Jessy Jackson Interview (1)

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  • Jesse Jackson's Radio Show 'Keep Hope Alive' 2005

    1 Jesse Jackson's Radio Show 'Keep Hope Alive' 2005


    Jesse: Guten Morgen. Gott segne euch. Frohe Ostern. Wilkommen bei 'Haltet die Hoffnung aufrecht' mit Reverend Jesse Jacksons Radio Programm. Hier ist Reverend Jesse Jackson, und an diesem Morgen wünsche ich euch ein frohes und herrliches Osterfest.


    Aber was kann ich über unseren besonderen Gast heute Morgen sagen? Dieser legendäre Sänger, Tänzer, Komponist - außergewöhnlich - hat diese Rolle für mehr als 40 Jahre festge-steckt. Er wurde sofort ein Star mit 11 Jahren, er ist der Frontmann von Motowns phänomenal erfolgreicher Familien-Gruppe 'Die Jackson Five'. Einer der best verkaufenden Gruppen aller Zeiten. Sie starteten ihre Motown-Prachtzeit 1969 mit einer unerwarteten Reihe von vier auf-einander folgenden Nummer 1 Singles. Wer könnte ‘I Want You Back’ vergessen, oder ‘ABC’, oder ‘Mama’s Pearl’, und ‘I’ll Be There’?
     
    Wo warst du als du gerade mal dreizehn wurdest? Er begann damals seine Solo-Karriere, ver-öffentlichte eine erfolgreiche Reihe von Solo-Singels, eingeschlossen ‘Got To Be There’, ‘Rockin’ Robin’ und ‘Ben’. Wir staunten alle, als er fort fuhr beispiellose Höhen zu erklimmen mit dem Erfolg von dreien der meistverkauften Alben aller Zeiten: ‘Off The Wall’, ‘Thriller’ und ‘Bad’. In der Tat, ‘Thriller’ ist das meist verkaufte Album aller Zeiten. 51 Millionen verkaufte Platten. Doch ungeachtet der Zahlen - wie wichtig und selten erreicht war Jacksons Musik und seine Rekorde, wie... wie außergewöhnlich waren sie wirklich? Was für eine außergewöhnliche Leistung...


    Wie Quincy Jones dem Time Magazin gesagt hat "Schwarze Musik musste eine lange Zeit die zweite Geige spielen." In diesem Geist liegt der gesamte Motor des Pop. Er war verbunden mit jeder Seele der Welt. Er wurde als der meist verkaufende Künstler aller Zeiten gehandelt. Der am meisten mit Preisen bedachte Entertainer, den die Welt je gesehen hat. Der populärste Künstler der Geschichte des Show-Business. Und nicht so Bescheiden, der bekannteste Mann der Welt. Und natürlich... der 'König des Pop'.


    Und immer noch dreht sich die Welt weiter um dieses Genie, um diese Ikone, seit Jahren. Brüder und Schwestern, Mitglieder der 'Haltet die Hoffnung aufrecht'-Familie, heute haben wir die seltene Gelegenheit, uns auf eine Reise zu begeben, aus Gary zur Großartigkeit. Wir hören den 'King of Pop’ die Geschichte seines Lebens mit uns teilen, wie nur er sie erzählen kann. Mit großem Stolz und Freude bringe ich Ihnen an diesem Morgen Michael Jackson aus Kalifornien. Guten Morgen, Michael.


    Michael: Guten Morgen, Jesse. Wie geht es dir?


    Jesse: Gut. Gut. Gut. Es ist schön, dich dort zu hören. Wir haben viele Zuhörer in ganz Ame-rika und in der Welt, die unserer Unterhaltung heute zu folgen.


    Michael: Ja.


    Jesse: Gut. Gut.


    Michael: Gut.


    Jesse: Also, meine Freunde, lasst uns mit dem Gespräch beginnen. Wir haben eine mit unserer ganzen Nation geteilte Konversation. Bleibt einfach dran. Ihr wollt doch nicht das Live-Gespräch mit dem 'King of Pop', Michael Jackson, verpassen! Wir sind sofort zurück mit 'Haltet die Hoffnung aufrecht' und mit Reverend Jesse Jackson.


    [Pause]


    Jesse: Willkommen zu 'Haltet die Hoffnung aufrecht' mit Reverend Jesse Jackson. Unsere reguläre Sonntag-Morgen-Talk-Show. Heute haben wir einen phänomenalen Gast in Michael Jackson. Michael hat diese außerordentliche Reise vom Nullpunkt zum Überdimensionalen gemacht. Guten Morgen, Michael.


