They Don’t Care About Us als Protestsong in New York

    • They Don’t Care About Us als Protestsong in New York

      TDCAU als Protestsong in New York
      7. Dezember 2014

      Nachdem der für den gewaltsamen Tod von Eric Garner verantwotliche
      US-Polizist freigesprochen wurde, sangen Demonstranten in New York
      They Don’t Care About Us.

      Erneut wurde in den USA ein Polizist freigesprochen, der durch sein
      übereifriges Handeln, den Tod eines Afroamerikaners herbeiführte. Der
      43-jährige Eric Garner war im Juli nachdem ein Handgemenge
      vorausgegangen war, das Garner angeblich schlichtete, mit einem
      Würgegriff festgenommen worden. Der Familienvater litt unter Asthma

      Bei Protesten gegen Polizeigewalt und Willkür haben Hunderte von
      Demonstranten am Mittwoch den New Yorker West Side Highway blockiert und
      sangen während sie auf der Strasse lagen, Michael Jacksons They Don’t
      Care About Us.

      Hier der Artikel und Bilder dazu:
      http://www.ibtimes.com/eric-garner-p...TlzuME.twitter




      jackson.ch/tdcau-als-protestsong-in-ny/
    • ... anklicken!


      hashtag theydontcareaboutus

      twitter.com/hashtag/Theydontcareaboutus?src=hash


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      Heal The World

      twitter.com/swandie27/status/540701834244259840

      ...........................................................................

      twitter.com/dhamiltonwbal/status/540653512708067328/photo/1
      Ich aber gelobte mir,
      mich niemals abstumpfen zu lassen
      und den Vorwurf der Sentimentalität
      niemals zu fürchten.

      Albert Schweitzer
    • Der Botschafterkönig: Michael Jackson und die Politik von #BlackLivesMatter

      10. Dezember 2014 um 13:18
      baltimoresun.com/news/opinion/…-king-20141209-story.html


      Der Gesandte König: Michael Jackson und die Politik der #BlackLivesMatter

      Der Botschafterkönig: Michael Jackson und die Politik von #BlackLivesMatter


      von DB Anderson am 2014.09.12 in der Baltimore Sun


      Übersetzung: Susanne Baur




      "Wo sind all die Prominenten?"
      Das ist eine Frage, die viele Unterstützer der#BlackLivesMatter-Proteste stellen. In dieser Zeit großer Unruhe empfinden einige einen Mangel an schwarzer Führerschaft von denen, die weltweite Medienplattformen haben.


      Viele schwarze Schauspieler und Musiker machten öffentliche Statements, um ihre Sorge und Frustration über die Grand-Jury-Entscheidungen im Falle Michael Brown und Eric Garner auszudrücken. John Legend organisierte LKWs mit Nahrung, um die Protestierenden in New York mit Essen zu versorgen. Hip-Hop-Star J. Cole schloss sich den Demonstranten an. Rapper Chill Moody aus Philadelphia schrieb einen Song: "We're worth more".


      Aber es gibt ein Gefühl, dass die Super-Berühmten nicht wirklich vortreten und aktiv werden. Pharrells Statement war für einige weniger als befriedigend. Wo ist Oprah? Wo ist Tyler Perry? Wo ist Beyoncé? Das sind die Fragen, die ich auf meiner Twitter-Timeline in den letzten paar Wochen gesehen habe.


      Ich glaube, hier ist etwas anderes als Apathie im Gange: Angst und Beklommenheit. Künstler fürchten, dass politisch Farbe zu bekennen ihren Ruf und ihre Karrieren gefährden könnte. Jede politische Stellungnahme wird eine Rückwirkung haben - und ein Preis wird dafür bezahlt werden. Karrieren sind abhängig vom Wohlwollen von Unternehmen, von den Plattenfirmen über die Sponsoren zu den Radiostationen.


      Questlove [schwarzer Hiphop-Musiker + Produzent] hat es auf Instagram so gesagt: "Ich bitte und fordere Musiker und Künstler gleichermaßen eindringlich auf, sich dazu aufzuraffen, eine Stimme der Zeit zu sein, in der wir leben. Ich weiß, dass viele sehen, was mit Natalie Maines von den Dixie Chicks geschah (sie äußerte mutig ihre Meinung/Bestürzung zu der Kriegserklärung der Bush-Administration und wurde zu Unrecht angefeindet…, obwohl sie im Nachhinein gesehen RECHT hatte). Es gab eine plötzliche massive Funkstille von Künstlern auf breiter Front."


