Fleisch vom Wiesenhof/ Fleischkonsum grundsätzlich

  • Hey, hey, hey... Ich hoffe keiner kommt hier auf die Idee, seinen Hund oder seine Katze vegetarisch zu ernähren?
    Ich verstehe das Dilemma aber vegetarische Ernährung für Hunde und Katzen ist Tierquälerei und hat für das Tier gefährliche Konsequenzen: Das sind Fleischfresser.
    Bei Hunden muss der Fleisch-Anteil nicht zwingend so hoch sein, die vertragen auch mal fleischlose Alternativen zwischendurch, aber der Hauptbestandteil der Nahrung sollte Fleisch sein. Katzen vertragen es NICHT. Die Mangelerscheinungen sind vielfältig und machen sich oft erst spät bemerkbar, es können dramatische Krankheiten auftreten. Wenn ihr eure Katzen und Hunde nicht krank machen wollt, dann gebt ihnen bitte Fleisch.
    Ich habe meinem Kater aus Gesundheitsgründen damals rohes Fleisch verabreicht, also "GeBARFT". Dabei muss man darauf achten, dass man das Fleisch mit Mineralstoffen, Salz und Taurin anreichert, sonst gibts auch hier Mangelerscheinungen. Rohes Fleisch mit Zusatz-Kost ist für Tiere das Gesündeste.
    Natürlich war das gerade für mich als Vegetarier mehr als eklig, v.a. anfangs. Natürlich macht man sich Gedanken, wenn man zum ersten Mal seit über 10 Jahren wieder eine Metzgerei betritt und Rindfleisch kauft. Natürlich geht das voll ins Geld, weil ich ja nur Bio-Rindfleisch für den Kater mitnahm. Natürlich kam ich in den Gewissenskonflikt.
    Aber ich hatte den Kater und ich liebte ihn. Und wenn man ein Tier hat, hat man Verantwortung alleine für dieses Tier. Das Artgerechteste wäre es, wenn er sich seine Nahrung selbst fangen könnte, und täglich zwei Mäuse und einen Vogel verspeist. Da dies in der Regel aber nicht der Fall ist, sind wir Menschen, die Haustiere besitzen, in der Verpflichtung, diese möglichst gesund und verantwortungsvoll zu ernähren. Dazu gehört leider Fleisch.
    Es gibt einige echt gute Futtermittelfirmen (zu denen NICHT Kitkat u.ä. gehört), die sich auf gesunde Bio-Kost für Hunde und Katzen spezialisiert haben und in deren Produkten ein sehr hoher Fleischanteil steckt und nicht das eklige Gemisch aus Klärschlamm, Schlachtabfällen und Fischmehl.
    Wer es nicht über sich bringt, sein Tier mit Fleisch zu ernähren sollte sich ein Kaninchen anschaffen.

  • Ich sehe das - mittlerweile - etwas anders. Mich hat dieses Thema in den letzten Monaten auch ganz
    besonders interessiert und wollte den Dingen und Zusammenhängen deshalb genauestens auf den Grund
    gehen. Auf diesem Weg habe ich viel Interessantes gefunden, vor allem vieles, was einem sonst keiner
    sagt. Es heisst ja immer Hunde, und vor allem Katzen, sind Fleischfresser (Katzen) oder Allesfresser (Hunde).
    Und die KANN und DARF man einfach nicht vegetarisch oder vegan ernähren.
    Aber das stimmt ja so gar nicht ... es scheint das gleiche "Spielchen" der Gewohnheiten und dessen, was
    wir glauben SOLLEN, zu sein (wobei ich nicht der Meinung bin, dass Hunde und Katzen grundsätzlich kein
    Fleisch essen sollten, sondern dass sie es, wenn man es verantwortungsvoll und bewusst macht, einfach
    nicht brauchen und da es darüber (wieso nur?) so verdammt wenig Literatur gibt, werden wir vermutlich
    noch recht lange im Dunkeln tappen...) Es sei denn, wir erlauben uns einfach auch mal, nachzuforschen,
    um letztendlich auch zu wissen.


    Ich habe also erst einmal das Buch von James A. Peden "Vegetarische Hunde- und Katzenernährung" gelesen
    und konnte es kaum fassen. Ich hatte das Gefühl, aus einem schlechten Traum aufgewacht zu sein, denn
    Wissenschaftler und Mediziner wissen bereits seit einiger Zeit, dass es nicht nur möglich ist, Katzen und
    Hunde vegetarisch / vegan zu ernähren, sondern dass sie gesünder leben als unsere mit Fleisch ernährten
    Tiere (vor allem die, die mit dem herkömmlichen Dosen- und Trockenfutter ernährt werden). Und
    witzigerweise braucht man zur Herstellung von veganem Futter genau die gleichen Zusatzstoffe wie man
    sie zur BARF-Fütterung auch benötigt. Das fand ich hochinteressant.
    Ich würde gerne einige sehr gut recherchierte Zitate aus dem Buch hier anbringen, dazu fehlt mir aber
    gerade die Zeit. Falls sich jemand dafür interessiert, kann ich das aber nächste Woche gerne noch nach-
    holen.


    Prof. Campbell z. B. hat in seinen Untersuchungen festgestellt, dass tierisches Eiweiss auch für Tiere
    schädlich ist.


    Mir hat dieses Buch von J.A. Peden sehr zu denken gegeben und ich habe, nachdem ich es zwei Mal
    gelesen und mir z. B. diese Seite ( www.provegan.info.de/vegan-ernaehrte-haustiere/ ), es gibt
    noch mehrere wenn man sucht), angesehen habe, die Ernährung unserer fünf Katzen langsam umgestellt.
    Sie finden das, was ich selber (nach Rezeptanleitung) zubereitet habe, (noch) nicht ganz so toll, das,
    was ich bei einem Spezialversand für vegetarische Tiernahrung bestellt habe, um so leckerer - jedenfalls
    zwei von ihnen. Die anderen werden nach und nach umgewöhnt und machen bereits gut bis sehr gut
    mit.
    Ich habe inzwischen sehr viele Erfahrungsberichte von Leuten gelesen, die ihre Hunde und Katzen
    schon seit vielen Jahren vegan ernähren, und bin mittlerweile davon überzeugt, dass es nicht nur
    'ohne' geht, sondern dass es ohne viel besser und gesünder und für alle diese armen sinnlos
    geschundenen (Nutz-) Tiere ein Segen sein könnte.


    Mir ist auch vollkommen bewusst, dass ich damit sicher nun eine ziemlich große Angriffsfläche
    biete (ich hätte vor einem halben Jahr vermutlich auch noch ganz anders argumentiert); trotzdem
    rate ich jedem, der sich wirklich dafür interessiert, sich einfach mal ganz offen und unvoreingenommen
    darüber zu informieren. Für mich waren das wahrhafte Offenbarungen und ich komme mir, was diese
    Informationsverweigerungen (die ich jetzt im Nachhinein so empfinde) betrifft, richtig verarscht vor.