    Michael: Guten Morgen, Jesse. Wie geht es dir?


    Jesse: Gut, gut, gut. Erinnere dich, als wir uns an der 47sten Stasse getroffen haben, vor vielen, vielen Jahren. Dein Vater hat dich und die Jungs dorthin gebracht in eurem Kombi. Ihr seid am Regal-Theater aufgetreten. Erinnerst du dich daran?


    Michael: Ja, ich erinnere mich. Das ist schon lange her. Ich war noch sehr klein.


    Jesse: An was aus dieser Zeit erinnerst du dich?


    Michael: Oh, ich erinnere mich, dass wir solche Dinge wie Tunikas und Schlaghosen trugen, und ich erinnere mich, dass die uns entgegengebrachte Liebe vom Publikum einfach großartig war und ihre Akzeptanz dessen, was wir zu bieten hatten. Und die Unterstützung, weißt du, der Leute von damals war einfach wunderbar, die Schwarzen waren fantastisch. Du warst auch immer sehr nett zu uns.


    Jesse: Gut, gut. Hat deine Mum diese Outfits hergestellt?


    Michael: Ja, das hat sie. Sie hat immer all unsere Kleider gemacht. Meine Mutter hat alles genäht und gestickt. Alles, was wir trugen, bevor wir es schließlich bei Motown schafften.


    Jesse: Ich erinnere mich so gut, dass ähm, Julius Griffin und dein Dad zu uns gekommen sind und fragten ob ihr Jungs ein Warm-up-Akt bei Expo sein könntet. Und wir mussten extra Platz für euch im Auftrittsplan schaffen, und dann habt ihr die Show gestohlen!


    Michael [lacht]: Ich erinnere mich an diese Shows. Du hattest damals eine riesige Afrofrisur.


    Jesse: Erinnere die Leute nicht daran, Michael.


    [Michael lacht] [räuspert sich]


    Jesse: Ihr habt das damals so gut gemacht. Während dieser Zeit wurdet von Motown enga-giert. Wer hat euch für Motown entdeckt?


    Michael: Nun, um die ganze Wahrheit zu sagen: es waren Gladys Knight und ein Typ namens Bobby Taylor. Und sie waren an einigen dieser Shows beteiligt, in denen so um die 20 bis 30 Künstler auftraten. Ganz ähnlich wie ‚Bonneville’. Du durftest nur eine bestimmte Anzahl an Songs bringen und musstest dann wieder gehen. Sie waren immer in diesen Shows und sie haben uns gesehen und waren so beeindruckt von dem, was wir machten. Und Berry Gordy war erst gar nicht an uns interessiert. Aber letztendlich liebte er uns und wollte uns unter Vertrag nehmen. Und nachdem wir unter Vertrag genommen worden sind, und, ähm, da Diana Ross damals ihr größter Star war, da benutzte er sie als Transporter um... du weißt schon... uns dem Publikum vorzustellen. Das erste Album wurde 'Diana Ross präsentiert die Jackson Five’ genannt.


    Jesse: Und zu dieser Zeit, wer waren deine Lieblingskünstler?


    Michael: Oh Gott, ich habe Diana Ross geliebt, und ähm... ich liebte James Brown, tue ich immer noch. Ich liebe alle diese Künstler... bis heute. Ich liebe Jackie Wilson. Die echten Clous. Du weißt schon, die echten Entertainer.


    Jesse: Hast du...


    Michael [unterbricht]: Sammy Davis, Jr, ihn liebte ich genauso [lacht].


    Jesse: Hast du einige deiner Bewegungen von Jackie Wilson?


    Michael: Oh ja, natürlich! All diese Künstler haben mich sehr inspiriert. Ich konnte gar nicht anders, als mich von diesen großartigen Entertainern inspirieren zu lassen.


    Jesse: Etwas später, ich erinnere mich wie wir draußen in Los Angeles waren und zur selben Zeit war Suzanne dePasse die... Patentante für die Gruppe. Und sie war mit euch bei Fred Seigel, um ein paar Jeans einzukaufen.


    Michael: Jaaaa. Ich erinnere mich an Suzanne de Passe, sie war so wunderbar, weißt du. Sie war ziemlich zeitgleich unser Manager mit meinem Vater und Tony Jones. Sie alle waren wunderbare Menschen. Ich danke ihnen aus tiefstem Herzen, weißt du?


    Jesse: Sie war eine wundervolle Person, und das bleibt sie. Sie ist so erstklassig in dem, was sie tut.


