Jacksons gegen AEG: Diskussionsthread

  • Wenn ein Kollege von mir krank ist und ich das sehe, dass er immer schwächer wird, dann habe ich eine Mitverantwortung wenn ich zusehe, wie er langsam stirbt.
    und wenn ich dann noch Druck auf ihn ausübe, dass er unbedingt weiter arbeiten muss, dann geht das schon in Richtung Totschlag. Edit:Zumal wenn er finanziell von mir abhängig ist.


    so sehe ich das.


    Moralisch hast Du sicher recht :daumen:
    Aber... :tüte:
    Ist der Kollege finanziell von mir abhängig, dann bin wahrscheinlich sein Chef. Als Chef bin ich in erster Linie meinem Geschäft, meinem Unternehmen verpflichtet, denn davon hängen (besonders in der Größenordnung von AEG) auch noch andere Personen finanziell ab. (Und ich spreche jetzt auch und besonders von den "Kleinverdienern".)
    AEG hat sich drum (mit) gekümmert, dass MJ einen Arzt hat, damit haben sie schon mehr getan, als sie mussten (natürlich nicht moralisch).
    Bitte versteht mich nicht falsch, ich will AEG auf keinen Fall in Schutz nehmen, aber sie haben gehandelt, wie jeder Chef handeln würde. "Geh zum Arzt. Da warst du? Gut, dann mach weiter, denn er hat Dich nicht krankgeschrieben!"
    Krass gesagt - Scheisse, aber so ist es nun mal. Der Schuss ging nach hinten los, dass wissen wir und Sie jetzt, aber das wusste vorher niemand.
    Wieviele Menschen haben während der Arbeit einen Herzinfakt oder sonst was. Sind gerade eine Stunde zuhause und fallen plötzlich um... Sie hatten vorher womöglich einen Krankenschein (auf was auch immer). Soll dann wirklich der Chef wegen Todschlags belangt werden?


    Ja, ich hätte auch gerne gehabt, dass AEG zahlen muss, schon allein, weil sie so kalt wirken und es sich auch leisten können :püh: und vielleicht hätten die Kids wirklich was Sinnvolles mit dem Geld gemacht, aber ich muss zähneknirschend zugeben, dass das Urteil gerechtfertigt ist.


    Ach alles Mist... Eigentlich regt mich an der ganzen Sache das Eigentliche auf und das geschah am 25.06.2009 :stuhl:

  • Zitat

    Bitte versteht mich nicht falsch, ich will AEG auf keinen Fall in Schutz nehmen, aber sie haben gehandelt, wie jeder Chef handeln würde. "Geh zum Arzt. Da warst du? Gut, dann mach weiter, denn er hat Dich nicht krankgeschrieben!"


    ...ich kann aber solche mails auch anderes lesen: (besonders das zweite, was Teil der Antwort auf das von Ortega ist, in dem er mitteilt, das der Arzt Michael eben nicht erlaubte, zu Proben... was erwarten AEG denn von dem Arzt, dem sie das Gehalt bezahlen, und der Michael nicht erlaubte, an den Proben teilzunehmen?)
    Und ein "normaler" Chef ruft dann also ein meeting mit deinem Arzt ein, und sagt ihm, dass er tun soll, was Cheffe von ihm erwartet?.. und zwar nachdem der Arzt ihn vorher "krankschrieb" - bzw. nicht erlaubte, dass er Probt...
    Leider kann ich nicht viel erkennen, was an dieser TII Situation so war "wie jeder Chef handeln würde"


    Email von Ortega an Gongaware (14. 6.09)
    „Wusstet ihr, dass MJs Doktor ihm gestern nicht erlaubte, an den Proben teilzunehmen? Wissen Randy und Frank das? Bitte, lass sie immer über seine Gesundheits-Situation im Bilde sein. Ohne in MJs Privatleben einzudringen, ist es vlt. eine gute Idee mit seinem Arzt zu sprechen, um sicher zu gehen, dass alles wonach MJ fragt, da ist.
    Wer ist verantwortlich dafür, das MJ täglich angemessene Ernährung/Vitamine/Therapie bekommt?
    Persönlich denke ich, wir sollten einen Top Ernährungsberater und Physiotherapeuten haben, um regelmässig mit ihm zu arbeiten.
    Die Anforderungen an den Kerl sind mental und körperlich aussergewöhnlich! Die Show erschöpft unsere 20jährigen.
    Bitte bewertet es nicht unter, da dran zu bleiben“


