Interview mit Ryan White´s Mutter

    • Interview mit Ryan White´s Mutter

      Hier ein Interview, dass Hucki mühsam von einer VHS Kassette abgefilmt hat, da es im Netz wohl nicht zufinden ist.
      Damit alle daran teil haben können kommt auch noch eine deutsche Übersetzung dazu, die derzeit noch in Arbeit ist.


      :herz: :herz: :herz: OOI HOPE YOU WILL STILL DANCINGOO:herz: :herz: :herz:

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    • So, ich hab es so gut wie möglich versucht zu übersetzen…manche Stellen konnte ich einfach nicht genau verstehen…ich hoffe, das ist so OK für Euch und Ihr könnt auch ruhig was verbessern! :zwinker:

      Das Gedicht hab ich mal auf Englisch gelassen, es klingt meistens ein bisschen komisch, wenn man sowas übersetzt…

      Und es war ein bisschen schwierig mit den „Zeiten“, denn Jeanne spricht oft in der Gegenwart, obwohl sie von der Vergangenheit erzählt…das hab ich dann einfach geändert…

      Ich muss sagen, ich bewundere die Haltung und Stärke dieser Frau. Sie hält bis zum Schluss aus, ohne in Tränen auszubrechen…mir ist das schon beim Zuhören nicht gelungen… :rotz:

      Hier also der Text (das Interview fand wohl ein Jahr nach Ryans Tod statt):

      Moderatorin: Wann haben Sie MJ zum ersten Mal getroffen?

      Jeanne: Vor dreieinhalb Jahren bekamen wir einen Anruf von Michaels Leuten, ob Ryan sich irgendetwas wünscht. Er wünschte sich eine Stereoanlage. Daraufhin bekamen wir eine Stereoanlage, deren Lautsprecher so groß wie Ryan selbst waren. Von dem Zeitpunkt an bekamen wir alles, wenn wir Michael anriefen. Die Woche darauf rief Michael selbst an und er und Ryan wurden wirklich Freunde.

      M: Ryan muss am Anfang geschockt gewesen sein, dass MJ ihn anrief!

      J: Ja, das stimmt, aber Ryan wusste die Freundschaft sehr zu schätzen. Ich weiß, dass sie, wenn sie zusammen waren, nie darüber sprachen, dass Ryan AIDS hatte, und auch nie darüber, dass Michael berühmt war. Sie waren nur einfach zwei Menschen, die sich verbunden fühlten, die dieselben Interessen und Hobbies teilten. Sie ließen die Probleme in ihrem Leben außen vor.

      M: Worüber redeten sie, was machten sie zusammen?

      J: Ryan war einige Male auf der Ranch, das letzte Mal fünf Tage lang. Und ich weiß, in der ersten Nacht schauten sie sich drei Stunden lang Three Stooges-Filme an…und sie mochten Indiana Jones und sie sind beide Sammler. Sie spielten nicht mit den Dingen, aber sie sammelten sie gern.

      M: Sie waren selbst auf der Ranch, wie war das?

      J: Oh, es ist ein Traum-Paradies! Wissen Sie, Michael hat dort auch immer so viele andere Kinder zu Besuch. Ich denke, die meisten Menschen haben noch nicht erkannt, dass er nicht nur Ryan White half, sondern auch so vielen anderen Kindern! Und das ist eine gute Eigenschaft von Michael, von der nur sehr wenige Menschen etwas wissen, weil Michael nicht öffentlich darüber spricht.

      M: Man hört nichts davon. Wenn man an MJ denkt, denkt man an einen eigenartigen Kerl, der in einer Sauerstoffkammer schläft, der einen Zoo in seinem Garten hat. Waren Sie überrascht von dieser Seite an ihm, die Sie kennenlernten?

      J: Er war überhaupt nicht eigenartig! Er war sehr ruhig, sehr zurückhaltend. Ich denke, er ist ein ganz besonderer, lieber Mensch. Ich denke, er hat so viele gute Eigenschaften, er ist einfach nur ein grundsätzlich eher schüchterner Mensch, der vielleicht ein bisschen Schwierigkeiten im Kontakt hat, aufgrund dessen, wie er im Allgemeinen von der Öffentlichkeit gesehen wird.