    Michael: [räuspert sich] Ja, ist sie. Sie war sehr hilfsbereit und behilflich zu Beginn unserer Karriere, und sie bleibt ein Freund. Und ich... ich.. vermisse sie. Ich habe sie eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Sie wird immer eine wundervolle Person bleiben… wie auch Berry Gordy.


    Jesse: Michael, in dieser ganzen Entwicklungsperiode - ich nenne es mal den Nullpunkt wie Gary und das Regal Theater und die Expo und die frühen Treffen mit Berry Gordy und Motown - wenn du darüber nachdenkst, was ging aus dieser Zeit hervor, woran du dich am meisten erinnerst?


    Michael: [kurze Pause; dann, peinlich berührt] Welchen Zeitraum meinst du noch mal?


    Jessie: So ungefähr diese Zeit von Gary, zum Regal Theater zur Expo, Gladys Knight zu tref-fen und nach Motown zu gehen. Was in dieser Zeit sticht deiner Meinung nach am meisten hervor?


    Michael: Dieser Zeitraum zeichnet sich besonders deswegen für mich aus, weil ich damals so jung war. Ich war vielleicht acht, acht oder neun. Ich erinnere mich eigentlich nur an das Umfeld, wie das damals war, all die Musik, die ich hörte. Mein Vater spielte Gitarre. Mein Onkel spielte Gitarre. Jeden Tag kamen sie zu uns, und du wusstest, sie würden großartige Musik spielen. Und wir fingen an, uns zu dieser Musik zu bewegen. Ich erinnere an Spielmannszüge, die die Strasse hinunterzogen. Ich erinnere mich an den Rhythmus der Gruppe und an den Klang ihrer Trommeln. Und jeder Klang um mich herum schien sich in meinem Kopf aufzu-zeichnen und begann, Rhythmus und Tanz hervorzubringen. Ich habe immer zum Rhythmus der Waschmaschine getanzt. Meine Mutter ging zum Laden an der Ecke, um die Kleider zu waschen. Ich tanzte zu dem Rhythmus und die Leute versammelten sich um uns. Das sind so die Geschichten, an die ich mich erinnere. Sie versammelten sich eng um uns und sahen mir zu. Diese kleinen Dinge. Es sind eigentlich nur kurze Eindrücke.


    Jesse: Nun, du erinnerst dich daran, wie du sagtest, dass Jackie Wilson und James Brown und Sammy Davis die Helden waren. Hast du sie jemals auftreten sehen?


    Michael: Ja, natürlich habe ich das, und sie waren Freunde von mir. All diese großartigen Künstler. Deswegen war ich ja so glücklich. Ich war einfach nur ein kleines Kind, das zu die-sen Leuten aufsah. Wir waren wirklich katatonisch, in Ehrfurcht erstarrt von ihrem Talent. Und nicht nur habe ich das gesehen, sondern ich konnte es ganz nah sehen, direkt von der Seite des Vorhangs, auf den Seitenflügeln der Bühne. Ich wollte diese großartigen Künstler kennen lernen. Das waren die besten Entertainer in der Welt. Sie waren der Clou. Und ich musste manchmal nach ihnen auf die Bühne gehen, weißt du. Es war fantastisch.


    Jesse: Aber die Sache ist, dass ich mich zunächst an Tito und Jermaine erinnere. Du warst so jung, so klein. Du warst Teil der 'Jackson Five'. An welchem Punkt hast du gemerkt, dass du ein Clou warst?


    Michael: Weißt du, wenn du eine spezielle Fähigkeit hast, bemerkst du es nicht, weil du denkst, jeder andere hat dieselbe Gabe, die du hast. Somit bemerkst du es nicht. Als ich in diesem jungen Alter sang, waren die Menschen so inspiriert von meinem Gesang, und sie liebten es. Ich habe nicht realisiert warum sie klatschten oder weinten oder zu schreien begannen. Das habe ich wirklich, ehrlich nicht, Jesse. Und es ist einfach... ähm, später im Leben, kamen Leute auf mich zu und sagten, ‚weißt du, dass du eine besondere Begabung besitzt oder ein besonderes Talent hast?’ Ich erinnere mich nur, dass meine Mutter, die sehr religiös ist, uns immer gesagt hat, wir sollten immer Gott danken, Jehovah-Gott für unser Talent, un-sere Fähigkeit. Weißt du, das kommt nicht von… aus uns heraus, sondern es kommt von oben. Also haben wir Demut gelernt von Menschen, die uns lobten oder, du weißt schon, uns mit Bewunderung gegenübertraten, oder was auch immer. Weißt du, das war eine schöne Sache.


