Angepinnt Jacksons vs. AEG Live - Zusammenfassungen von www.jackson.ch auf DEUTSCH (keine Diskussion)

  • 8. Juni 2013
    Die vergangenen Tage kam erstmals niemand aus der Jackson Familie ins Gericht.
    Am Mittwoch war Michael Jacksons mysteriöser Manager „Dr. Thome Thome“ zentraler Punkt der Befragung. Der Manager, den MJ vor seinem Tod durch Leonard Rowe ersetzt hatte. (Der wiederum via AEG durch Frank Dileo ersetzt wurde, da der Konzertveranstalter eine Zusammenarbeit mit Rowe verweigerte) In Folge von Paris Spitaleinlieferung war am Mittwoch kein Jackson Familienmitglied im Gericht.
    Das „L.A. County Fire Department“ gab an, um halb Zwei morgens einen Notruf aufgrund einer „möglichen Überdosis“ einer Person erhalten zu haben. Paris soll 20 Motrin Schmerztabletten geschluckt haben und möglicherweise führte vor allem dies zu ihrem kritischen Zustand. Momentan wird nur spekuliert, die Familie bat, Paris Privatsphäre zu respektieren.
    Trotzdem ging der Prozess gegen AEG Live weiter. Randy Phillips sagte aus, es sei ein „Wunder“ gewesen, dass Michael Jackson an der This is it Pressekonferenz auftauchte. Der King of Pop habe einen Kater gehabt. Die Aussage stimmt nicht ganz mit Mails überein, die der Firmenchef damals verschickte, und die den Geschworenen erneut gezeigt wurden. („MJ hat sich betrunken und niedergeschlagen in sein Zimmer eingeschlossen“) Dann wurde Michael Jacksons undurchsichtiger Manager Dr. Thome Thome behandelt. Randy Phillips sagte aus, dass er Thome Thome während einem Treffen in den Century City Büros von Colony Capital kennen gelernt hatte.
    Die Investmentfirma Colony Capital übernahm Anfang 2008 eine Hypothek Michael Jacksons, womit eine Zwangsversteigerung der Neverland Ranch in letzter Minute verhindert wurde. Seither ist Colony Capital Mitbesitzer der Neverland Ranch. Durch eine Freundschaft von AEG Besitzer Phillip Anschutz mit einem Partner von Colony Capital wurde letztendlich AEG Live der Promoter für die This is it Konzerte.
    Gemäss Firmenchef Randy Phillips ist Thome ein Berater von Colony Capital, der keine Erfahrungen im Musikbusiness hatte und niemanden sonst als Manager vertrat. Phillips konnte, obwohl er „Dr. Thome Thome“ 25 Mal getroffen hatte, nicht sagen, was es mit dessen angeblichen Doktortitel auf sich hatte.
    Den Geschworenen zeigte der Anwalt der Jacksons Brian Panish eine Mail, die Randy Phillips am 17. Juni 2009, acht Tage vor Michael Jacksons Tod an Thome Thome versendet hatte. Er habe mit Michael Jackson eine Intervention angesetzt, „um ihn dazu zu bringen, sich zu konzentrieren und an den Proben zu erscheinen… Ihn dazu zu bringen, vollständig engagiert zu sein, ist schwierig und die dringendste Angelegenheit, da wir nur 20 Tage vor der ersten Show sind.“

    Hierzu wollte Panish wissen, ob „Dr. Thome Thome“ je von Michael Jackson gefeuert wurde. „Das ist keine ja oder nein Antwort. Die Antwort ist ja, aber er blieb in Kontakt mit ihm“, antwortete Randy Phillips. Brian Panish zeigte ihm später eine Vereinbarung, in der AEG Live akzeptierte, Thome 100‘000 Dollar pro Monat zu zahlen. Dies obwohl Thome Thome die Interessen vom Künstler und nicht die vom Konzertpromoter vertreten sollte.
    “In Michael Jacksons Fall war dies Standard“, sagte Randy Phillips dazu. Das einzige Mal, dass AEG je zuvor einen Manager eines aufttretenden Künstler bezahlt habe, sei bei Jon Bon Jovi der Fall gewesen. Zwei von Jacksons Anwälten hätten geholfen, den Vertrag mit Thome Thome auszuarbeiten.
    Abschliessend befragte Brian Panish den AEG Präsidenten über ein Treffen, das Randy Phillips und der AEG Anwalt Marvin Putnam vor einem Monat mit Thome Thome in der Polo Lounge hatte. Es sei dabei lediglich über die Geldforderung von Thome Thome an das MJ Estate gesprochen worden, behauptete Phillips. Ausserhalb des Gerichtes sagte Brian Panish, dass er dieses Meeting sehr verdächtig finde. Thome Thomes Deal mit AEG Live sei einer der Interessenskonflikte, die überall in diesem Fall auftauchen.



    Am Donnerstag sagte Randy Phillips aus, dass er sich weigerte, Geld für Michael Jacksons Angestellte zu zahlen, da er fürchtete, Michael Jackson werde die Konzerte nicht geben. Der Jury wurden Mails mit Michael Jacksons Geschäftsführer Michael Kane gezeigt. Kane bat um einen Geldvorschuss, der im This is it Vertrag festgehalten war. Aufgrund der zahlreichen nicht wahrgenommener Proben befürchtete Randy Phillips aber, dass Michael Jackson seinen Vertrag brechen werde, so seine Aussage.
    „Deshalb ist es unmöglich irgendwelches $$$ vorzuschiessen“, antworte Phillips damals per Mail auf Michael Kanes Anfrage. „Und ich dachte, es kann nicht schief gehen“, erwiderte Kane. „Es könnte“, sagte Phillips. „Kenny Ortega könnte aufgeben.“ Einen Tag vor der 1-Millionen Geldforderung, am 19. Juni, erhielt Phillips eine Mail von Ortega, in der er schrieb, dass Michael aufgrund seines Zustandes nicht proben konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte AEG Live bereits 30 Millionen für die Produktionskosten von This is it vorgeschossen, eine Klage in Bahrain aussergerichtlich beglichen und eine Anwesen in Holmby Hills gemietet.
    Phillips sage aus, dass er davon ausging, MJ sei vertraglich dazu verpflichtet, die Proben wahrzunehmen. “Would a financial coming to Jesus speech help or add to his pressure?” fragte Michael Kane in einer anderen Mail. „Es wird helfen“, antwortete Phillips. „An diesem Punkt müssen wir durchbrechen. Ich werde seinen Doktor anrufen und mit ihm diskutieren.“
    Brian Panish befragte Randy Phillips des weiteren über den Verlust, den die Absage der Konzerte für ihn und AEG zur Folge gehabt hätte. Nach einer Mail von Kenny Ortega, in der er um psychologische Hilfe bat, antwotete Phillips diesem, dass er sich umschaue, wen er als Therapeut hinzuziehen könnte und „wie die zu ihm durchdringen können in so kurzer Zeit.“ Vor Gericht gab Phillips an, dass weder ein Psychiater noch ein Psychologe kontaktiert wurde. “Ich bin nicht für Michaels Betreuung zuständig, er ist Erwachsen.”
    Da Phillips ständig den Fragen von Panish ausgewichen war, forderte ihn die Richterin Yvette M. Palazuelos ausdrücklich dazu auf, die Fragen zu beantworten. Wies aber auch Brian Panish an, sich weniger mit Phillips zu streiten. Auch während Randy Phillips Befragung, konfrontierte ihn Panish häufig mit widersprüchlichen Aussagen, die vorgängig unter Eid aufgenommen wurden. Als sich Panish für einen Fehler entschuldigte, sagte Phillips: „Siehst du, wir alle machen Fehler.” Brian Panish konterte: „Aber nicht 50 davon unter Eid.“
    Quelle: jackson.ch, cnn.com, latimes.com

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    "When people's minds are clouded by anger or hatred, no angel can reach them". ~Michael Jackson~

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  • 10. Juni 2013
    Die vergangene Woche vor Gericht offenbarte keine zusätzlichen, einschlägigen Erkenntnisse. Doch das Verhalten von den beiden AEG Führungskräften Phillips und Gongaware hat AEG Live definitiv nicht zu mehr Glaubwürdigkeit verholfen. Die Befragung am Freitag dürfte nicht allzu interessant gewesen sein, zumal die Medien wenig bis gar nicht davon berichteten. Da sogar die Richterin Randy Phillips anweisen musste, den Fragen nicht ständig auszuweichen, hat AEG Live diese Woche mit Sicherheit nicht an Glaubwürdigkeit gewonnen.
    Die Anwälte von AEG Live machen geltend, dass der Konzertveranstalter nicht wissen konnte, dass der King of Pop Medikamente missbrauchte. Doch als dieser 1993 seine Dangerous Tournee vorzeitig abbrach, hatte er öffentlich verlauten lassen, sich einer Entziehungskur von Schmerzmitteln zu unterziehen. Der stellvertretende AEG Firmenchef Paul Gongaware war bei der Dangerous Tour als Tour Manager mit dabei. Und was hatte Randy Phillips dazu vor Gericht zu sagen? „Ich erinnere mich nicht daran, davon gehört zu haben“, so Phillips eidesstattliche Aussage. „Wann haben Sie zum ersten Mal davon gehört?“, wollte der Jacksons Anwalt Brian Panish wissen. „Gerade jetzt“, behauptete Phillips. Er habe davon auch nicht in einem Zeitungsbericht vom Dezember 2008 gelesen. Darin ging es um Michael Jacksons Probleme mit Schmerzmitteln. Phillips schickte den Link damals an Manager Thome Thome: „Hast du diese Geschichten gelesen? Dieser Reporter hat viel recherchiert.“ Vergangene Woche konnte Randy Phillips nur noch sagen: „Ich erinnere mich nicht, es gelesen zu haben.“
    Die Anwälte von Katherine Jackson und Michaels Kinder argumentieren, dass bereits die This is it Pressekonferenz ein Warnzeichen hätte sein müssen für AEG, wie sehr Michael Jackson in seiner aktuellen Lage die Konzerte bereits im Vorfeld unter Druck setzten. Statt besorgt zu sein, schrieb Paul Gongaware in der Folge an Phillips: „Sobald wir den Verkauf starten, wozu wir das Recht haben, ist er [MJ] festgehalten.“ Randy Phillips relativierte vor den Geschworenen seine Mails unmittelbar vor der Pressekonferenz, und er habe Michael Jackson auch nicht angeschrieen, sondern mehr so, wie ein Football Trainer mit seinem Spieler spreche.

    AEG Live habe mit der Konzertplanung weiter gemacht und Geld investiert, da sie Michael nicht fallen lassen wollten. „Ich war besorgt, dass wir auf eine Blamage hinsteuern, dass seine Karriere vorbei sein wird“, sagte Randy Phillips. „Es gab viele Sachen, über die ich besorgt war.“
    Nicht besorgt um Michael Jackson war Phillips aber scheinbar, als er kurz vor Michaels Tod von zwei hohen This is it Mitarbeitern gebeten wurde, einen Psychologen einzuschalten. Phillips gab letzte Woche zu, dass er sich nicht um professionelle Hilfe bemühte. Angesprochen auf das brisante Mail („Wir möchten [Murray] daran erinnern, dass es AEG, nicht MJ, ist, die seinen Lohn bezahlen. Wir möchten ihn daran erinnern, was von ihm erwartet wird“) von Gongaware an Randy Phillips, konnten sich beide vor Gericht nicht mehr erinnern, es geschrieben oder gelesen zu haben.
    Kurz darauf wurde, was Randy Phillips vor Gericht bestätigte, eine „Intervention“ bei Michael Jackson zu Hause mit Dr. Conrad Murray, Kenny Ortega, Phillips und Jackson selbst, einberufen. Ein Polizeiermittler aus Los Angeles hatte das Gesprächsthema des Treffens in den während dem Prozess gegen Murray verwendeten Akten notiert. Randy Phillips habe dabei Kenny Ortega Vorwürfe gemacht, da er Michael Jackson bei einer vorherigen Probe nach Hause geschickt hatte. Murray habe Phillips dann in der hitzigen Diskussion ermahnt, dass er kein Doktor sei.
    Vor den Geschworenen sagte Randy Phillips, dass die Zusammenfassung des polizeilichen Ermittlers nicht stimme. „Ich sagte Ihnen etwas völlig anderes als das. Sie haben nur die Leute und Dinge vermischt.“ Wirklich geschehen sei, dass Dr. Murray nicht ihn (Phillips), sondern Kenny Ortega ermahnt habe, kein Amateur-Doktor zu sein, der Michael analysiere.
    In Rückblick auf die vergangene Woche, abschliessend mehr zu Randy Phillips Reaktion, als ihn Brian Panish auf das verdächtige Meeting mit Thome Thome ansprach, das am 4. Mai 2013 in der Polo Lounge im Beverly Hills Hotel stattfand. “Ich erinnere mich nicht, ob es um die Zeugenaussage in diesem Fall oder um was es beim Mittagessen ging, aber Marvin Putnam [der leitende Anwalt von AEG im aktuellen Fall] war beim Mittagessen dabei“, so Phillips. Er könne sich nicht 100% erinnern, sagte er auf Panish nachfragen, sie hätten eventuell Thomes Geldforderung an das MJ Estate diskutiert. „Ich erinnere mich nicht, was ich an dem Tag ass“, sagte Phillips weiter aus. „Ich fragte Sie nicht, was sie assen“, fuhr in Panish an. „Ich fragte Sie, über was Sie gesprochen haben.“
    Quelle: jackson.ch, cnn.com