    Hier noch ein schönes Zitat:


    Wer die Erlaubnis erteilt, ein Tier zu schlachten
    Wer es zerteilt
    Wer es tötet
    Wer Fleisch kauf oder verkauft
    Wer es kocht
    Wer es anrichtet
    Wer es isst
    Der ist auch Schlächter eines Tieres


    Laws o Manu

  • Ich weiß nicht. Ich habe einfach zu viele Horror-Geschichten von befreundeten Tierärzten gehört, die fehlernährte Katzen behandelt haben. Man muss ja auch bedenken, dass das Verdauungssystem von Fleischfressern nicht auf pflanzliche Kost ausgerichtet ist. Ich persönlich würde im Zweifelsfall wirklich davon ausgehen, was ein Tier in freier Wildbahn frisst:
    Kühe fressen Gras (und keinen Mais, kein Tiermehl, keine Antibiotika) und Katzen und Hunde (oder alle felidae/canidae) jagen und fressen Fleisch. Katzen grasen, um ihr abgelecktes Fell zu verdauen und Hunde knabbern an Gras aus denselben Gründen. Aber zur Ernährung jagen sie. Warum in einen Organismus eingreifen, den die Natur als Fleischfresser ausgestattet hat? Man würde einem Häschen ja auch kein Steak anbieten.
    Fenja : Ich hoffe aber ganz stark, dass du dich jetzt nicht angegriffen fühlst, ich will nämlich nicht, dass das so rüber kommt :Tova:

  • Zitat

    Das Artgerechteste wäre es, wenn er sich seine Nahrung selbst fangen könnte, und täglich zwei Mäuse und einen Vogel verspeist.


    ..ehrlich gesagt, hab ich mir bisher nicht so wirklich Gedanken darüber gemacht, was meine Katze frisst..obwohl ich schon denke, das das "leckere" Kitekat wohl aus irgendwelchen Abfällen bestehen wird..Unsere Katze fängt jedoch jeden Tag 1-3 Mäuse (oder ähnliches)..was ich eigentlich eher eklig finde..vorallem, wenn es solche richtig fetten Mäuse sind..oder Vögel ...was mir nur aufgefallen ist, dass sie ihre Maus bringt, (draussen hinlegt) rein kommt...aber kein Fetigfutter will, sondern solange miaut, bis ich sie wieder zur Maus lasse, die sie dann..lecker lecker..vespeist, scheint definitiv besser zu schmecken, als Dosenfutter.. Dann werde ich das jetzt mal anders sehen, und mich freuen, wenn sie sich selbst versorgt...

  • Ja, für die Katze ist das gut. Für die Maus schlecht. Ich hab das nie gepackt, meinem Kater beim Mäusejagen oder -fressen zuzusehen. Aber ich rette auch Insekten aus Spinnennetzen, obwohl ich damit den armen Spinnen ihre Nahrung entziehe. Man steckt da in einem echt üblen Dilemma: Was den einen lebendig macht, kostet dem anderen das Leben. Das ist einfach die Natur...

  • es kann und darf aber wie gesagt auch nicht sein, dass ein thread läuft, der andere angreift und verletzt


    krasse, gar abfällige bemerkungen


    gruppe strikter und radikaler mitglieder


    Ehm... Tita, das ist ausnahmsweise MIR jetzt mal ein wenig zu heftig. Denn das klingt ja, als stünde in nahezu jedem Posting irgend etwas Unüberlegtes, Verletzendes, ein Angriff. Und so ist es ja nun wirklich nicht - ich denke, das siehst Du auch so :Tova: und hast es vielleicht grad nur etwas unglücklich formuliert, aber mir ist es schon wichtig, das nochmal loszuwerden: Ich denke, 98 Prozent der Beiträge hier sind informativ, manchmal sind sie sicher emotional (wie denn auch nicht bei dem Thema?), aber ohne irgend etwas, das man irgendwie als Angriff interpretieren könnte. Fakten, wie sie nun einmal leider sind und die hier gepostet werden (und Gott sei Dank werden sie das, schließlich hat zB mich dieser Thread ja auch in die vegane Richtung gebracht, durch ihn habe ich damals die Wiesenhof-Doku angeschaut und endlich etwas geändert), sind ja schließlich kein Angriff. Man kann sie natürlich so interpretieren und könnte zB auf einen geposteten Artikel über Fehlbetäubungen in Schlachthöfen oder geschredderte Küken mit Wut auf den Beitragsersteller reagieren - aber das wäre so ähnlich, als würde man den sprichwörtlichen mittelalterlichen Boten köpfen.


    Ich denke, wir sollten halt wie schon gesagt vielleicht manche Begriffe vermeiden (wobei ich zB den Begriff 'Pflanzenfresser' zB nicht verletzend finde, man darf mich gern so nennen) - um mich selbst mal als Beispiel zu nehmen, ich werde künftig Begriffe wie 'Eiter-Drink' vermeiden *versprech*. (Allerdings lässt es sich meines Erachtens, um beim Beispiel zu bleiben, NICHT vermeiden, manchmal etwas zu schreiben, was manch einer als eklig empfindet, ich finde zB, zu erwähnen, DASS Fleisch oft Abszesse enthält oder sich in Milch/-produkten ganz legal Eiter befindet, wichtig. Nicht um zu schocken, sondern um zu zeigen, was uns da als angeblich 'gesundes Naturprodukt" angedreht wird, UND vor allem: Weil dieser Bestandteil von Entzündungen herrührt, was wiederum auch wieder zeigt, wie "Nutztiere" leiden.)


    Vielleicht sollten wir uns einfach gegenseitig, entweder in einem keine Diskussion lostretenden, aber offenen kurzen Satz, oder per PN, darauf aufmerksam machen, wenn eine Formulierung 'daneben' war oder möglicherweise falsch verstanden werden könnte. Wir haben in diesem Forum schon so viel gewuppt, das bekommen wir auch hin. :gruppenk:


    nur mädels: keine von uns hat je mit einem menschen gesprochen, der diese tätigkeit ausübt. da fällt mir doch unser engel ein, der uns lehrt, niemanden zu verurteilen, in dessen schuhen man nie gegangen ist.

    Ich muss zugeben: Als ich das las, hatte ich den gleichen Gedanken wie Sky:

    Ich verweise gerne auf den meistgehassten Menschen in diesem Forum... Wer denkt denn da an seine Mokassins...

    So ist es, da dürfte auch niemand mehr über CM Wut äußern oder über Journalisten, die ihren Hass über MJ auskippen... Auf die hab ich aber eine Riesenwut und äußere sie auch... und ich kann kein Verständnis für jemanden aufbringen, der im Schlachthaus arbeitet, Küken sortiert etc. Da gibt es genügend andere Jobs, die zwar für den Arbeitenden auch schlimm sind (am Fließband Müll sortieren oder Kneipentoiletten putzen ist sicherlich sehr übel), aber wenigstens nicht mit einem solchen Leid verbunden sind.