    Jesse: Wann hast du aufgehört, damals zur Schule zu gehen?


    Michael: Oh, ich war sehr jung. Ich glaube es war... oh Junge... hmmm. Ich denke, es war die Fünfte... die Fünfte, Vierte oder Fünfte, denke ich. Von da an tourte ich den Rest meines Lebens. Weil wir so viele Touren und Konzerte und TV-Shows und so Zeugs gemacht haben, all die Alben und all die Aufnahmen, deswegen hatten wir drei Stunden Schule, dann machten wir die Konzerte, dann reisten wir zu einem anderen Staat oder in ein anderes Land. Dann, auch zu der Zeit, gaben wir einige Konzerte erneut, und dann war es Zeit, das nächste J5-Album aufzunehmen. Dann, nach dem J5-Album, war es Zeit für ein weiteres Michael Jackson-Album. Also war ich in meiner Jugend, als kleines Kind, immer beschäftigt. Ich erinnere mich, dass es auf der anderen Straßenseite vom Motown Aufnahme-Studio einen Park gab. Ich hörte immer das Geschrei der Kinder und die Geräusche, wenn sie den Fußball und Basketball warfen. Ich erinnere mich, jeden Tag in das Studio gegangen zu sein, und ich habe mich einfach irgendwie traurig gefühlt, weil ich in diesen Park gehen wollte. Aber ich wusste auch, ich hatte einen anderen Job zu tun; weißt du, nämlich dort hineinzugehen und Platten aufzunehmen. Den ganzen Tag, bis spät in die Nacht, dann gingst du schlafen, dann standest du für den nächsten Tag auf, immer dieselbe Reglementierung.


    Jesse: Hat dich diese... du hast einen gewissen Status von Kindheitserfahrungen verpasst. Wie hast du diesen Verlust einer normalen Kindheitserfahrung kompensiert?


    Michael: Ich... ich... das stimmt. Ich hatte keine Kindheit. Aber wenn du keine Kindheit hast, so wie Leute wie ich und andere Kinderstars, ähm, versuchst du, diesen Verlust zu kompensieren; du versuchst, es später nachzuholen. Und deswegen siehst du... siehst du vielleicht einen Themenpark oder Karussells, diese Art von Umwelt, in meinem Heim. Aber was ich tun möchte, ist anderen Kindern, die weniger Glück hatten als ich, zu helfen. Weißt du, Kids, die todkrank sind, Kids mit Krankheiten, arme Kinder aus den Innenstädten, weißt du, den Ghettos, um sie die Berge sehen zu lassen oder die Fahrattraktionen zu sehen oder darauf zu fah-ren, oder um einen Film zu sehen oder etwas Eis zu essen oder irgendetwas.


    Jesse: Natürlich ist eine der Unterschiede zu dir, Michael, dass du eine Familie hattest. Wie viele, wie viele sind es in der Familie?


    Michael: Die direkte Jackson Familie?


    Jesse: Yeah.


    Michael: Ursprünglich gab es zehn von uns [räusper]. Es sind neun. Es sind neun. Und meine Mutter Katherine und Joseph Jackson leben immer noch. Wir wurden alle in Gary, Indiana, geboren.


    Jesse: Nun, in diesem Rahmen, haben da Tito und Jermaine auf dich abgefärbt und dir einige normale Kindheitserfahrungen als junger Bruder vermittelt?


    Michael: Wir waren auf Tour. Wir gingen nach Miami. Wir konnten, weißt du, an den Strand gehen. Wir waren so populär zu dieser Zeit. Wo immer die 'Jackson Five' hinkamen, gab es Massenaufläufe. Wir konnten nicht in ein Einkaufszentrum oder irgendwohin gehen, weil da schreiende Kinder waren. Wir hatten aufeinander folgende Hit-Schallplatten. Wir spielten in diesen Arenas überall in Amerika. Und deshalb war das schwierig! Wir bekamen eine Chance, etwas Spaß zu haben, aber im Hotel. Wir machten Kissenschlachten in den Hotels, oder, wenn wir nach einigen Stunden schwimmen wollten, schwammen wir unten im Pool. Du weißt schon, solche Dinge...


    Jesse: Wer gewann die Kissenschlachten?


    Michael: Meistens Tito oder Jackie. [lacht]. Sie waren die Ältesten. [lacht]


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    2 Original Interview englisch


    http://www.mjjackson-forever.c…?page=Thread&threadID=390

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