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  • 12. Juni 2013
    Am Dienstag beendete Panish die Befragung von Randy Phillips, der nochmals zu Thome Thome und Merchandising Einnahmen nach Michaels Tod Stellung nehmen musste. Phillips beschwerte sich zudem über Michaels damalige, geschäftliche Umfeld.
    Befragt wurde Randy Phillips erneut zum Abkommen von AEG mit Thome Thome, in dem u.a. festgehalten war, dass er AEG Live als Michael Jacksons Manager assistiere. Thome wurden darin monatlich 100 000 Dollar versprochen. Randy Phillips gab zu verstehen, er sehe darin keinen Interessenskonflikt, da auch Michael Jackson unterschrieben hat. Das Geld sei ein Vorschuss an Jackson gewesen, doch Thome (der vom MJ Estate verklagt wurde) sei nie bezahlt worden.
    Eine Rechtsanwältin von AEG äusserte während den frühen This is it Vorbereitungen Misstrauen gegenüber Dr. Thome Thome. Sie frage sich, ob Thome „der wahre Jakob“ sei und schlug vor, einen privaten Ermittler anzuheuern. „Und/oder mindestens, dass jemand von AEG Live Michael Jackson trifft, um sicherzustellen, ob er versteht, dass wir einer Tour-Vereinbarung mit ihm entgegen gehen, die von ihm erfordern wird, eine weltweite Tour zu performen…“
    Auch Phillips gab gestern zu, über Thome, der via Jermaine Jackson zu Michael gekommen sei, nicht richtig Bescheid gewusst zu haben. „Ich wusste nicht einmal, wo sein Büro war, abgesehen von der Bar im Bel-Air Hotel.“ Trotzdem sagt Randy Phillips, Thome habe einen „phänomenalen Job“ für MJ gemacht. In einer Mail schrieb er: „Er ist ein guter Typ, der für Michael Wunder vollbracht hat, er ist nur kein Manager.“
    Bereits letzte Woche hatte Phillips gesagt, dass Thome zuvor keine Erfahrung als Manager eines Musikkünstlers hatte. Phillips bestätigte, dass er Michael Jacksons Schreiben erhielt, in dem er mitteilte, er habe die Dienste von Dr. Thome gekündigt.
    Ebenfalls nochmals Thema war Michaels Befinden. Kenny Ortega habe eine „food person“ engagiert, die dafür gesorgt habe, dass Michael gegessen habe. Phillips musste ausserdem Auskünfte zu den Merchandising Einnahmen geben. In einer AEG internen Mail nach Michaels Verscheiden, schrieb Phillips: „Michaels Tod ist eine schreckliche Tragödie, aber das Leben muss weiter gehen. AEG wird ein Vermögen mit Merchandising Verkäufen, Ticket-Zurückbehaltung, die tourende Ausstellung, und vom Film/DVD machen. Ich wünsche mir noch immer, er wäre hier!“
    Kurz vor der Mittagspause beendete Brian Panish seine Befragung und der AEG Anwalt Marvin Putnam stellte abschliessende Fragen an Phillips. Diesem sei die Erleichterung ins Gesicht geschrieben gewesen, notierte ein Journalist. Mit Michael zu dealen sei „anspruchsvoll“ gewesen. „Weil Michael launenhaft war. Eines der Dinge, die ihn gross gemacht haben, war auch eines der Dinge, die es unmöglich machten, mit ihm Geschäfte abzuwickeln“, so Phillips. „Er änderte seine Meinung. Er wollte verschiedene Sachen an unterschiedlichen Zeitpunkten. Er wechselte Stellvertreter wie wir Socken wechseln.“ Phillips hatte zuvor ausgesagt, man habe eine „Abrisskarte“ benötigt um seine Vertreter im Auge zu behalten.
    In einer Mail vom 2. Juni 2009, inmitten der This is it Proben, schrieb Phillips: „ …MJ zu fokussieren ist nicht die einfachste Sache der Welt und wir haben noch immer keinen Anwalt, keinen Geschäftsführer, oder, überhaupt einen echten Manager hier. Es ist ein Alptraum!“
    Im Verlaufe der Gerichtsverhandlung gab Randy Phillips bekannt, dass The Jacksons während dem BET Experience Festival am 30. Juni im Staples Center auftreten werden. Ein Anwalt der Jackson Familie sagt, die Brüder hätten keine andere Wahl, da die meisten Veranstaltungsorte in der Stadt im Besitz von AEG seien. Am Festival treten auch Beyoncé, R. Kelly etc. auf.
    Quelle: jackson.ch, latimes.com, losangeles.cbslocal.com, radaronline.com, nydailynews.com


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  • 13. Juni 2013
    Randy Phillips versuchte am Mittwoch die Ereignisse vor der This is it Presskonferenz in ein besseres Licht zu rücken. Und er sprach über seine positiven Erinnerungen an Michael, den er als gebildet, energisch, freundlich und zielstrebig beschrieb. Bizarr war allerdings eine Aussage Phillips, Michaels Geist habe Lionel Richies ex-Frau mitgeteilt, dass er sich aus Versehen selbst umgebracht hatte und Murray keine Schuld treffe.
    Im Dialog mit dem Anwalt aus den eigenen Reihen, berichtete Randy Phillips von einem Treffen mit Michael Jackson, bei dem dieser in Tränen ausgebrochen sei, da er es leid war, „wie ein Vagabund zu leben“, weil er mit seiner Familie abwechselnd in einem Las Vegas Miethaus und einem Bel Air Hotel wohnte. Deshalb sei eine von Michaels grössten Motivationen der Wunsch gewesen, sich ein eigenes Haus zu kaufen. Auch er selbst habe weinen müssen, sagte Randy Phillips. In seinem Eifer habe Michael eines Tages ein riesiges Anwesen in Bel Air als sein Wunschhaus erwähnt, das 93 Millionen Dollar gekostet hätte. Phillips sagte ihm, das sei zu teuer, da er doch nicht alles Geld in ein Haus stecken sollte.
    Randy Phillips berichte auch über die positiven Zeichen während den Vorbereitungen zu This is it. Michael habe den Namen vorgeschlagen und er sei für sein Comeback sehr engagiert gewesen. „Er wusste, mit wem er zusammenarbeiten wollte und wie er es machen wollte.“
    Bisher sei im Gericht über Michael gesprochen worden, als wäre er der 5 Jahre alte Sänger der Jackson 5, doch der war er nicht. „Er war ein gebildeter, sehr smarter, sich gut ausdrückender, 50 Jahre alter Mann, der Kontrolle über sein Leben hatte.“
    „Er wurde als Medikamenten abhängiger 5-Jähriger präsentiert, doch das ist nicht der Mann, mit dem ich zu tun hatte. Der Mann, mit dem ich zu tun hatte war energisch, freundlich – aber zielstrebig. Und Energie. Er war Energie.“
    Als Michael Jackson und die AEG Führungsleute im Holmby Hills Haus den Vertrag unterschrieben, habe Michael einige Wünsche gehabt. MJ hätte mit seinen Anwälten doppelt geprüft, damit die Vereinbarung bis zu 31 Shows in der Londoner O2 Arena abdeckte. Prince hatte dort 20 Shows gegeben, und Michael wollte das übertreffen. Nachdem der Ticketverkauf angekündigt wurde, habe AEG realisiert, dass die Nachfrage noch viel grösser war, als angenommen.
    Phillips sagt, Michael habe dann für 50 Shows zugestimmt unter folgenden Bedingungen: Er wollte ein Haus auf dem Land in der Nähe von London, damit er und seine Kinder nicht in einem Hotel leben musste. Über die Art des Hauses habe er genaue Vorstellungen gehabt. 16 Acres gross, die Umgebung mit sanft geschwungenen Hügeln, mit Bächen, Reitmöglichkeit und mit seinem separaten Gästehaus. Später habe er erfahren, dass Michael im Internet nach einem geeigneten Haus surfte und etwas Besonderes fand.
    Der King of Pop habe für die 50. Show auch die Anwesenheit eines Repräsentanten des Guinnes Buch der Weltrekorde gewünscht. “Er wusste, dass niemals jemand fähig sein wird, 50 Shows in einer Arena in einer Stadt zu geben.“ Bei Brainstormings sei ihm bewusst geworden, dass Michael die Tour „überlebensgross“ machen möchte. „Für Michael ging alles darum, grösser, besser und umfangreicher zu machen als alles zuvor.“
    AEG Live zeigte den Geschworenen das Video der This is it Pressekonferenz als Beweis, dass sich Michael auf die Konzerte freute.
    (Anmerkung von jackson.ch: niemand zweifelt daran, dass sich Michael grundsätzlich auf die Konzerte freute. Und wir alle wissen, dass Michael sein Leben lang immer alles Bisherige übertreffen wolle. In anderen Momenten wurde er wohl aber von der Realität eingeholt und war unsicher, ob er es nach dieser langen und schweren Zeit abseits von der Bühne, nochmals in diesem Ausmass schaffen werde. Es gibt Hinweise, dass MJ bereits spätestens bei der HIStory Tour mit massiven Schlafproblemen kämpfte. Und die vielen Medikamente, die er zum Zeitpunkt seines Todes im Körper hatte, lassen die Frage aufkommen, wie sich das zu der Zeit auf ihn auswirkte, auf seine Entscheidungsfähigkeit etc. Es gibt Momente und Abschnitt im Leben, da müssen Menschen vor sich selbst geschützt werden, egal wie intelligent und erfahren diese sind.)
    Randy Phillips sagte aus, dass sich Michaels Angst nicht primär um die Auftritte drehte. MJ sei besorgt gewesen, dass seine Popularität verblasst war und dass keine Leute zu der Pressekonferenz kämen.
    Den Tag der Pressekonferenz beschreibt Randy Phillips als „das Wunder vom 5. März.“
    Gestützt auf Mails und Aussagen Phillips, habe er den „betrunkenen, mutlosen und emotional gelähmten“ Michael unter eine kalte Dusche stellen lassen und „so laut angeschrieen, dass die Wände zitterten“ und ihn geschlagen. Es habe sich dabei nur um einen Klaps auf den Po gehandelt, wie dies ein Football Trainer tun würde, relativierte Phillips zwar vor einigen Tagen. Phillips ging mit dem AEG Anwalt die Ereignisse nochmals durch. Er habe Zweifel gehabt, ob Michael überhaupt an der Pressekonferenz auftauchte, da er ihn zuvor eine Woche lang nicht erreichen konnte. MJ habe nicht auf die Anrufe seines Managers reagiert, da er so verärgert über Thome Thome war, weil dieser eine Auktion von Besitztümern aus der Neverland Ranch angesetzt hatte. Phillips selbst konnte Michael nicht direkt kontaktieren. Er habe schon damit gerechnet, dass Michael seinen Vertrag breche, denn im späten Februar hätte er dies noch ohne grosse Konsequenzen tun können. Aber Phillips entschloss, die Konzerte auch anzukündigen, falls der Künstler nicht persönlich auftaucht, so seine Aussage.
    Schliesslich kam Michael doch noch nach London – am 4. März 2009 mit seinen Kindern, Thome, einem Bodyguard und einer Nanny, die auch sein Haar und Make-Up erledigte. Phillips selbst kam erst wenige Stunden vor der Pressekonferenz an. Er habe sich dann ins Lanesborough Hotel begeben, in dem Thome und Michael Suiten im ersten Stock belegt hatten. Er sei zunehmend nervöser geworden, während Thome nach Michael gesehen habe. Der Weg zur Pressekonferenz hätte bis zu 90 Minuten in Anspruch nehmen können.
    “Wir haben ein kleines Problem“, habe Thome dann eventuell zu ihm gesagt. „Michael hat sich betrunken.“ Thome sei daraufhin in Michaels Suite zurück gekehrt und habe ihn besorgt zurückgelassen. „Ich hatte einen Hörer in meinem Ohr, ein Blackberry in meiner Hand und ich schrieb gleichzeitig Mails während ich sprach und Mails von einer Menge sehr besorgter Leute in der O2 erhielt.“ Die Zeit sei davon gerannt, während 3000 Fans und 350 Journalisten in der O2 auf Michael gewartet haben und er sei zunehmend ins Schwitzen gekommen. Möglicherweise sei er hinter Bodyguard Alberto Alvarez in Michaels Raum gegangen, wo er eine leere Liquorflasche auf dem Boden bei seiner Couch sah. Michael habe einen Robe und Hosen getragen und ausgesehen, als habe er einen Kater. „Ich sage, Michael, bist du OK?“ Darauf habe ihm Michael gesagt, dass er wirklich besorgt sei, ob überhaupt jemand in der O2 sei und es vielleicht eine Pleite werde. Er habe Michael dann geholfen, das schwarze Shirt auszusuchen, aber er sei an seine Grenzen gestossen, als es Michael nicht schaffte, sein Armband an den Ärmel festzumachen. Nach 10 Minuten sei ein Hoteltechniker zu Hilfe gerufen worden. Das alles sei zuviel für ihn gewesen, sagte Phillips aus. Anschliessend gab Randy Phillips zu, dass die damals versandten Mails nicht völlig unrichtig waren. Eine Mail an seinen damaligen Chef Leiweke lautete: “I screamed at him so loud the walls are shaking, Tohme and I have dressed him and they are finishing his hair. Then we are rushing to the O2. This is the scariest thing I have ever seen. He’s an emotionally paralyzed mess, filled with self-loathing and doubt now that it is show time. He is scared to death. Right now I just want to get through this press conference.” Und der Person, die vor dem Hotel mit Fahrzeugen wartete, schrieb Phillips: “I just slapped him and screamed at him louder that I did with Arthur Cassell.”
    Randy Phillips sagte vor Gericht, dass er Arthur Cassel einmal aufgrund eines Booking-Problems mit Lionel Richie angeschrieen habe. Phillips nahm vor den Geschworenen die Schuld auf sich, dass die Situation ausser Kontrolle geraten sei. „Ich gebe zu, ein wenig eine Drama Queen zu sein“, sagte er. „Ich war so nervös, ich kreierte so viel Spannung im Raum, dass man die Spannung mit einem Messer hätte durchschneiden können.“ Als sie sich schliesslich auf den Weg zur O2 Arena begaben, habe er sich wieder beruhigt. Es sei sogar zu einer „sehr lustigen Fahrt“ geworden, bei der Michael Jackson Spässe gemacht habe. Michael habe ihm immer wieder gesagt „Du schaust grossartig aus, du hast eine Menge Gewicht verloren.“ Dies obwohl es damals sein schwerstes jemals gewesen sei. Nach der 10. Wiederholung habe er mit den Worten reagiert: „Michael, du hättest auch Gewicht verloren, wenn du im Hotel auf und ab gegangen wärst, auf dich wartend, um aufzubrechen.
    “ Letztendlich habe sich die Verspätung aber positiv ausgewirkt, da damit vor lauter Drama das Interesse an Michaels Ankündigung nur noch mehr stieg. In der Arena realisierte Phillips dann, dass Michael kein Skript geschrieben hatte. Was Michael letztendlich vom Teleprompter ablas, habe er geschrieben, während er Michael zum Podium folgte, wo Michael dann richtig aufgetaut sei und zu „Michael Jackson“ wurde. Michael sei nach der Ankündigung umgehend und „begeistert“ in die Staaten zurückgekehrt, um mit den Vorbereitungen für die Konzerte zu beginnen.
    Ziemlich eigenartig war eine Aussage von Randy Phillips über Michaels Tod. In einer Mail vom 18. August 2009 schrieb Phillips die mysteriösen Zeilen: „Ich denke ich weiss woran MJ gestorben ist und dies würde Conrad entlasten.“ Vor Gericht erklärte er die Worte nun wie folgt: Phillips berief sich auf eine Unterhaltung mit Brenda Richie, der ex-Frau von Lionel Richie. „Brenda rief mich an um mir zu erzählen, dass sie entweder durch ein Medium oder direkt mit Michael kommuniziert habe. Sie sagte, Michael habe ihr erzählt, dass es nicht Dr. Murrays Fehler war, sondern, dass er sich selbst aus Versehen umgebracht hatte.“ Brian Panish erhob Einspruch auf die Geister-Geschichte, das sei „dreifaches Hörensagen.“ Trotz Gelächter im Gerichtsaal liess die Richterin Yvette Palazuelos die Erklärung zu. Die E-Mail vom August 2009 wurde bereits am Montag von Brian Panish gezeigt. Damals sagte Phillips noch, dass er sich nicht erinnern könne, worüber er da geschrieben hatte beziehungsweise an was er dachte, woran Michael gestorben sei.
    Quelle: jackson.ch, latimes.com, cnn.com, abclocal.go.com, nypost.com