    Puh... Zu sagen man hat keine Lust mehr auf Diplomatie und sich trotzdem diplomatisch zeigen, das ist doch hier die Vorgehensweise. :lg:
    Man darf das doch wohl mal kundtun und der aufmerksame Leser wird trotzdem erkennen, das kleine Schritte sehr willkommen sind. :zwinker:

    JA. Natürlich hat man (gerade wenn man wieder einen schrecklichen Artikel gelesen hat) manchmal fast keine Energie mehr, seine Sätze noch 3x zu überarbeiten, damit bloß nicht wieder etwas falsch verstanden oder als persönlicher Angriff gesehen wird, wo es gar nicht beabsichtigt war - aber wir TUN es. Ich denke, das darf auch mal Anerkennung finden - denn für Menschen, die sich sehr sehr viel mit dem Thema beschäftigen, ist das ja auch nicht immer leicht, einen Schritt wegzugehen von Herzklopfen und Übelkeit, die man oft hat, wenn man gerade so einen Report gelesen/gesehen hat, und seine Sätze dreimal auf links zu drehen, um zu gucken, ob etwas falsch verstanden werden könnte.


    werde ich meine Gesinnung zurückhalten und Fakten und Artikel möglichst emotionslos (nicht ironisch gemeint) kommentieren. :Tova:

    Ich glaube, Emotionen können wir hier gar nicht immer raushalten. Wie denn? Das ist kaum möglich bei den unfassbaren Grausamkeiten. Wir können nur noch mehr auf unsere Worte achten - wie wir es ja zu mind. 98 Prozent auch bisher schon getan haben.


    Es ist so dermaßen abscheulich grausam, dass mir kein passendes Wort einfällt um meine Abscheu und Betroffenheit auszudrücken und es soll nicht so 'genannt' werden, weil es Konsumenten verletzt... :stuhl:

    Auch wenn ich mich Lichtjahre von meiner früheren Ernährungsweise entfernt habe: Ein wenig kann ich es noch nachvollziehen. Ich habe eine fb-Freundin, die eine Zeitlang ständig Tierrechtsinfos postete (auf fb sieht man Beiträge von Freunden automatisch auf der Startseite mit den Neuigkeiten) - und ich kam damit nicht klar. Ich bekam Wut auf die Frau. JETZT weiß ich, dass ich eigentlich Wut auf mich selbst hatte, weil sie mir sozusagen ständig unter die Nase hielt: "Dancer, du könntest eigentlich viel mehr tun, ändere etwas" (nicht mir persönlich, sie postete es ja einfach auf ihrer Seite und alle ihre zahlreichen Freunde konnten es sehen, aber ich fühlte mich natürlich irgendwie angesprochen, weil mir ja auch tief innen klar war, dass ich etwas ändern müsste). Damals konnte ich das noch nicht sehen, aber diese Wut war eigentlich nur mein eigenes Unbehagen über mich selbst.


    Bei Millionenfachem Leid sollte man sich abgrundtief elend fühlen.

    Ja - das ist der erste Schritt zur Veränderung. So war es jedenfalls bei mir.


    oder ich lösche es morgen wieder

    Bitte nicht löschen! :cuddle: Ich finde Deinen Beitrag großartig und danke Dir dafür!


    Das ist nicht militant, das ist die Realität.

    Danke für diesen Satz. :Tova:


    Jetzt hatten wir doch eine Diskussion, Menno. :tn: :-D Vielleicht können wir jetzt zum Thema zurückkommen? :Tova: Denn, Sky schrieb es mal so ähnlich irgendwann und ich fand das ganz wunderbar und schreib's mal in eigenen Worten: Ich finde zwar so manches VERHALTEN nicht richtig, klar, aber ich mag Euch alle sehr gern. :herz: Also lasst uns gemeinsam weitermachen. :gruppenk:




    Schaut mal, das hat mich heute sehr gefreut - ich sehe es als ein weiteres Zeichen, dass sich etwas tut:


    Sneakers vegan: Der neue Adidas Samba Vegan


    Adidas hat seinen Unisex Klassiker SAMBA nicht nur neu eingekleidet, sondern auch in einer Canvas-Variante ganz ohne tierische Bestandteile vegan herausgebracht:
    Den “Adidas Samba Vegan“.


    Wie schön, dass nun auch die großen Firmen die Zeichen der Zeit erkennen und wie mutig, dass der Sneaker auch offiziell “vegan” genannt wurde. Ich weiß, dass einige andere Marken und Online-Shops das böse Wort selbst bei eigentlich veganen Produkten absichtlich vermeiden, weil es bei den “normalen” Kunden nicht gut ankommt….
    http://www.blog.terraveggia.de…e-adidas-samba-vegan.html




    Madonna hat bei ihrer Tournee in diesem Jahr laut diesem Artikel ausschließlich vegane Köche dabei:
    http://www.ecorazzi.com/2012/0…donna-goes-vegan-on-tour/




    Pamela Anderson (leider immer noch als "Baywatch"-Püppchen gesehen, die nichts anderes kann als im knappen Badeanzug ein bißchen zu schauspielern, dabei engagiert sie sich schon lange im Tierschutz und ist seit langem Vegetarierin, seit seiniger Zeit Veganerin) engagiert sich für Sea Shepherd und Paul Watson (und wow, sieht die Frau klasse aus!) :
    http://vimeo.com/42814587




    Und noch etwas aus unserer beliebten Reihe :kicher: "vegane Leckerchen" :lechz: :-D - Rich Roll, der mit etwa 40 Jahren Veganer und Triathlet wurde. Das Vid ist auf englisch, aber er (und seine Hunde! :wolke1: ) sind sehr nett anzusehen. :venti:


  • Sonnenblumensprossen

    Wow, auf die Idee bin ich ja noch nie gekommen. *notier*


    Die Keimgeräte, gibt es übrigens in vielfacher Ausführung.

    Als wir vor 25 Jahren Veggies wurden, gab es sowas noch nicht, da haben wir uns mit Einmachglas und Sieb und 2x täglich spülen usw. beholfen. :-D
    (Ich hör mich grad an wie "Oma Dancer erzählt am Lagerfeuer" :-D)


    vegetarische Ernährung für Hunde und Katzen ist Tierquälerei und hat für das Tier gefährliche Konsequenzen

    Das dachte ich auch mal. Noch vor wenigen Monaten schrieb ich mal einer Bekannten, die sich über "bekloppte Veganer, die ihre Tiere vegan füttern" echauffierte, ich fänd' Veganer zwar alles andere als bekloppt, aber ich müsse ihr in einem Punkt zustimmen: Vegane Ernährung sei nichts für Hunde und Katzen. Nachdem ich aber mittlerweile immer wieder mal ganz anderen Aussagen begegnet bin (ich bin ja viel auf Vegan- und Tierrechts-Seiten unterwegs), und von Hunden und Katzen las, denen es nicht nur gut mit veganem Futter geht, sondern bei denen sich auch Krankheiten verbesserten, geht es mir wie Fenja: Ich bekomme große Zweifel, ob es wirklich so ist oder ob wir das nicht nur glauben. Noch ein Thema auf meiner seehr umfangreichen "Darüber möchte ich mich mehr informieren und genaueres wissen"-Liste!