    Weiterer Teil der email Kette -Mail von Gongaware vom 14.6 09
    „Frank und ich sprachen schon darüber und haben ein face-to-face meeting angesetzt mit dem Doktor. Wir wollen ihn daran erinnern, dass es AEG ist und nicht MJ, der sein Gehalt bezahlt. Wir wollen, dass er versteht, was wir von ihm erwarten. Bis jetzt hat er Frank abgewimmelt.“


    EDIT...
    ..im Klartext: ich könnte das so verstehen, dass der Arzt - der von AEG eingestellt ist, und von da sein Geld bekommt, nicht unbedingt MJ krankschreiben soll, wenn es eigentlich nötig wäre, sondern einfach dafür zu sorgen hat, dass er eben - egal wie - auf der Bühne zu stehen hat...

    Einmal editiert, zuletzt von maja5809 ()

  • Also selbst wenn jeder Chef (in der freien Wirtschaft) so handeln würde, dann wäre das auch dann nicht richtig und sehr fahrlässig.
    Außerdem hast du, Shi, den andern Punkt nicht berücksichtigt, dass "man" schon wissen konnte,dass Michael ein Schlaf- und Medikamentenproblem hatte, vor allem in Toursituationen.
    Das kaufe ich denen nicht ab, dass sie nichts wussten und auch nichts ahnten.
    Und jetzt nochmal: selbst wenn, hätten sie sehen müssen, dass dieser Arzt nichts taugt, als es Michael immer schlechter ging und sie hätten abbrechen müssen.

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  • :wave:

    NATÜRLICH ist es nicht so, wie ich schrieb. Dieser Satz war genauso überspitzt rüber gebracht, wie Daniela es tat, damit sie mal merkt, wie sowas ankommt.Ich dachte eigentlich, dass das auch so ankommt......

    Tja, Billie da komme ich wohl gerade nicht mit klar. Schlichten indem man überspitzt formuliert, ist einfach nicht auf meinen Radar und ich lecke noch meine Kratzer von den letzten Spitzen :zwinker:

    Zitat von »Sky*«
    Doch hier wird ja wirklich gerade so getan als seien AEG - nach allem was man nun über sie weiß - gänzlich unschuldig daran wie es Michael ging. :oho:



    :glupschi: Echt? Siehst Du das so? :hülfe:

    Ich hatte in meinem Text noch ein 'gerade' eingesetzt. Wahr wohl noch just in time, deswegen nicht als Edit. Aber Du warst schneller. Es bezieht sich nur auf die letzten Posts, nicht auf die letzten Äußerungen der Tage. :victory:

    Das entspricht nicht meiner Meinung.

    Für mich wäre interessanter, wenn Du nicht nur den ersten Satz zitierst und kommentierst, sondern mein ganzes Posting betrachtest. Es geht mir um den Vergleich zwischen Michaels Not Guilty 2005 in einem Strafprozess und einer Zivilklage bei der AEG nicht belangt werden konnten, leider auch nicht für ihre moralische Schuld :stuhl: .
    Diesen Vergleich zw. 2005 und jetzt AEG höre ich hier nicht zum 1. Mal und er ist für mich nicht nachvollziehbar. :traurig1
    Hier noch mal, worum es mir geht.

    Für mich ist es ein himmelweiter Unterschied, ob ein Mann der 10 Jahre von einem rassistischen Staatsanwalt, der Jugendbehörde (weiß gerade nicht die korrekte Bezeichnung) und dem FBI durchleuchtet wurde, dann aufgrund einer nicht schlüssigen Beschuldigung vor ein Strafgericht kam, weil der Staatsanwalt noch mal schnell die Bedingungen so änderte, dass der Fall überhaupt zu einem wurde! Zudem hat der Staatsanwalt alle Mühen und Kosten aufgenommen Zeugen zu finden und sogar Beweise VOR AUGEN DER JURY zu fälschen.
    Michael wurde als kooperativ bezeichnet und zwar von der Jugendbehörde und auch bei den Verhören.
    Er legte ein GANZ ANDERES VERHALTEN ALS JEDER der AEG Köpfe an den Tag!


