wuerde nach 10 Minuten aufhoeren. Wieder waere das Blut-Level von Propofol stark unter dem, das im femoralen Blut gemessen wurde. Shafer sagt, MJ waere wahrscheinlich nach der ersten oder zweiten Injektion gestorben, aber der Leichenbeschauer haette ein niedrigeres femorales Blut-Level an Propofol gefunden.

      Mittagspause

      Quelle: mjjcommunity.com/forum/threads…German-Translations/page4

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    • 14. Prozeßtag - Do. 20.10.2011
      33. Zeuge: Steven Shafer - Anästhesist
      / Direktverhoer durch Walgren - Fortsetzung nach Mittagspause

      Mehrere Injektionen gegeben von Murray - Szenarios

      Szenario 6: 6 Injektionen mit je 50 mg

      In diesem Szenario haette MJ mehrere Male zu atmen aufgehoert und in diesem Szenario waere MJ nicht am Leben und das femorale Blut-Level wuerde erreicht. Shafer sagt, das macht aber keinen Sinn, weil Murray wiederholt injizieren haette muessen und die Injektionen muessten weitergehen, nachdem die Atmung und das Herz gestoppt hatten. Shafer schliesst dieses Szenario aus.



      Szenario 7: 100-ml-Infusion, 1000 mg



      In diesem Modell wird die Infusion um 9 Uhr morgens gestartet und es gab eine Bolusinjektion vor dem Drip. Wenn man einen Drip gibt, gibt es keinen grossen Unterschied zwischen der Konzentration im Blut und im Gehirn. Die Level steigen anfangs schnell. Spaeter wuerde die Leber beginnen, das Propofol zu metabolisieren, und die Level wuerden langsam steigen. Wenn der Patient die Atemstillstands-Schwelle erreicht, wuerde die Atmung langsamer werden und Kohlendioxid wuerde steigen. Haette es eine Kapnographie gegeben, dann haette man gesehen, wie das Kohlendioxid ansteigt.

      Um 10 Uhr vormittags wuerde MJ noch atmen, aber ohne Kapnographie sieht Murray nicht, dass es ein Problem gibt. Zwischen 11:30 und 11:45 Uhr haette die Atmung gestoppt und es waere kein Sauerstoff mehr in der Lunge. MJ starb gegen Mittag mit der Infusion noch immer laufend. Das ist das einzige Szenario, das Shafer generieren konnte, das das femorale Level produziert und das konsistent ist mit Murray's Schilderung, wie er Propofol gegeben hat. Dieses Szenario passt zu allen Daten in dem Fall. Das ist es, was Shafer glaubt, dass passiert ist.

      Murray haette mit Kapnographie feststellen koennen, dass es ein Problem gibt, und mit einem Pulsoximeter. Waere Murray bei MJ gewesen, haette er die langsame Atmung gesehen und haette das Propofol stoppen koennen. Murray mag gedacht haben, dass alles okay ist und ist dann aus dem Zimmer gegangen. Shafer sagt nochmals, dass Murray 130 100-ml-Ampullen gekauft hat, und Shafer denkt, das bedeutet eine Ampulle pro Nacht.

      Nachmittagspause

      Walgren und Shafer beginnen damit, einen IV zur Demontration aufzubauen. Shafer hat dieselben/aehnliche Utensilien gebracht, die Murray benuetzt oder gekauft hat. Shafer haengt einen Beutel mit Kochsalzloesung an den IV-Staender. Er schliesst die Schlaeuche an den Beutel an. Bei dem Infusions-Set gibt es einen Port fuer Injektion mit einem Gummi-Stopper, in den man mit einer Nadel stechen kann, um Medikamente zu geben.

      Shafer zeigt einen Katheder der Groesse 22 (dieselbe Groesse, die bei MJ verwendet wurde), der Katheder bleibt in der Vene (die Nadel bleibt nicht in der Vene). Shafer schliesst den Katheder an den Schlauch mit der Kochsalzloesung an und zeigt, dass die Fluessigkeit sehr schnell durchfliesst. Der Beutel hat einen nicht beluefteten Schlauch, weil es bei Kochsalzloesung keine Notwendigkeit fuer Belueftung gibt (der Beutel zieht sich einfach zusammen).

      Fuer Propofol braucht man einen beluefteten Schlauch. Murray hat solche Infusions-Sets bei Sea Coast gekauft. Shafer zeigt das Infusions-Set mit Belueftung, das Murray gekauft hat. Es hat oben eine Vorrichtung, die erlaubt, dass Luft hineinkommt. Dieser Schlauch ist dazu gedacht, mit einer Infusionspumpe verwendet zu werden, aber es gab keine Infusionspumpe.

      Ein Spike vom Propofol-Schlauch waere in die Ampulle gestochen worden, und das waere konsistent mit dem Riss, den man an der 100-ml-Ampulle mit Propofol aus MJ's Haus gesehen hat. Shafer steckt den Spike in die Propofol-Ampulle und haengt sie mit der Plastikvorrichtung an der Ampulle an den Staender.



      Walgren zeigt, dass die 100-ml-Ampulle, die in MJ's Haus gefunden wurde, dieselbe Haengevorrichtung hatte. Einspruch von der Verteidigung - Sidebar.

      Nach dem Sidebar wird die folgende Stipulation ins Protokoll aufgenommen: Die Haengevorrichtung wurde von Walgren zur Demonstration angehoben. Als die Ampulle gefunden wurde, war diese noch an der Ampulle und unbenutzt.

      Murray sagte in der Polizei-Befragung, dass er die Gabe von Kochsalzloesung gestoppt hat, bevor er Propofol mit einer Spritze gegeben hat. Shafer zeigt die Gummiklemme und wie man den Fluss mit der Klemme stoppen kann. Shafer demonstriert die Infusion von 25 mg Propofol mit einer Spritze, wie Murray es in der Befragung geschildert hat. Das Propofol bleibt im Schlauch, weil die Kochsalzloesung gestoppt wurde und das Propofol somit nicht gepuscht wird. Somit ist Murray's Beschreibung, wie er es langsam ueber 3 bis 5 Minuten gegeben hat, unmoeglich, wenn die Kochsalzloesung gestoppt ist. Man muss die Kochsalzloesung "entklammern", damit das Propofol herauskommt.

      Shafer demonstriert die Belueftung des Propofol-Schlauchs. Wenn er die Belueftung schliesst, stoppt das Propofol, wenn er sie oeffnet, fliesst das Propofol durch den Schlauch. Shafer schliesst dann den beluefteten Schlauch mit einer Nadel an den Y-Anschluss. Shafer sagt, das ist ein extrem unsicherer Aufbau und alles basiert auf der Schwerkraft. Wenn ein Beutel gehoben wird, gibt es in dem Beutel mehr Zug und es wuerde den anderen verlangsamen. Wenn die Kochsalzloesung stoppt, beschleunigt sich das Propofol. Wenn man die Rate der Kochsalzloesung veraendert, veraendert das auch die Rate von Propofol. Deshalb ist dieses System sehr gefaehrlich. Die einzige Moeglichkeit, die Geschwindigkeit zu kontrollieren, sind die Klemmen.

      Walgren fragt nach dem IV-Beutel mit dem Schnitt. Shafer sagt, vielleicht hat Murray nicht gewusst, dass es an der Ampulle eine Haengevorrichtung gibt oder er wollte diese nicht benuetzten. Shafer gibt die Propofol-Ampulle mit dem Spike in den aufgeschnittenen IV-Beutel, um zu demonstrieren, dass das moeglich ist.



      Shafer sagt, dieses System erklaert, warum der lange Schlauch im Haus nicht positiv auf Propofol getestet wurde, aber der kurze Schlauch war positiv. Es gab noch einen langen Schlauch, der an die Propofol-Ampulle angeschlossen war.

      Shafer lehrt die Propofol-Flasche schnell und entfernt den langen, beluefteten Schlauch, der Propofol in sich hat. Er passt in eine Hand. Walgen fragt, ob der Schlauch in eine (Hosen)tasche passen wuerde. Shafer sagt "ja".

      Walgren macht eine Zusammenfassung von Shafer's Aussage: 17 ungeheuerliche Abweichungen vom Pflegestandard, 4 davon sind auch unethisch, er hat ein Video gezeigt, wie man Propofol sicher gibt, hat erklaert, die orale Einnahme von Propofol war unmoeglich, hat gezeigt, dass MJ mehr als 4 mg Lorazepam bekommen hat, dass es unmoeglich ist, dass MJ um 10 Uhr vormittags Lorazepam geschluckt hat, das Szenario zeigt einen IV-Drip, hat den IV-Aufbau demonstriert und dass der Infusions-Schlauch in eine Hand und in eine (Hosen)tasche passt.

      Walgren fragt, ob Murray der direkte Grund fuer MJ's Tod war, wenn MJ selbst gespritzt hat, bzw. Propofol oder Lorazepam getrunken/geschluckt hat. Shafer sagt, ja, Murray war derjenige, der das Propofol gebracht hat, der den Patienten mit Zugang zu den Medikamenten alleingelassen hat, und er war derjenige, der die Infusion gestartet hat. Shafer sagt, Murray ist verantwortlich fuer jeden Tropfen Propofol und Lorazepam.

      Walgren beendet das Direktverhoer von Shafer.

      Quelle: mjjcommunity.com/forum/threads…d941a3268a9fcb038a11c8e77

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    • 15. Prozeßtag - Fr. 21.10.2011
      33. Zeuge: Steven Shafer - Anästhesist
      / Direktverhoer durch Walgren - Fortsetzung

      Die Sitzung beginnt mit 221A - einer Stipulation. Der Begriff "Anhaenger-Griff" ("tab handle") an Propofol-Ampulle wird definiert.

      Direktverhoer durch Walgren - Fortsetzung

      Walgren fragt, ob Shafer den 8 Seiten langen Toxikologie-Bericht gelesen hat. Shafer sagt ja und dass er das wahre, pure Level der Medikamente zeigt, er inkludiert nicht die Metaboliten. Shafer evaluierte die Handlungsweisen, die der Leichenbeschauer benuetzt hat.

      Shafer erwaehnt, dass er der Verteidigung seine Simulationen zur Verfuegung gestellt hat und dass er freiwillig geholfen hat.

      Walgren fragt, ob es etwas bedeutet, wenn an mit offenen Augen stirbt. Shafer sagt, es bedeutet nicht langsamer oder schneller Tod.

      Auf Frage von Walgren sagt Shafer, es gibt die Moeglichkeit, dass MJ aufgewacht ist und die Infusionsleitung manipuliert hat, und das wuerde bedeuten, dass Murray MJ alleingelassen hat. Shafer hat das auch in seinem Bericht geschrieben.

      Walgren fragt, waere das passiert, wuerde das Shafer's Meinung ueber Murray aendern. Shafer sagt, nein, und selbst wenn MJ aufgewacht ist und die Gummi-Klemme geoeffnet hat, ist es dennoch Murray's Verantwortung und Murray war nicht anwesend und hat das passieren lassen. Man wuerde das noch immer als "im Stich lassen" ansehen.

      Kreuzverhoer durch Chernoff

      Chernoff bespricht, was Shafer macht und seine Modelle. Shafer kann von der Konzentration auf die Dosis schliessen. Shafer sagt, er weiss fuer gewoehnlich, welche Dosis gegeben wird.

      Shafer sagt, weil Menschen verschieden sind, sind seine Modelle dafuer gemacht, Bandbreiten anzugeben. Der Median ist repraesentativ fuer die Reaktion auf ein bestimmtes Medikament bei der Haelfte der Menschen.

      In diesem Fall hatte Shafer nur die Konzentration und er musste die Dosis von der Konzentration kalkulieren.

      Chernoff erwaehnt, dass nur eine IV-Leitung am Tatort gefunden wurde. Chernoff fragt, ob Shafer's Theorie darueber, was passiert ist, eine dreiste Behauptung ist. Shafer antwortet, er glaubt, es ist ein ehrliches Statement.

      Chernoff fragt, ob es irgendeinen bestimmten Grund gibt, warum Shafer einen anderen IV-Schlauch fuer den Beutel mit Kochsalzloesung gebracht hat (Anm. als im Haus gefunden wurde). Shafer hat Sea Coast kontaktiert, um den exakt selben Schlauch zu bekommen, aber die Lieferung haette 2 - 3 Wochen gedauert, also hat er den anderen Schlauch gekauft. Chernoff zeigt Shafer den exakt selben Schlauch. Der IV-Schlauch, den Chernoff zeigt, ist schmutzig, es ist etwas Braunes daran. Shafer fragt sich, ob das Blut ist, Chernoff sagt, es ist keinBlut.

      Chernoff fragt dann, warum Shafer einen beluefteten Schlauch fuer das Propofol gebracht hat. Shafer sagt, dass man die Belueftung braucht, um das Propofol aus der Flasche zu bekommen. Chernoff fragt, warum Shafer annimmt, dass Murray diesen Schlauch benuetzt hat. Shafer sagt, die Berichte von SeaCoast zeigen, Murray hat diesen Schlauch bestellt und das zeigt, dass er vor hatte, ihn zu benuetzen.

      Chernoff fragt, wie Shafer wissen konnte, ob Murray ihn in MJ's Zimmer benuetzt hat. Shafer sagt, weil er einen beluefteten Schlauch gebraucht hat. Shafer sagt, die Ampulle hatte einen Riss von einem Spike, aber es war kein Loch einer Nadel in der Ampulle. Waere da ein Loch einer Nadel gewesen, haette Murray einen anderen Schlauch benuetzen koennen. Shafer sagt, weil die Ampulle nur einen Riss von einem Spike hatte, musste es einen beluefteten IV-Schlauch geben. Shafer sagt, dies ist der einzige belueftete IV-Schlauch, den der in Murray's Bestellungen gesehen hat, und er wollte diesen nach Kalifornien geliefert bekommen.

      Chernoff sagt, vielleicht gab es diesen Schlauch gar nicht. Shafer antwortet, wie haette er dann das Propofol aus der Ampulle gezogen? Chernoff sagt, dass das LAPD keinen beluefteten Schlauch gefunden hat. Shafer sagt, es ist leicht, diesen zu verstecken und eine Person kann ihn leicht mitnehmen. Chernoff fragt, warum wuerde eine Person dann nicht auch die Ampullen und Nadeln mitnehmen. Shafer sagt, dass man sich an den Nadeln verletzen koennte und dass Ampullen voluminoes sind.

      Chernoff versucht zu betonen, dass all dies Shafer's Meinung ist. Sie diskutieren hin und her, was eine Meinung ist. Shafer sagt, was er sagt, basiert auf medizinischem Wissen und einiges sind Fakten, einiges sind Meinungen. Shafer sagt, "es ist meine Meinung, dass man die UCLA-Aerzte nicht anluegen sollte".

      Chernoff erwaehnt, dass Murray eine 10cc-Spritze benuetzt hat, aber Shafer hatte eine 20cc-Spritze. Shafer sagt, die Groesse der Spritze ist irrelevant. Chernoff bespricht nochmals, dass Shaffer einen anderen IV-Schlauch fuer den Beutel mit Kochsalzloesung benuetzt hat, eine andere Propofol-Ampulle, die anders geformt war und eine groessere Spritze. Shafer sagt "ja". Chernoff fragt nach dem Schnitt in dem IV-Beutel. Shafer sagt, es hat sein Interesse geweckt und er hat 3 IV-Beutel fuer 150 Dollar gekauft und hat den Schnitt im Beutel geschaetzt (Anm. die Groesse des Schnittes, nachdem er das Foto von dem Beutel mit dem Schnitt vom Tatort untersucht hat).

      Chernoff erwaehnt, dass Walgren Shafer am 31. Maerz angerufen hat und ihm dann Statements und Berichte geschickt hat. Chernoff geht ueber Shafer's Bericht und dass er "koennte" benuetzt hat, um zu beschreiben, was passiert ist. Shafer hat sich ausserdem auf Alberto Alvarez' Statement bezogen und dass er eine Propofol-Ampulle in einem IV-Beutel gesehen hat. Chernoff fragt, ob Shafer Alberto Alvarez jemals getroffen oder mit ihm gesprochen hat, und ob er von der Annahme ausgeht, dass Alberto Alvarez die Wahrheit gesagt hat.

      Chernoff sagt, dass die Haengevorrichtung an der 100-ml-Propofol-Ampulle vom Tatort nicht benuetzt war. Shafer sagt, das ist irrelevant, und es wuerde keinen Unterschied machen, ob die Ampulle in dem Beutel oder an den Stand gehaengt war. Chernoff fragt, ob es realistisch ist, dass Murray all diese Schritte durchfuehren wuerde - den Beutel leeren, einen Schnitt in den Beutel machen und die Propofol-Ampulle hineingeben, anstatt die Ampulle mit der Haengevorrichtung aufzuhaengen. Shafer sagt, das ist realistisch.

      Chernoff sagt, dass Murray fuer sein Leben vor Gericht steht, dann gibt es einen Sidebar.

      Chernoff fragt nach dem Kunstfehler-Prozess, in dem Shafer vor 10 Jahren ausgesagt hat und fragt, ob er den Arzt in dem Fall nicht gemocht hat. Shafer sagt, er hat den Arzt nicht gemocht. Shafer sagt, er hat schon einmal ausgesagt, aber er beraet fuer Prozesse in etwa 2 Mal im Jahr.

      Chernoff geht ueber Shafer's Lebenslauf. Als Shafer Medizinstudent an der Stanford Universitaet war, war Dr. White ein Assistenz-Professor fuer Anaesthesie. Shafer publizierte Papiere mit Dr. White. Shafer schrieb die Software und hat mit mathematischen Modellen fuer Dr. White's Studie aus dem Jahr 1988 geholfen.

      Chernoff geht ueber den Beipackzettel fuer Propofol und fragt Shafer, was sein Beitrag dazu war. Shafer unterstreicht und ringelt den Teil ein, den er gemacht hat.

      Nachmittagspause

      Chernoff geht ueber andere Studien/Artikel und Buecher, an denen Shafer gearbeitet hat. Chernoff erwaehnt die Arbeiten, die Shafer und Dr. White gemeinsam gemacht haben. Shafer und White kennen einander seit fast 30 Jahren und im Jahr 2009 hat Shafer White fuer einen Award nominiert.

      Chernoff erwaehnt Shafer's Aussage, dass er "enttaeuscht" war darueber, was White ueber orale Einnahme von Propofol gesagt hat. Shafer sagt, er war enttaeuscht und das ist es, was er empfunden hat. Chernoff fragt, ob Shafer weiss, dass dieser Prozess im Fernsehen ist und international gezeigt wird. Walgren erhebt Einspruch. Chernoff fragt, ob Shafer die Umstaende kennt, unter denen der Brief, den Dr. White an Flanagan geschickt hatte, entstanden ist und dass er unter Eile entstanden ist wegen der Androhung einer Ordnungsstrafe. Einspruch und Sidebar.

      Chernoff spricht ueber das Propofol, das in MJ's Magen gefunden wurde. Shafer hat Walgren die Studie mit den Ferkeln geschickt und ihm gesagt, es gibt keine Studie am Menschen. Shafer hat dann einen chilenischen Professor kontaktiert, um eine Studie am Menschen durchzufuehren, aber Walgren hat nicht um diese Studie gebeten.

      Chernoff sagt, die Verteidigung hat fuer eine Studie an Beaglen bezahlt und White hat die Studie gemacht.

      Chernoff fragt, wer fuer die chilenische Studie bezahlt hat. Shafer sagt, er hat 600 Dollar fuer das Propofol bezahlt, und die Studenten haben freiwillig (und gratis) teilgenommen. Die Studie wurde auch auf einer internationalen Konferenz praesentiert. Chernoff fragt, warum er eine 2-monatige Studie machen wuerde, ein Papier darueber schreiben und es auf einer Konferenz praesentieren, wenn ein Medizinstudent in ersten Jahr weiss, dass Propofol oral nicht bio-verfuegbar ist. Shafer sagt, es ist besser, Daten vom Menschen zu haben, weil es nicht unklar ist und es dann keine Fragen ueber Menschen geben wuerde.

      Waehrend der Befragung erfahren wir, dass Shafer selbst 20 ml Propofol getrunken hat, bevor er die Studie gemacht hat.

      Chernoff fragt, ob Shafer wusste, dass White nicht sagen wuerde, MJ haette Propofol geschluckt. Shafer sagt, das wusste er nicht und er weiss noch immer nicht, was Dr. White sagen wird.

      Chernoff zeigt die 40-mg-Lorazepam-Grafik. Shafer sagt, sie zeigt wiederholte Bolusinjektionen (10 Stueck) alle 30 Minuten, von Mitternacht bis 5 Uhr morgens. Chernoff sagt, in seinem Modell war die erste Spritze um Mitternacht, aber um Mitternacht war MJ noch bei den Proben. Shafer bietet an, eine weitere Simulation zu machen.

      Chernoff fragt, warum er die "reagiert auf schmerzhaften Stimulus"-Linie in seiner Grafik weggelassen hat. Shafer sagt, er wollte es so einfach wie moeglich fuer die Geschworenen machen.

      Chernoff sagt, basierend auf seiner Simulation haette MJ von 2:30 Uhr morgens bis 11 Uhr vormittags geschlafen. Shafer sagt, da MJ fuer 80 Naechte Benzos bekommen hat, ist es unmoeglich zu sagen, wie er auf Lorazepam reagiert haette (Anm. ob sich eine Abhaengigkeit und somit hoehere Toleranz entwickelt haette). Chernoff fragt, woher er weiss, dass MJ 80 Naechte lang Benzos bekommen hat. Shafer sagt, das basiert auf Murray's Polizei-Befragung und seinen Bestellungen von der Apotheke. Chernoff sagt, dass das Kaufen von Benzos nicht heisst, dass sie benuetzt werden. Shafer sagt, dass er zu seinem Statement steht, dass die "Information eine hoehere Dosis, moeglicherweise 40 mg, andeutet".

      Chernoff fragt, ob Shafer eine Simulation fuer orales Lorazepam gemacht hat. Shafer hat dafuer keine Simulation gemacht. Chernoff bittet Shafer zu erklaeren, was passiert, wenn eine Person eine Tablette schluckt. Sie geht in den Magen, die Haelfte der Tablette ist in 22 Minuten absorbiert, dann wuerde sie in die Leber gehen und haette im ersten Durchgang 92 % Bio-Verfuegbarkeit, und dann wuerde sie ins Blut gehen und ins Gewebe und ins Gehirn. Der Metabolit wuerde in die Galle gehen und in den Darm und Magen. Der Prozess ist fuer Lorazepam gegeben ueber Infusion derselbe.

      Chernoff zeigt einen Grafik, die 2 Injektionen mit 2 mg Lorazepam kombiniert mit der Grafik der 40-mg-Dosis. Chernoff und Shafer besprechen, dass MJ in seinen letzten 4 Stunden kein Lorazepam geschluckt haben konnte.

      Chernoff erwaehnt die Midazolam-Simulation und die Zahlen passen zu dem, was Murray gesagt hatte, dass er gegeben hatte.

      Chernoff zeigt die Grafik mit der Injektion von 25 mg Propofol und eine andere Grafik, die Shafer fuer White gemacht hat. Die zweite Grafik zeigt 25 mg Propofol gegeben uber 5 Minuten. Shafer sagt, die Induktionsdosis wird ueber 2 Minuten gegeben, weil das weniger schmerzhaft fuer den Patienten ist.

      Chernoff fragt, was die Gefahr einer schnellen Infusion ist. Es ist Atemstillstand.

      Chernoff versucht, unter Verwendung des Blut-Levels ueber die Grafik zu gehen, Shafer sagt, er muss sich die Gehirn-Level anschauen. Chernoff fragt, was MJ's Gehirn-Konzentration von Propofol war. Dafuer gab es keine Messung im Bericht des Leichenbeschauers.

      Quelle: mjjcommunity.com/forum/threads…German-Translations/page4

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    • 16. Prozeßtag - Mo. 24.10.2011
      33. Zeuge: Steven Shafer - Anästhesist
      / Fortsetzung

      Kreuzverhoer durch Chernoff

      Chernoff fragt, ob eine der Gefahren einer schnellen Bolusinjektion von Propofol Atemstillstand ist. Chernoff geht ueber den Beipackzettel von Propofol und liest, dass langsame Techniken schneller Injektion vorgezogen werden, um Atemstillstand oder Hypotonie zu vermeiden.

      Chernoff geht ueber Shafer's Simulationen. 25 mg schnelle Propofol-Injektion - Atemstillstand ist nach etwa 2 Minuten. Die Simulation der Verteidigung von 25 mg gegeben in 3 - 5 Minuten - es gibt ein niedriges Risiko von Atemstillstand nach 4 - 5 Minuten. Propofol waere nach 10 Minuten kein Risiko.

      Chernoff fragt, wie Shafer auf die Dosis von 50 mg Propofol gekommen ist. Shafer sagt, Murray hatte in seiner Polizeibefragung gesagt, er hat es 1:1 mit Lidocain gemischt und die Spritze war 10cc. Chernoff fragt, haette Murray MJ 50 mg Propofol gegeben, wuerde es da Atemstillstand nach 4 - 5 Minuten geben. Shafer sagt, das ist schwer zu sagen, weil er MJ's pharmazeutischen Zustand nicht kennt.

      Chernoff zeigt Shafer's 6 Selbstinjektionen von 50 mg Propofol und fragt, ob es da eine unendliche Anzahl an Moeglichkeiten gibt. Shafer stimmt zu. Shafer hat Selbstinjektions-Simulationen gemacht, weil Dr. White diese als Hypothese in seinem Brief erwaehnt hatte.

      Chernoff fragt, ob Shafer darueber Bescheid weiss, dass es Leute in medizinischen Berufen gibt, die an Selbstinjektion von Propofol gestorben sind. Shafer weiss von Artikeln, die das erwaehnen.

      Chernoff kommt auf Selbstinjektion zurueck und fragt, wenn eine Person selbst injiziert, muessen sie das schnell machen. Shafer stimmt zu und sagt, sie koennen es nicht ueber 3 Minuten machen.

      Chernoff fragt, ob Shafer's Simulationen aus der Luft gegriffen sind. Shafer sagt, die meisten basieren auf Dr. White's Brief und Hypothese von mehreren Injektionen.

      Chernoff aendert das Thema auf Lorazepam und dessen Halbwertszeit im Magen. Es sind 22 Minuten. Alle 22 Minuten wird die Menge um die Haelfte weniger. 8 mg eingenommen waeren nach 22 Minuten 4 mg, weitere 22 Minuten spaeter waeren es 2 mg, weitere 22 Minuten spaeter waere es 1 mg, also waere nach 4 Stunden nur noch eine sehr niedrige Menge an freiem Lorazepam im Magen.

      Sie gehen ueber Greenblatt's Studie. Lorazepam erreicht seine Peak-Konzentration nach oraler Einnahme nach 2 Stunden. Das Medikament geht in den Magen und wird von der Leber entfernt und ins Gewebe abgegeben. Solange also das Medikament weiter gegeben wird, steigt das Level im Blut, die Konzentration steigt. Wenn weniger Medikament hereinkommt, wird es schneller entfernt als es hereinkommt, also faellt das Level. Chernoff argumentiert, auch, wenn es einen kleinen Prozentsatz im Magen gibt, koennte das Blutlevel am Peak sein.

      Chernoff sagt, Shafer kann die Moeglichkeit nicht ausschliessen, dass MJ aufgewacht ist und Lorazepam eingenommen hat. Shafer sagt, er muesste die Zeit wissen, aber es kann nicht nach 8 Uhr morgens gewesen sein.

      Chernoff stellt Fragen zu den Urin-Levels von Lorazepam und Propofol. Shafer hat keine Untersuchungen/Kalkulationen zu den Urin-Levels vorgenommen.

      Chernoff fragt, ob der Urin in der Blase Beweis fur 100 ml Propofol sein koennte. Shafer sagt, das weiss er nicht und er muss dazu Forschungen anstellen und Modelle finden. Fuer einige Fragen wuerde Shafer Information ueber Propofol-Glukuronide brauchen, und das wurde nicht getestet.

      Chernoff sagt, Shafer's Analyse basiert auch Atemstillstand und er hat Herzstillstand nicht in Erwaegung gezogen. Shafer sagt, das ist korrekt.

      Chernoff erwaehnt die Kommentare, die Shafer ueber Demerol in seinen Bericht geschrieben hat. Shafer hat geschrieben, dass MJ Demerol gemocht hat, aber dass er nicht davon abhaengig war. Chernoff fragt, ob er ein Experte fuer Sucht ist, Shafer sagt, er ist kein Experte, aber hat Beispiele gesehen und darueber mit anderen Aerzten gesprochen.

      Chernoff fragt nach schnellem Entzug, wenn der Patient von Opiaten unter Sedierung entzieht. Chernoff fragt, ob Shafer die Gefahren von Opiaten kennt. Shafer sagt, sie sind gefaehrlich fuer viele Organe.

      Vormittagspause


      Nochmaliges Direktverhoer durch Walgren

      Walgren erwaehnt nochmals, dass Shafer's Arbeit pro bono (gratis) ist. Shafer sagt, es ist seine Gewohnheit in dieser Art Faelle. Shafer sagt, er hat fuer die Verteidigung und fuer die Anklage in verschiedenen Faellen gearbeitet. Shafer sagt, seine Position in jedem Fall basiert auf der Wissenschaft.

      Shafer teilt auch seine Forschung, seinen Datenbestand und seine Software gratis online. Shafer will die Wissenschaft foerdern und obwohl er einiges an Geld mit seinen Programmen verdienen koennte, macht er sie gratis verfuegbar.

      Walgren geht ueber die IV-Schlaeuche und Shafer sagt, er kann nicht sagen, welcher Schlauch benuetzt worden ist, alles, was er weiss, ist, dass der Schlauch belueftet war. Walgren zeigt People's 157 (Anm. ein Beweisstueck, das die Anklage als Nr. 157 nummeriert hat), einen Excel IV-Schlauch, und das ist ein beluefteter Schlauch. Eine Bestellung bei Sea Coast zeigt, dass Murray 150 davon gekauft hat. Der belueftete Excel-Schlauch ist viel kleiner als
      der, der fuer die Demonstration benutzt wurde.

      Walgren erwaehnt, dass Shafer's Aussage durch einen Todesfall in der Familie unterbrochen worden war.

      Walgren fragt, ob irgendetwas Aussergewoehnliches daran ist, wenn man sagt, MJ hat mehr als 25 mg Propofol erhalten. Shafer sagt nein und dass die Verteidigung dasselbe sagt.

      Shafer sagt, er konnte kein Szenario finden, das Selbstinjektion unterstuetzt und das einzige Szenario, das er finden konnte, war jenes, in dem Propofol noch gelaufen ist, als MJ starb.

      Walgren fragt nach Demerol. Shafer sagt, er hat Klein's Aufzeichnungen gelesen und basierend auf diesen konnte er nicht sagen, ob er abhaengig war oder nicht und er ist kein Spezialist fuer Sucht. Walgen erwaehnt, dass kein Demerol in MJ's Koerper gefunden worden ist.

      Shafer sagt, er hat ein Szenario fuer die Verteidung gemacht und wenn sie gefragt haetten, haette er auch mehr gemacht.

      Walgren erwaehnt die neuen Laborergebnisse fuer Lorazepam, die 0,008 mg Lorazepam in MJ's Magen zeigen, was einem Zweihundertfuenfzigstel (1/250) einer Tablette entspricht und erwaehnt, dass das weniger ist als das 1/43 einer Tablette, das von der Verteidigung gesagt wurde.

      Shafer sagt, er hat seine Meinung basierend auf 30 Jahren Erfahrung abgegeben und sagt, Murray haette MJ beobachten sollen. Shafer sagt, seine Meinung ist nicht aus der Luft gegriffen. Sie stammt tatsaechlich von publizierten Studien und vom bewaehrten Pflegestandard.

      Walgren fragt, ob Shafer Murray's Aussage, dass MJ es mochte, Medikamente selbst zu spritzen, geglaubt hat. Und waere er abhaengig von Propofol gewesen, ob Selbstinjektion ein vorhersehbares Risiko gewesen waere. Shafer stimmt zu.

      Walgren zeigt ein anderes Lorazepam-Szenario fuer 9 Dosen Lorazepam per Infusion gegeben, jeweils zu 4 mg, mit Beginn um 1:30 Uhr nachts. Das wuerde ebenfalls das Blutlevel, das in MJ's Blut gefunden wurde, erklaeren.


      Nochmaliges Kreuzverhoer durch Chernoff

      Chernoff fragt, ob das letzte Szenario uebers Wochenende gemacht worden ist, wegen dem, was Shafer am Freitag gesagt hatte.

      Chernoff fragt, ob eine 100-ml-Infusion mit Propofol eine aussergewoehnliche Behauptung waere. Shafer sagt, es ist eine gewoehnliche Behauptung.

      Chernoff argumentiert, dass Shafer seine Aussage ueber den IV-Schlauch fuer Propofol geaendert hat. Shafer sagt, Chernoff gibt seine Aussage falsch wieder und er hatte nur gesagt, der Schlauch musste belueftet sein. Diese Diskussion dauert einige Zeit.

      Die Anklage ruht.

      Quelle: MJJC

      Teil 47 bis Teil 51 - Rest auf YT ansehn --> Playlist

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    • 16. Prozeßtag - Mo. 24.10.2011
      1. Zeuge der Verteidigung: Donna Norris - Beverly Hills Police Department


      Direktverhoer durch Gourjian

      Norris arbeitet fuer das Beverly Hills Police Department in der Abteilung fuer Kommunikations-Nachweise. Sie berichtet ueber den 911-Anruf.

      12:20:18 Zeit, zu der 911 angerufen wurde
      12:20:21 beginnt es zu laeuten
      12:20:26 es wird abgehoben
      12:20:50 Anruf wird zum LAFD weitergeleitet
      12:21:03 Der Dispatcher von der Polizei-Dienststelle haengt auf
      12:21:04 911-System hat den Anruf freigegeben

      Die Dauer des Anrufs bei der Polizei-Dienststalle war 46 Sekunden. Der Anruf wurde am 25. Juni 2009 getaetigt. Die Daten zeigen, von welchem Handy-Turm der Anruf kam, den Teil des Handy-Turms, den Handy-Provider und eine Nummer, die die Polizei anrufen kann, wenn sie den Anruf zurueckverfolgen muss.

      Kein Kreuzverhoer von Walgren

      Quelle: MJJC





      2. Zeuge der Verteidigung: Alexander Suppal - LAPD

      Direktverhoer durch Gourjian

      Suppal ist seit 11 Jahren Ueberwachungsspezialist beim LAPD.

      Am 25. Juni wurde er gebeten, zum Carolwood-Haus zu gehen, um Videos herunterzuladen. Suppal ging wahrscheinlich gegen 19:30 Uhr am 25. Juni. Detective Martinez war dort. Die Sicherheitsleute konnten die Videos nicht abspielen. Suppal's erste Aufgabe war es, die Festplatte zu finden, also hatte er die Leitungen zur Quelle zu verfolgen. Suppal findet den digitalen Videorekorder im Keller des Hauses. Sie haben einen Monitor geholt und an den Rekorder angeschlossen. Suppal war dort mit Detective Martinez und einem grossen afroamerikanischen Sicherheitsmann.

      Sie haben das Video zu der Zeit zurueckgespult, zu der Murray und MJ nach Hause gekommen sind.

      Gourjian spielt ein 7 Minuten langes Video. Es ist eine Kamera, die zum Tor schaut. Die Zeit am Video ist 00:45 Uhr nachts. Mehrere Autos kommen um 00:47 Uhr, 00:50 Uhr und 00:58 Uhr an. Ein Auto faehrt gegen 1:06 Uhr weg. Das Video zeigt Sicherheitsleute und auch Fans.

      Gourjian zeigt ein weiteres Video. Dieses ist von einer Kamera draussen beim Keypad. Es zeigt 3 Autos, die hereinkommen und eine Nahaufnahme vom Gesicht des Fahrers. Es zeigt auch die Fans, die draussen auf der Strasse warten.

      Suppal ging nicht zurueck, um mehr Bildmaterial herunterzuladen. Niemand hat ihn darum gebeten.

      Kein Kreuzverhoer durch Walgren

      Quelle: MJJC



      Überwachungsvideo aus MJ Haus

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    • 16. Prozeßtag - Mo. 24.10.2011
      3. Zeuge der Verteidigung: Dan Myers - Detective LAPD

      Direktverhoer durch Gourjian

      Myers ist seit 1994 Detective beim LAPD. Er wurde am 29. Juni 2009 mit dem Fall betraut. Er hat Alberto Alvarez am 31. August 2009 befragt. Sie haben Alvarez in einem Buerogebaeude befragt. Michael Amir Williams wurde am selben Tag am selben Ort befragt, aber Myers weiss nicht, ob Williams und Faheem Muhammad im Gebaeude waren, als er Alvarez befragt hat.

      Am 31. August hat Alvarez einige Zeichungen angefertigt. Eine von dem IV-Beutel mit einer Ampulle, der am IV-Stand hing. Die zweite Zeichung war ein Pulsoximeter, das er an MJ's Finger gesehen hat. Diese Zeichnungen und die Befragung wurden 4 Tage nach der Pressemitteilung des Leichenbeschauers, die Propofol als Todesursache identifizierte, gemacht. Am 25. Juni hat Alvarez nicht erwaehnt, dass er Medikamente oder den IV-Beutel mit der Ampulle
      weggeraeumt hatte.

      Gourjian zeigt noch eine Zeichnung - einen IV-Beutel - Myers sagt, die hat er noch nie vorher gesehen.

      Kein Kreuzverhoer

      Quelle: MJJC




      4. Zeuge der Verteidigung: Orlando Martinez - Detective LAPD

      Direktverhoer durch Gourjian

      Martinez ist seit 10 1/2 Jahren Detective beim LAPD. Er ging am 25. Juni gegen 15:30 Uhr ins UCLA. Im UCLA sprachen sie (Martinez und Smith) mit verschiedenen Leuten. Martinez war waehrend der Haelfte von Alvarez' Befragung am 25. Juni anwesend. Alvarez hat nicht erwaehnt, Ampullen eingesammelt zu haben oder eine Ampulle in einem IV-Beutel gesehen zu haben. Martinez ging gegen 19:30 Uhr zum Carolwood-Haus, er hat Alberto Alvarez dort nicht gesehen. Er hat Faheem Muhammad gesehen. Alex Supall, ein Ueberwachungsspezialist fuer das LAPD war im Carolwood-Haus, um das Bildmaterial der Ueberwachungskameras abzurufen. Martinez traff die Entscheidung, das Bildmaterial von MJ's und Murray's Ankunft herunterzuladen.

      Martinez war nicht bei der Befragung von Alberto Alvarez am 31. August 2009 dabei, aber hat Alvarez im September getroffen, um seine Fingerabdruecke zu nehmen. Im April 2011 hat Walgren Martinez angerufen und ihn gebeten, bestimmte Beweisstuecke in sein Buero zu bringen. Walgren sagte ihm auch, dass Alberto Alvarez da sein wuerde. Alvarez hatte beim Polizeigebaeude geparkt und ist mit Martinez zu Walgren's Buero gegangen. Martinez hat eine Schachtel mit Be-
      weissstuecken gebracht, aber zeigte Alvarez nur den IV-Beutel mit Kochsalzloesung, die Propofol-Ampulle und das Pulsoximeter.

      Gourjiann zeigt Zeichnungen, die Alberto Alvarez im August 2009 gemacht hat und den IV-Beutel mit Kochsalzloesung, den er im April 2011 gezeichnet hat und sagt, die Zeichnungen sind signifikant verschieden.


      Kreuzverhoer durch Walgren

      Walgren erwaehnt, dass Alvarez ueber die Ampulle im IV-Beutel und das Pulsoximeter im Jaenner ausgesagt hat (Anm. bei der Voruntersuchung). Walgren bitte Martinez, die Zeichnung des Beutels mit Kochsalzloesung vom April 2011 zu erklaeren. Martinez sagt, als er Alvarez den Beutel gezeigt hat, sagte Alvarez, es gab eine zusaetzliche Kammer. Martinez bat ihn, das zu zeichnen, um es besser erklaeren zu koennen.


      Nochmaliges Direktverhoer durch Gourjian

      Gourjian sagt, in der Voruntersuchung hat Alvarez nicht ausgesagt, dass die Propofol-Ampulle die war, die er gesehen hat. Walgren erhebt Einspruch und sagt, dass Alvarez die Beweisstuecke nicht gesehen hatte.

      Gourjian sagt, Alvarez haette im August 2009 die zusaetzliche Kammer nicht erwaehnt. Martinez sagt, er hat sie erwaehnt, nachdem er den IV-Beutel im April 2011 gesehen hat.

      Martinez erwaehnt nochmals, dass Alvarez im April 2011 3 Stuecke gezeigt wurden, der IV-Beutel, die Propofol-Ampulle und das Pulsoximeter.
      Quelle: MJJC


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    • 16. Prozeßtag - Mo. 24.10.2011
      5. Zeuge der Verteidigung: Dr. Allan Metzger - MJ´s Arzt während seiner Toureen

      Direktverhoer durch Chernoff


      Metzger hat MJ vor 15 - 20 Jahren kennengelernt. Metzger's Beziehung mit MJ hat professionell angefangen und spaeter wurden sie auch Freunde. Metzger war MJ's Haupt-Arzt, wenn er in LA war und er hat ihn wegen diverser Dinge behandelt. Metzger sagt, MJ sah auch andere Spezialisten.

      Metzger hat eine 5-seitige Krankengeschichte mitgebracht. Metzger hat MJ in seiner Ordination am 23. Juni 2003 gesehen. Michael hat ihn am 12. Juni 2008 angerufen. Bei diesem Anruf erwaehnte MJ Schlafprobleme und Hautprobleme. Metzger hat ihm Tylenol PM zum Schlafen gegeben und hat ueber MJ's generelle Gesundheit und Rueckenschmerzen gesprochen. Metzger hat MJ gesagt, wenn er nach LA kommt, soll er zu ihm und Klein kommen. Metzger sagt, er hat regelmaessig mit Grace ueber die Kinder gesprochen.

      Metzger hat MJ im April 2009 zu Hause besucht. Metzger glaubt, das war an einem Wochenende am fruehen Nachmittag. An diesem Tag waren MJ, die Kinder und Sicherheitleute im Haus. Grace war nicht im Haus. Als sie mit der Unterhaltung begonnen haben, waren die Kinder im Zimmer, aber spaeter gingen sie hinaus. Metzger und MJ haben sich privat unterhalten. Metzger sagt, der gesamte Besuch dauerte 1 Stunde und 30 Minuten und dass er etwa 20 bis 30 Minuten privat mit MJ gesprochen hat. Sie haben ueber medizinische Probleme gesprochen und den Stress, unter dem MJ wegen der Proben und der folgenden Tour stand. MJ hat nicht erwaehnt, dass er bei anderen Aerzten in Behandlung ist.

      MJ war bei klarem Verstand. Er war aufgeregt und hat ueber kreative Dinge gesprochen. Metzger sagt, er hat beides gezeigt, Aufregung und Angst. Seine Angst war, dass er keinen guten Job machen koennte mit den 50 Shows. MJ dachte, er war in der Lage, die Aufgabe zu erledigen, aber er hatte Angst davor, (nicht) gesund zu bleiben. Sie sprachen ueber Ernaehrung, MJ hatte Koeche fuer gesunde Ernaehrung, und Fluessigkeitszufuhr. MJ ging es gut in Bezug auf sein chronisches Rueckenproblem. Metzger sagt, MJ stand auch wegen seiner schweren Schlafstoerungen unter Stress.

      Metzger sagt, Schlaf war ein Problem fuer MJ in den letzten 15 - 20 Jahren, besonders waehrend Tourneen. Metzger sagt, er ist mit MJ auf Tourneen gereist.

      Am 18. April 2009 hat MJ nach "Saft" gefragt, intravenoese Medikation, weil MJ nicht glaubte, orale Medikation wuerde helfen. Metzger sagt, MJ hat keine Medikamente mit dem Namen genannt.

      Metzger sagt, aus seiner Erfahrung wusste er, dass vorhergehende orale Medikation nicht funktioniert hat. Metzger hatte Xanax (Xanor) und Tylenol PM bereits versucht. Im April 2011 gab er MJ Klonopin und Trazodon, aber die sollten nicht zusammen benuetzt werden. Er bat MJ, ihn anzurufen und ihm zu sagen, welches funktioniert. Metzger hat nach diesem Tag nicht mehr mit MJ gesprochen.

      Chernoff fragt, wer Randy Rosen ist. Metzger sagt, er arbeitet mit ihm bei zusammen bei Schmerz-Management-Problemen. Chernoff fragt, was fuer Schmerzen MJ hatte. Metzger antwortet, chronische Rueckenschmerzen durch Ueberarbeitung und durch einige Verletzungen. Metzger sagt, er weiss nicht, in welchem Fachgebiet Rosen arbeitet und die Frage nach der Art von Medikamenten, die Rosen in seiner Klinik gibt, wird beieinsprucht und dem wird stattgegeben.

      Metzger sagt, er hat auch angenommen, MJ wuerde bei Klein wegen seinem Vitiligo und einiger kleiner Eingriffe in Behandlung sein. MJ hat Metzger gegenueber erwaehnt, dass er einen Arzt fuer London braucht. Metzger sagt, MJ war wegen Fluessigkeitszufuhr besorgt, wegen Schlafproblemen und Verletzungen und wollte einen Arzt bei sich haben.


      Kreuzverhoer durch Walgren


      Walgren fragt nach Infusions-Behandlung. Metzger sagt, er hat MJ gesagt, das waere gefaehrlich und es sollte nicht ausserhalb eines Spitals gemacht werden.

      Walgren fragt, ob irgendeine Geldmenge Metzger dazu gebracht haette, MJ IV-Medikation zu geben. Metzger sagt "nein".


      Nochmaliges Direktverhoer durch Chernoff

      Chernoff fragt, ob Metzger MJ gesagt hat, dass Schlaf-Medikation durch Infusion gefaehrlich ist. Metzger sagt, er hat MJ gesagt, alles ueber Infusion ist gefaehrlich. Metzger ist nicht sicher, ob MJ ihn nach einem Narkosemittel gefragt hat, MJ sagte "Schlaf-Medikation".

      Quelle: MJJC


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    • 16. Prozeßtag - Mo. 24.10.2011
      6. Zeuge der Verteidigung: Cherilyn Lee - Krankenschwester


      Direktverhoer durch Chernoff

      Lee ist Krankenschwesterpraktikerin, die sich auf ganzheitliche Ernaehrung spezialisiert. Als Krankenschwesterpraktikerin hat sie das in den letzten 15 bis 20 Jahren immer wieder gemacht und hat mit Athleten und Entertainern gearbeitet.

      Als Krankenschwesterpraktikerin kann sie Medikamente verschreiben, aber sie zieht es vor, das nicht zu tun. Sie sagt, sie mag nicht, was Medikamente mit Menschen tun, sie zieht natuerliche Behandlung vor.

      Im Jaenner 2009 hat sie einen Anruf von Faheem Muhammad erhalten, der der Sohn einer Freundin ist. Faheem sagte ihr, MJ's Kinder haetten eine Verkuehlung und MJ wollte, dass sie kommt und sich die Kinder ansieht. Als sie das tat, hat Michael mit ihr gesprochen und sie gefragt, was sie macht. MJ sagte ihr, er fuehlte sich ein bisschen muede. Lee sagte ihm, dass sie einen Bluttest fuer ihn machen kann und versuchen kann, ihm mit Ernaehrung zu helfen.

      Lee kam am naechsten Tag und hat eine koerperliche Untersuchung an MJ vorgenommen. Sie hat ihm Blut fuer Labortests abgenommen und fragte ihn Dinge, um festzustellen, was seine Muedigkeit verursachte. MJ hat an dem Tag keine Schlafstoerungen erwaehnt. Er sagte nur, er hatte Probleme mit dem Einschlafen. Lee sagt, MJ hat "Red Bull" (ein Energie-Getraenk) getrunken und sie dachte, "Red Bull" koennte die Ursache sein. Sie erklaerte MJ das mit "Red Bull" und MJ sagte: "Was immer Du mir sagst, was ich tun soll, ich werde damit aufhoeren."

      Chernoff fragt, ob MJ muede gewirkt hat. Lee sagt "nein". Lee sagt auch, MJ sagte ihr, er dachte, er koennte anaemisch sein. Insgesamt dachte Lee, MJ war eine gesunde und liebevolle Person. Lee gab ihm Smoothies mit hohem Naehrwert, Vitamin B12-Spritzen, "Myers' Cocktail" und Vitamin C als Infusion. Lee sagt, sie hat eine Blutuntersuchung gemacht, bevor sie MJ die Infusion gab, und diese Untersuchung war normal.

      Lee geht ueber die Daten, an denen sie MJ gesehen hat und was sie ihm gegeben hat. Sie sah MJ, nachdem er von London zurueckgekommen war und er sagte ihr, er war muede. Ende Maerz fragte er sie, ob sie mit ihm nach London kommen wuerde.