    Zitat

    Wer es nicht über sich bringt, sein Tier mit Fleisch zu ernähren sollte sich ein Kaninchen anschaffen.

    Wenn schon, dann mindestens zwei. :Tova:

  • Ich wusste es.... :-D

    Hey, hey, hey... Ich hoffe keiner kommt hier auf die Idee, seinen Hund oder seine Katze vegetarisch zu ernähren?
    Ich verstehe das Dilemma aber vegetarische Ernährung für Hunde und Katzen ist Tierquälerei und hat für das Tier gefährliche Konsequenzen: Das sind Fleischfresser.

    Eine zugegeben naheliegende Argumentation.
    Als ich Mitte der 90er das erste Mal in den USA war, fütterten Schwager und Schwägerin ihre Hunde mit vegetarischen Trockenfutter. Die Hunde waren nicht unterernährt und sind jetzt nicht früher gestorben oder so, ob sie zwei Jahre länger gelebt hätten - keine Ahnung.
    Immerhin ist das gängige Dosenfutter auch alles andere als hochwertig, oft mit Zucker versetzt und unterstützt auch 'Zivilisationskrankheiten', bei unseren domestizierten Tieren.
    Barfen wäre da wirklich neben dem selbst Jagen, das Natürlichste.
    Da kommen wir zu einem ganz anderen 'Problem'. Würde jede Katze und jeder Hund selbst jagen, würden sie nicht alle überleben (und für die Jäger bliebe nix mehr).
    Heisst wir haben zu viele Haustiere die es so niemals in der Natur geben würde.
    Es GIBT zuviele.
    Ich versorge Hund und Katze mit zerquetschtem Tier, bin aber dabei Alternativen in Betracht zu ziehen.
    Darüber hinaus bin ich gegen Zucht (wofür macht Mensch das?) und dafür, dass Kater flächendeckend kastriert werden.
    (Bei Pferdezucht sehe ich das komischer Weise (noch) anders. Ich mag die vielfalt der Rassen. Doch wozu werden zB Vollblüter gezüchtet? Für Pferderennen. Früher habe ich sie trainiert, nun finde ich Pferderennen nicht mehr gut. Die Tiere dienen der Unterhaltung und es geht nur um Geld.)
    Katzen sind oft Freigänger (was ja auch natürlich ist) und/aber in ihrer Masse oder allein weil sie ihr Revier bejagen, können sie einen Garten schon recht Singvogelfrei halten. Mir gefällt das zum Beispiel gar nicht (nur mal so am Rande).
    Wir Menschen haben die Populationen total verändert.

    Prof. Campbell z. B. hat in seinen Untersuchungen festgestellt, dass tierisches Eiweiss auch für Tiere schädlich ist.

    Meine Tierärztin hat gesagt, das bei Epilepsie, was meine Hündin hat, eine eiweissarme Ernährung die Häufigkeit der Anfälle verringern könne. Sie musste zugeben, dass vegetarische Ernährung dem entspechen würde.
    Auch alte Hunde und bei manchen (Zivilisations)Erkrankungen sollen sie zB. proteinarm ernährt werden.


    Übrigens würde meine Hündin mit Epilepsie in der Natur nicht mehr leben. Bei einem Anfall neigen Artgenossen (auch Katzen) dazu sie zu attakieren und würden sie wohl totbeißen, mindestens ausgrenzen, was ja auch den Tod zur Folge hätte. Übrigens liegt die Lebenserwartung unserer Haustiere sicher über der in der Natur.

    dass es nicht nur 'ohne' geht, sondern dass es ohne viel besser und gesünder und für alle diese armen sinnlos geschundenen (Nutz-) Tiere ein Segen sein könnte.

    Da das Ganze ja wirklich, wie oben angedeutet, sehr verzwickt ist, wäre es schon eine absolute Bereicherung wenn wir ernsthaft erforschen ob es möglich ist, eine ausgewogene vegetarische Ernährung auch für unsere Fleischfresserfreunde gewährleisten zu können. Wir können es uns nicht leisten unsere 'Haustiere' mit subventioniertem Leid-Fleisch zu füttern. Meine Meinung. :schulter:
    Allerdings sehe ich das als einen verantwortungsvollen, längerfristigen Prozess.
    Mir würde es nicht mehr einfallen einen Hund aus Zucht zu kaufen, trotzdem würde ich wohl wieder einen der 'nun mal existierenden' Wesen aufnehmen. Und trotzdem muss der Vermehrung Einhalt geboten werden. ES IST ein künstlicher Luxus den wir Menschen uns da gönnen.

    Das Artgerechteste wäre es, wenn er sich seine Nahrung selbst fangen könnte, und täglich zwei Mäuse und einen Vogel verspeist.

    Stimmt, 'aber' siehe oben.


    Leider sprengt diese Diskussion das Thema des Threads.. :schulter:
    Sky* :hkuss:


    Für wirklich handfeste Argumente müsste ich aber auch erstmal forschen und werde das demnächst sicher tun. Danke Fenja für Buchtip und Link :blume:

    2 Mal editiert, zuletzt von Sky* is MaJic* ()

  • Jo, naja.
    Ich denke ich werde mich mal eingehend mit veganer Ernährung für Hunde und Katzen beschäftigen. Danke für die Literaturtipps, Fenja. Muss mir dazu mal etwas Zeit nehmen und mich richtig reinlesen.
    Trotzdem bleibe ich vorerst auf meinem Standpunkt:
    Genauso wie uns die Natur als Pflazenfresser geschaffen hat (Keine Reißzähne, langer Darm, etc.) hat die Natur Hunde und Katzen als Fleischfresser ausgestattet (Reißzähne, kurzer Darm, Zusammensetzung der Magensäure).
    Eine natürliche Ernährung sieht im Speiseplan von Fleischfressern für mich Fleisch vor.
    Ein weiteres Argument ist, dass viele pflanzliche Substanzen für Katzen und Hunde schädlich oder sehr schwer verdaulich sind.
    Es ist gut möglich, dass eine Katze es überlebt, wenn man sie pflanzlich füttert. Wie wir Menschen es ja auch halbwegs überleben, wenn wir dreimal täglich Fleisch essen. Ob's ein gutes, gesundes Leben ist... weiß nicht.
    Ich les mich rein.

  • :wave:


    :daumen: für Adidas und Pam, Rich Roll (watn Name) und Madonna. :clapping: Komisch dass immer nach Fehlern gesucht wird. ZB bei Madonna wird am Ende des Artikels gefagt ob sie denn nun auch auf lederne Bühnenoutfits verzichte? Sie hatte sich übrigens mit einer veganen Ernährung für den Super Bowl in Form gebracht und ist wahrscheinlich seitdem dabei geblieben.