      M: Waren Sie im Zoo und haben all die Tiere gesehen?

      J: Ja, wir haben die Affen und die Giraffe und sein Theater gesehen – das Theater, das er auf der Ranch gebaut hat…

      M: Haben Sie ihn je nach der Sauerstoffkammer gefragt?

      J: Ja – Ryan schämte sich so deshalb! Ich war, denke ich, eine von diesen Leuten, die die Wahrheit nicht wussten und die Klatschgeschichten glaubten. Also fragte ich Michael, ob er wirklich eine Sauerstoffkammer besitzen würde. Und Michael sagte: „Jeanne, ich kann nicht glauben, dass Du all diese Zeitschriften liest und das glaubst!“…und ich sagte: „Oh Michael, es tut mir so leid!“…und ich weiß, Ryan schämte sich wirklich!

      M: Er ließ Sie den Pepsi-Test machen…

      J: Ja! Auf der Ranch fragte er mich, ob ich etwas zu trinken möchte und ich sagte ihm, dass ich gerne eine (Coca-)Cola hätte und er fragte: „Warum nicht eine Pepsi?“…und ich wurde rot (hier bin ich nicht sicher) und dachte: „Oh nein, das ist schrecklich!“. Er sagte: „Du glaubst, Du kannst den Unterschied erkennen?“…und ich sagte: „Ja, ich bin sicher, dass ich das kann!“. Und so stellten sie ein Glas Pepsi und ein Glas Coca-Cola vor mich und ich habe richtig geraten.

      M: Michael und Ryan gingen über eine einfache Bekanntschaft hinaus und wurden enge Freunde. Wie wichtig war diese Freundschaft für Michael und für Ryan?

      J: Ich denke, es war etwas Besonderes für beide, weil sie sich gegenseitig so sehr vertrauten. Wenn ich Ryan zum Beispiel einige Male fragte, was Michael gesagt hätte, worüber er gesprochen hätte, dann sagte Ryan: „Mum, du weißt, das ist privat! Das ist es, was unsere Freundschaft ausmacht. Er kann mir vertrauen und ich kann ihm vertrauen. Ich sage dir die grundlegenden Sachen, die wir zusammen machen, aber ich sage nichts über die persönlichen und privaten Gespräche zwischen uns…wir möchten nicht, dass sie irgendwann in einem Buch landen!

      M: Haben Sie immer noch Kontakt zu Michael?

      J: Sehr viel. Ich war erst vor einigen Monaten im Aufnahmestudio. Ich bewundere sein Talent und wie wirklich hingebungsvoll er arbeitet.

      M: Er hat ein Gedicht über Ryan geschrieben, das in Ryans Buch veröffentlicht wurde, und es gibt einen Teil, der Ihnen besonders am Herzen liegt…

      J: Ja, das stimmt. Das Gedicht heißt „Ryan White von Michael Jackson“:

      Ryan White, symbol of justice
      Or child of innocence, messenger of love
      Where are you now, where have you gone?

      Ryan White, I miss your sunny days
      We carelessly frolicked in extended plays

      I miss you, Ryan White
      You showed us how to stand and fight
      In the rain you were the cloudburst of joy
      The sparkle of hope in every girl and boy

      M: Wann haben Michael und Ryan zum letzten Mal miteinander gesprochen?

      J: Michael hatte (im Krankenhaus) extra ein Telefon einrichten lassen und als Ryan im Koma lag, dachte Michael, dass es sehr wichtig wäre, dass er mit Ryan sprechen und versuchen könnte, ihm Mut zu machen und all das…und er war zuversichtlich, dass Ryan ihn hören konnte. Also wurde in Ryans Zimmer ein Telefon eingerichtet. Wir hielten den Hörer für zwei Minuten an Ryans Ohr. Ich weiß nicht, was Michael sagte, aber ich weiß, er hat zwei Minuten lang mit ihm gesprochen und das war das letzte Mal…
      Michael wollte noch rechtzeitig ins Krankenhaus kommen und Ryan sehen, aber wir dachten, dass er nicht mehr bis nach Mitternacht überleben würde und deshalb waren wir der Meinung, dass er es nicht mehr rechtzeitig schaffen könnte. Aber dann überlebte Ryan noch bis sieben Uhr morgens und Michael hätte es noch schaffen können…und er fühlte sich wirklich schlecht, weil er nicht versucht hatte, da zu sein…

      M: Jeanne, vielen Dank, dass Sie uns eine andere Seite von MJ gezeigt haben!