    Dem gegenüber steht eine Zivilklage wo der angeklagte Konzern sich als moralisch schuldig präsentierte, unter immensen Erinnerungslücken litt und es erwiesener Maßen an Respekt und Fürsorge für ihren Klienten fehlen ließ. Wo der Sohn aussagte, wie sehr dem Vater die Kontakte mit dem CEO des Konzerns zunehmend aufgebracht und zum Weinen (das heißt unter großen Druck) gebracht hatten. Wo der Vertrag zwischen den 'Partnern' dem einen Partner alles kosten konnte, dem anderen aber nur ein negative Schlagzeile die schnell vergessen wird. - Da einen Vergleich zu ziehen, kann mMn nur als Totschlagargument dienen sollen.


    Eine Diskussion macht doch hier nur Sinn, wenn man nicht die Meinung des anderen mit Totschlagargumenten abwürgen will.

    Jetzt wünsche ich uns allen ein gutes Nächtle. :Tova:

  • 2007 gab ja ein teil der Familie ein öffentliches Statement in Form eines Briefes ab, in welchem sie dementierten, dass Michael mediabhängig sei.
    Randy Jackson sagte im Prozess gegen AEG, dass das Statement auf bitten von Michael rausgegeben wurde und dass ER(Randy) dieses Statement ja niemals unterschrieben hätte.
    demnach hätte eine Tour mit Michael ein No go für die Familie sein müssen- das war es aber nicht.

  • das sind nicht die Fakten - sondern meist nur Vermutungen - eben das, was hier "in diesem Thread geäussert wurde"..., die hier zusammengetragen wurden - als Fakten hast du es in deinem anderen Post formuliert. Oder haben etwa Katherine und andere Familienmitglieder das alles hier geäußert:


    Ich habe die Aussagen, die Katherine, die Familienmitglieder und Debbie gemacht haben hier aus dem Forum.
    Die Diskussion ist für mich damit beendet. Du kannst ja das ganze Forum noch einmal durchblättern, wenn du ganz genau wissen willst, wo welche Aussage steht. :wave:

  • Zitat

    Eine juristische schuld trägt AEG nicht,wie meiner Meinung nach,auch schon vor dem jury-urteil klar war.


    Zitat

    Für mich ist dieses Urteil völlig schlüssig und ich persönlich,habe zu keiner zeit geglaubt,dass AEG eine juristische schuld trägt.


    Zitat

    Seit Jahren sind Fans zurecht bestürzt darüber,dass viele Leute immer noch Michael's Freispruch im Jahre 2005 anzweifeln. Einige von diesen Fans zweifeln heute selbst ein juristisches Urteil an.nämlich das,welches der Prozess Jacksons vs. AEG ergeben hat.


    …nochmal was hierzu. Und zwar alles nur hypothetisch, nur ein paar Gedanken...


    - Es gab 2005 ein Urteil, was besagte, dass Michael unschuldig ist
    - Es gab jetzt ein Urteil, dass besagte, dass AEG keine Schuld an Michaels Tod hat.


    Diese Urteile wurden jeweils durch eine Jury gefällt, aufgrund all dem, was sie in der Verhandlung hörten – und wie sie die verschiedenen Aussagen gewichteten, die verschiedenen Expertenaussagen und die Zeugenaussagen.
    So ein Urteil ist natürlich rechtskräftig – kann aber in Frage gestellt werden, indem man in Berufung geht.


    Meine Frage ist jetzt einfach, wie wichtig bewerten wir so ein Urteil, wenn wir unser „eigenes Urteil“ zu so einer Anklage fällen? Hängt unser eigenes Urteil stark von dem Urteil dieser Juroren ab, oder kommen wir, die auch jeweils einen Großteil der Informationen haben, wie sie auch die Juroren bekamen, (und manchmal vlt. noch mehr...) trotzdem zu einem anderen Ergebnis?
    Und was ist, wenn unser Urteil nicht dem der Juroren entspricht?


    Wenn ich mir jetzt mal vorstelle, Michael wäre 2005 von der Jury für schuldig befunden worden. (wenn ich es frei nach Mesereau sagen darf: „es ist letztlich nie absehbar, wie eine Jury sich entscheidet...“) - es hätte also durchaus passieren können.
    Würde dann auch argumentiert, - hier und von Fans – dass es ja nun ein rechtskräftiges Urteil gibt, was dann rechtsgültig ist, und deshalb als Beweis genommen wird, für eine Schuld?
    Oder hätten wir uns, ganz unabhängig von jeder Jury Entscheidung trotzdem erlaubt, zu einem ganz anderen Schluss zu kommen?
    Ich gehe mal stark von letzterem aus. Weil unser Urteil eben nicht nur von dem abhängt, was wir während so einem Prozess erfahren, und von dem,wie eine Jury das bewertet, sondern von vielen anderen Dingen, die man noch zusätzlich mit einbezieht, wenn man sich mit Michael befasst. Auch wenn 2005 ein rechtskräftiges Jury Urteil „schuldig“ gelautet hätte, wäre es wohl kaum so gewesen, dass die Fans es dann so akzeptiert hätten. (Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer immer die Regel..)