    :victory:
    Ich möchte nochmal etwas Schärfe aus meiner Betrachtungsweise über die Menschen nehmen, die Tiere im Akkord schlachten (melken, transporieren, mästen usw). Sie tun dies, weil die Nachfrage= der Konsum so groß ist, weil wir die Konsumenten, sie beauftragen und sie so 'nett' sind die Aufgabe für uns zu übernehmen. Weil sie bereit sind Leben zu töten, ihre Gefühle abzustellen und im Blut zu waten. Wir brauchen sie und die Maschinerie, solange wir Fleisch und Fisch und Wurst, Milch und Käse schmecken wollen. :Tova:


    Habe Bill Clinton gesehen, der is(s)t ja vegan, weil er recherchiert hat und erfahren hat, dass Menschen mit Bypass (und Stents= Weiterung der eigenen Herzgefäße durch einführen einer Plastikröhre) die Zusetzung der Herzgefäße in 82% der Fälle verhindern konnten, wenn sie sich kein neues Cholesterin zuführten. Alle tierischen Produkte haben aber Cholesterin. 'Nebenbei' habe er dadurch soviel abgenommen und er habe gelesen, dass der Körper und die Blutgefäße sich sogar selbstreinigen und somit regenerieren können. Soviel zum gesundheitlichen Aspekt.



    Hier habe ich gerade einen wirklich humorvollen, positiven und sehr aufrichtigen Vortrag gesehen. Leider nur in englisch, wobei sehr einfachem Englisch.
    Er zeigt die Konditionierung durch unserer jeweilige Kultur und wie wir sie an unsere Kinder weitergeben, die erstmal ganz neutral sind und mit jedem Tierbaby spielen würden und nicht auf die Idee kommen würden es zu essen.


    • In den USA werden pro Sekunde 300 Tiere getötet.
    • 75% der Weltbevölkerung sind Lactose intolerant.
    • Milch (Fleisch)wirkt im Körper sauer und der neutralisiert das mit Kalzium aus den Knochen. (Auch ein Grund der Sportler ist ja die Erholungsphase die ohne diese Übersäuerung höher ist, wie es Rich Roll auch ansprach)
    • Jeder Erdling :wolke1: kann Freude empfinden und Leid. Tiere unterscheiden sich da nicht von uns.
    • Zu Bedingungen der Haltung, gab er das Beispiel, dass es für uns auch keinen Unterschied machen würde, ob wir nett und höflich ausgeraubt würden. ("Bitte legen sie ihre Kreditkarte nun auf den Tisch und alles was sie an Bargeld und Schmuck bei sich tragen. Danke" :-D )
    • Leckere vegane Gerichte und Alternativen gibt es ab Minute 62 zu sehen.
    • Abschließend wird von einer Kuh berichtet, Maxine', die auf dem Weg zum Schlachter geflohen ist und es damit in die Schlagzeilen schaffte. Man sieht Menschen die sie besuchten und erst durch das individuelle Schicksal (in ihre Augen zu blicken) und ihren starken Wunsch zu leben merkten, was sie andererseits jeden Tag zu sich nahmen und damit akzeptieren (und beauftragen).
    • Und auch Veganer können sich ungesund ernähren, weil es genug denaturierte Nahrung gibt die vegan ist. :kicher: Und auch sie können zuviel Eiweiss aufnehmen, das sei aber gesünder als tierisches Eiweiss.
    • Meine Ergänzung: Auch Veganer müssen sterben. :-D


    Schön sind auch seine Dias. "Warum meinen wir etwas in ein 4 Kilo Baby geben zu müssen (das Foto ist so süß), was dazu gedacht ist eine 500 Kilo Kuh zu werden?" :dd:
    Warum trinken wir eigentlich keine Schimpansenmilch, wo die uns doch genetisch viel näher sind als Kühe?:was: Oder wir sollen uns vorstellen wie wir unserer Hündin die Welpen wegnehmen, damit wir die Milch haben können :-D


    Er macht das wirklich sehr humorvoll und nett. :daumen:
    Bei den entsetzten Gesichtern und der Frage wie kannst du ohne Milch und Käse überleben, dir fehlt doch Protein!!!? :huch:, tut er auch ganz erschrocken :schock: , auf die Art: "Jetzt wo du es sagst..!?? Wie konnte ich nur 8 Jahre überleben?!!" :wäh:
    Er macht klar, dass die wenigsten Menschen wissen wieviel/wenig Eiweiss sie am Tag brauchen und dass es ja auch für das stärkste Tier der Erde reicht, Proteine aus Pflanzen zu ziehen.
    Die Argumente sind uns nicht neu, doch es ist eine nette sehenswerte Präsentation. :hmhm:
    Ich wünschte ich wüsste wie man so ein Vid mit Untertiteln versieht. Vllt gehe ich das mal an.


    Hier das Vid:



    Habt einen schönen Tag :Tova:

    4 Mal editiert, zuletzt von Sky* is MaJic* ()

  • Okay, ich bin gerade echt frustriert, weil ich schonmal einen Beitrag schrieb, der dann plötzlich komplett weg war. Nun muss ich also nochmal von vorne anfangen, weil ich auch gerne nochmal etwas zu all dem sagen möchte.


    Ich weiß, dass es den Danke-Button gibt, aber ich möchte Dir, Tita, nochmal besonders für Deinen Mut und Deine Einstellung danken, die doch verhärteten Fronten zwischen Vegetariern/Veganern und (jetzt wird's wieder kompliziert) "Noch-nicht-ganz-aber-am-überlegen-Vegetariern/Veganern" so zu lockern. Denn das ist genau das, was mir das ein oder andere Mal negativ aufstieß und im wahrsten Sinne des Wortes verschreckte.


    Natürlich ist es einfach, im Nachhinein zu sagen, dass ich schon damals auf diesen Kernpunkt hinaus wollte - dem ist aber tatsächlich so. Leider fehlte mir da einfach das Vermögen, dies verständlich zu vermitteln.
    Ich würde mir hier, im Interesse aller, wünschen, dass man selbst für's 'nur kleine Schritte machen', ein positiveres Feedback gibt, als gleichzeitig darauf zu pochen, dass das eben noch nicht genug sei.


    Ich kann verstehen, dass es manchen verschreckt und erste Schritte nur ungern mitgeteilt werden, weil statt positiver Resonanz noch starker Wind entgegenkommt, da dieses Umdenken nicht ausreicht. Das macht den Eindruck als sei diese Weise sowieso uneffektiv.
    Warum geht es nicht auch auf dem Wege, dass wir alle durch jeden noch so kleinen Versuch, jedes winzige Umdenken und jeder Verzicht und sei es nur, dass man den wöchentlichen Konsum von dreimal auf zweimal reduziert, etwas Gutes damit tun? Ich bin mir sicher, dass man so viel mehr erreicht und jeder dann von Zeit zu Zeit mehr überlegt und von sich aus erkennt, ob er weiterhin so leben möchte wie er es vor seinem Umdenken tat. :victory:



    Ich habe da mal ein gutes Beispiel, wie ich finde, aus meinem persönlichen Umfeld. Es ist so, dass mein Vater ein leidenschaftlicher Fleischesser ist und ein Verzicht für ihn undenkbar scheint. Nun ist es so, dass ich schon beinahe damit aufgezogen werde, wenn ich auf diesen Überkonsum aufmerksam mache. Allerdings ist mir gestern bei einem Gespräch mit meiner Mutter bewusst geworden, dass es kleine Ansätze dafür gibt, dass mein Reden doch noch irgendwo fruchtet. Er möchte diesen Sommer mit dem Rauchen und Biertrinken aufhören (Ohje, klingt als wäre er ein Säufer, aber nein, er möchte einfach gesünder leben!) und ich pochte sofort darauf, dass er auch seinen Fleischkonsum reduzieren müsste. Und hier ist für mich ein ganz, ganz entscheidender Punkt, an dem man sehr einfühlsam sein muss. Es wäre doch nun falsch von mir, wenn ich ihm zeigen würde, dass ich einen Erfolg nur gelten lasse, wenn er alle drei Dinge ab sofort komplett unterlässt. Das funktioniert so nicht und würde nur einen Erwartungsdruck ausüben. Derjenige, muss doch selbst die Chance haben, zu erkennen inwieweit er etwas verändern kann und dass allein diese Erkenntnis ein riesiger Schritt ist! Es muss doch bei einem selbst anfangen! Was bringt es denn, wenn ich ihm unter die Nase halte, dass kein kompletter Verzicht immer noch falsch sei!? Versteht Ihr, worauf ich hinaus möchte? Ich find's einfach klasse, dass auch so jemand wie er mal seine Einstellung überdenkt und freue mich über die kleinsten Schritte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er aufhören wird, soo viel Fleisch zu essen, aber ich sehe das Potential, den Konsum wenigstens ein bisschen zu reduzieren und das sollte ebenso anerkannt werden!



    Entschuldigt, aber ich fand jetzt auch nicht, dass das rein OT war. Ich möchte es einfach nur kundtun. :)

    Don't accept the society - the society has to accept you. Be as you are.

  • Danke @roughi, Zoey & Tita. Ich kann eure Posts nur unterschreiben!


    Ich wollte euch was erzählen, was ich über die letzten Monate beobachten konnte und mich echt, echt freut.
    Eine Schulfreundin von mir war ebenfalls leidenschaftliche Fleischesserin. Eines Morgens kam sie völlig schockiert in die Schule und berichtete, ihr Vater sei seit heute Vegetarier, aus Umweltschutzgründen. Für sie war das eine echt krasse Umstellung, dass es zu Hause plötzlich kein Fleisch mehr gab, oder halt nur mehr in sehr geringen Mengen. Wann immer es wo Fleisch gab - ob übrig gelassene Pausenbrote, Schulkantine oder sonst wo -, sie stürzte sich darauf als ob es um ihr Überlegen ginge. Wir anderen witzelten und "bemitleideten" sie schon ständig, es war wirklich amüsant anzusehen. (anm.: die Leute in meinem Umfeld wissen, dass ich Vegetarierin bin, und kennen meinen Standpunkt, aber ich poche nicht ständig darauf und rede nur darüber, wenn ich darauf angesprochen werde, was eh beinahe täglich passiert. Meine persönliche Erfahrung ist, dass ständiges darauf pochen negative Stimmung macht, und Themen die mit negativer Stimmung assoziert werden sind klarerweise unbeliebt. Und das will ich beim Vegetarismus doch eben genau nicht erreichen. Es ergeben sich auch so sehr, sehr viele Gespräche.). Nach ca. zwei Monaten schwand ihre Verzweiflung, oder zumindest die offensichtliche. Vielleicht wurden ihr auch nur unsere Frotzeleien zu viel, und sie hielt deswegen die Klappe. Einen Monat später meldete sie sich in der Schulkantine als Vegetarisch, was aber viele machen, weil die vegetarischen Gerichte beinah immer besser sind. Noch nen Monat später bestellte sie am Börgerstand immer einen vegetarischen Börger und als wir letzte Woche mit der Schule weggefahren sind, in eine Unterkunft wo ein Restaurant dabei war, und allgemein bekannt war dass das Essen dort sehr gut ist, also auch die Fleischgerichte - da war sie auch dort vegetarisch gemeldet.
    Anfangs argumentierte sie: "Es schmeckt einfach besser!". Bald gesellte sich ein: "Ich fühl mich einfach nach vegetarischem Essen besser, als nach 'normalem' Essen.".
    Das war so schön anzusehen, wie sich ihre Ernährung still und leise und beinah wie von selbst wandelte. Sie meinte gestern zu mir, sie weiß gar nicht mehr wann sie aufgehört hat, Fleisch zu mögen, sie war viel zu sehr mit dem leckeren vegetarischem Zeugs beschäftigt.

  • @roughdiamond:
    Ich verstehe, was du meinst und ich würde dem auch zustimmen, wenn dem hier so wäre. Nur kann ich diese radikale Haltung in diesem Thread bei allem Verständnis für die sensible Ader vieler Fleischesser ( die Planzenesser haben sie zweifelsohne auch)nicht erkennen. :schulter: Gerade von Dancer habe ich immer wieder Sätze vor Augen, die voll des Lobes sind, wenn jemand über sich und seine Ernährungsweise nachdenkt. Gerade vor ein paar Tagen noch sprach Fleur davon, dass sie nun wohl auch auf Käse und dergleichen verzichten will. Dancer hat sie gelobt, ihr Mut zugesprochen. Von "es geht noch mehr" habe ich nix gelesen. Vielleicht bin ich auch blind. Dann bitte melden. :-D Auch von den anderen nicht. Ich denke, es geht ohnehin immer noch mehr. Die Grenzen nach oben werden wohl so ziemlich offen sein. Auch als Tita anfing, ihre Ernährung langsam umzustellen, stieß sie auf offene Ohren. Von einem "es geht noch mehr" habe ich da explizit und an ihre Adresse gerichtet nix gelesen. Gut, etwas reinlesen, was versteckt zwischen den Zeilen steht, geht immer, was ich dir jedoch nicht unterstellen will. Aber mehr geht nunmal fast immer. Und de facto ist vegetarisch klar weniger als vegan, jedoch mehr als omnivor. Aber das sollte wohl ohnehin bekannt sein.
    Ich bin der Meinung, man sollte sich mehr an die Botschaft halten, an das Große und Ganze und nicht um Formulierungen feilschen. Vielleicht sollten beide Parteien lernen, sich besser zu verstehen. Ich kann beide Seiten verstehen. Die Omnivoren, die aus unterschiedlichen Gründen noch der Gewohnheit anhängen und sich erst damit anfreunden müssen und aus dem Grund natürlich nicht so gut gelungene Formulierungen in den falschen Hals bekommen. Die Veganer, die es angesichts den großen Leids nicht mehr ertragen, sich mit Firlefanz wie irgendwelcher Formulierungen herumzuschlagen. Die Veganer, die dann denken werden: "Verdammte Scheisse, einem Tier wird gleich die Kehle aufgeschlitzt und es schreit um sein Leben und irgendwelche Omnivoren schieten sich bald in die Hose wenn es um Formulierungen geht. Sonst noch Sorgen oder wars das schon?"
    Versteht ihr, was ich meine? Ich kann durchaus beide Seiten verstehen. ich finde auch Titas Post klasse. Nur bin ich in einem Punkt mit ihrem Post nicht einverstanden. Vielleicht habe ich den Post in der Hinsicht auch falsch verstanden oder nicht richtig gelesen. Ich möchte zu ihrem Post noch etwas ergänzen, was mindestens genauso wichtig ist. ich sehe nicht nur die Veganer in der Pflicht, auf ihre Formulierungen zu achten, sondern ich sehe auch die Omnivoren in der Pflicht, selbst auch ein bisschen zurückzustecken und bei manchen Formulierungen nicht so empfindlich zu reagieren, sondern dann auch daran zu denken, dass sich Veganer/Vegetarier eben jeden Tag mit den Thema auseinandersetzen und irgendwann der Frust auch überhand nimmt. Wenn also beide Seiten versuchen, aufeinander zuzugehen, sehe ich eher eine Chance des dauerhaften Friedens, als wenn nur die Pflanzenesser diesen Schritt tun. :schulter: Toleranz geht eben nur, wenn beide Seiten einen Schritt aufeinander zugehen und nicht nur einer. Alles andere führt auf die Dauer höchstens zu Unmut, finde ich.