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  • 17. Juni 2013

    Es ging weiter mit der Befragung von Randy Phillips durch Marvin Putnam. Obwohl Phillips ja bekanntlich als Zeuge für die Jacksons auf der Liste stand, hat der letzte Bericht bereits deutlich gezeigt, wie unterschiedlich die Aussagen, das Auftreten und das Erinnerungsvermögen plötzlich sind, wenn AEGs eigener Anwalt, Marvin Putnam, den Zeugen (und ihren eigenen CEO) befragt.
    Dies hatte sich auch am zweiten Befragungstag durch Putnam gezeigt. Als die E-Mails von Kenny Ortega an Randy Phillips zur Sprache kamen, die letzterer nur wenige Tage vor Michaels Tod erhalten hatte und in der Ortega seine Bedenken betreffend Michaels geistiger und körperlicher Verfassung ansprach, sagte Randy Phillips aus, dass Conrad Murray gesagt hatte, dass wenn die Shows abgesagt würden, dies negative Auswirkungen auf Michael Jackson haben würde, weil er sich so freute auf die Shows. Phillips sagte aus, dass Conrad Murray wütend war, dass man ihn im Nachhinein kritisieren würde und er ermahnte Kenny Ortega “kein Amateur Arzt zu sein und eine Diagnose für seinen Patienten zu stellen”. Conrad Murrays Haltung beschrieb Phillips mit “bleib du in deiner Spur. Das ist meine Spur. Ich hab’s im Griff und mach das schon”. Zudem sagte Phillips aus, dass Michael Jackson Ortega gesagt hatte, dass er bei den Proben nicht dabei sein müsste, da er diese Tänze fast seine ganze Karriere lang performed hatte. Michael habe gesagt, so Phillips, dass er für die Eröffnung der Shows bereit sein werde. “Du baust das Haus und wenn du damit fertig bist, füge ich die Tür hinzu und bemale sie”, so soll Michael sich gegenüber Phillips geäussert haben.
    Nach dem bereits oftmals erwähnten Meeting bei Michael zu Hause, wenige Tage vor Michaels Tod, war Phillips sehr zuversichtlich. “Michael hat grossartig ausgesehen. Dr. Murray hatte uns Mut gemacht… Kenny war wieder an Bord und zuversichtlich und mit Michael schien alles in Ordnung zu sein”, so Phillips.
    Am darauffolgenden Tag schrieb Phillips die folgende E-Mail: “Jungs, wir hatten ein sehr produktives und gutes Meeting… Der Arzt war fantastisch und ich glaube, Kennys Hysterieanfälle werden unter Kontrolle sein und Michael war voll da und aufmerksam… Lasst uns beten, dass MJ mitmacht und dass er auch anfängt zu trainieren und zu essen”.
    Als Phillips dann die Proben am 23. und 24. Juni mit angeschaut hatte, habe er Gänsehaut gehabt, so gut war Michael. Nach den Proben am 24. Juni sei Michael aus seiner Garderobe gekommen und habe Phillips umarmt. “Du hast mich so weit gebracht”, so soll Michael Phillips gesagt haben. “Ich übernehme von hier an”. Wie er sich dabei gefühlt habe, fragte Putnam den Zeugen. “Grossartig”, so Phillips. Dies war das letzte Mal, da Phillips Michael Jackson lebend gesehen hatte.
    Quellen: jackson.ch, latimes.com


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  • 19. Juni 2013
    Am letzten Freitag hatte Jackson Anwalt Brian Panish noch ein zweites und letztes Mal die Gelegenheit, Randy Phillips, CEO von AEG Live, zu befragen, nachdem vorher AEGs Anwalt Marvin Putnam dran war und wir ja nicht wirklich etwas Neues erfahren haben bzw. betont wurde, wie gut Michael drauf war, wie gut er am Ende aussah, wie sich alle auf die Shows freuten und wie Murray alles im Griff hatte und AEG sich voll auf ihn verliess.
    Panish ging dann gleich zur Sache. So fragte er Phillips, ob damals die Gefahr bestand, dass die “This Is It” Shows abgesagt werden könnten. “Das könnte man so sagen”, so Phillips’ Antwort. Panish spielte dann auch einen Videoclip von Sky News ab, in dem Phillips eine Woche nach Michael Jacksons Tod gesagt hatte, dass AEG Conrad Murray angestellt hatte. Phillips sagte dann, AEG hatte nie einen Arzt im Auftrag eines Performers angestellt oder für deren Unterkunft gezahlt. Im Vertrag zwischen Murray und AEG jedoch war vorgesehen, so Panish, dass AEG für Murrays Haus aufkommen würde, wenn die Crew für die Shows nach London ziehen würde.
    An dieser Stelle sei nochmals daran erinnert, dass gemäss früheren Aussagen weder Michael selbst noch seine Vertreter den Vertragsentwurf zwischen AEG Live und Conrad Murray jemals gesehen hatten.
    Brian Panish kam dann auch nochmals auf die E-Mail von Kenny Ortega an Randy Phillips vom 19. Juni 2009 zu sprechen, als ersterer beschrieb, wie Michael Jacksons geistige Gesundheit angeschlagen schien und er der Meinung war, ein Psychologe solle Michael mal untersuchen. An jenem Tag wurde auch das Photo vom sichtlich ausgemergelten Michael bei der Kostümprobe gemacht.
    Wie wir während Karen Fayes Zeugenaussage berichtet hatten, hatte Michael Bush, Michaels Kostümdesigner, damals Faye gegenüber gesagt: “Oh mein Gott, Turkle [Michael Jacksons Spitzname für Karen], ich kann Michaels Herzschlag durch die Haut seiner Brust sehen” .
    Für den Folgetag wurde das bereits mehrfach erwähnte Meeting bei Michael Jackson zu Hause zusammen mit Kenny Ortega, Randy Phillips, Frank DiLeo und Conrad Murray einberufen. Phillips sagte zu einem früheren Zeitpunkt der Befragung aus, dass Michael an dem Tag wirklich gut ausgesehen hatte. Panish fragte den Zeugen nun, wie Michael Jackson sich so rasch erholen konnte. “Ich war so verwirrt wie jeder andere auch, weil der Michael Jackson, den ich sah, der Michael Jackson, der da im Wohnzimmer mit uns zusammen sass… super ausgesehen hatte”.
    Was hatte sich denn in den 12 Stunden geändert, fragte Panish. “Ich habe keine Ahnung”, antwortete Phillips.
    Brian Panish zeigte den Geschworenen dann auch noch einen Videoclip von Michaels Billie Jean Performance. Dies zur Widerlegung eines Videos bzw. einer Aussage, die Phillips am Vortag gegenüber seinem eigenen Anwalt, Marvin Putnam, gemacht hatte. In jenem Video wurde gezeigt, wie Michael bei den Proben am 5. Juni 2009 mehrere nicht aufeinanderfolgende 360-Grad Drehungen gemacht hatte. Phillips hatte diese Bewegungen gegenüber Putnam als “mehrfache 360 Drehungen” beschrieben gehabt, auch wenn er zugab, dass er kein Choreograph sei.
    Die Jackson Anwälte zeigten den Geschworenen und Phillips nun jene Performance bei den Proben vom 5. Juni im direkten Vergleich zu einer Billie Jean Performance von 2001. Nachdem die Clips angespielt waren, fragte Panish Randy Phillips, ob irgendwo in dem Film (von den Proben) zu sehen war, dass Michael mehrfache 360-Grad Drehungen gemacht hatte. “Nein”, konnte da Phillips nur noch kleinlaut zugeben.
    Quellen: jackson.ch, latimes.com, cnn.com, teammichaeljackson.com


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  • 20. Juni 2013
    Am Montag rief Jackson Anwalt Brian Panish David Berman, den ehemaligen Präsidenten von Capital Records, als Expertenzeugen in den Zeugenstand.
    Dieser sagte aus, dass es „höchst unangebracht“ und „höchst ungewöhnlich“ wäre für einen Konzertveranstalter, einen Arzt für einen Künstler anzustellen, weil damit ein fundamentales Problem im Sinne eines eklatanten Interessenskonflikts für den Arzt entstünde. In diesem besonderen Fall wäre es sogar ein noch besonders grober Interessenskonflikt, wenn man die Fakten und Umstände anschaut.
    David Berman, den die Jackson Seite als Expertenzeugen angestellt (und bezahlt) hatte, beantwortete die Fragen von Brian Panish gestützt auf die Vermutung , dass AEG Live Conrad Murray angestellt hatte. Die Richterin erinnerte die Geschworenen am Ende daran, dass es an ihnen liege zu entscheiden, welche Partei – Michael Jackson oder AEG Live – Conrad Murray angestellt hatte.
    Dies ist ja die Schlüsselfrage in diesem Prozess. Insbesondere eine E-Mail zeigte gemäss Berman, dass AEG Live sich des potentiellen Interessenskonflikts bewusst war. Es handelt sich um eine bereits erwähnte E-Mail von Randy Phillips an Kenny Ortega, worin Phillips schrieb, dass Conrad Murray „extrem erfolgreich“ sei, „wir überprüfen jeden“ und „[Murray] braucht den Job nicht; er ist also vollkommen unparteiisch“.
    Berman meinte, dass diese Aussage aus vielerlei Hinsicht sehr problematisch sei, insbesondere deshalb, da Phillips erkannte, dass das Potenzial besteht, dass der Arzt eben nicht unparteiisch sein könnte, wenn er den Job braucht. Ein weiteres Warnsignal sei gewesen, dass Murray USD 5 Mio. verlangt hatte. Auch die am Ende vereinbarten USD 150‘000 pro Monat waren gemäss Berman eine „exorbitante Summe“.
    Jackson Anwalt Bill Bloss legte den Geschworenen am Montag auch noch mehrere E-Mails vor. Darunter war eine E-Mail, in der Conrad Murray Tim Woolley, den zuständige Buchhalter von AEG, um einen Vorschuss von zwei Monatsgehältern bat. Woolley antwortete Murray, dass der Rechtsdienst den Vertrag zwischen Murray und AEG noch nicht fertig habe. Es handle sich in diesem Fall um einen ziemlich speziellen Vertrag, „da es selten vorkomme, dass ein Arzt angestellt wird, um einen tourenden Künstler zu begleiten“.
    Quellen: jackson.ch, latimes.com


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    "When people's minds are clouded by anger or hatred, no angel can reach them". ~Michael Jackson~
  • 22. Juni 2013
    Am Dienstag und Mittwoch wurde Kai Chase, die persönliche Köchin von Michael Jackson und seinen drei Kindern während den Vorbereitungen der “This Is It” Tour, befragt. Sie beschrieb, wie aktiv und gesund Michael im April 2009 noch war, er im Juni jedoch so schwach war, dass ihm sein Sohn Prince, damals 12 Jahre alt, helfen musste, die Treppe raufzugehen. Sie wiederholte auch ihre Aussage vom Prozess gegen Conrad Murray. Kai Chase, die von Katherine Jackson auf Wunsch der drei Kinder seit vergangenem Juli wieder als Köchin eingestellt wurde, sprach auch darüber, wie sehr der Tod ihres Vaters die drei Kinder betroffen hat.
    “Sie sprechen oft über ihren Vater. Es ist etwas, über das sie nie hinweg kommen werden — die Liebe und wie sehr sie ihren Vater vermissen”.
    Am Dienstagnachmittag zeigte AEG Live Auszüge von der eidesstattlichen Befragung von Paris Jackson vom März 2013, um Aussagen von Kai Chase zu widerlegen. AEG Live plante zunächst, Paris vor Gericht zu befragen — dies hatten sie sogar an dem Tag nochmals bestätigt, als bekannt wurde, dass Paris einen Suizidversuch unternommen hatte. Die Jackson Anwälte machten jedoch am Dienstag der Richterin gegenüber klar, dass Paris noch immer im Spital behandelt werde und sie nicht persönlich vor Gericht erscheinen könne. In der ersten Videoaufnahme wurde Paris von AEG Anwalt Marvin Putnam zum Kindermädchen Grace Rwaramba befragt, die zwei Monate vor Michael Jacksons Tod entlassen worden war.
    “Mein Vater hat sie nicht gemocht. Und so hat er versucht, sie von uns fern zu halten. Er schickte sie oft zum Einkaufen”, so Paris. Michael habe jedoch gezögert, sie zu entlassen, weil er sich nicht wohl dabei fühlte, da sie nicht viel Geld hatte. Zudem, sagte Paris: “[Daddy] sagte sie war hinterhältig und sie war keine ehrliche Person und sie log oft”.
    Als Putnam Paris fragte, warum ihr Vater nicht sicherstellte, dass Grace wegbliebe, antwortete Paris, dass er sie nach Indien geschickt hatte, um ein paar Sachen zu besorgen, aber sie immer wieder zurückkam. AEG Live hatte diese Videoclips von Paris gezeigt, um Aussagen von Kai Chase über Grace Rwaramba zu widerlegen. Rwarama soll zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Prozess noch für die Jackson Seite aussagen. Als die Zeugenbefragung von Kai Chase am Mittwoch fortgesetzt wurde, meinte diese betreffend Paris’ Aussage, dass Michaels Tochter so reagiert hatte, weil sie sich von ihrem Kindermädchen verlassen gefühlt hatte, und das nur kurz vor dem Tod ihres Vaters. “Die Kinder fühlten sich verlassen. Sie waren nicht glücklich. Dies war die Mutter, die sie kannten. Sie war da, als sie geboren wurden”, so Chase.
    Nachdem Paris am 4. Juni ins Spital eingeliefert worden war, habe sich Paris an ihre Grossmutter, an Grace und an ihre biologische Mutter, Debbie Rowe, gewandt. Grace sei seither wieder zurück in Paris’ Leben. Kai Chase war seit Paris Suizidversuch jeden Tag mit Paris zusammen. “Sie war Daddys kleines Mädchen, sie war am Boden zerstört – am Boden zerstört und verloren. Sie ist auf der Suche, da zwischen ihr und ihrem Vater soviel Liebe war. Sie ist verloren. Sie ist auf der Suche. Sie ist traurig”. Der ganze Haushalt sei besorgt, wie Paris mit dem Verlust ihres Vaters umgehe. “Jedes Mädchen braucht ihren Vater. Ich wäre auch am Boden zerstört, wenn mir das passiert wäre. [Paris] bricht zusammen; sie weint. Sie spricht von ihm”, so Chase. “Sie versucht, sich zu finden; herauszufinden, wer sie ist und es braucht sehr viel Liebe und Verständnis, sie zu beruhigen”. Chase erzählte dann von Paris’ Geburtstagsparty für ihren 11. Geburtstag im April 2009. Michael hatte gesagt, sie dürften essen, was immer sie wollten, was selten vorkam. Auf dem Menüplan standen dann Käsepizza, Hot Wings und Bananenspilt. Das Esszimmer war mit Michael Jackson Poster und Albumcovers dekoriert und Michaels Musik wurde gespielt, weil Paris sich das gewünscht hatte. Sie war hin und weg. Aber damit nicht genug: Michael führte seine Kinder in den Garten hinaus, wo er eine Cirque du Soleil-ähnliche Show für sie geplant hatte. “Männer auf Stelzen, Frauen in grossen Ballonen und sonstige Zirkusattraktionen. “Ich hatte Tränen in den Augen… Es war der schönste Ausdruck von Liebe, den ich jemals gesehen hatte”, so Chase. Seit jenem Geburtstag habe Paris keine Geburtstagsparty mehr gehabt. “Sie will keine mehr. [Paris] hat die Daddys Days und ihren Geburtstag in Erinnerung”, so Chase.
    Am Dienstag zeigten die AEG Anwälte auch einen Videoclip der eidesstattlichen Aussage von Prince Jackson, um Kai Chase Aussage zu widerlegen, dass Michael so schwach war im Juni 2009, dass ihm Prince die Treffe raufhelfen musste. Als Putnam Prince in dem Clip fragte, ob sein Vater nach den Proben je so müde war, dass er ihm die Treffe raufhelfen musste, antwortete Prince, nein, das hätte er auch nicht gekonnt. Kai Chase sagte auch zur Beziehung zwischen Prince und seinem Vater aus. Prince habe immer gewollt, dass sein Vater sehr stolz auf ihn sei, was Michael auch war. Prince trage die Welt “auf seinen Schultern; der älteste, grosse Bruder und die Vaterfigur gegenüber seinen Geschwistern. Es ist viel für ihn, erwachsen zu werden, sich für die Mädchen interessieren. Er wünschte sein Vater wäre hier, um ihm Rat zu geben.” Über Blanket, Michaels jüngsten Sohn, der nun 11 Jahre alt ist, sagte Kai Chase: “Ich denke manchmal, dass er älter ist weil er so klug ist. Als der Jüngste hat er seine zwei älteren Geschwister, die ihn beschützen, aber ich glaube immer noch, dass das jüngste Kind dasjenige ist, das am meisten betroffen sein wird. Er ist das Baby und so erinnert er sich an vieles, was sein Daddy gemacht hat. Er spricht non-stop von ihm und über ihre Beziehung”, so Chase. Blanket wird noch zu Hause unterrichtet. Dennoch muss er sich jeden Tag schick anziehen. Am Freitag kann er jedoch anziehen, was er möchte. Meistens ist dies ein T-Shirt von der “Immortal” Show. “Das trägt er ständig”. Chase hat auch betont, dass Blanket einige Tanzschritte wie sein Vater macht. Chase erzählte dann, dass es damals, im 2009, Michaels drei Kinder waren, die sie eingestellt hatten. Die Kinder hatten sie über alles, von Essen bis Video Games, interviewt. Die Kinder hätten ihr gesagt, dass sie sich gesund ernähren. “Wir essen kein Rind- oder Schweinefleisch. Daddy mag Aprikosen. Wir mögen Früchte und Blanket mag Mangos”, so Chase. Beim Essen hatte die Familie Zeit füreinander. Für jedes Mittagessen deckte Chase den Tisch speziell, je nachdem, was sie assen. Es gab immer etwas von einem anderen Land, so dass die Kinder auch etwas über das betreffende Land und die Kultur lernen konnten. Sie freuten sich aber alle auch auf die “Comfort Food” Samstage, an denen Sachen wie Fried Chicken gegessen worden. Michael liebte mexikanisches Essen und sein Lieblingsessen waren vegane Tacos.
    Die Ambience in Michaels letztem Zuhause am Carolwood Drive im April war schön und heimelig. Man hörte Musik von Disney, den Rollings Stones, David Bowie sowie klassische Musik. Die Cheminées brannten, obwohl es draussen warm war. Sie hatten verschiedene Haustiere: einen Hund (Kenya), zwei Katzen (Katie und Thriller) und einen sprechenden Vogel, der pfiff, wenn Mädchen vorbei gingen. Prince hatte zudem noch eine Hausratte und Paris hielt im Garten Teeparties für die Haustiere. “Wenn Michael von den Proben nach Hause kam, rannten die Kinder auf ihn zu. Sie hingen sich an ihn ran. Mir kamen jeweils die Tränen”, so Chase. Michael spielte Spiele mit seinen Kindern und las ihnen vor dem Zubettgehen vor. Er war ein warmer und liebevoller Vater. Michael war aber auch streng, wenn es sein musste. So mussten die Kinder zu einem bestimmten Zeitpunkt im Bett sein und der Schulunterricht musste immer pünktlich anfangen. Michael war es wichtig, dass der Unterricht für seine Kinder interaktiv sei.
    Ein Beispiel war ein wissenschaftliches Projekt, bei dem Paris in der Nacht nach Schnecken suchen musste. Paris hatte Kai Chase damals gesagt, sie haben bisher eine Vaterschnecke, aber noch keine Mutter- und Babyschnecke. So gingen Paris und sie eines Nachts auf Schneckensuche. Michael habe dann mitgemacht, als sie auf der Küchenablage eine Schneckenfarm in gläsernen Vasen bauten.
    Im Mai 2009 informierte sie einer von Michaels Assistentin dann plötzlich über eine “Änderung des Managements” und dass sie entlassen sei. Von den Kindern durfte sie sich nicht mehr verabschieden. Der Assistent rief sie einen Monat später an und bat sie, ihre Stelle wieder aufzunehmen, was sie drei Wochen vor Michaels Tod tat. Ihr Gehalt wurde neu von AEG Live gezahlt, so Chase. Das glückliche Zuhause, dass sie im April verlassen hatte, hatte sich bei ihrer Rückkehr verändert gehabt. Die Vorratsschränke in der Küche waren leer. Im Kühlschrank gab es nur Coca Colas, Red Bull und Starbucks Kaffees, “von denen ich wusste, dass Mr. Jackson sie nicht trank”, so Chase. Als Kai Chase für Lebensmittel einkaufen ging, wurde die Kreditkarte von Michael Jackson abgelehnt. Michael selbst habe sehr schwach ausgesehen. “Er sah dünner und unterernährt aus”. Sie habe sich grosse Sorgen gemacht, wie er in so kurzer Zeit so dünn und schwach geworden sein konnte. Chase sagte aus, Michael habe sie zur Seite genommen und sie gefragt, wo wie geblieben sei. “Ich hatte keine Ahnung, dass du weggegangen warst. Du musst mich (und die Kinder) gesund halten. Ich arbeite hart. Die bringen mich um”, soll Michael gemäss Kai Chase ihr gesagt haben.
    Eine weitere Änderung im Haus war die Anwesenheit von Conrad Murray. Im April war er einige Mal auf Visite im Haus, aber im Juni war er fast jeden Tag da. Murray habe jeden Morgen leere Sauerstoffflaschen von Michaels Schlafzimmer runtergebracht. “Ich war besorgt. Ich hatte keine Ahnung, wofür die gebracht wurden. Ich habe nicht gefragt, aber es war merkwürdig”, so Chase.
    Im Laufe des Strafprozesses gegen Conrad Murray erfuhren wir, dass Murray den Sauerstoff jeweils verwendet hatte, als er Michael Propofol verabreicht hatte. Vor dem bereits oftmals erwähnten (Krisen-)Meeting mit Randy Phillips, Paul Gongaware, Conrad Murray und Frank DiLeo bei Michael zu Hause, trug Michael eine OP-Maske, war dick eingepackt und er erschien beängstigt, als er die Treppe herunter kam. “Ich hörte sofort einen lauten Aufprall. Eine ganz, ganz teure Vase neben Michaels Stuhl ging zu Bruch”, so Chase. Michael Jackson sei sehr bestimmt gewesen mit den andern. Auf Geheiss der Richterin durfte Kai Chase den Geschworenen gegenüber jedoch nicht wiederholen, was Michael den AEG Leuten damals gesagt hatte, aber die Stimmen waren laut und alle redeten zugleich. Michael Jackson verliess dann das Meeting, gefolgt von Conrad Murray, der sehr verärgert schien. “Ich kann diese Sch–sse nicht ertragen”, so Murray gemäss Kai Chase. Als Chase später Michael sah, schien er die ganze Last auf seinen Schultern zu tragen. Er war “besorgt, beängstig; viele Gefühle”. Am Ende ihrer Aussage berichtete Kai Chase über die Ereignisse am Todestag von Michael Jackson, die sich mit ihren Aussagen im Rahmen des Prozesses gegen Conrad Murray deckten. Quellen: jackson.ch, cnn.com Sharen mit: Facebook Twitter


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  • 25. Juni 2013
    Am Montag hat ein weiterer Expertenzeuge für die Jackson Seite ausgesagt. Dr. Gordon Matheson ist ein Experte in medizinischen Interessenskonflikten und Direktor des Departements für Sportmedizin an der bekannten Stanford Universität. Aufgrund der bisherigen Zeugenaussagen und des Beweismaterials folgerte er, dass AEG Live einen Interessenskonflikt geschaffen hatte, da „es wahrscheinlich war“, dass der Vertrag mit Murray, der für USD 150‘000 pro Monat als persönlicher Arzt von Michael Jackson dienen sollte, „zu schlechten medizinischen Entscheidungen“ führen würde.
    Dr. Matheson, der auch Teamarzt des erfolgreichen Sportteams von Stanford ist, verglich die Situation mit der eines (American) Football Trainers, der seinem Teamarzt an der Seitenlinie im letzten Spielviertel eines wichtigen Spiels sagt, dass sein wichtigster Spieler zurück aufs Spielfeld muss, obwohl ein Verdacht auf Gehirnerschütterung besteht. Conrad Murray, der seine diversen Praxen/Kliniken geschlossen hatte, um den Job für Michael Jacksons Betreuung anzunehmen und der Schulden in der Höhe von USD 1 Mio. hatte, wäre dazu geneigt, dem Druck der AEG Live Manager nachzugeben und dafür zu sorgen, dass Michael Jackson zu den Proben erscheint, obwohl Anzeigen für seinen verschlechterten Gesundheitszustand bestanden, so Dr. Matheson.
    Conrad Murray selbst befand sich in einem Interessenskonflikt, weil der Vertrag mit AEG Live so aufgebaut war, dass er AEG Live gegenüber verantwortlich war, wenn die Tour jedoch abgesagt würde, wäre auch der Vertrag gekündigt worden. „Ich denke, dieser Konflikt wurde zur Realität, als Michael Jacksons Gesundheit schlechter wurde“, so Dr. Matheson.
    Nach Dr. Matheson, so informierten die Jackson Anwälte gestern die AEG Live Anwälte, wird Michael Jacksons Sohn, Prince, aussagen. Dies wird vermutlich morgen, Mittwoch, der Fall sein, da erwartet wird, dass Dr. Matheson heute nochmals befragt werden wird. Das heisst, Prince wird einen Tag nach dem vierten Todestag seines Vaters zu den Geschehnissen an dessen Todestag sowie den Wochen davor aussagen.
    Quellen: jackson.ch, cnn.com


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  • 27. Juni 2013
    Gestern war’s nun soweit. Einen Tag nach dem vierten Jahrestag von Michael Jacksons Tod nahm sein Sohn Prince den Zeugenstand ein.
    In den ersten 30 Minuten wurden den Geschworenen von den Jackson Anwälten diverse Videos und Fotos von Michael und seinen Kindern gezeigt. Anschliessend befragte Jackson Anwalt Brian Panish Prince zu den letzten Wochen in Michaels Leben. Michael Jackson hatte oft geweint, nachdem er mit AEG Live Leuten telefoniert hatte, so sein Sohn. “Er hatte gesagt ‘Sie werden mich umbringen; sie werden mich umbringen’”, so Prince. Mit “sie” waren gemäss Prince AEG Live CEO Randy Phillips sowie Michaels Manager Dr. Tohme Tohme gemeint.
    Prince sagte aus, dass Randy Phillips in der Nacht vor Michaels Tod in ihrem Haus war und Conrad Murray besucht hatte, während Michael noch bei den Proben war. “[Phillips] hatte [Murray] am Ellbogen gefasst. Aus meiner Sicht sah’s aggressiv aus. [...] sie waren sehr nah beisammen und [Phillips] gestikulierte mit den Händen”, so Prince. Er habe jedoch nicht gehört, worüber sie gesprochen hatten. Nachdem er den Vorfall beobachtet hatte, rief Prince seinen Vater vom Häuschen der Sicherheitsleute aus an, um ihm zu sagen, dass Phillips bei ihnen zu Hause sei. Michael habe seinem Sohn daraufhin gesagt, er solle Randy Phillips etwas zu essen und zu trinken anbieten. Das war das letzte Mal, dass Prince mit seinem Daddy gesprochen hatte.
    Das nächste Mal, als er seinen Vater gesehen hatte, hing dieser “halb von seinem Bett runter, seine Augen waren zurückgerollt” und Murray hatte versucht, ihn wiederzubeleben. Paris war Prince die Treppe hinauf gefolgt, “aber wir haben sie die Treppe runtergezogen. Sie hat die ganze Zeit geschrien, dass sie ihren Daddy sehen wollte”, so Prince.
    Im Spital habe Dr. Murray ihnen dann gesagt: “Sorry Kinder, Euer Dad ist tot”, so Prince.
    Im 25-minütigen Kreuzverhör versuchte AEG Live Anwalt Marvin Putnam Princes Aussage betreffend Randy Phillips Besuch bei ihnen zu Hause und dessen Auseinandersetzung mit Conrad Murray zu diskreditieren. Prince blieb jedoch bei seiner Aussage; er gestand einzig ein, dass es möglich sei, dass dieser Vorfall sich zwei Nächte vor Michael Jacksons Tod abgespielt hatte und nicht am Vorabend.
    Brian Panish gab Prince weiter die Gelegenheit über den emotionalen Verlust, den die drei Kinder infolge des frühzeitigen Tods ihres Vaters, erlitten hatten zu sprechen.
    “Ich kann nachts nicht schlafen. Ich habe Schwierigkeiten, nachts zu schlafen”, so Prince. Der Tod seines Vaters habe ihn für eine Weile emotional von vielen Leuten distanziert gehalten. Er habe es vermisst, mit seinem Vater seine Erfahrungen nach seinem ersten Schultag, mit seiner ersten Freundin oder mit dem Autofahren zu teilen, sagte Prince. Prince sprach auch über seine Schwester Paris und wie der Tod ihres Vaters sie speziell hart getroffen hat. (Paris’ Selbstmordversuch und ihre Einlieferung ins Spital wurden im Gerichtssaal nicht angesprochen und es ist nicht klar, ob die Geschworenen wissen, dass dies vorgefallen ist.) “Ich denke, von all meinen Geschwistern, hat es sie wohl am meisten betroffen, weil sie die Prinzessin meines Dads war”, so Prince.
    Prince sagte auch, dass die zweitägige Befragung durch die AEG Anwälte im März dieses Jahres (im Rahmen der eidesstattlichen Zeugeneinvernahme) von Paris “schmerzhaft für sie” gewesen war. “Sie hatte einige Probleme davor, danach und, so vermute ich, währenddessen”, so Prince. “Sie geht definitiv auf ihre eigene Art und Weise damit um”, so Prince weiter.
    Wie wir am 22. Juni im Rahmen der Aussage von Michaels persönlicher Köchin, Kai Chase, berichtet hatten, feiert Paris ihren Geburtstag seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr, “weil es ohne [ihren Vater] nicht mehr dasselbe ist. Dies gilt ebenfalls für Prince. Michaels jüngster Sohn, Blanket, jedoch möchte seine Geburtstage weiterhin feiern. “Im Moment weiss ich nicht, ob Blanket realisiert, was er verloren hat. Er war so jung”, so Prince. Und wie er, habe Blanket keinen Vater mehr, der ihm den Weg zeigt.
    AEG Live hatte versucht, Blanket im Rahmen dieses Prozesses ebenfalls zur Aussage zu nötigen. Die Richterin hatte den Antrag jedoch abgelehnt, nachdem ein Psychologe ausgesagt hatte, dass es dem Jungen schaden würde. Paris wird wie erwähnt aufgrund der laufenden psychiatrischen Behandlung nach ihrem Selbstmordbesuch ebenfalls nicht (mehr) vor Gericht aussagen. Es kann jedoch weiterhin vorkommen, dass Videoaufnahmen von ihrer eidesstattlichen Zeugenaussage im März vor Gericht verwendet und den Geschworenen gezeigt werden.
    Die Geschworenen bekamen von Prince auch einen Einblick in die Welt von Michael und seinen drei Kindern. Unter anderem wurde ihnen ein bisher unbekanntes Home Video gezeigt, das an einem Weihnachtstag von Michael selbst aufgenommen wurde. Darin hatte er seine Kinder gefragt, wie sie “die Welt verändern” möchten, wenn sie gross sind.
    Prince wurde zudem zu seinen Schulleistungen und seinen sonstigen Aktivitäten befragt. So erfuhren die Geschworenen, dass er sehr gute Noten hat in der Schule und Kampfsport betreibt sowie als Mechaniker für das Roboterprogramm seiner Schule arbeitet. Nach dem Abschluss der High School möchte er an die University of Southern California, Film und Business studieren gehen. Sein Vater habe ihm gezeigt, wie die besten Filmemacher ihr Handwerk betrieben. Prince ist ehrenamtlich auch im Kinderspital in Los Angeles tätig für ein Programm, das junge Patienten mit Büchern beliefert, “um sich von ihren Problemen abzulenken”, so Prince. Sein Vater habe “immer gesagt, man solle Gutes tun für die Gemeinschaft und man solle so oft helfen, wie man kann”, sagte Prince.
    Den Geschworenen wurden auch Videos von Michael und seinen Kindern auf der Neverland Ranch gezeigt, bevor sie nach dem Arvizo Prozess von dort weggezogen sind. “Sie haben es meinem Dad verdorben”, sagte Prince. Überall auf dem Gelände der Neverland Ranch waren auch immer wieder Zitate und Gedichte seines Vaters. Eines davon lautet: “Wenn Kinder spielen, Tyrannen weinen, dann gibt es nichts zu sagen”.
    Als auch Videos von den verschiedenen Bahnen etc. auf Neverland gezeigt wurden, berichtete Prince, “Wir gingen nur bei besonderen Anlässen auf diese Bahnen und zum Zoo, weil mein Dad wollte, dass wir bescheiden bleiben”.
    Als ein Foto von Prince und Michael an einem Klavier gezeigt wurde, sagte Prince, dass er nie ein Instrument wird spielen können. “und ich kann definitiv nicht singen”, so Prince. Prince erzählte auch, dass er zu Lebzeiten seines Vaters sechs Tage pro Woche Schule hatte; entweder wurde er von einem Lehrer oder von seinem Vater selbst unterrichtet. Ein wichtiger Aspekt war jeweils, über andere Kulturen und Religionen zu lernen. Prince betonte auch, dass Michael seine Kinder immer fragte, wie es ihnen in der Schule ging und was sie machten, um die Welt zu verbessern. Ein Thema war auch das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit, als sie klein waren, “damit niemand wusste, wie wir aussahen, so dass, wenn wir mal ohne unseren Vater unterwegs waren, wir eine normale Kindheit haben konnten.” Nachdem er nun konstant beobachtet bzw. verfolgt würde, verstehe er jetzt, warum sein Daddy das so wollte und gemacht hatte, sagte Prince.
    Quellen: jackson.ch, cnn.com, latimes.com, youtube.com


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  • 28. Juni 2013
    Gestern riefen die Jackson Anwälte Michaels Neffen T.J. Jackson in den Zeugenstand. T.J. Jackson ist der jüngste Sohn von Michaels Bruder Tito Jackson und gegenwärtig Vormund von Michaels drei Kindern zusammen mit Katherine Jackson.
    Als AEG Live Anwältin Jessica Stebbins Bina T.J. während des Kreuzverhörs fragte, ob er glaube, dass Michael ermordert worden sei, sagte er: “Das tu ich. Ich glaube das, weil er mir und meinen Brüdern ein paar Mal gesagt hatte, dass man ihn umbringen will. Er sagte, nur allein wegen seiner Stellung war er ein Ziel”, so T.J.
    Zuvor hatte T.J. unter anderem über den Mord seiner Mutter, Delores Jackson, vor 19 Jahren gesprochen. “Meine Mutter wurde auch wegen Geld umgebracht.” Anfangs wurde der Tod von Delores Jackson, die sich 1993 von Tito hatte scheiden lassen, als Unfall angesehen. Sie ertrank in einem Swimming Pool. Der Fall wurde dann jedoch 1995 auf Initiative von T.J. und seinen zwei Brüdern wieder eröffnet und es wurde gegen einen Mann Anklage wegen widerrechtlicher Tötung erhoben. Drei Jahre später wurde der Mann wegen Totschlags zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.
    T.J. sagte auch aus, welche verheerenden emotionalen Konsequenzen der Tod von Michael Jackson für seine drei Kinder gehabt hat. “Er war einfach alles für sie“, so T.J. “Der Verlust meines Onkels hat Paris auf eine andere Art und Weise getroffen als Prince und Blanket und es ist sehr hart für sie.
    Aber wir lieben sie und tun, was immer wir können”, so T.J. Er sagte, er habe keine Worte um zu beschreiben, was Paris durchmache. Es sei hart.
    “Sie war Daddys Mädchen. Mein Onkel war die Welt für sie. Mein Onkel hat ihnen so viel Liebe gegeben und seit er nicht mehr da ist, hat es Paris sehr schwer, alle haben’s schwer”. Michaels jüngster Sohn Blanket, der 7 Jahre alt war, als sein Vater gestorben war, “hatte sich immer um Michaels Bein geklammert, er war sehr schüchtern." Wo immer mein Onkel war, Blanket war neben ihm. Mein Onkel hat Blanket alles bedeutet”, so T.J.
    Was Michaels Sohn Prince betrifft, der am Tag zuvor ausgesagt hatte, sagte T.J., dass er Michaels “kleiner Assistent” war. “Er war für sein Alter sehr reif, sehr intelligent. “Mein Onkel hatte ihn für Sachen vorbereitet”, als er mit ihm über Geschäfte sprach. Als Vormund von Michaels Kindern müsse er sie ständig vor auflauernden Paparazzis schützen, die Fotos von den Kinder machen wollen. “Um ehrlich zu sein, es nervt total. Es ist schlimm”, so T.J. Er schlug vor, dass es ein neues Gesetz geben sollte, das Kinder von Prominenten vor Fotografen schützen sollte. “Es macht alles nur schwieriger für die Kinder, um trauern, sich vom Verlust erholen und mit dem Leben weitermachen zu können”, sagte T.J.
    Quellen: jackson.ch, cnn.com Sharen mit: Facebook Twitter

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  • 2. Juli 2013
    Am letzten Freitag fuhr AEG Live Anwalt Marvin Putnam mit seinem Kreuzverhör von Karen Faye fort.
    Gestern rief Jackson Anwalt Brian Panish mit Personalberaterin Jean Seawright eine weitere Expertenzeugin für die Jackson Seite in den Zeugenstand.
    Am letzten Freitag wurde Karen Faye, Michaels langjährige Hair & Make-up Artist und langjährigen gute Freundin, nach sieben Wochen seit ihrer ersten Befragung zurück in den Zeugenstand gerufen.
    AEG Lives Anwalt Marvin Putnam wollte mit seinem Kreuzverhör weiterfahren, das sieben Wochen zuvor abgebrochen wurde. Was Putnam mit seiner Befragung bezweckte bzw. für seine Seite herausholte oder holen wollte, ist (auf jeden Fall auf den ersten Blick) nicht ersichtlich. Es gab, wenn man den Bericht der LA Times liest, weder neue Informationen noch kam es soweit, dass Karen frühere Aussagen ihrerseits widerrief bzw. korrigierte. Ein Grossteil der Befragung schien sich um die diversen Perücken von Michael drehen. Weshalb das von Interesse und vor allem von Relevanz sein soll, das wissen die (AEG) Götter.
    Gestern rief Jackson Anwalt Brian Panish einen weiteren Experten für ihre Seite in den Zeugenstand: Jean Seawright, eine Personalberaterin. Seawright sagte aus, dass nach Durchsicht der Unterlagen, AEG Live es unterlassen hatte, das angemessene Anstellungsprozedere bei der Wahl von Conrad Murray anzuwenden, ungeachtet dessen, ob er als Angestellter von AEG Live oder als selbständiger Unternehmer betrachtet wird. Conrad Murrays Rolle wurde von Seawright als eine Position mit “sehr hohem Risiko” beschrieben, wenn man die damit verbundenen Pflichten in Betracht zieht (inkl. Zugang zur Krankengeschichte von Michael Jackson und dessen privates Leben).
    Ein Unternehmen, das sich korrekt verhält, wenn es um die Personalanstellung geht, wägt die Risiken ab, die mit der Stelle verbunden sind. Als Brian Panish seine Zeugin fragte, ob sie der Meinung sei, dass AEG Live dies gemacht habe, antwortete sie, dass sie keine Beweise gesehen habe, die dies bestätigen würden.
    Wie bereits einige Male zuvor, wurde auch hier die E-Mail von AEG Live CEO Randy Phillips an Kenny Ortega zum Diskussionspunkt. Es handelte sich um die E-Mail, in der Phillips Ortega geschrieben hatte, dass Murray ein sehr erfolgreicher Arzt wäre und sie jeden, den sie anstellen überprüfen. Phillips schrieb in der E-Mail auch, dass Murray diesen Job nicht brauche und er daher total unbefangen sei. Gemäss Seawright weise die E-Mail darauf hin, dass Phillips die Kriterien für diesen Job kannte und dass AEG ein Prozedere aufgesetzt hatte, um (potentielle) Mitarbeiter zu überprüfen. Sie habe jedoch in den Unterlagen nichts gesehen, dass bestätigen könnte, dass AEG damals Murrays Background überprüft hatte. Und nun hätten sie, salopp gesagt, den Salat.
    Quellen: jackson.ch, latimes.com, teammichaeljackson.ch


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  • Hinweis!
    Ich kopiere die Berichte des Schweizer Forums lediglich hierher.
    Habe also keinen Einfluß darauf wie die Berichterstattung von ihnen übersetzt wird.

    Falls da also Diskussionsbedarf besteht, kann der entsprechende Teil ja kopiert und im Diskussionsthread besprochen werden.
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  • 9. Juli 2013
    Letzte Woche war es, wie die treuen und regelmässigen Leser unter Euch sicherlich gemerkt habt, recht ruhig oder zumindest unspektakulär, so dass sich die vom Prozess berichtenden Journalisten von der LA Times und CNN mal mit gutem Gewissen eine kleine Pause gönnten.
    Wie es scheint, hat letzte Woche abgesehen von der Personalberaterin Jean Seawright nur noch Dr. Sidney Schnoll, ein weiterer Expertenzeuge für die Jacksons ausgesagt. Dr. Schnoll ist ein Spezialist für Suchtverhalten.
    Er hat während seiner Aussage ein Bild von Michael Jackson gezeichnet, das einem typischen Schmerzpatienten entspricht. Dr. Schnoll hatte in Vorbereitung seiner Aussage Michael Jacksons Krankengeschichte von 1993, als Michael das erste Mal öffentlich seine Probleme mit Schmerzmitteln eingestand, bis zu dessen Tod studiert gehabt. Nach der Meinung von Dr. Schnoll war Michael Jackson medikamentenabhängig. Es gab jedoch keine ausreichende Beweise dafür, dass Michael Jackson abhängig war, dh. eine Person war, die Medikamente einnahm, um “high” zu sein. Dr. Schnoll sagte auch aus, dass die Unterlagen über Michael Jacksons Krankheitsgeschichte aufzeigten, dass seine diversen Behandlungen berechtigt bzw. angemessen waren und dass Michael Medikamente niemals missbraucht habe.

    Dies habe sich jedoch geändert, als er sich für die “This Is It” Tour vorbereiten zu begann — zur gleichen Zeit also als Conrad Murray als Michaels persönlicher Arzt in Aktion trat.
    Michael Jacksons Symptome bei den Proben Mitte Juni (Kälteschübe, triefende Nase) waren gemäss Dr. Schnoll kennzeichnend für den Entzug vom Schmerzmittel Demerol. Conrad Murray, so Dr. Scholl, habe jedoch versagt, dies richtig zu diagnostizieren. Unter dem Kreuzverhör sagte der Zeuge dann aus, dass die Daten nicht mit Michaels Demerolbehandlung übereingestimmt haben. Es wäre schwierig zu sagen, ob Michael Jackson zu jener Zeit von Demerol abhängig gewesen sei.

    Während Dr. Scholl dem Jackson Anwalt gegenüber sagte, dass Michael noch ein langes, gesundes Leben vor sich gehabt hätte, berichtigte er unter dem Kreuzverhör der AEG Anwälte seine Aussage dahingehend, dass diese Prognose davon abhängt, ob Michael Jackson für seine Medikamentenabhängigkeit hätte geholfen werden können.
    Als die Geschworenen den Gerichtssaal verlassen hatten, warnte die vorsitzende Richterin die beiden Anwälte ferner, dass diese ihre Verwarnung ernst nehmen sollen oder es sonst zu einem ergebnislosen Prozess (dh. zu einem vorzeitigen Abbruch ohne Urteil der Geschworenen) kommen könnte.
    Grund für diese Ermahnung war eine Zeugenaussage der Personalberaterin am letzten Dienstag. Jean Seawright hatte nämlich ausgesagt, dass ihrer Meinung nach, AEG Conrad Murray angestellt hatte. Richterin Palazuelos stellte jedoch klar, dass es an den Geschworenen liege zu beurteilen, ob Conrad Murray von AEG Live angestellt wurde oder nicht. Entsprechend hätte die Expertenzeugin nicht nach ihrer Meinung gefragt werden dürfen.
    Quellen: jackson.ch, abclocal.go.com

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  • 10. Juli 2013
    Am Montag hat Dr. Stuart Finkelstein ausgesagt bzw. die Anwälte zeigten den Geschworenen seine eidesstattliche Zeugeneinvernahme vom Februar via Video.
    Dr. Finkelstein, der jetzt ein Facharzt für Suchtverhalten ist, war während der Dangerous Tour 1993 dabei und sein Job war es, sich um die Crew zu kümmern.
    Zur Erinnerung: Paul Gongaware, der jetzige (Co-)CEO von AEG Live war damals der zuständige Tour Manager.
    Gemäss Aussage traf Dr. Finkelstein Michael Jackson zum ersten Mal, als er während des Aufenthalts 1993 in Bangkok in Michaels Suite gerufen wurde. Michael hatte Schmerzen und man (es wurde nicht spezifiziert, wer damit konkret gemeint war) setzte ihn mit Michaels Arzt, Allan Metzger, in Los Angeles telefonisch in Verbindung. Metzger sagte Finkelstein, dass Michael heftige Kopfschmerzen hatte und Finkelstein ihm ein entsprechendes Schmerzmittel verabreichen solle. Dieser wollte Michael Jackson Demerol spritzen, was jedoch aufgrund von harten Vernarbungen (aufgrund früherer Injektionen, so Finkelstein) am Gesäss nicht möglich war. Da eine Spritze zu dem Zeitpunkt nicht möglich war, verabreichte der Arzt Michael während den nächsten 24 Stunden Morphium über einen IV-Drip . Danach konnte Michael wieder auftreten. Nachdem jedoch ein zweites Konzert in Bangkok verschoben worden war (die tragischen Hintergründe dafür sind uns allen ja bestens bekannt), traf Dr. Finkelstein sich mit dem Promoter Marcel Avram und einem Pressesprecher. Letzterer sagte Finkelstein, dass die offizielle Version laute, dass Michael Jackson dehydriert sei, was gegenüber CNN dann auch als Erklärung abgegeben wurde. Finkelstein sagte auch aus, dass er damals den Konzertveranstaltern gesagt hatte, dass Michael Jackson medikamentensüchtig war, ihm aber niemand geglaubt hatte. Insbesondere hatte er Gongaware gesagt, dass Michael Jackson von Opiaten abhängig war.
    Daraufhin hatte Gongaware ihm gesagt, er soll kein Dr. Nick spielen — eine Anspielung auf den Arzt, der Elvis Presley mit rezeptpflichtigen Medikamenten belieferte, die am Ende zu seinem Tod führten.
    Finkelstein sagte aus, dass Gongaware und er im 2009 fünf bis zehn Gespräche geführt hätten, wobei es darum ging, ob Finkelstein bei der “This Is It” Tour mitarbeiten würde. Finkelstein sagte, er habe für diesen Job ein Gehalt von USD 40’000 pro Monat verlangt; er wurde jedoch am Ende nicht angestellt.
    Seit Montagnachmittag ist Kenny Ortega im Zeugenstand. Thema am Montag war erst einmal Michael Jacksons kreative Seite, seine Stimme, seine Lieder und seine Tänze. Am Dienstagnachmittag wurde mit Ortegas Befragung fortgefahren. Wir werden morgen darüber berichten. Gespannt sein dürfen wir insbesondere was Kenny Ortega betreffend das “Notfalltreffen” bei Michael zu Hause, wenige Tage vor dessen Tod, zu sagen hat. Denn Randy Phillips sagte zuvor aus, dass er sich nicht mehr so genau daran erinnern könne, Conrad Murray hat sich auf den Verfassungszusatz betreffend sein Aussageverweigerungsrecht berufen und Frank DiLeo, der damals auch anwesend war, ist mittlerweile verstorben.
    A propos Frank DiLeo. Im Laufe des heutigen Prozesstages wird auch das Thema von Frank DiLeos Computer (nochmals) besprochen werden.
    Scheinbar ging das Ganze nicht ganz so reibungslos zu und her. Der Computer wurde dem Gericht bis Ende letzte Woche noch immer nicht übergeben. Die Witwe und Tochter von Frank DiLeo hatten nun bis Montag Zeit, dem Gesuch nachzukommen und dem Gericht den Computer auszuhändigen oder sie müssen wegen Missachtungs des Gerichts damit rechnen, dass sie ins Gefängnis kommen. Auf die Daten/E-Mails von DiLeos Computer darf man wahrlich sehr gespannt sein. Quellen: jackson.ch, latimes.com, cnn.com, huffingtonpost.com


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    "When people's minds are clouded by anger or hatred, no angel can reach them". ~Michael Jackson~
  • 11. Juli 2013
    Seit Montag war Kenny Ortega, der Regisseur der “This Is It” Show im Zeugenstand. Gestern haben wir bereits kurz darüber berichtet. Nachdem es beim ersten Teil der Befragung generell um die kreative Seite von Michael Jackson ging, konzentrierten sich die Fragen am Dienstagnachmittag und gestern auf die “This Is It” Vorbereitungen, insbesondere auf die letzten Wochen und Tage vor Michaels Tod. Kenny Ortega konnte einige Mal seine Tränen nicht verdrängen und musste sogar einmal die Richterin um eine Pause bitten. “Es geht mir gerade nicht gut. Kann ich eine kurze Pause machen?” Richterin Palazuelos erlaubte Kenny Ortega, dass er sich für ein paar Minuten allein in den Geschworenenraum zurückziehen konnte, um sich wieder zu beruhigen. Insbesondere im Zusammenhang mit seinen Aussagen betreffend Michael Jacksons letzten Tage kamen Kenny Ortega immer wieder die Tränen.
    Auch Michaels Mutter Katherine musste weinen, als sie Kenny zuhörte.
    Nach einer schwachen Probe am 13. Juni 2009 und nachdem Michael am Tag darauf dann gar nicht zu den Proben erschien, schrieb Kenny Ortega eine E-Mail an Paul Gongaware, co-CEO von AEG Live: “Warst Du Dir bewusst, dass MJs Arzt ihn gestern nicht zu den Proben gehen liess? Wissen das Randy (Phillips) und Frank (DiLeo)? Bitte sorge dafür, dass sie sich um MJs Gesundheit kümmern, ohne in MJs Privatsphäre einzudringen. Es wäre vielleicht eine gute Idee, mit seinem Arzt zu sprechen, um sicherzustellen, dass MJ alles hat, was er braucht”.
    Später sagten die AEG Leute Ortega, dass sie sich mit Murray getroffen hatten und den Arzt damit beauftragt hatten, dafür zu sorgen, dass Michael zu den Proben erscheint. Ortega bekam auch die Natelnummer von Conrad Murray, falls er von diesem wissen musste, ob Michael zu den Proben kommt.
    Als Michael Jackson eine ganze weitere Woche nicht zu den Proben erschien, rief Ortega Murray an und sie telefonierten eine halbe Stunde lang. “Er sagte mir”, so Ortega über Murray, “er arbeitete einen Plan aus; dieser funktioniere aber nicht”.
    Als Michael am 19. Juni zu den Proben erschien, “schien er verloren, kalt und verängstigt”, so Ortega. “Ich sah einen Michael, der Angst hatte; ein Michael, der zitterte und dem kalt war. Ich dachte, da gibt es irgendein emotionales Problem, ein tiefgründiges emotionales Problem, aber auch ein körperliches Problem. Er schien zerbrechlich”.
    Wie wir vom Schlafexperten erfahren hatte, deuteten diese Symptome darauf hin, dass Michael Jackson über lange Zeit hinweg keinen richtigen Schlaf (mit dem notwendigen Zyklus) erhalten hatte. Schliesslich handelte sich bei Propofol um ein Narkose- und kein Schlafmittel.
    Kenny Ortega überzeugte Michael Jackson dann, an diesem Abend nicht aufzutreten, weil er Angst hatte, dass Michael sich verletzen könnte. Michael stimmte dem Vorschlag zu und schaute sich die Proben an, während sein Choreograph Travis Payne Michaels Rolle auf der Bühne einnahm. Michael Jackson, so Ortega, habe ihm gegenüber an dem Abend immer wieder gesagt, dass er ihn bitte nicht verlassen solle. “Michael hatte Angst gehabt, dass ich ihn im Stich lassen oder den Job kündigen würde”, so Ortega.
    Da man nur noch 12 Tage Zeit hatte für Proben, bevor man sich nach London begab, befürchtete Ortega, “dass alles, an dem wir zusammen gearbeitet hatten, Michael und ich — dieser Traum, dieser Wunsch — wie ein Kartenhaus zusammenbrechen würde”.
    An jenem 19. Juni hatte Ortega das Gefühl, dass sie die Produktion stoppen sollten, aber er war hin und her gerissen, weil er Michaels Herz nicht brechen wollte. In der Nacht vom 19. Juni und am folgenden Morgen schrieb Kenny Ortega den AEG Leuten einige E-Mails, in denen er diese warnte, dass sie für Michael professionelle Hilfe anfordern sollten. Aufgrund dessen kam es dann am 20. Juni 2009 zu dem bereits mehrfach erwähnten Treffen bei Michael zu Hause.
    Murray hatte Ortega an dem Meeting wütend konfrontiert. “Er sagte, ich hätte kein Recht, Michael nicht proben zu lassen; dass Michael sowohl körperlich als auch emotional durchaus fähig wäre, all seine Pflichten als Performer wahrzunehmen und ich sollte ein Regisseur sein und nicht einen Amateurarzt oder -psychologen spielen”, so Ortega über Murray.
    Die nächsten Proben waren dann am 23. Juni und ein total anderer Michael Jackson sei an jenem Tag zu den Proben erschienen. “Es war ein Wunder”, so Ortega. “Ich war so erfreut über Michaels riesen Energie, seinen mentalen Zustand und seinen Enthusiasmus. [...] Es war unglaublich”.
    Wie wir mittlerweile wissen, war diese Verfassungsänderung dem Umstand zuzuschreiben, dass Conrad Murray Michael Jacksons Propofolbehandlung nach 60 aufeinander folgenden Nächten, an denen das Mittel verabreicht worden war, (vorläufig) eingestellt hatte.
    Den Geschworenen wurde anschliessend das Video von den Probeaufnahmen vom “Earth Song” gezeigt — dem Song, den Michael Jackson am 24. Juni 2009 zuletzt peformt hatte.
    Am darauffolgenden Tag — Kenny war bereits wieder im Staples Center für die Proben — erhielt er einen Anruf von Paul Gongaware: “Unser Junge ist tot”. “Ich glaube, ich befand mich im Schockzustand”, so Ortega. “Ich wollte glauben, dass dies irgendein Spinner sei am Telefon,” sagte Ortega weiter.
    Bereits am Dienstagnachmittag sagte Kenny Ortega aus, dass er es sich zweimal überlegt hätte, ob er die Stelle als Regisseur für die “This Is It” Shows annehmen sollte, nachdem er erfahren hatte, was sich kurz vor dem Auftritt Michaels bei der Ankündigung der Konzerte in London im März 2009 abgespielt hatte.
    Die AEG Manager hatten Kenny Ortega über diesen Vorfall nicht informiert gehabt, als sie ihn wenige Tage später nach der Pressekonferenz fragten, ob er bei den ”This Is It” Show Regie führen möchte. Hätte er gewusst, wie sich die Konzertvorbereitungen physisch und emotional auf Michael auswirken würden, hätte er den Job wahrscheinlich nicht angenommen, so Ortega.
    Quellen: jackson.ch, cnn.com, latimes.com


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    "When people's minds are clouded by anger or hatred, no angel can reach them". ~Michael Jackson~
  • 14. Juli 2013
    Am Donnerstag wurde Michael Jacksons Neffe und Titos Sohn Taj in den Zeugenstand gerufen. Dessen Bruder T.J. hatte bereits am 30. Juni ausgesagt.
    Taj sprach unter anderem über die herzliche Beziehung zwischen Michael und seinen drei Kindern. Um die liebevolle Beziehung näher zu illustrieren, wurden den Geschworenen unter anderem zwei handschriftliche Notizen vorgelesen, die man nach Michael Jacksons Tod in dessen Schlafzimmer gefunden hatte.
    AEG erhob Einspruch gegen die Zulassung der Notizen als Beweismaterial, da nicht ersichtlich wäre, von wann diese stammten. Dem Einspruch wurde jedoch nicht stattgegeben. Die eine Notiz stammte von der damals 11-jährigen Paris Jackson:
    “Lieber Daddy, ich liebe Dich so sehr & ich bin so glücklich, dass ich eine Gutenachtumarmung bekommen hab. Schlaf gut. Ich liebe Dich und gute Nacht. Bis morgen. XOX gute Nacht. Viel Liebe Paris Jackson”.
    Die zweite Notiz stammte von Michael selbst. Er schrieb: “Worte von Blanket, meinem Sohn, 6 Jahre jung. ‘Was sind Deine Lieblingsbuchstaben, Daddy? Meine sind ‘G’ für Gott und D für Daddy’. 6 Jahre alt. Blanket”. Diese Notiz, so die Anwältin der Jacksons zu den Geschworenen, zeige insbesondere, wie wichtig Michael seine Kinder waren; denn er hatte sich die Zeit genommen, die Worte seines jüngsten Sohnes niederzuschreiben.
    Die liebevolle Beziehung zwischen Michael und seinen Kindern ist insofern von Bedeutung in diesem Prozess, da falls die Geschworenen AEG Live für den Tod von Michael Jackson haftbar machen, sie den emotionalen Verlust, den die drei Kinder dadurch erlitten haben, mittels eines Geldbetrags bemessen müssen.
    AEG Live hatte sich übrigens erneut ein riesen Ei gelegt am Donnerstag. So hatte die AEG Anwältin im Kreuzverhör Nancy Grace, eine TV-Reporterin, mit Grace Rwaramba, dem ehemaligen Kindermädchen der Jacksons, verwechselt. Taj hatte gerade die enge und liebevolle Beziehung zwischen Michael und seinen Kindern beschrieben, als ihn die AEG Anwälten fragte, ob er denke, dass Grace Rwarambe manchmal unehrlich war. Die Jackson Anwälte erhoben zuerst Einspruch gegen diese Frage, da sie nicht relevant sei für diesen Fall. Die Richterin gab dem Einspruch jedoch nicht statt und sie wies Taj auf, die Frage zu beantworten. “Ich habe sie nicht als unehrlich empfunden”, so Taj.
    Die AEG Anwälten zeigte daraufhin eine TwitLonger Nachricht von Taj, die — so dachte sie zumindest — die Aussage von Taj hätte diskreditieren sollen. In jener Nachricht vom 11. Dezember 2011 hatte Taj darüber geschrieben, wie ihm der Journalist Roger Friedman zuwider sei. Er nannte ihn “Anti-Jackson” und eine “falsche Schlange”. Zudem schrieb Taj darin: “Sorry… aber es gibt da ein paar Leute, die mich echt anwidern. Und für mich gehört er in die gleiche Kategorie wie Grace, Dimond und Bashir”. Ob diese Nachricht nun sein Gedächtnis aufzufrischen vermochte, fragte die AEG Anwältin Taj. “Das ist nicht das Gleiche. Damit ist Nancy Grace gemeint!”, stellte Michaels Neffe richtig. Der Gerichtssaal brach in lautes Gelächter aus und er brauchte ein paar Sekunden, bis wieder Ruhe eingekehrt war. Wenn man bedenkt, was für sie alles auf dem Spiel steht, macht AEG Live seit Prozessbeginn im April so einen amateurhaften, wenn nicht sogar schlichtwegs dummen Eindruck. Man kann es kaum glauben.
    Am Montag soll ein weiterer Experte für die Jacksons aussagen: Buchhalter Arthur Erik. Wie es heisst, soll die Jackson Seite nächste Woche ihre letzten Zeugen befragen. Anschliessend ist AEG Live mit ihren Zeugen dran. Wir dürfen ja gespannt sein, wie sie sich vorstellen, das Ruder noch umdrehen zu können – vor allem wenn sie so weitermachen wie bisher. AEG Lives Konkurrenz lacht sich ja kaputt, wenn sie diesen Prozess soweit mitverfolgt hat. Und sie können sich dieses Jahr definitiv viel Marketing und hohe Werbekosten ersparen.
    Quellen: jackson.ch, cnn.com, nydailynews.com


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    Blaue Blume schrieb:

    Hinweis!
    Ich kopiere die Berichte des Schweizer Forums lediglich hierher.
    Habe also keinen Einfluß darauf wie die Berichterstattung von ihnen übersetzt wird.

    Falls da also Diskussionsbedarf besteht, kann der entsprechende Teil ja kopiert und im Diskussionsthread besprochen werden.
    !!
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    "When people's minds are clouded by anger or hatred, no angel can reach them". ~Michael Jackson~
  • 19. Juli 2013
    Ein Experte für finanzielle Angelegenheiten im Musikbusiness, sagte aus, dass Michael Jackson mit einer Welt-Tournee, Merchandising und einer Show in Las Vegas (ohne persönliche Beteiligung) bis zu seinem 65. Geburtstag 1.1 bis 1.5 Milliarden US-Dollar hätte einnehmen können.
    Die Anwälte von AEG bemühen sich seit Dienstag, diese Zahlen massiv herunter zu schrauben. Dabei zeigten sie auch Aussagen von Katherine und Paris Jackson.

    Der Experte Arthur L. Erk präsentierte der Jury am Montag Hochrechnungen, wie viel Michael Jackson in 15 Jahren nach 2009 hätte einnehmen können. Er stützte sich dabei auf AEG E-Mails, die damals mit einer, auf die Londoner Konzerte folgende, Welt Tournee spekulierten. Erk, der bereits für Stars wie die Band Kiss, Britney Spears oder Notorious B.I.G arbeitete, und seine finanziellen Hochrechnungen als konservativ bezeichnete, sagte, er habe folgende Annamen getroffen:

    Eine 37-monatige Tour (mit längeren Pausen dazwischen) mit durchschnittlich zwei Konzerten pro Woche im zentralen Europa, Asien, Australien und in den USA. Zusätzlich Merchandisingverkäufe und Sponsoring. Ausserdem rechnete er mit einer zehnjährigen Show in Las Vegas die auf Michael Jacksons Musik basiert hätte, aber ohne dessen persönliche Teilnahme stattfinden hätte können. AEG verkaufte in nur fünf Stunden 750 000 Tickets für die Londonder This is it. Erk unterstrich, dass die Tickets in „Rekord brechender Zeit“ verkauft wurden, was es noch nie zuvor gab und auch bisher nicht übertroffen wurde. Arthur Erk zeigte der Jury eine Statistik von Billboard über die Touren im Jahr 2009 mit den höchsten Einnahmen, angeführt von U2, Madonna und Paul McCartney. Jackson hätte sie alle geschlagen. „Michael Jackson war in einer Klasse für sich selbst. Er war bekannt als der King of Pop. Da gibt es niemanden, der an ihn ran kommt“, so Erk.
    Erks Prognose zog auch extravagante Ausgaben Jacksons von USD 134,386,236 in seine 15 Jahre Berechnung mit ein. Bis Michael 65-jährig in den Ruhestand hätte treten können. Erks Prognose ignorierte aber Michael Jacksons Tantiemen für dessen bisherigen Alben und Kompositionen, da er diese Einnahmen so oder so gehabt hätte.
    Letzteres kommentierte Kevin Boyle, einer der Anwälte der Jacksons. Erk hatte der Jury Michael Jacksons Verkaufszahlen vor Augen geführt: So habe Thriller weltweit 65 Millionen abgesetzt, Bad 45 Millionen, Dangerous 32 Millionen, Off The Wall und HIStory 20 Millionen und Invincible 13 Millionen. „Wenn man dies historisch betrachtet, so hat er eine gewaltige Fan Basis“, sagt Arthur Erk.
    Obwohl MJ nur für die Londoner Konzerte unterschrieben hatte, hoffte AEG, Michael würde im Anschluss einer Welt Tournee zustimmen. In einer E-Mail schrieb Randy Phillips nach dem rekordbrechenden Ticketverkauf: „Wir hätten basierend auf die Nachfrage über 200 Shows machen können. Wichtige Stars wie Coldplay, Akon, Blackeye Peas, etc. wollen supporten.“
    Die Anwälte von AEG präsentierten dann am Mittwoch Dokumente, die zeigten, dass AEG Live LLC im September 2008 Pläne für eine 186 Konzerte umfassende Welttournee Michael Jacksons in Europa, Indien, Australien und in den USA entwarfen. AEG spekulierte, dass MJ durch die Auftritte 132 Millionen eingenommen hätte. Diese Summe wäre einiges tiefer, als diejenige von Arthur Erk, der für 260 Konzerte mit 835 Millionen gerechnet hatte. AEG unterstrich auch, dass der King of Pop Anfang 2009 nur für die Londoner Konzerte unterschrieben hatte und (noch) keinen weiteren Gigs zugestimmt hatte, obwohl diese Option im Vertrag festgehalten war.
    Mit den Konzerten in London hätte Michael zwischen 22 und 30.7 Millionen Dollar verdienen können. Sponsorverträge waren damals keine vorhanden. Die Verteidigung zeigte der Jury ein Video von Paris Jackson, in dem sie sagte, dass ihr Vater nach den Londoner Konzerte nicht mehr auftreten hätte wollen, aber eine Welttour mit seinen Kindern in Betracht zog. „Hat er dir erläutert, wie lange die Tour dauern sollte?“, so die Frage von Putnam in der vorgängigen Befragung. „Ich nehme an eine lange Zeit, seitdem es eine Welttour war, aber diese dauern gewöhnlich lange“, so Paris. „Wie kamst du darauf, dass es eine Welttour war?“- „Weil er es uns erzählte“, so Paris. „Dass wir rund um die Welt auf Tour gehen werden.“ Paris berichtete zuvor: „Er hatte noch immer eine Menge Musik, an der er noch immer arbeitete, aber auf eine Art musste er sich ausruhen.“
    Am Dienstag sagte die AEG Anwältin Sabrina Strong zum Experten der Jacksons, er habe Michaels Geschichte völlig ignoriert. So sei Michael verklagt worden, da er Konzerte abgesagt hatte (nach dem Jahr 2000, Anm.). und er habe eine Medikamentenmissbrauchs-Geschichte gehabt. Ausserdem sei seine Popularität durch den Kindsmissbrauchsprozess im Jahr 2005 minimiert worden, oder etwa wegen dem „Baby über den Balkon halten“-Skandal in Berlin.
    Arthur Erk war damit nicht einverstanden und meinte, die This is it Tour wäre eine aussergewöhnliche Tour geworden. Und spätestens während der Welttournee wäre sein Ruf reputiert gewesen, so Erk. Die Rekorde brechenden This is it Ticketverkäufe hätten gezeigt, dass das Interesse am King of Pop keinesfalls geschwunden war.
    AEG Anwältin Strong erinnerte daran, dass MJ gemäss ihrem Zeugen und stellvertretendem AEG Vorsitzenden Paul Gongaware, durch die HIStory Tour keine Gewinne gemacht hätte. Dies obwohl die HIStory Tournee die Tour mit den höchsten Brutto-Einnahmen war. (165 Millionen durch Ticketverkäufe der 82 Konzerte und Merchandising).
    Ausserhalb des Gerichtsgebäudes sagte Erk den Reportern, dass Michael keinen Gewinn machte, da er 85 Prozent seiner Einnahmen für wohltätige Zwecke gespendet habe. Ein anderer Journalist wollte wissen, was er dazu meine, dass AEG die Missbrauchsvorwürfe erwähnt hatte: „Sie können alles erwähnen. Wir sind bereit.“ Die AEG Anwältin Strong unterstrich auch, dass Erk Michaels Schulden von 400 Millionen Dollar und die drohende Zwangspfändung vom Encion Anwesen der Jacksons (in Michaels Besitz) ignoriert hatte. Sie erläuterte, dass Michaels Sony/ATV Anteil mit einem 320 Millionen Kredit belastet war. Ausserdem erwähnte sie die Behauptungen eines früheren Managers von MJ, dass Michael pro Jahr zwischen 20 und 30 Millionen mehr ausgebe, als einnehme.
    Erstmals wurde im Gerichtssaal eine (vorgängig aufgenommene) Aussage von der Klägerin Katherine Jackson gezeigt. Darin sagte Katherine, dass Michael ihr gesagt hätte, den Moonwalk mit 50 Jahren nicht mehr zeigen zu wollen. Sie sei überrascht gewesen, als ihr Sohn die This is it Konzerte angekündigt hatte.
    Bezüglich den erwähnten Aussagen von Paul Gongaware: Dieser hatte Ende Mai ausgesagt, dass Michael in der ersten Hälfte der HIStory Tour 26 Millionen verloren habe. Er sei dann für die letzten 40 Konzerte der zweiten Tourhälfte ins Organisationsteam geholt worden, um Kosten zu kürzen. Gongaware bezeichnete HIStory als eine der anspruchvollsten Touren und Michaels Auftritte als „sensationell.“
    Quelle: jackson.ch, latimes.com, cnn.com, bbc.co.uk, nydailynews.com


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    "When people's minds are clouded by anger or hatred, no angel can reach them". ~Michael Jackson~
  • 21. Juli 2013

    Seit Freitag ist Katherine Jackson, Michaels Mutter, im Zeugenstand. Ihre Aussage wird am Montag fortgesetzt und es wird angenommen, dass sie die letzte Zeugin der Jackson Seite sein wird. Anschliessend wird AEG Live seine Zeugen aufrufen. AEG Anwalt Putnam liess diese Woche verlauten, dass sie 30 Prozesstage dafür beanspruchen werden. Dh. der Prozess wird definitiv nicht Anfang August beendet werden, wie ursprünglich angenommen, sondern kann sich nun noch bis Mitte September ziehen.

    “Am schwierigsten ist es, hier im Gerichtssaal zu sitzen und all die schlechten Dinge über meinen Sohn zu hören”, so Katherine. “Zahlreiche Fakten, die hier erzählt wurden, entsprechen nicht der Wahrheit”, sagte Katherine. Zum Beispiel stimme es nicht, dass Michael faul war, wie in einer E-Mail von AEG bezüglich Michaels Konzertvorbereitungen stand. Vor allem aber beanstandete Katherine eine E-Mail vom Leiter der Rechtsabteilung von AEG Lives Muttergesellschaft, in der dieser Michael “Freak” nannte.

    “Michael ist nicht hier, um für sich selbst zu sprechen”, aber sie werde ihr Bestes tun, um dies für ihn zu tun. Als die Jackson Anwälte Katherine befragten und den Geschworenen ein Video von klein Michael gezeigt wurde, in dem er performte, hörten die Geschworenen aufmerksam zu.

    “Wieso sind Sie hier”, fragte Brian Panish seine Zeugin. “Weil ich wissen will, was meinem Sohn wirklich zugestossen ist. Deshalb bin ich hier”, so Katherine. Wie sie sich gefühlt hatte, als sie bei der eidesstattlichen Zeugeneinvernahme vor Prozessbeginn während 12 Stunden AEG Anwalt Putnams persönliche und bohrende Fragen hatte beantworten müssen, fragte Panish. “Ich fühlte mich schlecht dabei, denn mein Sohn war ein sehr guter Mensch. Er liebte alle, er spendete für wohltätige Zwecke, er war im Guiness Book of World Records für seine Spenden”, so Katherine.

    Marvin Putnam musste sich der Herausforderung stellen, bei seinem Kreuzverhör von Katherine nicht unfreundlich zu erscheinen, jedoch gleichzeitig für seine Seite ihre Zeugenaussage zu diskreditieren. Als er Katherine fragen wollte, warum sie Kenny Ortega anfangs auf der Zeugenliste für die Jacksons hatte, dann aber strich, unterbrach ihn Katherine, dass er dies vergessen solle. Was solle er vergessen, fragte Putnam. Katherine Jackson blieb für ca. eine Minute ruhig und starrte Putnam an. Dieser fragte sie dann, ob es helfen würde, wenn er ihr seine Frage nochmals vorlesen liesse. Nein, das wäre nicht hilfreich, so Katherine. Die Richterin liess die Frage dann vom Gerichtsprotokoll streichen, da die Antwort privilegierte Gespräche mit ihren Anwälten betreffen würde.

    Nach der Mittagspause nahm Katherine wieder Platz im Zeugenstand. Kurz nachdem AEG Anwalt Putnam sie weiter befragte, sagte sie jedoch der Richterin, dass sie müde sei. Die Geschworenen wurden entlassen und Katherine Jackson kann am Montagmorgen mit ihrer Aussage weiterfahren.

    Putnam hatte bereits in seinem Eröffnungsplädoyer angekündigt, dass sie den Fall der Jacksons als “lächerlich” bezeichnen und “nun werden wir damit anfangen zu zeigen, was hier wirklich passiert ist”. Wie die AEG Seite bei ihrem Eröffnungsplädoyer bereits angekündigt haben, werden sie “einige hässliche Sachen” aufzeigen und Michael Jacksons “tiefste und dunkelste Geheimnisse” an den Tag bringen.

    Auf die Frage von Richterin Palazuelos betreffend Putnams Pläne in Sachen Conrad Murray, antwortete dieser am Mittwoch, dass er nicht vorhabe, Murray in den Zeugenstand zu rufen — obwohl sie dies anfangs nicht ausgeschlossen hatten — es sei denn, dies sei notwenig. Conrad Murray, so sei erinnert, würde sich aber in dem Fall ziemlich sicher auf sein verfassungsrechtliches Aussageverweigerungsrecht berufen. Seine Anwältin hatte beiden Seiten vor Prozessbeginn ein entsprechendes Statement ihres Klienten mit diesem Inhalt abgegeben.

    Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass es am Dienstag wieder eine Kollision der beiden Anwälte, Brian Panish und Marvin Putnam, gab. Beide sprachen im Gang in ca. 5m Abstand zu einander mit der Presse, als sie plötzlich verbal auf einander los gingen. Ein Gerichtsbeamter unterbrach die hitzige Auseinandersetzung. Am nächsten Morgen rief die Richterin die beiden ins Richterzimmer und legte fest, dass diese inskünftig im Gang nicht mehr mit den Journalisten sprechen dürfen.

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    Für diejenigen, die interessiert sind an Katherines Gesamtaussage vom Freitag siehe hier de.scribd.com/doc/154896211/J...herine-Jackson für das Protokoll. An dieser Stelle möchten wir auf einen Spendenaufruf von teammichaeljackson.com aufmerksam machen. Die Protokolle werden privat verfasst. Dh. es reist jeden Prozesstag jemand vor Ort und notiert sich alles. Die Seite hat Tausende von Hits — da der Prozess nicht via TV übertragen wird, ist dies die einzige Möglichkeit, alles zu erfahren und sich einen eigenen Eindruck abseits der Medien zu verschaffen. Ohne Spenden, so kündigte teammichaeljackson.com an, werden sie nur noch die nächste Woche im Stande sein, vom Prozess zu berichten. Wer regelmässig Nutzen vom Service von teammichaeljackson macht, sei gebeten deren Aufwand mit einem finanziellen Beitrag zu unterstützen.
    Siehe hier teammichaeljackson.com/archives/9022 für weitere Infos.

    Quellen: jackson.ch, cnn.com, teammichaeljackson.com


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    "When people's minds are clouded by anger or hatred, no angel can reach them". ~Michael Jackson~
  • 23. Juli 2013
    Gestern wurde Katherine Jacksons Befragung fortgesetzt.

    Katherine Jackson hat in ihrer Aussage zu verstehen gegeben, dass Conrad Murray nur eine Teilschuld am Tod ihres Sohnes habe. AEG Live hätte kaltschnäuzig zugesehen, wie Michael in den Tagen vor seinem Tod “verkümmerte” und sie hätten vernachlässig, Unterstützung von aussen zu holen. “Sie hätten mich anrufen können. Er hatte nach seinem Vater gefragt. Mein Enkel sagte mir, dass Michael verängstigt war; er hatte nach Joseph gefragt”, erzählte Katherine unter Tränen.

    Katherine sagte auch aus, dass sie nicht glaube, dass ihr Sohn unter Medikamentenmissbrauch gelitten hatte und dass sie ihn nie “loopy” gesehen hätte.
    Als sie mit ihrem Interview aus 2010 mit Oprah Winfrey konfrontiert wurde, worin sie Oprah gegenüber sagte, dass sie die Behauptungen Michaels, dass er vollkommen “clean” gewesen sei, nicht abnahm, gab sie zu, dass sie “nicht wusste, was sie glauben sollte”.
    Als Putnam Katherine Jackson zu ihrem einzigen Gespräch mit Michael über seinen Medikamentengebrauch befragte, sagte Katherine, dass sie diese Frage nicht beantworten werde und beschuldigte Putnam, dass er beabsichtige, sie aus dem Konzept zu bringen. “Sie versuchen bloss, mich durcheinander zu bringen, damit Sie später etwas haben, worauf sie zurückkommen können”, so Katherine zu Putnam.

    Als Katherine zum ersten Mal vernahm, dass ihr Sohn Conrad Murray um Propofol bat, war sie überrascht. Sie sagte aber auch, dass auch wenn Michael Murray um Propofol gebeten hatte, dieser hätte nein sagen können.

    Man kam auch auf die Intervention der Jackson Familie auf Neverland im 2002 zu sprechen. Katherine sagte, Michael wäre nüchtern und aufgebracht gewesen über diese Aktion. “Es gab keine tiefgründige Diskussion oder so. Als wir dort ankamen, ging es ihm gut und er war verärgert. Es war etwas peinlich”, so Katherine. Putnam befragte Katherine dann zu einem offenen Brief, den die Familie im 2007 an die Medien geschrieben und den sie mitunterzeichnet hatte. In jenem Brief verneinte die Familie, dass Michael ein Medikamentenproblem hatte und dass es je zu einer Intervention gekommen sei. Wieso sie den Brief unterzeichnet hatte, wenn es nicht wahr war, fragte Putnam sie. “Ich wollte Sachen, die nicht der Wahrheit entsprachen ein Ende setzen“, sagte sie und erschien dabei leicht verwirrt.

    Putnam befragte Katherine Jackson auch zu ihrer Klage (gegen AEG), die sie ein Jahr vor dem Strafprozess gegen Conrad Murray eingereicht hatte.
    Sprachen Sie da jemals mit Ihren Enkelkindern über die Tatsache, dass Dr. Murray Michael Jackson im Schlafzimmer hinter verschlossenen Türen behandelt hatte”, fragte Putnam. “Nein”, antwortete Katherine. “Mrs. Jackson, Sie glauben doch, dass Dr. Conrad Murray teilweise verantwortlich ist am Tod Ihres Sohnes, nicht wahr?” “Natürlich”, sagte Katherine.

    Später sagte Katherine den Geschworenen, dass einige Fragen von Putnam während der eidesstattlichen Zeugeneinvernahme vor Prozessbeginn sie verärgert hatten. Unter anderem die Frage, ob ihr Mann, Joe Jackson, sie geschlagen hatte.

    Am Ende des Prozesstages sagte Putnam der NY Daily News gegenüber, dass er glaube, Katherine Jackson sei vor Michaels Tod im 2009 in der gleichen, uninformierten Position gewesen wie AEG Live. “Wie Katherine Jackson nun ausgesagt hat, war sie bezüglich des jahrzehntelangen Medikamentengebrauchs ihres Sohnes Michael Jackson im Dunkeln und sie ‘schliesst ihre Ohren’ wann immer jemand etwas Negatives über ihn sagt. Sie will nicht, dass irgend jemand oder irgend etwas die idealisierte Erinnerung durcheinander bringt, die sie von ihrem Kind, das sie verloren hat, hat. Wer kann es ihr verübeln?”

    Quellen: jackson.ch, nydailynews.com, cnn.com


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