      Die Dixie Chicks verloren ihren Firmensponsor nach diesem Vorfall 2003 und erlebten, dass ihre Songs aus dem Radio verschwanden und die Verkaufszahlen ihrer Musik einen Sturzflug machten. Man stelle sich also vor, welches Schicksal auf Künstler hereinbrechen kann, die politische Stellungnahmen zu einem Herzstück ihrer Arbeit machten?


      Michael Jackson hatte nie Angst, sich für die Wahrheit da draußen einzusetzen, wenn es notwendig war. Wir konnten immer auf Jackson zählen als den globalen Bandleader, der allem eine Stimme verlieh, was wir fühlten. Sein Wirken als Erwachsener ist eine Fundgrube sozialen Engagements. Hungertod. AIDS. Krieg. Bandengewalt. Beziehungen zwischen den Rassen. Die Umwelt. Es war Jackson, der Konzerte für das kriegsgebeutelte Sarajewo organisierte. Es war Jackson, der einen Gruppen-Benefiz-Song und ein Konzert nach 9/11 zusammenstellte. Es war Jackson, der jedes Gramm seiner globalen Berühmtheit nutzte, um etwas zu verändern. Er war da.


      Was Jackson als Antwort auf seine Politik passierte, war so viel schlimmer als Verkaufseinbußen. Denn indem er gegenüber den Mächtigen die Wahrheit aussprach, machte Jackson sich selbst zur Zielscheibe, und er musste schwere Prügel einstecken. Die schlimmsten Schüsse wurden von einem weißen Bezirksstaatsanwalt in Kalifornien abgegeben, der ihn 12 Jahre lang schonungslos verfolgte und ihn abscheulicher Verbrechen bezichtigte, die vor Gericht vollkommen widerlegt wurden.


      Niemand scheint je die Punkte miteinander zu verbinden: Ein sehr lautstarker, sehr einflussreicher, sehr vermögender schwarzer Mann wurde von einem weißen Staatsanwalt durch falsche Anklagen zerstört.


      Wahrhaftig, für Jackson war die Stille betäubend. Er verlor Sponsoren und sah sich finanziellen Problemen genau der Art gegenüber, die Questlove beschreibt. Skepsis gegenüber seiner Vitiligo (die später durch die Autopsie bestätigt wurde) und Beschuldigungen der Hautbleichung hatten ihn schon einige Unterstützer gekostet. Seine Künstlerkollegen entfernten sich, seine Proteste gegen die Machenschaften seiner Plattenfirma wurden in der Presse rundweg verspottet. "Die meisten von uns haben ihm den Rücken gekehrt", sagte Madonna nach seinem Tod.


      1996 verpflichtete Jackson Spike Lee, um den Kurzfilm zu seinem Song "They don't care about us" zu erschaffen. Ihr habt ihn aber vielleicht nie gesehen, weil er aus dem amerikanischen Fernsehen verbannt wurde. Und Radiosender in den Vereinigten Staaten spielten den Song nur sehr zögernd, weil Jackson beschuldigt wurde, darin "rassistische" Sprache zu benutzen.


      Der Song war zum großen Teil eine Antwort auf die Unterlassung, Polizisten wegen des 1992 video-dokumentierten Zusammenschlagens von Rodney King zu verurteilen, aber auch auf seine eigene schrecklich erniedrigende Erfahrung mit Polizeigewalt im Jahr 1993. Die Kritik an dem Song heute nochmals zu lesen, lässt einen ungläubig den Kopf schütteln über die Verlogenheit der Kritiker. Es ist offensichtlich, dass dies für einige Mächtigen zu der Zeit ein gefährlicher Song war, und die Ablehnung nur ein Versuch zur Ablenkung.


      Was wir brauchen, sagte Questlove neulich, sind "Songs mit Geist darin. Songs mit Lösungen. Songs mit Fragen. Protestsongs müssen nicht langweilig oder untanzbar sein… sie müssen nur die Wahrheit aussprechen."