    Hat mich irgendwer verstanden? :blöd:

    Was soll ich viel lieben, was soll ich viel hassen?
    Man lebt nur vom Lebenlassen.



    Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)
    Quelle: Goethe, Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Sprichwörtlich

    4 Mal editiert, zuletzt von Billie ()

  • :doppelv:

    Hat mich irgendwer verstanden? :blöd:

    Ja sehr gut, Du sprichst mir aus der Seele Billie und hast es sehr klar verständlich ausgedrückt (was mir trotz vieler Worte oft nicht gelingt).
    Nur bei Omnivoren musste ich nachschlagen :lachen: Danke wieder was gelernt :daumen:
    Ich mache es mal kurz:
    Ich verstehe Dich @roughdimond und würde Deinem Dad auch nix anderes sagen :Tova: . Im persönlichen Kontakt hoffe ich auch, ich finde die richtige Sprache für meine unterschiedlichen Freunde. Und wenn nicht, könnten wir das sofort klären.
    Tova . Schöne Geschichte ;) . Jedoch wäre Deine Freundin wohl nicht Vegi geworden, wenn ihre Eltern nicht radikal umgestellt hätten. Wie man das findet, es dem Teenager aufgezwungen zu haben (weiß ja jetzt nicht wie gut es ihr erklärt wurde), is ne andere Sache :zwinker: . Man kennt ja das Phänomen wenn Kids keine Cola oder so dürfen, dann werden sie bei jeder Gelegenheit danach greifen - so wie es Deine Freundin mit euren Pausenbroten tat. :-D


    @All - Jeder Minischritt ist gut und richtig und klasse. Und jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt :alteschachtel:
    Dieser Thread geht aber um das Thema allgemein und da die Kenntnisse auf einem hohen Stand sind, heißt die Artikel/Vids/Links Fakten, geht es eben um mehr und zwar diese neuesten Zahlen und Fakten und aufgedeckten Hintergründe. Das kann eben nicht sanft und in appetitlichen Häppchen :kicher: serviert werden.
    Das wird doch jeder verstehen, der mitliest.
    Was aber jeder für sich ändern kann oder will, wurde hier noch nie kritisiert oder klein gemacht, sondern immer anerkannt.

    Zitat

    Wenn also beide Seiten versuchen, aufeinander zuzugehen, sehe ich eher eine Chance des dauerhaften Friedens, als wenn nur die Pflanzenesser diesen Schritt tun. Toleranz geht eben nur, wenn beide Seiten einen Schritt aufeinander zugehen und nicht nur einer.

    Das wäre schön :dafuer: und das werden wir schon schaffen, sind ja jetzt sensibilisiert :gruppenk:
    Sky* :Tova:

  • Zitat von »Sky* is MaJic*« Wenn zB Aileen ihre Freunde Fleischfresser nennt, dann begründet sie es. Wenn biba ihren Freund (Schwager?) Karnistenschwein schimpft liefert sie den Kontext. Schreibe ich von Eitersekret,


    ah - diese namen waren dahinter ! wobei das einerlei ist - für mich war die formulierung wichtig, nicht der formulierer.



    also da muss ich jetzt mal auf`s heftigste protestieren, weil da wird jetzt eine Formulierung völlig aus dem Zusammenhang gerissen und das empfinde ich jetzt wirklich als echt unfair!!!! Wer mein posting gelesen hat, der weiß das sich dieses " böse" Wort reinweg auf unsere Urlaubsfreunde bezogen hat und auf niemanden sonst, schon garnicht an Interessierte die hier mitlesen. Ich wäre die letzte, die einen Fleischesser beschimpfen würde, bin ja sogar mit einem verheiratet. Aber ich bin es wirklich leid, das man ausgerechnet hier in diesem Thread ständig das Wort im Mund rumgedreht kriegt, wo man in anderen Threads keinesfalls so kleinlich mit Formulierungen ist. Ich bin es leid dauernd in eine Rechtfertigungsposition gedrängt zu werden, wen man jetzt gemeint hat oder auch nicht. Und ich bin es leid, das scheint`s hier in dem Thread ganz besonders gerne zwischen den Zeilen gelesen wird und man sogar vorgeworfen bekommt was man jetzt NICHT geschrieben hat.


    Mir für meinen Teil ist das schreiben hier jedenfalls jetzt erstmal vergangen.....

    sig01little.jpg


    Ein guter Freund ist jemand der die Melodie deines
    Herzens kennt und sie dir vorspielt wenn du sie vergessen hast

  • Sorry Aileen, :rose:
    dass Du Dich jetzt ärgerst.
    Vllt kam das jetzt nur dadurch, weil ich Dich namentlich als Positivbeispiel genannt habe. Mit Deinem Beispiel, wollte ich zeigen dass wir immer im Kontext sowas sagen.
    Ansonsten haben wir doch alle schon 'Fleischfresser' geschrieben. :schulter:
    I-wie amüsiert es mich gerade, dass der Begriff überhaupt zu Diskussionen führt. :schäm:
    Alles nicht so einfach... :traurig1
    Sky* :Tova:


    ....



    Edit:
    In jeder Sekunde 300 Tiere....................... (in den USA, NICHT weltweit).


    300...600...900...1200...1500......

    Einmal editiert, zuletzt von Sky* is MaJic* ()

  • Liebe Sky,


    ich ärgere mich NICHT über dich!!!! ( ganz bestimmt nicht :drück: ) ich ärgere mich darüber, das gesagt wird, der Formulierer ist nicht wichtig und dann wird EIN Wort aus einem Post ( in diesem Fall aus meinem Post) völlig aus dem ZUSAMMENHANG gerissen und als Aufhänger dafür genutzt, das Veganer / Vegetarier gegen den Rest der Welt sind und entsprechend rücksichtslos formulieren, sorry aber natürlich fühle ich mich als Formulierer da auf den Schlips getreten.