    Und genauso sehe ich es auch in dem Fall. Es gibt jetzt ein Urteil einer Jury, was rechtskräftig ist. Aber für mich heisst das nicht, dass ich zum gleichen Schluss komme, wie diese Jury, und auch nicht, dass es für mich jetzt als eine Art Beweis gilt, dass AEG keine Schuld hat.


    ..noch mehr Gedankenmodelle:
    Was wäre mit eurer Überzeugung, dass AEG keine juristische Schuld hat, falls das Urteil anders ausgefallen wäre? Hättet ihr das akzeptiert, oder auch weiter eure Meinung vertreten, dass AEG unschuldig ist?
    Diese Aussage: „Einige von diesen Fans zweifeln heute selbst ein juristisches Urteil an.nämlich das,welches der Prozess Jacksons vs. AEG ergeben hat.“
    Gäbe es die dann auch? Müssten die Fans, für die AEG „schon immer“ juristisch unschuldig war, das Urteil, falls es anders ausgefallen wäre, nicht anzweifeln?
    Wenn man so ein Urteil jedoch als einen wichtigen Beweis wertet, auch für den eigenen Standpunkt, und es anscheinend nicht ok findet, dass es Leute gibt, die sowas trotzdem anzweifeln, dann müsste man es in dem Fall, dass es ein Schuldig -Urteil gegeben hätte, dieses auch einfach annehmen, auch wenn man vorher ganz anderer Meinung war. Man müsste also sein eigenes Urteil, was man sich gebildet hat, durch so ein Urteil, was sich andere gebildet haben, überdenken, und als nicht mehr gültig sehen.


    Eigentlich will ich nur sagen, dass so ein Urteil – auch wenn es rechtskräftig ist – mich nie dazu bringen kann, mein eigenes Urteil, was ich aufgrund meiner Interpretation von allem, was ich dazu an Info habe – nicht dem einer Jury unterordne. Das hätte ich 2005 nicht getan, falls es da ein anderes Urteil gegeben hätte – und das tue ich auch jetzt nicht, mit diesem Urteil.

  • Ich finde grundsätzlich auch, dass man ein Urteil akzeptieren sollte.
    Aber wenn man sich sicher ist, dass ein Fehlurteil gesprochen wurde, und es gibt Fehlurteile, dann sollte man in Berufung gehen.
    dafür gibt es diese Möglichkeit. Weil eben Menschen auch Fehler machen und es oftmals Beweise gibt, die nicht vorgelegt wurden, oder wichtige Zeugen irgendwie doch nicht gehört wurden.
    Oder weil (wie hier) die Fragen falsch formuliert wurden.
    Gegen das Urteil 2005 wurde keine Berufung eingelegt, warum weiß ich gar nicht (?), es hätte aber die Möglichkeit bestanden. das ist ein legitimes Rechtsmittel.

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  • Weiterer Teil der email Kette -Mail von Gongaware vom 14.6 09
    „Frank und ich sprachen schon darüber und haben ein face-to-face meeting angesetzt mit dem Doktor. Wir wollen ihn daran erinnern, dass es AEG ist und nicht MJ, der sein Gehalt bezahlt. Wir wollen, dass er versteht, was wir von ihm erwarten. Bis jetzt hat er Frank abgewimmelt.“


    EDIT...
    ..im Klartext: ich könnte das so verstehen, dass der Arzt - der von AEG eingestellt ist, und von da sein Geld bekommt, nicht unbedingt MJ krankschreiben soll, wenn es eigentlich nötig wäre, sondern einfach dafür zu sorgen hat, dass er eben - egal wie - auf der Bühne zu stehen hat...



    Was Du spekulativ schreibst hat die Beweislage eben nicht ergeben. Das E-Mail von Gongaware stellt sicher dar, dass AEG aktiv bei der Einstellung beteiligt war, aber letztendlich ist die Mail ohnhin so nicht stimmig, denn den Arzt bezahlt in letzter Instanz MJ.


    Und zudem unterschlägst Du Folgevoice-Mails, z.B. von Dileo am 20. Juni an Murray. "Hey ich bin der Kleine, Dicke, Michaels Manager, Michael hatte einen Vorfall gestern, er ist krank, wir brauchen einen Bluttest um zu sehen was er hat/macht".