      Auf Twitter ist #TheyDontCareAboutUs ein Hashtag. In Ferguson dröhnten sie den Michael-Jackson-Song aus Autofenstern. In New York City und Berkely wurde er letztes Wochenende von Protestierenden gesungen und performed. Und in Baltimore gab es einen magischen Moment, als der Chor der Morgan State University auf die Proteste mit einer Interpretation von Jacksons "Heal the World" antwortete.


      Der Preis wurde bereits bezahlt, aber der Scheck wurde nie eingelöst. Vielleicht sollten wir einfach endlich auf Michael Jackson hören.




      D.B. Anderson ist Autor undInhaltsstratege im Ballungsraum Washington D.C.



    • :Tova:

      danke, liebe maike, für diesen bericht..

      Maike schrieb:

      Viele schwarze Schauspieler und Musiker machten öffentliche Statements, um ihre Sorge und Frustration über die Grand-Jury-Entscheidungen im Falle Michael Brown und Eric Garner auszudrücken. John Legend organisierte LKWs mit Nahrung, um die Protestierenden in New York mit Essen zu versorgen. Hip-Hop-Star J. Cole schloss sich den Demonstranten an. Rapper Chill Moody aus Philadelphia schrieb einen Song: "We're worth more".
      :hut:

      Maike schrieb:

      Ich glaube, hier ist etwas anderes als Apathie im Gange: Angst und Beklommenheit. Künstler fürchten, dass politisch Farbe zu bekennen ihren Ruf und ihre Karrieren gefährden könnte. Jede politische Stellungnahme wird eine Rückwirkung haben - und ein Preis wird dafür bezahlt werden. Karrieren sind abhängig vom Wohlwollen von Unternehmen, von den Plattenfirmen über die Sponsoren zu den Radiostationen.





      Questlove [schwarzer Hiphop-Musiker + Produzent] hat es auf Instagram so gesagt: "Ich bitte und fordere Musiker und Künstler gleichermaßen eindringlich auf, sich dazu aufzuraffen, eine Stimme der Zeit zu sein, in der wir leben. Ich weiß, dass viele sehen, was mit Natalie Maines von den Dixie Chicks geschah (sie äußerte mutig ihre Meinung/Bestürzung zu der Kriegserklärung der Bush-Administration und wurde zu Unrecht angefeindet…, obwohl sie im Nachhinein gesehen RECHT hatte). Es gab eine plötzliche massive Funkstille von Künstlern auf breiter Front."
      zum ersten absatz:
      das stimmt..unbestritten..
      nur, jeder hat die möglichkeit, sich so oder eben so zu entscheiden..

      toll, questlove...leider ist er hier viel zu wenig bekannt..
      er bringt es auf den punkt...'sich aufzuraffen'.. :herz:

      Maike schrieb:

      Der Preis wurde bereits bezahlt, aber der Scheck wurde nie eingelöst. Vielleicht sollten wir einfach endlich auf Michael Jackson hören.
      ja!
      bitte, dann könnten wir eine 'bessere welt' haben..

      :herz:
    • Der Artikel wurde auch auf Michaels offizieller facebook, homepage und twitter-page eingestellt

      facebook.com/michaeljackson

      As reported in The Baltimore Sun, the importance and power of the messages in Michael's music once again offer strength and support in difficult times. For the full story:
      Wie in der Balitmore Sun berichtet wurde ist die Bedeutung und Macht von Michaels Musik wieder einmal Stärke und Unterstützung in schweren Zeiten.
      baltimoresun.com/…/bs-ed-...0141209… ‪#‎HealTheWorld‬


    • LeBron James trägt ein Shirt mit einer Anspielung auf die letzten Worte Eric Garners (I can't breathe / Ich kann nicht atmen), den an Asthma erkrankten getöteten Mann :traurig1. Auch andere Spieler (Kevin Garnett, Deron Williams, Jarrett Jack und Alan Anderson) trugen das Shirt zum Zeichen der Solidarität.
      The truth must dazzle gradually
      Or every man be blind
      Emily Dickinson
    • .. :perfect: :daumen: Artikel und interessante Diskussion der Kommentatoren ... ich habs durch den google laufen lassen .. :tüte:

      Sony Hack Re-ignites Questions about Michael Jackson's Banned Song

      perceptive.kinja.com/sony-hack…ael-jacksons-p-1672116301
      Ich aber gelobte mir,
      mich niemals abstumpfen zu lassen
      und den Vorwurf der Sentimentalität
      niemals zu fürchten.

      Albert Schweitzer