    Wer mein Post gelesen hat, der weiß das ich das Wort " Fleisch*******" geschrieben hatte und damit ganz bestimmte Menschen gemeint habe.... Menschen nämlich, mit denen ich 14 Tage live und in Farbe meinen Urlaub verbracht habe--- 14 Tage in denen ich ständiger Kritik ausgesetzt war über meine jetzige vegane Lebensweise. Und weil mich über DIESE Menschen so geärgert haben, habe ich sie so genannt und das schrieb ich auch. Und natürlich fühle ich mich als " Formulierer" zumindest so wichtig, das man doch bitte meine Postings ganz liest oder es eben bleiben lässt, wenn es nicht interessiert. Aber es ist ein NO-GO ein einzelnes Wort aus meinem Posting zu nehmen, es völlig aus dem Zusammenhang reisst und damit dann "beweisst" das sich Veganer offensichtlich doch für die besseren Menschen halten.


    offensichtlich gilt hier in dem Thread gleich und gleicher und während man einem hier ganz besonders die Stange hält, kann man auf anderen scheint`s hemmungslos rumtrampeln und da hab ich echt kein Bock drauf.....

    sig01little.jpg


    Ein guter Freund ist jemand der die Melodie deines
    Herzens kennt und sie dir vorspielt wenn du sie vergessen hast

  • Die Auseinandersetzung mit diesem sehr empfindlichen Thema finde ich gerade richtig klasse
    (und dass nicht sofort einfach abgelehnt, sondern weiterhin hinterfragt wird :Tova: ). Allerdings
    frage ich mich, ob es vielleicht nicht im "Fleisch-Thread" angemessener wäre, darüber zu
    schreiben und sich auszutauschen.


    Wer ist denn überhaupt hier dafür zuständig, das Ganze etwas zu verschieben? :schulter:


    Das Buch von James A. Peden ist - relativ - teuer *find*, auch bei amazon, bei eBay ist's
    seit Wochen gerade gar nicht im Angebot. Ich selber habe es mir nur ausgeliehen und bin
    gerade dabei, es zu kopieren.


    In seiner Einführung benutzt er gleich einen schönen Ansatz:
    "Wissenschaftliche Zeitschriften und Artikel, Wissenschaftler und Forscher aus der ganzen
    Welt sowie Rückmeldungen von begeisterten Anhängern machten dieses Buch erst möglich,
    das Lichtjahre von dem ursprünglichen Werk zu sein scheint. Durch immer neue Erkenntnisse
    bezüglich unserer lieben vierbeinigen Mitbewohner werden die Forschungen weiter fort-
    gesetzt. Es ist eine Entwicklung, in der sowohl dem Lernen als auch dem Verlernen gleich
    große Bedeutung zukommt.
    Unsere Gesellschaft mag eventuell auf wissenschaftlichem Fortschritt basieren (wenn denn
    die Gefährdung der Menschheit als Fortschritt verstanden werden möchte), aber ganz gewiss
    basiert sie auf Gewalt gegen Tiere.
    Ungeheuere Qual und ungehörte Schreie empfindsamer Tiere sind ästethisch verhüllt in den
    Regalen der Supermärkte. In den Fängen finden sich Schlachtereiprodukte, die selbst dem
    abartigsten menschlichen Geschmack zuwider wären. Früher stellten diese ein millionen-
    schweres Entsorgungsproblem dar, bis findige multinationale Lebensmittelhersteller diese
    als lukrative Einnahmequelle erkannten, indem sie sie als Tierfutter deklarierten.


    Danach erzählt er uns die authentische wunderschöne Geschichte der Löwin Tyke, die sich
    durch einen anscheinend angeborenen Ekel vor Fleisch - oder was auch immer - freiwillig
    für eine vegetarische Ernährung entschieden und mich vollkommen fasziniert hat und die
    man - in einer etwas gekürzten Fassung - auch im internet finden kann. :herz:
    Am Ende schreibt er:
    "Warum verleugnete Little Tyke ihren Fleischfresser-Instinkt, mit dem sie geboren
    worden war? Für die Öffentlichkeit ist Little Tyke eine Kuriosität, für Zoologen eine
    Ausnahmeerscheinung und für Idealisten eine Inspiration.
    Little Tyke war aber nicht die Einzige. Eine Fotografie von 1936 aus Allahabad in Indien
    zeigt eine weitere eindrucksvolle Löwin. In seiner "Autobiografie eines Yogis" erinnert sich
    Paramahansa Yogananda: 'Unsere Gruppe verließ die friedliche Einsiedelei, um einen
    Nachbarn, den Swami Krishnananda, aufzusuchen. Er war ein gut aussehender Mönch mit
    rosigen Wangen und mächtigen Schultern. Neben ihm lag eine zahme Löwin. Das Raubtier
    war dem Zauber der spirituellen Ausstrahlung des Mönchs erlegen - nicht seinem kräftigen
    Körperbau, da bin ich mir sicher - und verweigerte jede Art von Fleisch zugunsten von
    Reis und Milch. Der Swami lehrte das gelbbraune Tier, in einem tiefen, reizvollen Knurren
    ein ''Om' von sich zu geben - eine Großkatze als Jünger!'
    Diese Lichtwesen führen uns in ein neues Zeitalter der Aufklärung. Scheinbar
    wundersame
    wissenschaftliche Fortschritte ermöglichen heute das Füttern von Tieren, ohne andere Tiere
    dafür zu töten oder deren Produkte zu verwenden.


    Es gibt (für mich) noch so viele schöne Stellen der Erkenntnis in diesem Buch und ich hatte
    schon sehr lange nicht mehr so große AHA-Affekte wie hier.
    Und gerade das Bild dieses Krishnananda mit seiner löwischen Begleiterin hat mich wieder
    so sehr an Michael :herz: erinnert .... wie gern wäre ich Löwin bei ihm, neben ihm,
    gewesen :wolke1:

  • Aber es ist ein NO-GO ein einzelnes Wort aus meinem Posting zu nehmen, es völlig aus dem Zusammenhang reisst und damit dann "beweisst" das sich Veganer offensichtlich doch für die besseren Menschen halten.


    Liebe Aileen, natürlich ist das ein No-Go!
    Vielleicht bin ich blind oder hab irgendwas total falsch verstanden, dann korrigier mich bitte, aber.... ich hatte das Gefühl, die Leute, die hier was gesagt haben wollten exakt das Gegenteil erreichen. Ich hab's so aufgefasst, dass Vereinigung und Zusammenarbeit erreicht werden wollte, dass sich hier ALLE Willkommen fühlen soll, dass ein wenig die Schärfe und der Stress genommen werden sollen, damit man in Ruhe positive Arbeit leisten kann. Und das wollen doch beide Seiten, oder?
    Ich denke, keiner wollte rumtrampeln, und keiner wollte verletzen, vllt. liege ich falsch, aber ich dachte, genau deswegen, um eben niemanden zu verletzen, wurden die Autoren der Worte nicht genannt. Keiner wollte hier verletzen oder so.


    Love and respect,
    Tova :Tova: