Tier - und Umweltschutz - Demos, Petitionen, Veranstaltungen, Termine u.s.w.

    • @BlaueBlume soviel ich mitbekommen habe waren die Hunde nicht an Bord der Germanwings Maschine. Bestätigt wurde dahingehend nichts.
      Ich weiß, das der Flugpate der Hunde an Bord war, aber die Hunde selber nicht, da sie nicht ausreisefertig waren. Und es gibt Regelungen bei Germanwings, das Tiere nur mit in der Kabine transportiert werden dürfen. Hier mal die Richtlinien:

      germanwings.com/de/informieren…transport-von-tieren.html

      Demnach kann dahingehend Entwarnung gegeben werden. Die 5 Hunde waren nicht an Bord. Leider der Flugpate, der sie mit nach Deutschland genommen hätte. Habe mich informiert, als ich dein Bild sah, da mir der Gedanke an Tierschutzhunde und andere Tiere auch nicht aus dem Kopf ging.

      Gab wohl Probleme bei den Impfungen und deshalb waren sie nicht an Bord. Und Tiere dürfen nicht bei Germanwings in den Frachtraum und die Boxen für Galgos wären zu groß gewesen für mit in die Kabine. Mehr Infos habe ich dazu nicht.
    • @ Fallen Angel
      ich hatte dazu auch nur diese Info (vom 25.03.2015):
      En el vuelo siniestrado ayer en los Alpes viajaban cinco perros con destino a sus nuevos hogares en Alemania. Todos ellos iban acompañados por un voluntario alemán que se encargaba de apadrinar el traslado a sus nuevas vidas.

      Estos cinco perros procedentes de protectoras de España habían encontrado como muchos otros un nuevo hogar más allá de nuestras fronteras. La fatalidad ha hecho que su hogar ahora sea más allá del arco iris.

      Quelle: cocodiseno.es/a-dusseldorf-aleman...olaban-humanos/

      Inzwischen hat sich rausgestellt das gar kein Hund an Bord war.
      Die Organisation die einen Hund ausfliegen lassen wollte hat das aufgeklärt.
      Der Hund wurde nicht geflogen weil die Impfungen nicht alle vorhanden waren.
      Leider ist der Flugpate geflogen und somit verstorben. :kerze:
      ____________


      "When people's minds are clouded by anger or hatred, no angel can reach them". ~Michael Jackson~

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Blaue Blume ()

    • Ausbau der Mastanlage in Wabern-Zennern gestoppt

      Erinnert ihr euch noch an die Blitzaktion Ende 2014? Hier haben wir innerhalb nur 48 Stunden mehr als 20.000 Unterschriften GEGEN den Ausbau der Mastanlage im nordhessischen Wabern-Zennern gesammelt.
      Dies hat offenbar Wirkung gezeigt, denn der Betreiber der Mastanlage hat den Ausbau vorerst auf Eis gelegt. Der "öffentliche Druck" sei zu groß geworden, berichtet er.
      change.org/p/stoppen-sie-die-e…50-000-tiere/u/9486591%22
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      "When people's minds are clouded by anger or hatred, no angel can reach them". ~Michael Jackson~
    • Blaue Blume schrieb:

      Inzwischen hat sich rausgestellt das gar kein Hund an Bord war.
      Die Organisation die einen Hund ausfliegen lassen wollte hat das aufgeklärt.
      Der Hund wurde nicht geflogen weil die Impfungen nicht alle vorhanden waren.
      Leider ist der Flugpate geflogen und somit verstorben. :kerze:
      Genau diese Info hatte ich auch. Die Impfungen stimmten nicht. Aber auch, das die Hunde wohl die 8 kg Grenze überschritten hätten.
      Und das der Flugpate an Bord war.
      Ich bin froh, das kein Tier an Bord war. Schlimm genug das die 2 Babys niemals die Welt kennen lernen werden.
    • leider nur ein kleiner Teilerfolg, denn Mäuse werden weiter gezüchtet, nur für die vielen Tierversuche ... wann hören diese Quälereien endlich mal ganz auf ...


      Weniger Mäuseleben für die Schönheit

      Aktualisiert am 24. April 2015, 07:45 Uhr
      Berlin (dpa) - Für faltenfreie Gesichter ersticken regelmäßig Mäuse. An ihnen wird das Nervengift Botulinumtoxin getestet, bevor Ärzte damit Falten glätten. Dabei geht es auch anders. Die Branche ist im Umbruch.

      Krähenfüße und Zornesfalten einfach wegspritzen - die Versprechen der Schönheitsindustrie klingen verlockend einfach. Allerdings müssen Experten zufolge weltweit und auch in Deutschland dafür Mäuse qualvoll ersticken. An ihnen wird das Nervengift Botulinumtoxin - bekannter unter dem Handelsnamen Botox - getestet.

      Doch bald könnte die Zahl der Tiere in den Laboren drastisch sinken. Das Frankfurter Pharmaunternehmen Merz will diese umstrittenen Tests mit Mäusen in den kommenden Jahren abschaffen, wie das Unternehmen mitteilt. Allergan, der US-Hersteller von Botox, nutzt bereits eine tierfreie Methode.

      Jährlich Tausende Mäuse weniger
      Derzeit laufe ein Zulassungsverfahren für eine Test-Methode, die mit Zellen statt mit lebenden Tieren auskommt. "Wir rechnen damit, dass das Verfahren in Deutschland Ende 2015 abgeschlossen sein wird", sagte eine Merz-Sprecherin. Das Unternehmen Merz ist eigenen Angaben zufolge der einzige Hersteller solcher Botulinumtoxin-Produkte in Deutschland. Sie werden nicht nur für glattere Haut eingesetzt, sondern dienen auch als Medikament, beispielsweise bei Spastiken nach einem Schlaganfall.

      "Voraussichtlich müssen dann jährlich einige Tausend Mäuse nicht mehr sterben", schätzt Barbara Grune vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin. Die Tierärztin leitet eine Fachgruppe, die sich mit Alternativmethoden zu Tierversuchen beschäftigt und in der Datenbank "Animaltestinfo" Informationen und Zahlen über geplante Tierversuche sammelt.

      Tierschützer sprechen von etwa 20.000 toten Mäusen pro Jahr für Schönheitszwecke. Doch genaue Zahlen darüber, wie viele Mäuse bei Tests mit Anti-Falten-Mitteln sterben müssen, geben die Statistiken nicht her. Aus Daten des Bundeslandwirtschaftsministeriums geht nur hervor, dass 2013 rund 22 000 Tiere bei speziellen Tier-Tests gestorben sind, mit denen auch Botulinumtoxin-Produkte geprüft werden. "Erst wenn Merz die tierfreien Tests durchführt, können wir in der Statistik ablesen, wie stark die Zahl der zu diesem Zweck verwendeten Mäuse tatsächlich zurückgegangen ist", erklärt Grüne.

      Laut Deutscher Gesellschaft für Plastische und Ästhetische Chirurgie sind die Anti-Falten-Spritzen gefragt. Nach Brustvergrößerungen und Lidstraffungen gehören sie bei den Patienten 2014 zu den beliebtesten Eingriffen. Laut dem internationalen Verband für Plastische und Ästhetische Chirurgie wurden im Jahr 2013 allein in Deutschland 162.056 Behandlungen mit Botulinumtoxin durchgeführt.

      Botox ist hochgiftig
      Der Stoff, der aus Bakterien gewonnen wird, zählt zu den gefährlichsten Giften überhaupt. Ein Gramm könnte mehrere Millionen Menschen töten. Daher muss jede Charge des stark verdünnten Gifts vor der Anwendung kontrolliert werden. Qualitätstests sind auch aus Sicht der Tierärztin Corina Gericke vom Verein Ärzte gegen Tierversuche wichtig. Sie fordert aber einen sofortigen Stopp der Mäuseversuche.

      "Die Tests sind extrem grausam. Das Gift wird den Tieren in die Bauchhöhle gespritzt und sie sterben nach drei bis vier Tagen Todeskampf qualvoll an Atemlähmung", kritisiert die Tierärztin und ergänzt: "Erst werden die Beine taub, dann schwindet die Sehkraft und der Atemmuskel wird gelähmt, bis die Tiere qualvoll ersticken."

      Auch der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, verlangt, "dass Botox nicht mehr für kosmetische Zwecke eingesetzt werden darf, solange der Tierversuch nicht durch tierversuchsfreie Methoden ersetzt werden kann". An diesem Samstag laden sein Verband und andere Organisationen in Berlin zu einer Großdemonstration gegen Tierversuche ein. 2500 Teilnehmer werden erwartet.

      Alternativer Test existiert seit Jahren
      Auf politischer Ebene kritisieren die Grünen im Bundestag die Mäuse-Tests mit dem Nervengift seit längerem. Die Fraktionssprecherin für Tierschutzpolitik, Nicole Maisch, hält die Tatsache, dass für Antifaltenmittel noch immer Tiere sterben müssen, obwohl es alternative Tests gibt, für "abenteuerlich".

      Einen alternativen Test hat der Botox-Hersteller Allergan aus den USA bereits vor einigen Jahren entwickelt. Seit 2012 ist die Methode auch in Deutschland zugelassen - allerdings nur für das Präparat dieses Herstellers. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge 65 Millionen US-Dollar und mehr als zehn Jahre Forschung und Arbeit investiert.

      Dass Allergan ganz ohne Tiere auskommt und Merz nachziehen will, wertet Barbara Grune als großen Erfolg. Schon vor Jahren habe sich das BfR mit der Arzneimittelzulassungsbehörde BfArM und Herstellern wie Merz oder Allergan an einen Tisch gesetzt, um nach Alternativen zu den Mäusetests zu suchen. Diese Arbeit zeige nun Ergebnisse.

      gmx.net/magazine/wissen/maeuseleben-schoenheit-30596432
    • Tierschutz
      Darf eine Landesregierung das Kükenschreddern verbieten?
      Milliarden männliche Hühnerküken werden gleich nach dem Schlüpfen getötet. Die rot-grüne NRW-Landesregierung wollte die Praxis verbieten; Brütereien klagten. Jetzt entscheidet das Oberverwaltungsgericht in Münster.

      Männliche Küken haben schlechte Karten
      Man nennt sie Eintagsküken: Küken, die nicht älter als einen Tag sind. Viele von ihnen werden auch nicht älter. Sie werden gleich an ihrem ersten Lebenstag getötet. Weil sie männlich sind und keine Eier legen.
      Tierschützer fordern ein Verbot dieser Praxis. Die Grünen hatten im Bundestag einen Antrag (pdf) eingereicht, das Töten von Eintagsküken mit einer angemessenen Übergangsfrist zu untersagen. CDU/CSU und SPD stimmten im März dagegen. "Tierwohl verbessern geht nicht mit der Brechstange und mit Verboten, sondern nur gemeinsam mit den Tierhaltern", sagte der CDU-Abgeordnete Dieter Stier, "sonst verlagern wir die Tierhaltung ins Ausland."
      Die rot-grüne Landesregierung in NRW hingegen wollte das Kükentöten bereits im Jahr per Erlass 2013 verbieten lassen. Dagegen zogen elf betroffene Brütereien vor die Verwaltungsgerichte. Heute befasst sich das Oberverwaltungsgericht in Münster mit dem Fall.
      Männliche Küken sind wertlos
      Wenn Hühnerküken in den industriellen Brütereibetrieben schlüpfen, sortieren die Angestellten das flinke, flaumige Gewusel nach männlich und weiblich - die Küken werden gesext, wie man sagt. Die Hennen kommen auf das rechte Fließband, werden in Kartons verpackt und an Aufzuchtbetriebe verschickt. Die Hähne dagegen wandern aufs linke Fließband und über eine Stahlrutsche dem sicheren Tod entgegen.
      Schuld ist die Spezialisierung in der industriellen Geflügelzucht, erklärt Marius Tünte, Pressesprecher des Deutschen Tierschutzbundes im Interview mit der DW: "Es gibt Masthühner, die viel Fleisch ansetzen, und Legehennen, die besonders viele Eier legen. Die männlichen Küken bei den Legehennenrassen haben also keinen wirtschaftlichen Wert. Deswegen ist man irgendwann dazu übergegangen, die männlichen Tiere zu töten."
      Die Hälfte aller geschlüpften Küken sind naturgemäß männlich und damit unerwünscht. Sie zu mästen lohnt sich nicht, da sie nur sehr langsam Fleisch ansetzen. Für die Mast gibt es andere, spezialisierte Züchtungen, die Masthühner. Bei ihnen werden beide Geschlechter gemästet und später geschlachtet.
      Die Praxis, männliche Küken zu töten, ist keine Ausnahme. Nach Angabe von Tierschützern und den Grünen sind über 40 Millionen Tiere jedes Jahr in Deutschland dem Tod geweiht. Weltweit sind es etwa 2,5 Milliarden.
      Die Küken schlüpfen in industriellen Brütereien und werden dann sortiert
      Schreddern oder vergasen
      Die Küken werden entweder in einer Art Häckselmaschine mit scharfen Messern zerkleinert oder mit Kohlendioxid erstickt.
      "Die Tiere haben in beiden Formen Todeskämpfe zu durchstehen", sagt Tünte. "Beim Häckseln überleben immer wieder Tiere schwer verletzt. Und auf Videos von der Begasung sieht man deutlich, wie die Tiere versuchen, noch irgendwie an Luft zu kommen, bevor sie dann sterben."
      Die getöteten Küken werden anschließend zu Tiermehl verarbeitet und verbrannt. Einige der vergasten Küken landen als Greifvogelfutter in Zoos - laut Deutschem Tierschutzbund sind das aber nur wenige Prozent.
      Bioeier sind auch keine Lösung
      Erst nach dem Sortieren in männlich und weiblich entscheidet sich, ob eine Henne in die Käfighaltung kommt oder eine Biohenne aus ihr wird. Auch der Biobauer kauft Legehennen bei den Zuchtbetrieben ein; die Biohöfe können sich dem System also nicht entziehen.
      "Es gibt derzeit keine Alternativen am Markt", sagte Gerald Wehde, Pressesprecher des ökologischen Anbauverbands Bioland vor einiger Zeit der DW. "Wir können nur versuchen, das Problem etwas zu entschärfen."
      Heutzutage schlachten die Bauern die Legehennen üblicherweise, sobald sie ein Jahr alt sind und das erste Mal in die Mauser kommen. Bioland rät seinen Betrieben, ihre Hühner länger leben zu lassen. Denn nach der Mauser legt eine Henne wieder Eier, wenn auch nicht ganz so viele.
      Wenn mehr Hühner eine zweite Legeperiode erleben dürfen, müssen die Bauern weniger neue Legehennen nachkaufen, erklärt Wehde. "So können wir den Kükenmord zwar nicht verhindern, aber zumindest schmälern."

      Auch Biohennen stammen aus industriellen Brütereien
      Verstoß gegen das Tierschutzgesetz?
      Nach Paragraph 1 des Tierschutzgesetzes bedarf das Töten von Tieren eines vernünftigen Grundes. Tierschützer, die Grünen und sogar einige Juristen bezweifeln, dass im Falle der Eintagsküken ein solcher vernünftiger Grund vorliegt.
      Erlaubt ist die Praxis dennoch - nicht nur in Deutschland. Eine EU-Verordnung regelt sogar, wie das Zerkleinern und Ersticken der Küken genau durchzuführen ist, etwa, dass die Häckselmaschine nicht überladen werden darf und die Küken maximal 72 Stunden alt sein dürfen.
      Lösungen in Sicht?
      Dass das Töten von Milliarden Küken weder praktikabel noch tierschutzrechtlich in Ordnung ist, haben inzwischen die meisten begriffen - auch die Züchterunternehmen selbst. Sie bebrüten Unmengen Eier pro Jahr umsonst und müssen die getöteten Küken hinterher entsorgen.
      "Kein Mensch, auch nicht die Industrie, reißt sich darum, das Töten gesunder männlicher Eintagsküken weiterzuführen", sagte Maria-Elisabeth Krautwald-Junghanns, Tierärztin und Forscherin an der Universität Leipzig. Sie forscht daran, wie sich das Geschlecht der Hühnerembryonen bereits vor dem Schlüpfen bestimmen lässt. Dann ließen sich nur die weiblichen ausbrüten.
      Auf diese Methode setzt auch die Bundesregierung. Mit der Technik solle die Kükentötung bereits im kommenden Jahr aufhören. "Inzwischen ist das Verbundforschungsprojekt weit fortgeschritten. Die Methode soll schnell, möglichst kostengünstig und präzise sein", schreibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf seiner Webseite. Einige Experten bezweifeln aber, ob sich die Methode für den hohen Durchsatz in einer Brüterei, in der tausende Küken jede Nacht schlüpfen, eignen wird.

      Pro Tag 100.000 neue Küken - in industriellen Brütereien ein normaler Durchsatz
      Bei Rindern und anderen Säugetiere wäre die Lösung einfacher: Dort lässt sich das Sperma nach weiblichen und männlichen vorsortieren und gezielt nur Weibchen erzeugen. Beim Huhn ist das aber nicht möglich, da bei Vögeln nicht das Spermium, sondern die Eizelle über das Geschlecht der Nachkommen entscheidet.
      Der beste Ausweg aus Sicht von Hühnerzüchtern und des Tierschutzbundes sind Hühnerrassen, die gleichzeitig beides können: Die Weibchen legen Eier, die Männchen lassen sich mästen - so wie es auch früher, vor 1950, war. Zweinutzungshühner heißen solche Rassen. Dass sich das Sexen von Küken dennoch durchgesetzt hat, ist schlichtweg deshalb, weil die neuen Hochleistungszüchtungen effizienter sind.
      In anderen Ländern, wie in Italien oder der Schweiz gibt es das Konzept der Zweinutzungshühner jedoch bereits als Nischenprodukt, in Deutschland steht es kurz vor der Markteinführung.
      Bis dahin bleibt Verbrauchern, die das Töten der Küken boykottieren wollen, nur eine Möglichkeit, sagt Tünte, nämlich "auch mal zu verzichten und weniger Eier und Eiprodukte zu essen."

      Dieses ist immerhin ein Anfang und man wundert sich, dass Münster die ersten waren, die versucht haben gegen diese erbärmliche Handlungsweise vorzugehen. Leider wurde es abgewiesen und jetzt geht es vor das Oberlandesgericht. Meiner Meinung wird nach § 1 der Tierschutzverordnung in diesem Falle doch verstoßen. Eindeutiger geht es doch nicht. Oder sind das etwa vernüftige Gründe? Experten meinen jedenfalls, dass eine Klage wenig bringen wird. Das muss man nicht verstehen, oder? Jedenfalls wird jetzt auch dem letzten auf der Insel der Glückseeligkeit klar, dass solche Verbrechen an Tieren jeden Tag geschehen, wenigstens etwas. Die Hoffnung bleibt also :stuhl:
      "Wann immer ich einen sonnenuntergang sah, wünschte ich mir rasch
      etwas kurz bevor die sonne sich am westlichen horizont verbarg und
      verschwand. Das war so als ob die sonne meinen wunsch mit sich genommen
      hatte. Ich entließ meinen wunsch kurz bevor das letzte bisschen licht
      versiegte."

      Michael Jackson - Moonwalk
    • Soeben wurde das Urteil verkündet, wie zu erwarten wieder nicht für die Tiere! Wenn das ein "vernünftiger Grund" ist. Die Richter sollten sich schämen

      Oberverwaltungsgericht Münster bestätigt Praxis Kükenschreddern bleibt erlaubt
      50 Millionen männliche Eintagsküken werden jedes Jahr weggeworfen. Die Massentötung ist rechtens, entschied das Gericht.
      von Heike Jahberg

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      Das falsche Geschlecht: Männliche Küken werden entsorgt.Foto: dpa

      Der Protest nutzte nichts: Vor der Verhandlung hatten Tierschützer in Münster gegen das millionenfache Töten von männlichen Eintagsküken protestiert, doch das Oberverwaltungsgericht Münster ließ sich davon am Freitag nicht beeindrucken. Die Richter entschieden, dass das Töten der Tiere nicht gegen das Tierschutzgesetz verstößt.
      Damit bleibt es vorerst bei der Praxis, dass Legehennenbrütereien männliche Küken direkt nach der Geburt vergasen oder schreddern, weil sie keine Eier legen und als Masthähnchen nicht genug Fleisch ansetzen. 50 Millionen Tiere kostet das jedes Jahr das Leben.
      Nordrhein-Westfalens Agrarminister Johannes Remmel hatte die Massentötung der Tiere per Erlass beenden wollen. 2013 verbot der Grüne das Töten der Eintagsküken und berief sich dabei auf das Tierschutzgesetz. Nach Paragraf eins braucht man einen vernünftigen Grund, um ein Tier zu töten.
      Das Gewinnstreben der Brütereien, für die die männlichen Tiere wertlos sind, sei kein solcher Grund, meint der Minister. Gegen den Erlass klagten zwei Brütereien aus Paderborn und Gütersloh. Genauso wie das Verwaltungsgericht Minden gab ihnen jetzt auch das Oberverwaltungsgericht Recht.
      Männliche Küken sind mit zu großem Aufwand verbunden
      Die Aufzucht männlicher Küken, so entschieden die Richter, sei für die Brütereien mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden. Würden die Küken aufgezogen, seien sie von den Brutbetrieben praktisch nicht vermarktbar. Die Tötung der Küken sei daher Teil der Verfahren zur Versorgung der Bevölkerung mit Eiern und Fleisch.
      Davon seien auch die staatlichen Stellen über Jahrzehnte hinweg ausgegangen, meint das Gericht. Technische Verfahren, um nur noch Eier mit weiblicher DNA auszubrüten, seien noch nicht praxistauglich. An einem solchen Verfahren forschen derzeit Spezialisten der Uni Leipzig. Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) glaubt, dass das Verfahren 2017 serienreif sein wird.
      Dann will er alle 30 deutschen Brutbetriebe zwingen, ein solches Gerät anzuschaffen. Die Kükentötung soll somit 2017 enden.
      Die Landesagrarminister fordern dagegen ein Gesetz, um das Töten der Küken zu verbieten. Nach NRW und Hessen will jetzt auch Niedersachsen Ende 2017 einen Erlass auf den Weg bringen, um das Kükenschreddern zu untersagen. Das Kükenschreddern sei ein "barbarischer Treiben", sagte Agrarminister Christian Meyer (Grüne). "Der millionenfache Kükenmord ist die brutale Folge einer auf Intensivierung ausgerichteten Tierzucht", kritisierte Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
      Auch die Richter des Oberverwaltungsgerichts scheinen sich mit der Entscheidung schwer getan zu haben. Bei der Entscheidung gehe es nur um die juristische Frage, ob die klagenden Kükenbrütereien ohne vernünftigen Grund töten, stellte der Vorsitzende Richer Franz Oestreich während der Verhandlung klar. "Nur diese Frage gilt es heute für uns zu bewerten", betonte der Richter. Eine weitere Überprüfung will das Gericht dennoch nicht zulassen, eine Revision schloss das Oberverwaltungsgericht aus.
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      etwas kurz bevor die sonne sich am westlichen horizont verbarg und
      verschwand. Das war so als ob die sonne meinen wunsch mit sich genommen
      hatte. Ich entließ meinen wunsch kurz bevor das letzte bisschen licht
      versiegte."

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