    Ist jetzt nicht ganz wortwörtlich, aber zeigt doch sehr klar wie im Dunkeln bzgl. der Ursache von Michaels schlechtem Zustand gerätselt wurde. Und es ist doch die Beweiskette, die eben eine andere Sachlage darlegt wie Du spekulativ hier vorbringst.


    Für mich ist das Urteil korrekt. Natürlich haben die Jacksons die Möglichkeit wie jeder einen Berufungsantrag einzulegen und es ist für mich auch klar, dass sie es machen, denn es geht um hohe Summen bei dem jeder Versuch Recht ist.
    Den Antrag werde ich mir bzgl. der Argumentation dann erst mal anschauen. Sollte es eine formelle Sache geben die beanstandet werden kann, die zur Wiederaufnahme führen sollte muss man das akzeptieren. Für gut halte ich es nicht, denn Michael wird es nie und nimmer eine Gerichtigkeit bringen mit der Aussicht selbst wenn AEG etwas Fahrlässigkeit zugesprochen wird Michael den größten Prozentsatz erhalten würde.

    Einmal editiert, zuletzt von LenaLena ()

  • Zitat

    Und zudem unterschlägst Du Folgevoice-Mails, z.B. von Dileo an Murray


    ..ich denke nicht, dass ich was "unterschlage", Lena...
    lies doch, was ich zitiert habe, mit welchen Zusätzen:


    das zweite, was Teil der Antwort auf das von Ortega ist


    Weiterer Teil der email Kette


    ...ich habe nicht irgendwo geschrieben, dass es das eine mail gab, von Ortega, und dass das andere die einzige Antwort ist... und egal, was auch noch dazwischen geantwortet wurde, ist das von mir zitierte Antwortmail von Gongaware, mit genau der Formulierung: "Wir wollen ihn daran erinnern, dass es AEG ist und nicht MJ, der sein Gehalt bezahlt. Wir wollen, dass er versteht, was wir von ihm erwarten." vorhanden und eine Antwort auf das erste mail von Ortega. Und genau über diesen Satz habe ich spekuliert, weil es wohl nirgends im Prozess geklärt wurde, was denn das genau zu bedeuten hatte....

  • Man kann diese Mails wirklich auch von einer andere Seite betrachten. In dem Fall beweist es sich wieder für mich, was man für eine Einstellung zu diesem Prozess hat. Das hat jetzt für mich nichts mit pro oder contra AEG zu tun.
    Danke für deine Gedanken maja!


    Meine Gedanken sind dazu: Ich lese in der Ortega-Mail Sorge um Michael. Er ist erschrocken, dass sich Michael krank gemeldet hat. Was vielleicht einfach nicht typisch für ihn war. Ich schätze Michael so ein, dass er, komme was wolle, sich zur Arbeit geschleppt hat.
    Die zweite Mail hört sich in erster Linie wirklich strange an. Aber ich habe von dir gelernt, auch zu versuchen, erst mal den positiven Aspekt und völlig unvoreingenommen die Sache zu betrachten. So kann man interpretieren ("Frank und ich sprachen schon darüber und haben ein face-to-face meeting angesetzt mit dem Doktor. Wir wollen ihn daran erinnern, dass es AEG ist und nicht MJ, der sein Gehalt bezahlt.") : Mensch, wir bezahlen nun schon einen Arzt und er kümmert sich nicht richtig um ihn. Wozu bezahlen wir ihn? Wir brauchen einen gesunden und fitten Michael.


    Daraus kann sich aber auch ua. für mich erschließen, dass AEG nun vermutete, dass der Doc nicht gut für Michael ist und ihn mit Dingen versorgt, die Michael gern haben möchte und dies nicht in seinem gesundheitlichen Interesse ist. ("...Wir wollen ihn daran erinnern, dass es AEG ist und nicht MJ, der sein Gehalt bezahlt....") Ergo: Er soll machen, was wir sagen und nicht Michael.


    Tja, welche Interessen es waren, keine Ahnung. Das weiß ich nicht, du nicht....sondern das weiß nur AEG und CM, was sie erwarteten. Sollten AEG erwartet haben, dass CM Michael auf die Bühne bringt, egal wie, ist es fahrlässig Edit:sogar kriminell. :haue: Es wurde aber nicht bewiesen. Sollte es aber der andere Fall sein, waren sie damit beschäftigt Lösungen zu finden. Leider hat die Zeit nicht mehr gereicht. :traurig2: Sie haben zu spät Rückschlüsse gezogen, dass es am Arzt liegen könnte. Sie haben zuerst die Situation unterschätzt und der Zeitraum war auch sehr kurz. Mitte Mai traf sich Michael mit der Familie. Ihre Aussage: Er war gut drauf. Weiterhin fand ein Treffen mit Katherine, Joe, Phillips, Michael... im Beverly Hills Hotel statt. Dort wurde noch über die Bezahlung in Dollar oder Pfund verhandelt. Keiner kam dort auf die Idee, die Besorgnis über seine Gesundheit zur Sprache zu bringen. Ich glaube, das wäre definitiv sonst bei dem Prozess bekannt geworden. Erst im Juni war Michaels Abbau gravierend erkennbar, seine Motivation war eingeschränkt und er nahm einige Auszeiten. (1 Woche im Juni war er sogar unauffindbar.) - Soweit ich Ortegas Aussage nachvollziehen und erinnern kann. Sollte ich mich irren, bitte verbessern!
    Wer kommt als allererstes darauf, dass Michael ihn aus diesem Zweck eingestellt hat? Michael hat seine Begründung gegeben, warum er CM haben will. Das hat man geglaubt. Warum auch nicht?
    Schließt man immer gleich auf die schlechte Arbeit eines Arztes, wenn es jemanden schlecht geht? Wie oft habe ich mich zur Arbeit geschleppt und keiner ist auf die Idee gekommen, zu sagen, dein Arzt muss aber schlecht sein. Es war meine Entscheidung und manchmal habe ich auch gegen die Empfehlung gehandelt, weil ich dachte, ohne mich geht es momentan nicht. Mein Chef hat es zur Kenntnis genommen, dass es mir schlecht geht. Ist aber davon ausgegangen, dass ich alt genug bin, selbst zu entscheiden. In der Zeit nahm auch keiner Rücksicht auf mich. Es wurde 100% von mir verlangt und es hat mich auch niemand nach Hause geschickt. Diese Einsicht hat bei mir Jahre gedauert, sodass ich heute versuche anders zu handeln.

    Ich gehe einfach davon aus, dass AEG stark an den Durchführungen der Konzerte interessiert war aber Michael eben auch. Ich möchte/kann mir nicht vorstellen, dass AEG den Tod mit auf der Liste hatte, dass Michael und seine Arbeit ihnen so egal war. Sie wollten viel und lange Geld verdienen und Michael auch. Jeder hatte seine Gründe, sonst wäre mMn der Vertrag nicht zustande gekommen.



    Ich hoffe, du verstehst, was ich meine. :Tova:
    Ich werde mich, glaube ich, nun aus der Diskussion zurückziehen. :tüte:

  • Die zweite Mail hört sich in erster Linie wirklich strange an. Aber ich habe von dir gelernt, auch zu versuchen, erst mal den positiven Aspekt und völlig unvoreingenommen die Sache zu betrachten. So kann man interpretieren ("Frank und ich sprachen schon darüber und haben ein face-to-face meeting angesetzt mit dem Doktor. Wir wollen ihn daran erinnern, dass es AEG ist und nicht MJ, der sein Gehalt bezahlt.") : Mensch, wir bezahlen nun schon einen Arzt und er kümmert sich nicht richtig um ihn. Wozu bezahlen wir ihn? Wir brauchen einen gesunden und fitten Michael.


    Das zeigt aber auch,dass sie gemerkt haben, dass was schlecht läuft.
    Zum Glück gab es noch Frank Di Leo, der einen Bluttest vorgeschlagen hat, denn er ahnte mit Sicherheit was da für Medis im Spiel waren. Wenn sofort gehandelt worden wäre, dann hätte man gesehen, was sich da für Substanzen im Blut befunden haben, aber das hat Murray wohl zu verhindern gewusst. (Ruhe in Frieden, Frank Di Leo, und danke nochmal :kerze: )
    Maike, ich kann deinen posts gut folgen, weil ich bei dir nicht das Gefühl habe, dass es dir nur darum geht, die Familie als Geldgeier dastehen zu lassen :flowers: (wobei ich nochmal betonen möchte, dass ich die Familie durchaus auch kritisch sehe).