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    • Ich schreib die Übersetzung vom Gedicht trotzdem mal hier rein, für die, die es sonst wirklich nicht verstehn. :victory:

      Ryan White, Symbol der Gerechtigkeit
      Oder ein Kind der Unschuld, Bote der Liebe
      Wo bist du jetzt, wo bist du hingegangen?

      Ryan White, Ich vermisse deine sonnigen Tage
      Wir tobten sorglos in ausgelassenen Spielen

      Ich vermisse dich, Ryan White
      Du zeigtest uns wie man durchhält und kämpft
      Im Regen wärst du der Wolkenbruch der Freude
      Der Funke an Hoffnung in jedem Mädchen und Jungen

      :herz: :herz: :herz: OOI HOPE YOU WILL STILL DANCINGOO:herz: :herz: :herz:
    • Fleur & Cosi :perfect:
      Vielen Vielen Dank euch beiden . :blume:

      Fleurdelys schrieb:

      Michael wollte noch rechtzeitig ins Krankenhaus kommen und Ryan sehen, aber wir dachten, dass er nicht mehr bis nach Mitternacht überleben würde und deshalb waren wir der Meinung, dass er es nicht mehr rechtzeitig schaffen könnte. Aber dann überlebte Ryan noch bis sieben Uhr morgens und Michael hätte es noch schaffen können…und er fühlte sich wirklich schlecht, weil er nicht versucht hatte, da zu sein…

      Bei dieser stelle musste ich wirklich schwer schlucken grade , denn abgesehen davon , dass es sowieso sehr traurig klingt , mag ich garnicht darüber nachdenken , wie es in Michael aussah und wie traurig er gewesen sein muss .:rose: Ein wirklich sehr bewegendes interview .

      Cosima schrieb:

      von einer VHS Kassette abgefilmt hat, da es im Netz wohl nicht zufinden ist

      Wer sich nicht im sammlerthread aufhält , aber gerne wissen möchte , welche VHS-kassette gemeint ist , so schaut sie aus ...

    • Ich weiß, dass sie, wenn sie zusammen waren, nie darüber sprachen, dass Ryan AIDS hatte, und auch nie darüber, dass Michael berühmt war. Sie waren nur einfach zwei Menschen, die sich verbunden fühlten,

      :rotz: ..die Geschichte von Ryan und Michael berührt mich immer wieder..auch wenn ich es 100x lese...und Ryans Mama hat das alles so gut erkannt, und so oft erzählt...
      und es ist bitter, dass 2 andere Familien, unter so vielen, die es bestimmt genauso erlebt haben wie Ryans Familie, das alles aus reiner Gier ins Gegenteil verdreht haben...und vorallem, das diese Lügen so viel Gewicht haben in der öffentlichen Meinungsbildung....
    • Fleurdelys schrieb:

      J: Michael hatte (im Krankenhaus) extra ein Telefon einrichten lassen und als Ryan im Koma lag, dachte Michael, dass es sehr wichtig wäre, dass er mit Ryan sprechen und versuchen könnte, ihm Mut zu machen und all das…und er war zuversichtlich, dass Ryan ihn hören konnte. Also wurde in Ryans Zimmer ein Telefon eingerichtet. Wir hielten den Hörer für zwei Minuten an Ryans Ohr. Ich weiß nicht, was Michael sagte, aber ich weiß, er hat zwei Minuten lang mit ihm gesprochen und das war das letzte Mal…

