Michael`s sich veränderndes Erscheinungsbild

  • Zitat

    Richtig! Michael revolutionierte die Musikindustrie UND er war ein geschäftstüchtiger SCHWARZER, der sich in die Domänen der WEISSEN vorpreschte und immer weiter, höher und besser werden wollte! Anfang der 90er blühte der Rassismus in den Staaten wieder vermehrt auf! Und dann kommt da so ein SCHWARZER, der mehr Erfolg und mehr Money hatte.... ein Unding! Anfangs konnten sie ihm nichts anhaben, aber der Kauf des Beatle-Kataloges und der Kauf der eigenen Songrechte und somit eine gewisse Ablösung von SONY..... das alles als SCHWARZER, das war manch WEISSEN zuviel und damit hatte er für sie die Grenze überschritten!!!! Da kamen für die die OP's und Hautveränderung wie eine Fügung und als alles nichts half, tja, mit Rufmord kann man jeden in die Kniee zwingen.....


    @ghosti
    und dann hat er auch noch zwei weiße frauen geheiratet,nochdazu die tochter vom king of rock and roll.
    das war zuviel für die weißen.man liest auch das in einigen staaten v.usa wieder oder immer noch die apartheid
    existiert.

  • Hallo,


    Bis zu seinem Tod hat mich der Mensch Michael Jackson nicht so sehr interessiert. Seine Musik schon ein Leben lang, er gehört einfach zu meinem Leben dazu. Ich bin ein Mensch der gerne Privatsphäre hat und diese auch anderen eingesteht.
    Ich habe ehrlich gesagt nie verstanden warum man einen "Star" so verehren kann. Also in der Schule gab es auch die, die damals von NKOTB alles, wirklich alles gesammelt haben und ich habe solch ein Verhalten immer müde belächelt.


    Bis ich jetzt in Michaels Leben eingetaucht bin. Ich hatte nach 2009 das Gefühl ich müsse mehr wissen, iich hätte was verpasst oder auch habe ich das Gefühl ich hätte ihn einfach für selbstverständlich genommen :traurig2: Ich habe vorher nie was von Vitiligo bei Michael gehört oder von Lupus (wobei mir Vitiligo sehr gut bekannt ist, mein Schwiegervater leider unter dieser Erkrankung) eben weil ich nicht der "Fan" war der sich ausgiebigst mit dem Leben von Michael beschäftigt hat.


    Ich denke hier ist auch der Punkt. Ich weiß zwar mittlerweile das er es bei Operah gesagt hat, doch wie viele wissen es nicht!
    Manchmal habe ich Diskussionen mit anderen und wir landen auch immer an einem Punkt wo gesagt wird, warum hat er es nicht öffentlicher gemacht?! Er hatte sich ja bei Operah geöffnet, warum nicht mehr? Jedoch ist mir auch klar, dass die Presse ein Spießrutenlauf ist und ich kann auch vollkommen verstehen wenn er sich da bedeckt gehalten hat.


    Wenn ich zurückdenke gab es auch Zeiten wo ich gedacht habe: Oh nein Michael was haben sie dir jetzt schon wieder angetan? Also im Begriff auf all die seelischen Grausamkeiten die dieser Mensch ertragen musste.


    Was ich eigentlich sagen möchte... Ich war auch vor 2009 informiert, oder vielmehr informierter als Nicht Fans... sprich über den Prozess über seine Musik aber ich war nicht hinter jedem Schnippsel an Informationen her. An mir ist schon vieles vorbeigelaufen, also ich lese jetzt noch Sachen von denen ich nicht wusste oder die ich noch vertiefen muss.
    Mit diesem Wissen um ihn herum hat sich Michael für mich verändert. Ich sehe diese "krasse" Veränderung nicht mehr, die ich vielleicht früher gesehen habe. Vielleicht auch weil ich in den Mensch Michael Jackson eingetaucht bin.


    Ich liebe Bilder aus der Prozesszeit, auch wenn ich bei manchen am liebsten vor Wut durch den Bildschirm krieschen möchte. Ich sehe da aber einen Menschen, einen Menschen mit Gefühlen. Und das sind Bilder die mich berühren. Momentaufnahmen, Situationen aus seinem Leben. Ich möchte in seinem Gesicht lesen, seine Stimmung und seine Aura spüren und ja für mich ist er ein wunderschöner Mensch. Ein perfektes Zusammenspiel von Gesicht, Körper und Geist. Ich könnte bei manchen Bildern dahinschmelzen oder sie mir stundenlang anschauen. Egal ob das Gesicht schwarz, weiß, grün oder gelb ist... ob er eine kleine Nase, eine dicke Nase oder einen Pickel auf der Stirn hat, diese Ausstrahlung ist enorm und haut mich immer wieder aufs neue um.
    Manchmal erwische ich mich dabei dass ich einen Seufzer von mir gebe und voller Wehmut über ihn nachdenke und so viele warum und weshalb in meinem Kopf geistern dass ich schon wieder grinsen muss weil ich an die früheren Schulkameradinnen denke die NKOTB angehimmelt haben.


    Dies habe ich vor 2009 nicht gehabt. Ich habe ihn zwar nicht für unattraktiv gehalten, habe auch keinen Tabloidtrash geglaubt oder verfolgt, dennoch war mir sein Gesicht oder besser war mir Michael Jackson noch nie so verbunden wie heute.


    Ich denke aber für uns ist das so und auch deswegen sind wir alle hier! Mich würde halt eher beschäftigen wie sieht die Allgemeinheit einen Michael Jackson und die Veränderungen und warum sehen sie das so?! Wirklich nur Tabloid? Fehlende Aufklärung? War er so weit weg von der Norm? War er zu sehr Norm und das Aussehen wich ab? Ich würde das gerne verstehen!

    "Es gäbe genug Geld, genug Arbeit, genug zu essen, wenn wir die Reichtümer der Welt richtig verteilen würden, statt uns zu Sklaven starrer Wirtschaftsdoktrinen oder -traditionen zu machen." Albert Einstein


    Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind.


  • Das würde ich gern besser verstehen. Wie meinst du das? Viele sind ja nach besagtem Datum (wieder) auf seine Musik aufmerksam geworden, weil sie vermehrt gespielt wurde. Aber wie kann es gerade der Charakter sein, der einen zu dem Zeitpunkt fasziniert? Welche Informationen hast du dazu herangezogen? Aussagen von Zeitzeugen?
    Welche Aspekte seines Charakters sprechen dich besonders an?


    Ich bin ja praktisch erst am 25.06.09 richtig auf Michael aufmerksam geworden. Ich hatte zwar jahrelang davor schon ab und zu mal seine Musik im Fernsehen oder Radio gehört, fand sie auch gut - aber das war es dann auch schon. In verschiedenen Threads habe ich meine Empfindungen schon vor Jahren ausführlich beschrieben - deswegen ganz kurz noch einmal: Die Nachricht von Michaels Tod hat mich vor 3,5 Jahren sehr getroffen, obwohl ich mich nie vorher für ihn interessiert hatte. Mein Interesse war auf einmal so groß, dass ich erst einmal viele seiner wundervollen und aussagekräftigen Lieder auf Youtube entdeckt habe. Danach hatte ich mich bei Google über ihn informiert und herausbekommen, was er für ein großes Herz hat, was er alles für die Menschen getan hat, wie sehr er die Menschen, Tiere und die Natur liebte, was für ein wunderbarer und liebevoller Mensch er ist - seine Persönlichkeit und seine Ansichten und noch vieles mehr. Das alles hat mich zu einem MJ-Fan werden lassen. Erst dann, Monate später habe ich bemerkt, dass Michael außerdem noch unverschämt gut aussah. :brille:


    Zitat

    Zitat von biba
    Vermutlich hatte es auch mit seinem "Inhalt" zu tun. Ab BAD hat er so richtig angefangen sich als Botschafter und Anführer einer Anti-Kultur zu präsentieren. Mal ehrlich, wenn wir die Welt "heilen" würden, wie er es musikalisch predigt, dann bedeutet das automatisch die Zerstörung der alten "schlechten" Welt, in der wir alle leben und deren Schlechtigkeit wir als gottgegeben und unveränderbar akzeptieren gelernt haben. Hätte er einfach seinen Reichtum und Status für SICH genutzt, wie es sich für einen Rockstar gehört und hätte Partys und Sex und Luxus genossen, wie "man" das halt als Schwerreicher und Gewinner ganz oben im altbekannten Spiel des Lebens so tut, ganz EGO, dann wäre wohl alles ok, alles bestens. Da wird kein Wertesystem, kein Lebensentwurf, keine allgemeinen Spielregeln oder mehr auf den Kopf gestellt. Er wurde erwachsen und übernahm Verantwortung. Nicht nur für sich und seine nächsten, sondern für die Welt. Schluss mit Spielen - oder zumindest mit diesem blöden Spiel! Ich glaube, er wusste welchen Einfluss er in seiner Position hatte und dass er ein ordentliches, GUTES Beispiel abgeben sollte, da das einiges bewirken konnte. Ich zeig euch ein neues, anderes Spiel, das viel mehr Spass macht... und es haben zumindest schonmal ziemlich viele zugesehen, welches Spiel er da vorstellte und sie waren entzückt von seinem "Vorspiel".


    Welch wahre Worte!
    Michael hat sich einfach zu weit nach vorne gewagt. So etwas kann nicht toleriert werden - vielleicht eine Weile mit der Annahme, dass bald wieder Schluss damit ist, aber Michael hat nicht aufgehört. Im Gegenteil, es wurde immer mehr. Dann wurde es wieder still um ihn und 2009 ging das ganze wieder von vorne los. Das konnte nun nicht mehr hingenommen werden.
    Ich wünschte, dass Michael auch mal mehr an sich selbst gedacht hätte. Dann würden wir ihn sicherlich noch heute bei uns haben.

  • @Destiny ...Danke für deinen Beitrag, in dem ich mich voll und ganz wieder finden kann, mir ging es ähnlich.


    Ich weiß zwar mittlerweile das er es bei Operah gesagt hat, doch wie viele wissen es nicht!

    und viele, die es wissen, haben im da nicht geglaubt, vorallem die Medien nicht, die dann wieder irgendwas daraus gedreht haben.


    Mit diesem Wissen um ihn herum hat sich Michael für mich verändert. Ich sehe diese "krasse" Veränderung nicht mehr, die ich vielleicht früher gesehen habe. Vielleicht auch weil ich in den Mensch Michael Jackson eingetaucht bin.

    das ist bei mir genauso. Seit ich mich mit MJ beschäftige, also seit 2009, seh ich ihn ganz anders. Diese starken Veränderungen, wie sie viele sehen, die sich eben nicht mit dem Menschen beschäftigt haben, sind für mich überhaupt nicht mehr vorhanden. Und sorry, wenn ich das hier jetzt nochmal erwähne :doppelv: obwohl ich es ja garnicht geschrieben habe, mich aber hinter die gestellt habe, die es geschrieben haben (im anderen Thread), weil ich es eben nachvollziehen kann, wie man solche Gefühle bekommen kann. Auch ich habe Michael zu einer bestimmten Zeit als "häßlich" empfunden und mich gefragt, was er blos mit sich angestellt hat :schock1: aber allein aus Unwissen herraus, weil der Mensch mir einfach fremd war und nicht sonderlich interessiert hat. Aber auch das spielte sich nur in Gedanken ab, ich bin damit nicht hausieren gegangen.


    Dies habe ich vor 2009 nicht gehabt. Ich habe ihn zwar nicht für unattraktiv gehalten, habe auch keinen Tabloidtrash geglaubt oder verfolgt, dennoch war mir sein Gesicht oder besser war mir Michael Jackson noch nie so verbunden wie heute.

    dito

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  • Es gibt da so ein Phänomen, dass wenn einer die höchsten Höhen erreicht hat, er irgendwann kaputt gehauen wird, entmachtet wird.
    Da man ihn eigentlich nicht kritisieren konnte, hat man sich das Gesicht ausgesucht, das sich tatsächlich extrem verändert hatte, vor Allem durch das Weißwerden.
    Und genau das hat in USA halt diese tiefe Kluft zwischen Schwarz und Weiß betroffen.
    Michael wurde als extreme Bedrohung empfunden.


    Dadurch wurde das Ganze so zerstörerisch. Und die Medien wollten ihn fertigmachen, weil das Volk eben Brot und Spiele braucht, sich also am Leid Anderer ergötzt (siehe DSDS, das funktioniert auch nach diesem Schema), und weil Michael medienscheu war und sie deshalb sauer auf ihn waren.


    So sehe ich das.

    You were the rhythm,
    You were the sound of a crescendo,
    You showed us Heaven and Light,
    you faced the fear.


  • Ja, also ich muss hier nochmal und hoffe, das ist ok. :victory:
    Wenn man Bilder aus ziemlich ähnlichen Winkeln vergleicht...
    ... ist das denn dann für euch nicht auch über all die Jahre hinweg tatsächlich stets dieselbe Nase? :schulter:


    Vergleicht man z.B. auch gerade die Bilder, die jeweils untereinanderstehen :lupe: , dann seh ich da einfach keinen Unterschied (mehr)... :nixnix:

    :herz: Michael Jackson - forever the King of Pop. A genre of music. Mainly, a beautiful human being. :herz:
    es ist, was es ist... sagt die liebe


  • Wie so oft überschneidet sich dieses Thema mit gerade aktuellen Diskussionen im Dancing with the Elephant. Willa Stillwater hat da einen für mich interessanten Kommentar mit Bezugnahme auf Andy Warhol abgegeben (man kann des Öfteren Michaels Beschäftigung und viele Parallelen mit Warhol erkennen, z.B. in Scream):


    … Andy Warhol war wahrscheinlich der bedeutendste Künstler des mittleren 20. Jahrhunderts – er definierte völlig neu, was wir unter „Kunst“ verstehen. Er litt ebenfalls an vitiligo-ähnlichen Symptomen, welche die Pigmente seiner Haut zerstörten und große weiße Flecken auf seinem Gesicht und seinem Hals hinterließen, und manchmal trug er sehr helles Make-up auf, um das zu verdecken. Auch hat er seine Nase, die er als zu „knollenförmig“ empfand, durch plastische Operation verkleinern lassen. Und er trug diese verrückten Perücken, die seine sichtbare Haarfarbe und Haarbeschaffenheit vollkommen veränderten. Und die öffentlichen Kommentare darüber waren … unbedeutend. Es gab nur sehr wenige Reaktionen darauf – im Grunde denken die meisten Leute nicht darüber nach, wenn sie an Andy Warhol denken. Und wie einige Leute betont haben, ist die Verkleinerung oder Umformung der Nase weit verbreitet und wird weitgehend mit Gleichgültigkeit betrachtet.


    Warum also war es in Michael Jacksons Fall so anders? Ich denke, teilweise kommt es auch daher, dass er bereits in einem so jungen Alter berühmt wurde, so dass es sehr sichtbar für alle war, als sein Gesicht sich veränderte. Wichtig ist, dass die meisten dieser Änderungen einfach Teil des natürlichen Reifeprozesses waren, keine plastischen Operationen. Habt ihr diese Highschool-Bilder von Berühmtheiten gesehen, die überall herumschwirren – aufgenommen „bevor sie berühmt waren“? Manchmal sind sie kaum zu erkennen, und meistens handelt es sich nicht um plastische Operationen – es sind nur die Haare und Make-up und die Reife. Die meisten Leute werden nach der Pubertät berühmt, wir sind also nicht daran gewöhnt, berühmte Gesichter zu sehen, die diesen Prozess durchmachen, aber es ist vollkommen natürlich. Mein Sohn ist 14, und es ist erstaunlich, wie sehr sich sein Gesicht und die Gesichter seiner Klassenkameraden genau jetzt verändern. Ich meine, wirklich erstaunlich, radikal unterschiedlich von einem Jahr zum nächsten.


    Aber ich denke sehr viel dieser Hysterie über Michael Jacksons Gesicht, wenigstens in den Vereinigten Staaten, beruht auf unserer nationalen Besorgnis gegenüber dem Rassenthema. Als Warhol weißes Make-up trug und seine Nase ändern ließ und das Aussehen seiner Haare veränderte, wurde es einfach nur wie die harmlose Exzentrizität eines großen Künstlers behandelt. Aber die Farbe deiner Haut, die Form deiner Nase und die Farbe und Beschaffenheit deiner Haare sind Indikatoren für die Rassenzugehörigkeit, wenn also Michael Jackson – ein schwarzer Künstler – genau dieselbe Sache macht, dann wird dadurch ein Feuersturm der Kontroverse losgetreten.


    Wichtig ist, es wurde auch als ein Zeichen für Selbsthass interpretiert. Warum? Es wird nicht angenommen, dass Andy Warhol von Selbsthass erfüllt war, warum also Michael Jackson? Warum wird angenommen, dass ein schwarzer Mann sich selbst hasst und lieber weiß sein würde, wenn er könnte? Und was sagen uns diese Reaktionen über unsere Kultur, und wie wird Rasse definiert?

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    Emily Dickinson

  • Michael Jackson hasste sich nicht, sondern "nur" die Pickeln und seine grosse Nase! Seine Veränderungen hatte er nicht gewollt. Er war stolz darauf, eine "Schwarzer" zu sein und bekannte sich auch immer dazu! Dies hatte er auch in dem Interview mit O. W. klar und deutlich ausgesagt. Nur, das wollte keiner hören und wurde auch nicht weiter verfolgt, denn es war ja wesentlich lukrativer, ihn in den Medien anders darzustellen!!!!

  • Ich hab gerade noch was interessantes gefunden...es macht deutlich, wie Michael quasi von allen Seiten wegen seinem Aussehen, seinem Erscheinungsbild - angegriffen wurde...den einen war er "nicht schwarz " genug bzw. ihm wurde unterstellt, er wolle absichtlich weiß werden..., den anderen "nicht männlich" genug, um als richtiges Vorbild für die schwarze Jugend zu gelten....


    das hier ist von 1984...
    Louis Farrakhan, the controversial leader of the Black Muslim sect, has called on black youths to reject the “female acting, sissified” image of award winning entertainer Michael Jackson.
    Farrakhan blamed the 25 year old Jackson, recent winner of eight Grammy awards, for his style that “actually ruins your young men and makes your young women have nothing to look up to as a real man for their own lives.”
    Farrakhan’s criticism of Jackson was made in a March 11 radio broadcast. The Chicago Tribute recently obtained a copy of the Farrakhan broadcast and published details about the Michael Jackson statement Wednesday.
    In the broadcast, Farrakhan said: “… we have today a Michael Jackson who is winning all kinds of awards because he is a great and marvelous performer. But the image that he projects to young black men is an image that we should all reject.”
    Farrakhan said, “This… Jehri-curl, female acting, sissified-acting expression is not wholesome for our young boys, nor for our young girls. Certainly The Man is a great singer, certainly, he’s a powerful entertainer. We cannot and we would never try to take anything away from our brother.”
    He went on to contend that Michael Jackson is setting a poor example for black youth. “This is a shame. But, of course, men like this will live to die of old age, because they threaten nothing.”
    A spokesman for Michael Jackson, whose latest album, Thriller, has sold more than 25 million copies, said the singer would have no comment. The spokesman in Los Angeles described Jackson as very religious and added, “I just don’t think he would subscribe to any way of life other than a very deeply religious lifestyle.”


    mal kurz übersetzt:


    Louis Farrakhan hat die schwarze Jugend aufgerufen, das “verweiblichte , mädchenhafte“ Image Michael Jacksons abzulehnen. Er beschuldigt MJ, dass sein Stil junge Männer ruiniert und dafür sorge, dass junge Frauen nichts haben, zu dem sie hochsehen können als „richtige Männer“ für ihr Leben.
    Farrakhan : „MJ ist ein großartiger Performer, aber das Image was er jungen schwarzen Männern vorgibt, ist ein Image, was wir alle ablehnen sollten“ Dieses Jehri-curl, weibliche Benehmen, das mädchenhafte Benehmen, ist nicht gesund für unsere jungen Männer, und auch nicht für unsere jungen Frauen. Er ist sicher ein großartiger Sänger, ein energetischer Entertainer. Wir können und werden das sicher unserem Bruder nie absprechen."
    (Quelle: rythmofthetide.com)

    Einmal editiert, zuletzt von maja5809 ()

  • Louis Farrakhan hat die schwarze Jugend aufgerufen, das “verweiblichte , mädchenhafte“ Image Michael Jacksons abzulehnen. Er beschuldigt MJ, dass sein Stil junge Männer ruiniert und dafür sorge, dass junge Frauen nichts haben, zu dem sie hochsehen können als „richtige Männer“ für ihr Leben.


    Huiiii, was sind bitte "richtige Männer"? Zu wem soll man aufschauen, wenn nicht zu einem Michael Jackson, der schon in jungen Jahren mehr Erfolge aufzuweisen hatte, als so manch anderer Prominente? Seine Bühnenkostüme, seine Performance war nicht nur Michael! DAS waren seine öffentlichen Auftritte und ich denke, dass er privat nicht anders aussah, wie jeder andere junge Mann zu der Zeit auch! Ich denke, vielfach war es auch Neid, der die Menschen zu solchen Äusserungen veranlasste. Denn auch andere Künstler schminkten sich und trugen teilweise speziell Bühnenoutfits und keine Privatklamotten, wenn sie im Rampenlicht standen, nur darüber wurde nicht geschrieben....

  • das hier ist von 1984...

    was von 1984 ist das :nanu: da hatte Michael alles andere als weibliche Züge :vogel:
    ...aber gut, zu dem gesammten :laberlaber: .... was will man von so einer zwielichtigen Person wie diesem Louis Farrakhan anderes erwarten :grummel:

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    :herz: :herz: :herz: OOI HOPE YOU WILL STILL DANCINGOO:herz: :herz: :herz:

    2 Mal editiert, zuletzt von Cosima ()

  • Louis Farrakhan hat die schwarze Jugend aufgerufen...


    Wen ich das schon lese: "hat die schwarze Jugend aufgerufen"... das muss man sich mal anders herum vorstellen, wenn ein Weißer die weiße Jugend aufrufen würde. :patsch: Da höre ich schon die Aufschreie: Rassismus!!!


    Eine andere Aussage von diesem Typ aus 1984:
    SAN FRANCISCO, 1984 July 16— Louis Farrakhan, the leader of the Nation of Islam, has repeated for a national television audience his description of Adolf Hitler as ''a very great man.''


    Da zeigt sich doch welch geistig Kind der Kerl ist. Hätte er Hitler gegenüber gestanden, dann wäre er wohl nicht mehr zu dieser Aussage gekommen, dass scheint ihm aber irgendwie untergegangen zu sein.


    Michael hat sich als einer der wenigen Männer getraut metrosexuell zu sein, ohne ein Malpuppe aus sich zu machen (siehe Alice Cooper etc.) Michael legte Wert auf gepflegte Augenbrauen, auf betonte Augen, auf das richtige Make-up, um so auszusehen, wie er sich zeigen wollte, ohne zu übertreiben. Er zeigte, dass ein dezentes Schminken auch einem Mann zusteht und er dann nicht aussehen muss wie eine Drag-Queen... Michael machte Gesichtspflege für den Mann doch Salonfähig - wer also hat hier ein Problem? Doch wohl eher der, der nicht zugeben will, dass eine weibliche Seite zu zeigen keine Schwäche, sondern eine enorme Stärke ist.
    Ein Mann muss nicht aussehen wie der böse Bube aus der Dunkelheit, er darf auch aussehen, wie der nette Junge von Nebenan - und das war Michael.

  • Es ist einfach immer wieder "schön" zu lesen, wie besonders die männliche Bevölkerung versucht hat, Michael seine Männlichkeit abzusprechen. Die Herren der Schöpfung konnten es ja offensichtlich nicht ertragen, dass Frauen jeden Alters, jeder Religion, jeder Nation und jeder Hautfarbe, bei ihm schier ausgerastet sind. Ausgerechnet bei ihm, der sich so untypisch verhielt. Und so "unmännlich". Das muss ein schwerer Schlag für das männliche Ego gewesen sein, dass so ein "komischer" Typ die Frauen reihenweise zum Umfallen bringt, während die Herren, die sich über Michael ausgelassen haben, eventuell einer Frau ewig nachrennen mussten, bis sie sie mal wahrgenommen hat. ;)


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    "Be who you are and say what you feel because those who mind don't matter and those who matter don't mind."

  • Michael liebte einfach alles, was "schön" ist...was ihn ansprach, seine Seele berührte. Und wenn Frauen sich mit Hilfe von Kosmetik verschönern können, oder Dinge im Gesicht betonen können - warum sollte er es als Mann dann nicht auch so tun. Er wußte, dass er ein Mann ist .. das musste er nicht extra nach aussen beweisen, indem er optisch dem vorgegebenen Bild von "besonders männlich" entsprechen wollte. Und an dieses Bild sind ausserdem Eigenschaften geknüpft, auf die Michael nicht so viel Wert legte, sein Äusseres entsprach schon immer seinem inneren... er musste sich kein Machoimage zulegen - und selbst wenn er zu Bad Zeiten mit Schnallen und Gürteln und Nieten rumlief wurde er nicht zum Macho oder Rocker, ein Gesicht -seine Augen vorallem - und seine Körperhaltung, seine Art sich zu bewegen zeigte immer etwas anderes,sein Gesicht war nicht auf "unheimlich, oder gruselig, ..." geschminkt (wie bei Alice Cooper oder noch extremer:Kiss), sondern Michael betonte seine Schönheit dadurch- es war der Gegenpol zu dem, was die Kleidung ausdrückte.
    Ich glaube das, was sein Gesicht so besonders macht - und schön - wenn man mit dem Herzen hinschaut, wenn man die Verbindung des Äusseren mit seinem inneren erkennt - dann findet man alles, was er in sich trägt in seinem Gesicht wieder, seine Sanftmut, seine Liebe, seine Leidenschaftlichkeit, seine Einsamkeit, die Traurigkeit und auch seinen Humor und seine Lebensfreude - vorallem, wenn er lächelt...all das finde ich in seinem Gesicht, in seinen Augen...und ich sehe es nicht einfach..ich kann es fühlen... das haut mich jedesmal um, das es so intensiv ist... :wolke1::herz:

  • Man darf auch nicht vergessen, dass Michael in den USA schon vor 1983 ein Superstar war. Anders als bei uns. So richtig bekannt wurde er bei uns erst mit Thriller. Und im Video zu Thriller hat er dieses Thema ja auch damals schon aufgegriffen: Der süße Junge, der gleichzeitig bedrohlich und irgendwie fremdartig, eben anders (für wen und auf welcher Ebene auch immer) sein kann. Zu der Zeit wurde Schwarz und Weiß zwar nicht mehr offiziell getrennt, faktisch war es aber doch so (sh. MTV). Und Michael war der erste, der alles (schwarz-weiß-männlich-weiblich) so richtig durcheinandergebracht hat (nicht nur auf musikalischem Gebiet Crossover). Das gefiel bestimmten Interessenvertretern wahrscheinlich gar nicht, denn er hat ihr gesamtes Weltbild ins Wanken gebracht.


    Und ja, er hat doch aber Attribute gehabt, die sonst eher als weiblich gesehen werden, wenigstens von der „Männerwelt“: seine ganze Optik (vom Schminken mal ganz abgesehen), die sanfte Stimme, seine ganze sanfte Art, das Nicht-Prahlen mit irgendwelchen Frauengeschichten, die Schüchternheit. Denn androgyn war z.B. Mick Jagger auch, aber der hat den Macho gegeben. Oder kann man sich Bruce Springsteen mit einem pinkfarbenen Micky-Maus-Pullover vorstellen? Oder dass sich dieser mit einem Rehkitz abbilden lässt? Das widersprach völlig dem männlichen Selbstbild.


    Und die Frauen fielen trotzdem in Ohnmacht :umfall: – wie verwirrt mussten all die anderen Männer gewesen sein! :schock:

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    Emily Dickinson

    Einmal editiert, zuletzt von Lilly ()

  • SAN FRANCISCO, 1984 July 16— Louis Farrakhan, the leader of the Nation of Islam, has repeated for a national television audience his description of Adolf Hitler as ''a very great man.''


    Da zeigt sich doch welch geistig Kind der Kerl ist. Hätte er Hitler gegenüber gestanden, dann wäre er wohl nicht mehr zu dieser Aussage gekommen, dass scheint ihm aber irgendwie untergegangen zu sein.


    :ablach: Ich lach' mich kaputt!
    Da kann man mal sehen, was die Leute für einen Mist reden!


    Wie soll denn ein richtiger männlicher Mann sein? Wahrscheinlich ist das Idealbild bei solchen Leuten ein Macho mit natürlich kurzen Haaren (am besten noch kahlrasiert), der zig Frauen hat, trinkt und die Gossensprache benutzt ... also ein richtiger "Kotzbrocken". :clapping:


    (Übrigens: Ich habe die Bad 25-DVD mit zwei Fünfjährigen angesehen und beide Jungs fragten mich, ob das da eine Frau wäre. :dd:)

  • (Übrigens: Ich habe die Bad 25-DVD mit zwei Fünfjährigen angesehen und beide Jungs fragten mich, ob das da eine Frau wäre. :dd:)


    Das würde Dir in Australien z.B. nicht so schnell passieren, denn da sind Männer mit längeren Haaren an der Tagesordnung. Nicht nur der Hut, auch die langen Haare schützen nämlich vor der sengenden Sonne - und schon hat man weniger den Nacken verbrannt.


    Ich finde es bei manchen Männern wirklich schade, wenn sie ihr wundervolles Haar rasieren und dann mit einem 3mm Schnitt herumlaufen, weil Männer nun mal kurze Haare haben sollten (so ein Schwachsinn). Hätte ich die Wahl zischen dem...



    und dem hier


    dann stellt sich für mich gar nicht die Frage... Ich würde natürlich das Lockenköpfchen mit den Sinnlichen Lippen nehmen :headbang:


    EDIT: Manche würden vielleicht sagen: Der mit dem weiblichen Touch - aber was ist das? EIn Mann der ein liebevolles Gesicht hat?

  • ..ich gehe da weitestgehend mit euch konform...in solchen Aussagen wie denen von Louis Farrakhan steckt etliches an Angst...das jemand wie Michael..in dem Fall sein scheinbar "weibliches" Aussehen ..Schule machen könnte...würde ja DAS männliche Selbstbildnis in Frage stellen...was'n Blödsinn.. :patsch:
    ..ich hab die 80er voll mitgekriegt..und Michael war der "männlichste" Mann ever...für mich und ganz viele die ich kannte...
    ....ich fand z.B. David Bowie wesentlich androgyner...(ich mag ihn sehr!)...aber da krähte kein Hahn danach..dem gings ähnlich wie Andy Warhol...das war eben ein Künstler/Musiker..und da gehörte eine gewisse Exzentrik ganz einfach dazu...so what..!

    Ich aber gelobte mir,
    mich niemals abstumpfen zu lassen
    und den Vorwurf der Sentimentalität
    niemals zu fürchten.

    Albert Schweitzer