    Ich gehe einfach davon aus, dass AEG stark an den Durchführungen der Konzerte interessiert war aber Michael eben auch. Ich möchte/kann mir nicht vorstellen, dass AEG den Tod mit auf der Liste hatte, dass Michael und seine Arbeit ihnen so egal war. Sie wollten viel und lange Geld verdienen und Michael auch. Jeder hatte seine Gründe, sonst wäre mMn der Vertrag nicht zustande gekommen.


    Das will ich auch nicht glauben, dass sie bewusst mit dem Tod gerechnet haben, aber sie haben einfach fahrlässig gehandelt.
    Der Unterschied zu deinem Arzt ist aber der, dass der nicht 24 Stunden am Tag nur für dich da ist, da kann man schon etwas mehr erwarten, vor allem bei diesem Gehalt.

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  • Daraus kann sich aber auch ua. für mich erschließen, dass AEG nun vermutete, dass der Doc nicht gut für Michael ist und ihn mit Dingen versorgt, die Michael gern haben möchte und dies nicht in seinem gesundheitlichen Interesse ist. ("...Wir wollen ihn daran erinnern, dass es AEG ist und nicht MJ, der sein Gehalt bezahlt....") Ergo: Er soll machen, was wir sagen und nicht Michael.

    Stimmt :patsch: , die gibt es ja auch noch. :

    ... Dileo am 20. Juni an Murray. "Hey ich bin der Kleine, Dicke, Michaels Manager, Michael hatte einen Vorfall gestern, er ist krank, wir brauchen einen Bluttest um zu sehen was er hat/macht".

    Frei übersetzt von LenaLena
    Das würde ja die Vermutung/Variante unterstützen, dass sie nun etwas ahnten und tätig werden wollten.

    Zum Glück gab es noch Frank Di Leo, der einen Bluttest vorgeschlagen hat, denn er ahnte mit Sicherheit was da für Medis im Spiel waren. Wenn sofort gehandelt worden wäre, dann hätte man gesehen, was sich da für Substanzen im Blut befunden haben, aber das hat Murray wohl zu verhindern gewusst.

    Da ja nun immer davon ausgegangen wurde, dass DiLeo mit AEG in einem Boot sitzt, sieht es für mich so aus, dass CM eigenmächtig gehandelt hat. Denn Randy Phillips schreibt ja noch in seiner Mail an Gongaware:

    „Frank und ich sprachen schon darüber und haben ein face-to-face meeting angesetzt mit dem Doktor. Wir wollen ihn daran erinnern, dass es AEG ist und nicht MJ, der sein Gehalt bezahlt. Wir wollen, dass er versteht, was wir von ihm erwarten. Bis jetzt hat er Frank abgewimmelt.“


    @ Daniela Jackson: Mich würde mal persönlich interessieren, woher du die Info hast:

    Zitat

    .....wie schon mehrfach erwähnt, wurde Propofol damals in 2003 bei der Razzia auf NL im Schrank gefunden.

    Diese Info ist für mich total neu :nanu: . Ich staune, dass das Sneddon nicht zum Anlass genommen hat, zu sagen, dass Michael dies benutzt hat. Narkotikum außerhalb des Krankenhauses, dann auf NL und diese Beschuldigung. Da könnte ich mir eigentlich eins und eins zusammenzählen, wie ein weiterer Anklagepunkt ausgesehen hätte. Ich glaube, man sprach von verschiedene Medikamenten, die auch scheinbar nicht relevant waren.Aber eben nicht explizit von Propofol. :schulter: Hast du da irgendeine Quelle?


    Nun aber wirklich :flitz:

    Einmal editiert, zuletzt von Maike () aus folgendem Grund: einfügung

  • :wave:

    Ich werde mich, glaube ich, nun aus der Diskussion zurückziehen. :tüte:

    Dabei kann ich da Daniela zustimmen:

    Maike, ich kann deinen posts gut folgen, weil ich bei dir nicht das Gefühl habe, dass es dir nur darum geht, die Familie als Geldgeier dastehen zu lassen :flowers: (wobei ich nochmal betonen möchte, dass ich die Familie durchaus auch kritisch sehe).