      Das ist die Stelle, die mich persönlich am meisten berührt hat...ich kann gar kein Wort dafür finden... :rotz:
      Ich bin ganz sicher, er hat ihm da ganz wunderbare Sachen gesagt! :herz:
    • ...und vorallem, das diese Lügen so viel Gewicht haben in der öffentlichen Meinungsbildung....
      das meinte michael mit "good news doesn't sell" :wimmer:
      Das ist es, was unsere Freundschaft ausmacht. Er kann mir vertrauen
      und ich kann ihm vertrauen. Ich sage dir die grundlegenden Sachen, die
      wir zusammen machen, aber ich sage nichts über die persönlichen und
      privaten Gespräche zwischen uns…
      was für ein weiser junger mann :rose: er erfuhr wohl in seinem kurzen leben den wert einer freundschaft tiefer als viele es bis ins hohe alter schaffen... er hatte einen wunderbaren (lehr)meister :kerze:
      dass 2 andere Familien, unter so vielen, die es bestimmt genauso erlebt
      haben wie Ryans Familie, das alles aus reiner Gier ins Gegenteil
      verdreht haben..
      das, liebe maja, ist etwas, das mich seit conspiracy einfach nicht mehr loslässt... so oft frage ich mich, wie blind diese menschen gewesen sein müssen und immer noch sind, ein so kostbares geschenk so schändlich zu behandeln
      ...und dann denke ich an ryan white und bin tief dankbar dafür, dass michael ihn kennen und lieben durfte :rotz:

      fleurchen, hucki und cosi :ilem:
      danke für den wunderbaren beweis wahrer freundschaft, es tut immer wieder gut, das zu hören...

      Mit jedem Kind, das dir begegnet, ertappst du Gott auf frischer Tat.
      Martin Luther
      If I had a single flower for every time I think about you, I could walk forever in my garden. ~Claudia Ghandi
    • 'The boy who saved me from myself': Elton John on the young friend whose death from AIDS turned around his own life
      Der Junge, der mich vor mir selbst rettete: Elton John über seinen jungen Freund, dessen Tod an AIDS eine Wendung in seinem eigenen Leben war.

      By Sir Elton John PUBLISHED: 21:05 GMT, 14 July 2012

      dailymail.co.uk/tvshowbiz/arti…DS-victim-Ryan-White.html


      Das ist die Geschichte von Elton John und Ryan. Er erzählt, wie er ihn kennenlernte, als er las, dass Ryan wegen seiner Krankheit aus der Schule ausgeschlossen werden sollte, er schreibt über seine Zeit mit Ryan bis hin zu seinem Tod (Elton war mit Ryans Mutter bei Ryan..) und über die Beerdingung...

      Ryan war schon ein aussergewöhnlicher Junge, man spürt es, wenn seine Mutter über ihn spricht, wenn sie über seine Freundschaft mit Michael erzählt und das wird auch in dem Bericht von Elton ganz deutlich... Und es ist noch weniger verwunderlich, dass Michael in Ryan einen ganz besonderen Freund hatte...es war sicher sowas wie eine Seelenverwandschaft...eine Verbindung auf einer viel tieferen Ebene...

      ELTON:
      "As a child I loved Bible stories full of hope. To this day, while I do not practise any religion, I am inspired by Jesus The Man because He loved and forgave unconditionally and died for the sake of others.
      The same can be said of Ryan White. He was a modern-day Jesus Christ.That’s a bold statement, I know; some might even take offence. But to have witnessed his extraordinary qualities, as I did, is to come to no other conclusion."

      "Als Kind liebte ich Bibel Geschichten die Hoffnung machten. Bis heute, obwohl ich keine Religion ausübe, bin ich von Jesus als Mensch inspiriert, weil er vorbehaltlos liebte und zum Heil anderer starb. Das gleiche kann man über Ryan White sagen. Er war ein moderner Jesus. Das ist ein mutiges Statement, ich weiß - einige werden es abwehren. aber ich war Zeuge seiner ausserordentlichen Eigenschaften, und deshalb komme ich zu keinem anderen Schluss."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von maja5809faithkeeper ()