      Am 12. April, Ostersonntag, hat Lee MJ besucht. MJ hat ihr gesagt, er haette ein Schlafproblem und nichts, was sie ihm gab, haette geholfen. Lee hat angeboten, eine Schlafstudie bei ihm zu Hause zu machen und MJ sagte, er haette dafuer keine Zeit. MJ wollte, dass sie sieht, dass er nicht schlafen kann und bat sie, fuer eine Nacht zu bleiben und ihm beim Schlafen zuzuschauen. Lee stimmte zu. MJ bekam einen "Sleepy Tea" (ein Kraeutertee), bekam Myers' Cocktail und Vitamin C per Infusion. Der Katheder war an seiner Hand, weil MJ sehr kleine Venen hatte. Michael hat auch gescherzt, dass er schnoerkelige Venen hat. Ausser, dass sie klein waren, gab es kein Problem mit seinen Venen. Lee hat beobachtet, dass er 5 Stunden geschlafen hat. MJ ist gegen 3 Uhr morgens aufgewacht.

      Quelle: MJJC




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    • 17. Prozeßtag - Di. 25.10.2011
      6. Zeuge der Verteidigung: Cherilyn Lee - Krankenschwester Fortsetzung


      Direktverhoer durch Chernoff

      Lee hat am vorigen Abend ihre Aufzeichnungen durchgesehen. Lee sagt, sie fuehlt sich nicht gut. Richter Pastor pausiert, damit sie sich ausruhen kann.

      Lee hat einen PhD in Ernaehrung und sie ist eine zertifizierte Ernaehrungsberaterin und glaubt an ganzheitliche Medizin.

      Chernoff geht ueber ihre Aufzeichnungen. Am 12. April wollte Michael Produkte fuer Schlaf, aber er hat ihr nicht gesagt, was er will. Am 19. April ging sie morgens in MJ's Haus, um einen Smoothie zuzubereiten, und sie gab MJ Vitamin B12. MJ sagte, er haette Probleme mit dem Schlafen und bat sie, ihm beim Schlafen zuzuschauen. Er sagte Lee, er sein Schlaf- Muster waeren 2 - 3 Stunden Schlaf. MJ hat auch nach Diprivan (Propofol) gefragt, Lee wusste nicht, was das ist. MJ sagte ihr, es ist das einzige Medikament, mit dem er sofort einschlaeft. Lee sagt, sie weiss nicht, ob MJ in der Vergangenheit Propofol bekommen hat, er schien damit vertraut zu sein. Lee spricht mit MJ ueber natuerliche Wege zu schlafen und ueber Schlafhygiene.

      Bevor sie an dem Abend zurueck ging, hat Lee Diprivan nachgeschlagen und eine Arzt angerufen. Der Arzt sagte ihr, was Diprivan ist und dass es nie zu Hause verwendet wird. Lee sagte das MJ. MJ sagt, Aerzte haetten ihm gesagt, es ist sicher, und er dachte, er waere sicher, wenn jemand bei ihm zu Hause waere, um ihn zu beobachten. Lee geht in ihr Buero und holt ihr PDR (Buch mit Beipackzetteln) und zeigt ihm die Nebenwirkungen. MJ sagte ihr, er haette Diprivan
      fuer Operationen bekommen und er waere damit leicht eingeschlafen. MJ sagte, er muesse fuer seine Arbeit ausgeruht sein.

      Lee sieht in ihren Aufzeichnungen nach und korrigiert sich - MJ hat laut ihren Aufzeichnungen tatsaechlich 3 Stunden geschlafen (nicht 5). Als MJ am 19. April nach nur 3 Stunden Schlaf aufgewacht ist, war er darueber nicht gluecklich. Er sagte, das einzige, das ihm helfen wuerde zu schlafen, waere Diprivan und er bat Lee, jemanden zu finden, der es ihm geben wuerde.

      Lee hat MJ danach nicht mehr gesehen.

      Am 21. Juni bekam sie einen Anruf von Faheem Muhammad. Er rief an, um ihr zu sagen, dass MJ sie sehen wollte. Lee hoerte MJ im Hintergrund, er sagte: "Sag ihr was mit mir los ist, eine Haelfte meines Koerpers ist heiss, die andere kalt". Lee sagte zu Faheem, jemand muesse MJ ins Spital bringen. Lee war in Florida, als sie den Anruf bekam.

      Lee erwaehnt diesen Anruf gegenueber der Polizei und sagt, es koennte ein Problem mit dem zentralen Nervensystem sein. Lee sagt, das war eines der Symptome von Propofol, die sie gegenueber MJ erwaehnt hatte. Lee sagte, als sie im Juli 2009 mit der Polizei sprach, wusste sie nicht, welche Medikamente MJ nahm.


      Kreuzverhoer durch Walgren

      Walgren geht ueber die medizinischen Aufzeichnungen von Lee. Sie hat detailierte Berichte gefuehrt.

      Am 29. Jaenner hat sie die Kinder wegen Verkuehlungen gesehen.

      Am 1. Februar kam sie wieder, um Ernaehrungs-Ergaenzung zu geben. Sie hat eine medizinische Kontrolle gemacht. MJ sagte, er haette Vitiligo und Lupus. Lee sagt, die Red Bull-Dosen waeren offensichtlich gewesen. MJ ging mit Licht schlafen, mit Musik und Filmen. MJ sagte, wenn er performed, wuerde er viel schwitzen und Leute muessten den Boden aufwischen. Walgren zeigt den Teil ihrer Aufzeichnungen, in dem sie die Vitalwerte erfasst hatte. MJ wollte ein Ernaehrungsprogramm starten, also hatte sie geplant, eine Blutuntersuchungen zu machen. Sie hat ihm Blut abgenommen und er hatte kleine Venen. Sie sagte ihm, er solle aufhoeren, Red Bull zu trinken.

      Sie sieht MJ am 2. und am 3 Februar. Sie hat weiterhin Notizen ueber den Fortschritt gemacht, ihre Eindruecke, ihre Empfehlungen und seine Beschwerden, wenn es welche gab.

      Am 16. Februar hat sie sich MJ's Vitalwerte angeschaut und die Laborergebnisse mit ihm besprochen. Der Plan war, dass MJ aufhoeren musste, Red Bull zu trinken. Sie nahm nochmals Blut ab, um die Effekte ihrer Behandlung zu sehen. Lee sagt, MJ's Zustand hatte sich stark verbessert und seine Ergebnisse waren normal.

      Am 9. Maerz ging Lee mit MJ ueber die Laborergebnisse und hat weiterhin all ihre Befunde dokumentiert, ihr Eindruecke, Empfehlungen und Beschwerden.

      Am 13. Maerz hat sie wieder ihre Befunde dokumentiert.

      Am 16. Maerz hatte MJ keine Beschwerden und fuehlte sich gut. Der Plan war, mit Vitaminen fortzufahren, Myers' Cocktail und Ernaehrungsergaenzung.

      Am 20., 24., 26. und 31. Maerz sieht sie MJ und dokumentiert alles.

      Am 12. April war MJ's Haupt-Beschwerde, dass er Produkte zum Schlafen braucht und dass er gewillt war, natuerliche Produkte zu versuchen.

      Am 19. April ist MJ's Energie gut, aber er ist unfaehig, zu schlafen und die natuerlichen Produkte helfen ihm nicht mit dem Schlafen.

      Am Morgen des 19. April bat MJ Lee, ihn beim Schlafen zu beobachten. MJ sagte, er braucht etwas, das ihn "umwerfen" wuerde. MJ fragte nach Diprivan. Lee hatte noch nie davon gehoert. Sie hat danach gesucht und eine Anruf gemacht und fand heraus, dass es im Spital fuer Operationen benuetzt wird. Lee sagte MJ, dass es nicht sicher ist, es zu Hause zu verwenden. MJ versicherte ihr, es waere sicher und er brauchte nur einen Arzt, der ihn beobachtet waehrend er schlaeft. Lee hat nochmals ihr PDR aus ihren Buero mitgebracht, zeigte es MJ und erklaerte die Nebenwirkungen. PDR zeigt etliche Nebenwirkungen. Einige davon sind Schwindel, Unruhe, Schuettelfrost, Zittern und Erinnerungsverlust.

      Lee fragte MJ: "Was, wenn Du Deine Zeilen (Anm. Liedtexte) vergisst?" - MJ sagte: "Ich wuerde niemals meine Zeilen vergessen." MJ sagte ihr, Aerzte haetten gesagt, es waere sicher. Lee fragte: "Ich verstehe, dass Du gut schlafen willst. Du willst 'umgeworfen' werden, aber was ist, wenn Du nicht mehr aufwachst?" MJ sagte: "Ich werde okay sein, ich brauche nur jemanden, der mich mit Monitoren ueberwacht, waehrend ich schlafe."

      Lee wird emotional und beginnt zu weinen.

      Am Abend des 19. April schlief MJ gegen 12:15 Uhr nachts ein und wachte gegen 3:15 Uhr nachts auf. Er sagte, er brauche eine Diprivan-Infusion. Lee sagte, das waere gefaehrlich und MJ wiederholte, er waere okay, wenn ein Arzt ihn ueberwachen wuerde. Lee sagt, sie war nicht bereit, MJ eine Propofol-Infusion zu geben. Sie sagt, das wird nicht zu Hause verwendet und sie kein Schlafmittel.

      Sie hat MJ nie wieder gesehen.

      Im Juli 2009 wurde sie von der Polizei befragt. Sie sagte, sie haette MJ gesagt, "niemand, der Dich wichtig nimmt oder dem Dein bestes Interesse am Herzen liegt, wuerde Dir das geben".


      Nochmaliges Direktverhoer durch Chernoff

      Chernoff fragt, ob sie Medien Interviews gegeben hat, bevor sie mit der Polizei sprach. Sie sagt "ja". Lee erklaert, dass einer ihrer Patienten eine PR-Person ist und der Patient hat die Interviews arrangiert.

      Chernoff fragt nach dem Anruf am 21. Juni. Sie erinnert sich nicht, wann sie den Anruf erhalten hat. Sie war selbst im Spital.

      Quelle: MJJC

      Teil 3

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    • 17. Prozeßtag - Di. 25.10.2011
      7. Zeuge der Verteidigung: Amir Dan Rubin - Betriebsmanager im UCLA


      Direktverhoer durch Chernoff

      Am 25. Juni war er der leitende Betriebsmanager im UCLA-Spital. Rubin beginnt damit, den Grundriss des Spitals zu beschreiben. Am 25. Juni hat er einen Anruf bekommen, in dem ihm gesagt wurde, es waere eine "Person oeffentlichen Interesses" im Spital und er wusste anfangs nicht, dass es MJ war.

      Rubin war ausserhalb des Raumes in der Notaufnahme und versuchte, den Bereich fuer Privatsphaere und Sicherheit abzusichern. Rubin hat 3 Konferenzraeume organisiert: einen fuer die Familie, einen fuer die Polizei und einen fuer andere Leute. Der 3. Konferenzraum wurde fuer ein Meeting zu einer Pressemitteilung genutzt. Da waren Leute von AEG und vom UCLA. Jermaine Jackson war auch in dem Raum. Rubin kam und ging in dem Raum. Rubin hat Murray in dem Konferenzraum gesehen, der die Pressemitteilung gelesen hat und kommentierte, dass die Todesursache nicht bekannt ist. Murray sah gequaelt aus. Die Pressekonferenz wurde im Auditorium im Keller von Jermaine Jackson gegeben.

      Kreuzverhoer durch Walgren

      Walgren erwaehnt, dass Katherine Jackson ueber MJ's Tod von Dr. Richelle Cooper informiert wurde. Rubin sagte der Polizei, den "Schmerz einer Mutter, die ihr Kind verloren hat war aus persoenlicher Sichtweise nicht angenehm zu hoeren".

      Quelle: MJJC


      :herz: :herz: :herz: OOI HOPE YOU WILL STILL DANCINGOO:herz: :herz: :herz:

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    • 17. Prozeßtag - Di. 25.10.2011
      8. Zeuge der Verteidigung: Randy Phillips - Geschäftsführer AEG




      Direktverhoer durch Chernoff

      Phillips ist der Praesident und Geschaeftsfuehrer von AEG Live. Bevor er fuer AEG gearbeitet hat, hat er eine Plattenfirma geleitet. Phillips ist seit 30 Jahren in Entertainmentgeschaeft. Er erklaert, was AEG und AEG Live machen, die Veranstaltungsorte, die sie fuehren, etc.

      Phillips hat MJ zum ersten Mal Mitte der 1990er Jahre getroffen. Phillips hat den LA Gear-Sponsordeal zu John Branca und MJ gebracht.

      Das naechste Mal traf er MJ im Jahr 2007. Zu der Zeit war er Geschaeftsfuehrer fuer AEG und Peter Lopez, MJ's Anwalt, hatte AEG wegen einer Tournee kontaktiert. Ein Treffen in Las Vegas mit MJ, Lopez und MJ's Manager wurde arrangiert.

      Mittagspause

      AEG wurde von Peter Lopez kontaktiert, und zwar deshalb, weil MJ 2007 potentiell auf die Buehne zurueckkehren wollte. Phillips sagt, das waere eine monumentale Leistung fuer AEG, weil MJ der groesste Star war.

      Das Treffen fand in Las Vegas statt, mit Lopez, einem anderen Anwalt mit dem Namen Cross, Raymone Bain und ihrem Assistenten. Das Treffen hat 90 Minuten gedauert. Zu der Zeit war MJ nicht bereit, auf die Buehne zurueckzukehren, also hat Phillips das nicht weiter verfolgt.

      Im August 2008 wurde AEG von Tom Barrack von Colony Capital kontaktiert, der die Anleihe auf Neverland gekauft hatte. Sie trafen sich und sprachen ueber Konzerte. Phillips traf sich in derselben Woche mit Tohme. Tohme sagte, MJ wollte seine Karriere neu starten, zuerst Live-Shows machen und dann neue Musik herausbringen.

      Phillips traf sich im September 2008 mit MJ. Der Plan war, Residenz-Shows im O2 zu machen. Phillips sagt, nur besondere Kuenstler koennen das machen und es ist als wuerde man den Berg zu Mohammed bringen. MJ schien motiviert und empfaenglich fuer diese Idee. Phillips hatte weitere Meetings mit MJ, um ueber kreative Dinge zu sprechen.

      Phillips traf sich mit MJ an Halloween (31. Oktober). MJ erwaehnt gegenueber Phillips, wie er seine Karriere neu starten will und dass er wie ein Vagabund lebt. Das Meeting war emotional und beide, Phillips und MJ, weinten.

      Der Vertrag von AEG war ueber 31 Shows. MJ brachte diese Zahl auf, weil er 10 Shows mehr machen wollte als Prince. Der Vertrag wurde in MJ's Haus im Jaenner 2009 unterzeichnet.

      Chernoff versucht, viele Fragen ueber den Vertrag zu stellen, aber diese werden beeinsprucht und dem wird stattgegeben. Der Richter erlaubt diese Richtung der Fragen nicht.

      Die Pressekonferenz war im Maerz und AEG hat anfangs 10 Shows beworben. Chernoff versucht zu fragen, ob MJ zu spaet zu der Pressekonferen kam, etc., aber der Richter erlaubt diese Fragen nicht.

      Nach der Ankuendigung machten sie einen Vorverkauf und die Nachfrage war unglaublich. Gongaware sagte Phillips, er solle MJ fragen, ob er mehr Shows machen wuerde. Phillips sprach mit Thome und bekam nach 20 Minuten einen Anruf von MJ. MJ sagte, er wuerde maximal 50 Shows machen und er hatte 2 Bedingungen. Er wollte ein Haus ausserhalb Londons mit 6,5 Hektar ("16 acres"), idyllisch fuer seine Kinder, und er wollte, dass das Guiness-Buch der Weltrekorde bei den 50 Shows anwesend ist.

      Im Maerz sagte MJ, er wolle Ortega als Regisseur fuer die Konzerte. Ortega wurde angeheuert und dann wurden Auditions gemacht und zusaetzliches Personal wurde im April angeheuert. Die Proben begannen im Mai.

      MJ hat im Mai ueber einen persoenlichen Arzt gesprochen. Phillips war nicht da und hoerte das von Dileo, Gongaware und Whooley. Sie fragten, ob Phillips es MJ ausreden koennte, seinen eigenen Arzt zu engagieren. Phillips sagte MJ, es waere teuer, einen US-Arzt nach London zu bringen und fragte, ob MJ einen Arzt aus London engagieren wuerde. MJ blieb standhaft und sagte, er will seinen eigenen Arzt. Gongaware hat mit Murray verhandelt.

      Es gab in der ersten Juni-Woche ein Treffen. Dileo war darueber besorgt, dass MJ nicht genug ass. Murray sagte, er wird sicherstellen, dass MJ ordentlich isst und er wird MJ Protein-Getraenke als Ernaehrungsergaenzung geben. Murray sagte ihnen, dass MJ's Gesundheit gut war. Phillips sagt, es ist offensichtlich fuer ihn, dass MJ Murray vertraute, und sie hatten eine enge Beziehung. Das war das erste Mal, dass Phillips Murray getroffen hat.

      In der zweiten Juni-Woche liess Ortega Bedenken aufkommen. Ortega hatte den Eindruck, dass MJ nicht so involviert war, wie er es sein wollte. Die Hauptsorge war MJ's Fokus und die Teilnahme an den Proben.

      Phillips sagt, er war nicht sicher, was Ortega mit "harter Liebe" ("tough love") meinte und damit, den Stecker zu ziehen. Phillips sagt, niemand hat darueber nachgedacht, den Stecker zu ziehen und es gab keine Sorge, dass die Shows abgesagt wuerden, sie waeren verschoben worden. Nach Ortega's Email hat Dileo angerufen und Phillips gebeten, ein Treffen zu arrangieren.

      Waehrend einer Unterhaltung erwaehnte Phillips gegenueber Murray, dass MJ auch zu Klein geht. Phillips erwaehnte das, weil MJ bei einem Produktions-Meeting nicht so konzentriert war wie er es gewoehnlich war (Phillips sagt, MJ war gewoehnlich fokusiert wie ein Laser). Phillips fragte Michael Amir Williams, ob MJ okay war und Williams haette ihm gesagt, er kaeme grade von Klein.

      Meeting am 20. Juni. MJ, Murray, Phillips und Ortega waren anwesend. Ortega begann damit, zu sagen, dass MJ sich konzentrieren und mehr Verbindlichkeit zeigen muesse. MJ erzaehlte Ortega, dass er bereit war und sagte "Du baust das Haus und ich setze die Tuer ein und male es aus".

      Phillips ging am 23. und 24. Juni zu den Proben.

      Am 25. Juni bekam Phillips einen Anruf von Dileo gegen 10:30 Uhr - 11 Uhr vormittags. Dileo sagte ihm, MJ haette Probleme zu atmen und sagte ihm, er solle zum Carolwood-Haus kommen. Phillips brauchte ca. 15 Minuten zum Carolwood-Haus. Als er ankam, verliessen Sanitaeter gerade das Haus, also folgte Phillips ihnen zum Spital. Dileo kam auch ins Spital. Phillips hat Murray im Spital gesehen. Murray war in schwerer Bestuerzung und Phillips kann sich nicht erinnern, was Murray gesagt hat.

      Nachmittagspause

      Kreuzverhoer durch Walgren

      Phillips sagt, er erfuhr im Mai 2009, dass MJ einen persoenlichen Arzt hatte. Phillips sagt,er hatte kein Wissen darueber, was fuer eine Behandlung Murray bei MJ machte.

      Phillips sagt, es kam nie an den Punkt, dass sie in Erwaegung gezogen haetten, den Stecker fuer die This Is It-Konzerte zu ziehen.

      Phillips sagt, er hat bei dem Meeting in der ersten Juni-Woche erwaehnt, dass Michael auch bei Klein in Behandlung war. Phillips sagt, Murray hat es entweder gewusst oder sagte, er wuerde dem nachgehen.

      Phillips wird nochmals zu den TII-Konzerten befragt. Phillips sagt, MJ war motiviert und er war ein Genie. Phillips sagt nochmals, wie die Konzerte auf 50 erhoeht wurden. Aufgrund der Nachfrage beim Vorverkauf bat Gongaware ihn, mit MJ zu sprechen. Phillips rief Tohme an und MJ hat ihn innerhalb von 20 Minuten zurueckgerufen. MJ sagte, er wuerde 50 Shows machen, aber wollte, dass das Guinness Buch der Weltrekorde es dokumentieren wuerde und er wollte ein Anwesen fuer seine Kinder. Phillips sagt, dass MJ ein phaenomenaler Vater war.

      Walgren geht ueber die Meetings. Im Meeting in der ersten Juni-Woche ging es darum, dass MJ nicht genug isst und Murray sagte, er wuerde sich darum kuemmern. MJ hatte grosses Vertrauen in Murray. Beim Treffen am 19. Juni ging es um verpasste Proben. Murray war sehr beruhigend
      und hat Ortega gesagt, er solle sich um die Shows kuemmern und er, Murray, waere der Arzt und er wuerde sich um MJ's Gesundheit kuemmern.

      Nachdem ihm gesagt wird, wann die Sanitaeter das Haus verlassen haben, sagt Phillips, er koennte sich irren, was den Zeitpunkt angeht, zu dem er den Anruf ueber MJ am 25. Juni bekommen hat.

      Phillips sagt, er war am 23. und 24. Juni bei den Proben. Das letzte Mal, das er MJ gesehen hat war am 24. Juni. Phillips sagt, er hatte Gaensehaut waehrend er MJ zugeschaut hat. MJ ging mit Phillips zu seinen Auto. "Er hat mir die Haende auf die Schultern gelegt, als wir hinausgingen und er sagte zu mir - 'Du hast mich so weit gebracht, ich bin jetzt bereit. Ich kann es von hier uebernehmen.' Und das war das letzte Mal, dass ich ihn gesehen habe", sagt
      Phillips.

      Nochmalige Direktverhoer durch Chernoff

      Phillips sagt, er hatte nie das Gefuehl, dass MJ nicht in der Lage war, die Shows zu machen. Phillips sagt, der Grund dafuer, dass die ersten Shows verschoben worden sind, hatte nichts mit MJ's Gesundheit zu tun. Phillips sagt, waehrend der Meetings wurden sie immer von Murray beruhigt.

      Chernoff spricht ueber Absage der Shows. Phillips sagt, AEG hatte eine vertragliche Verpflichtung MJ gegenueber und sie (MJ und AEG) haetten gemeinsam zustimmen muessen, die Tour abzusagen. Chernoff fragt, ob MJ vertraglich fuer die Produktionskosten verantwortlich war, Phillips sagt "ja". Chernoff versucht, weiter nach dem Vertrag zu fragen, wie z. B. Versicherung, aber das wird beeinsprucht und dem wird stattgegeben.

      Chernoff fragt, was Ortega mit "harter Liebe" gemeint hat und damit, den Stecker zu ziehen. Phillips sagt, das weiss er nicht und er ist nicht in Kenny's Kopf.

      Chernoff fragt, warum er Klein gegenueber Murray erwaehnt hat. Phillips sagt, bei einem Meeting war MJ konzentrationsschwach und als er Michael Amir Williams fragte, ob MJ okay ist, sagte Williams, er kaeme gerade von Klein. Ein anderes Mal wurde erwaehnt, dass MJ nicht zu einem Meeting kommen konnte, weil er bei Klein gewesen war.

      Quelle: MJJC

      1.Teil von 4 - Rest auf YT ansehn --> Playlist
      "If only life could be a little more tender and art a little more robust."
      “Talent is an accident of genes - and a responsibility.”
      (Alan Rickman)

      "It was not Michael Jackson's time to go. Michael Jackson is not here today because of the negligence and reckless acts of Dr. Murray." (David Walgren)

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    • 17. Prozeßtag - Di. 25.10.2011
      9. Zeuge der Verteidigung: Michael Hansen - Toxikologe



      Direktverhoer durch Flanagan

      Hansen arbeitet fuer Pacific Toxicology. Sie haben Proben von der Gerichtsmedizin bekommen
      und haben Tests fuer das totale Lorazepam (dem Medikament und dem Metaboliten) fuer die
      Verteidigung gemacht.

      Flanagan versucht, Dinge zu fragen, aber die koennen von Hansen nicht beantwortet werden,
      weil sie ueber sein Fachgebiet hinaus gehen. Es gibt viele Einsprueche. Flanagan hat keine
      weiteren Fragen.

      Kreuzverhoer durch Walgren

      Walgren fragt, wie lange Hansen Flanagan schon kennt. Hansen sagt, seit 2009 und seine Firma
      hat seit Jahrzehnten fuer Flanagan's Firma gearbeitet.

      Walgren fragt nach dem Test vom Mageninhalt. Sie suchten nach dem totalen Lorazepam (dem Medi-
      kament und dem Metaboliten), weil das ihre Standard-Vorgehensweise ist. Sie haben 634 ng/ml
      gefunden. In ihrer Analyse haben sie nicht zwischen dem Medikament und dem Metaboliten
      unterschieden. Es wurde spaeter an ein anderes Labor in Pennsylvania geschickt, um das freie
      Lorazepam festzustellen. Das Ergebnis war 84 ng/ml. Es entspricht 0,006 mg, was 1/333 einer
      Tablette gleichkommt.

      Walgren fragt, ob Dr. Shafer das Labor kontaktiert und nach deren Methode fuer den Medi-
      kamenten-Test gefragt hat. Sie haben nicht geantwortet und Flanagan davon in Kenntnis ge-
      setzt. DA Brazil hat das Labor angerufen, um die Vorgehensweise zu erfahren, und sie sagte,
      wenn sie nicht antworten, muesste sie das Gericht involvieren. Erst danach stellten sie ihre
      Vorgehensweise der Anklage zur Verfuegung.

      Walgren sagt, sie haben eine korrigierte Version der Toxikologie-Ergebnisse erhalten und die
      Kopie fuer die Verteidigung war nicht korrigiert. Walgren fragt Hansen, warum, aber Hansen
      kennt den Grund nicht.

      Nochmaliges Direktverhoer durch Flanagan

      Flanagan sagt, die Menge, die die Gerichtsmedizin gefunden hat, war 0,008 mg, aber ihr Labor
      hat 0,006 mg gefunden, Flanagan fragt nach dem Grund dafuer. Hansen sagt, es koennte am Zeit-
      punkt des Tests liegen und am Abbau oder es koennte an der verwendeten Methode liegen.

      Quelle: MJJC

      "If only life could be a little more tender and art a little more robust."
      “Talent is an accident of genes - and a responsibility.”
      (Alan Rickman)

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    • 18. Prozeßtag - Mi. 26.10.2011
      10. Zeuge der Verteidigung: Gerry Causey - Patient



      Direktverhoer durch Chernoff

      Causey hat Murray vor 11 Jahren in Las Vegas kennengelernt, als er einen Herzinfarkt hatte. Er war 57 Jahre alt und hatte hohen Blutdruck, aber er hat nicht erwartet, einen Herzinfarkt zu bekommen. Murray hat ein paar Minuten mit ihm ueber den Eingriff gesprochen, stellte sicher, dass er alles verstand und liess ihn Papiere unterschreiben. Er wollte fuer den Eingriff nicht sediert werden.

      Causey sagt, dass er einen Stent bekommen hat und dass er Murray weiterhin fuer Kontrollen nach dem Eingriff gesehen hat, und sie wurden Freunde. Causey sagt, Murray erklaert alles in einfachen Worten und beeilt sich nicht mit den Patienten. Einmal war Causey 4 1/2 Stunden in Murray's Ordination.

      Causey sagt, Murray ist nicht geldgierig, weil er ihm seinen Selbstbehalt nicht verrechnet hat. Murray sagte ihm, er wuerde wieder zurueck kommen (Anm. nach seiner Arbeit mit Michael) und gab Causey seine Telefonnummer.


      Kreuzverhoer durch Walgren

      Causey hat 2 Medien-Interviews ueber Murray gegeben.

      Murray hat ihn etwa im April darueber informiert, dass er seine Ordination verlaesst.

      Auf Walgren's Nachfrage sagt Causey, er wurde wegen einer Herzkrankheit behandelt und nicht wegen Schlafstoerungen oder Drogen/Medikamentenabhaengigkeit.

      Walgren fragt, wo der Eingriff stattgefunden hat. Causey sagt, es war in einem Spital, er hat Papiere unterschrieben und da waren Monitore und 3 weitere Leute im Raum.

      Causey hat weitere Stents bekommen, wieder in einem Spital mit zusaetzlichem Personal anwesend.


      Nochmaliges Direktverhoer durch Chernoff

      Causey sagt, er wurde fuer die Medien-Interviews nicht bezahlt und machte sie, um seinem Freund Murray zu helfen. Causey sagt, er half Murray aus Liebe und Mitgefuehl und glaubt nicht, dass er getan hat, wessen er beschuldigt wird.


      Nochmailiges Kreuzverhoer durch Walgren

      Walgren fragt, ob er ihn, haette Murray in grober Fahrlaessigkeit gehandelt, trotzdem unterstuetzen wuerde. Causey sagt "ja".

      Quelle: MJJC

      "If only life could be a little more tender and art a little more robust."
      “Talent is an accident of genes - and a responsibility.”
      (Alan Rickman)

      "It was not Michael Jackson's time to go. Michael Jackson is not here today because of the negligence and reckless acts of Dr. Murray." (David Walgren)

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