    So zu diskutieren, finde ich interessant und bereichernd. :Tova:
    Es kann doch nur ein hin und herwälzen von Gedanken sein und eben auch ein unterschiedliche Sichtweise auf das was wir nun durch den Prozesse erfahren haben. Liebe Maike ich weiß auch, dass Du Dir Gedanken machst, was und wer alles komischerweise nicht zur Sprache gekommen ist. Es ist einfach nicht nur gas Ergebnis unbefriedigend, dass AEG sich wie unbescholtene Sieger vorkommen können, sondern auch dass viele lose Fäden nicht genutzt wurden um sie in den Prozess einzubinden. Zum Teil Dinge zwar zur Sprache kamen, aber nicht geklärt wurden (Erinnerungslücken bei AEG), oder wirklich interessante Zeugen der letzten Tage nicht befragt wurden (verschwunden sind). Auch das Hickhack um DiLeos Computer ist für mich unverständlich. :spion2:
    Solche Sachen kann man doch mal beleuchten, oder?
    :Tova:

  • Maike : ich weiß das leider nicht mehr, woher ich das habe. :was: Im Zusammenhang mit dem Prozess 2005 hab ich das gelesen, dass viele medikamente im Schrank waren, massenhaft, darunter auch Propofol, dazu gab es auch Fotos.


    Vielleicht weiß das eine von den andern Mädels ???

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  • Im Zusammenhang mit dem Prozess 2005 hab ich das gelesen, dass viele medikamente im Schrank waren, massenhaft, darunter auch Propofol, dazu gab es auch Fotos.

    Also, ich habe heute viel recherchiert alte Artikel, in Foren, Onlineportale. Ich habe Propofol in diesem Zusammenhang nicht
    gefunden. Kann es sein, dass du die Bilder mit den Bildern aus dem Carolwood Drive verwechselst?
    Alle, ob Familie, Mitarbeiter oder Bekannte äußerten sich so, dass sie von diesem speziellen Medikament erst von C. Murray erfuhren.
    Ich kann es wirklich nicht glauben. Es wäre ein gefundenes Fressen für Sneddon gewesen. :tn:
    Kann jemand helfen????? :bitte: :wäh:

  • Ich bin ganz sicher, dass es um 2003 ging, aber für den Prozess damals war das eher wenig interessant, denke ich.
    Frank Cascio schreibt ja auch über Medikamente, auch über Propofol und Uri Geller hat doch da auch was erzählt, wobei ich bei dem natürlich auch sehr vorsichtig bin.
    Das wurde zwar erst nach seinem Tod bekannt, aber Insider wussten das schon vorher.
    Debbie wusste es, Frank Di Leo wusste es, Klein , Grace ,andere Ärzte, und wenn es ein Statement 2007 gab, muss es wohl einen Anlass gegeben haben.





    Was ich auch noch empfehlen möchte (passt auch hierher, denke ich), ist das Buch "Gute Geister" oder "The Help" im Original von Kathryn Stockett,das beschreibt sehr gut und spannend die Zeit in den 60er Jahren in den Südstaaten von Amerika, die Rassentrennung, am Beispiel dreier Frauen, zwei farbigen Dienstmädchen und einer weißen wohlhabenden Tochter, und wie sie langsam aus den vorgegebenen Bahnen ausbrechen (Farbige mussten z.B. eine eigene Toilette benutzen etc.) Ein ganz tolles Buch !

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    Einmal editiert, zuletzt von Daniela Jackson ()

  • Also Daniela irgendwie meine ich schon das Du da doch einfach vieles zusammenwirfst. Wer wusste was wann?
    Es gibt keine Berichte, dass Propofol auf der Ranch bei der Razzia gefunden wurde. Es gibt nichts verwertbares an Drogen was dort gefunden wurde. Es gab einen abschließbaren Weinkeller.


    Und wer wusste von Propfol? Dileo sicherlich nicht. Von den Aussagen wissen wir nur das Debbie und einige Äzrte davon wussten.

  • Debbie wusste es, Frank Di Leo wusste es, Klein , Grace ,andere Ärzte, und wenn es ein Statement 2007 gab, muss es wohl einen Anlass gegeben haben.

    Debbie wusste meiner Meinung nach nicht, welches Medikament gegeben wurde. DiLeo????? Er arbeitete bis 1989 mit Michael und dann erst 2009 wieder. 1989 war noch gar kein Propofol auf dem Markt. Grace möglich und die Ärtzte sagten aus, dass er angeblich von einem flüssigen Medikament sprach: Saft, später vielleicht Milch. Der Begriff Propofol fiel nicht. Das machte mich während des Prozesses schon stutzig. Wobei ich diesen Aussagen nicht viel Beachtung schenke. Sie wurden für ihre Aussage bezahlt.
    MMn geht es hier um Demerol und nicht Propofol.


    Wenn es stimmt, bitte Quellen!!!! Ich möchte es sonst einfach nicht stehen lassen. :nt: