Michael Jackson und das Ausmaß der Mediendegeneration

  • ich hab hier einen, wie ich finde, guten artikel gefunden im mj-net, hab dort auch die übersetzung schon eingestellt :-D
    ich möcht ihn euch nicht vorenthalten :Tova:


    hier der link zum original


    http://divinevarod.com/2013/07…nd-of-media-degeneration/


    Michael Jackson und das Ausmaß der Mediendegeneration
    Von Daniel Cohen


    Im vorigen Jahr riefen Hugh Grant und eine Gruppe anderer Stars die Organisation „Hacked Off“ ins Leben, in der Hoffnung Stars vor den Medien zu schützen.


    Ein kurzer Blick in die Zeitungen scheint darauf hinzudeuten, dass dies und der ganze Telefon-Hacking Skandal und die Leveson Untersuchung in keinster Weise eine Veränderung brachten.


    Tatsächlich sieht es so aus, als würde es in den Medien, nachdem sie sich kurzzeitig still verhalten hatten, noch schlimmer werden als je zuvor. Jede Zeitung der Welt (gewiss jede englischsprachige) scheint sich in ihre eigene Version von News of the World 2.0 zu verwandeln - mit Skandalen wie Tulisas Drogendeal (was mich in seinem Aufbau an das berühmt-berüchtigte Exposé des „Scheichs“ in der News of the World erinnert) und besonders mit den wöchentlichen Enthüllungen zahlreicher Ex-„Angestellter“ und „Freunde“ Michael Jacksons, die er nie länger als einen Tag lang (oder eine Stunde) gesehen hatte.


    Als ob das nicht schon genug wäre, ist jetzt auch die Mirror Group auf ein Stück des Kuchens aus. Viele ehemalige Mitarbeiter von NOTW haben interessanterweise ihren Platz entweder beim Mirror oder der Sunday People gefunden und machen dort mit ihrem Modus Operandi weiter. Das war auch so beabsichtigt, denn beide Zeitungen wollen auf jede erdenkliche Art aus ihrem Murdock Skandal herauskommen und höhere Verkaufszahlen erreichen.


    Doch es sind nicht nur die Journalisten, die eine Richtungsänderung anzeigen. Es entstand eine neue Art des Schreibens, die sich langsam in allen Zeitungen Großbritanniens breitmacht, selbst im Guardian. Viele Menschen haben sich über den „Tabloid Stil“ der Zeitungen beklagt, und doch scheint es nun so, als senkten die neuen Schreiber noch weiter das Niveau. Journalisten haben damit begonnen, Artikel so zu schreiben, als schrieben sie Tweets. Diesen Stil habe ich in den renommiertesten Zeitungen und Magazinen gefunden, es ist wohl zur Norm geworden. Persönliche Kommentare und Gefühle haben Fakten ersetzt.


    Dieser neue Stil hat Fernsehkritikern neue Macht verliehen. Statt eine normale, informative Kritik über eine TV-Show abzugeben, haben sich die Kolumnen in verletzende, persönliche Angriffe verwandelt. Mag ein Kritiker dich nicht, wirst du mit Worten beschrieben, mit denen man einen Serienmörder beschreiben würde (im wahrsten Sinne des Wortes, denn der arme alte Bobby Davro wurde letzte Woche in drei unterschiedlichen Zeitungen der Mirror Group mit Fred West verglichen). Kürzlich wurde Ben Elton in nie dagewesener Form angegriffen, doch sehr schnell wurde klar, dass dies die neue Norm ist: eine TV-Show herzustellen, die die Kritiker nicht mögen, ist ein Verbrechen. Wenn die Öffentlichkeit dich oder deine Show mag und die Kritiker dich nicht mögen, werden sie dich weiter in ihren Kolumnen schlecht reden, bis sie für ihre Meinung genügend Unterstützer finden. Sie werden Mittel und Wege finden zu beweisen, dass „jeder“ dich hasst. Heutzutage halten sich TV-Journaliten selbst für Stars, die die Macht besitzen, jemanden zum Star zu machen oder ihn zu zerstören. Das gleiche gilt für Journalisten des Showbiz, die darauf bestehen, sich mit Stars ablichten zu lassen, um dieses Foto in ihrer Zeitschrift abzudrucken. Sie beanspruchen eine Art Kult und gieren nach Berühmtheit für sich selbst. Sie tweeten Meinungen und sind versessen auf Bestätigung derselben. Selbst wenn sie wissen, dass sie falsch liegen, wollen sie Recht haben. Wahrer investigativer Journalismus ist heutzutage dünn gesät.


    Nachrichtenblätter unterscheiden sich nicht mehr von Hass versprühenden Trolls auf Twitter und aus den Informationen, die sie liefern sollen, werden Beleidigungen. Scheinbar ist es das, was ihr Publikum lesen will: einen Satz „Neuigkeiten“, gefolgt von 5 Beleidigungen oder Witzen über das gleiche Thema oder den betreffenden Star.


    Wenn sie nicht in der Lage sind, sich selbst Kritiken auszudenken, basteln sie sich einfach einen Artikel aus den hasserfülltesten Tweets, die sie finden können. Tatsächlich kann ein Journalist sich heute aufgrund eines einzigen Tweets einen ganzen Artikel ausdenken.


    Die Sunday People (die sich in der Absicht, das größte Klatschblatt zu werden, extrem verändert hat) ködert sogar Stars und deren Fans, indem sie schockierende und schmutzige Bemerkungen auf ihrem Twitter Account setzt. Benimmt sich so eine Zeitung?


    Diese neue Art Hassjournalismus gab es schon immer, doch bis zu der Zeit, als Michael Jackson kam, wussten sie nicht, wie viel Geld man damit wirklich machen kann. Waren die Medien vorher schlimm, so wurden sie jetzt zu Aasgeiern, die sich ein besonderes Ziel als Opfer aussuchten. Viele Stars hatten traumatische Erlebnisse mit den Medien.


    Allzu oft sind Stars zu Beginn lustig, offen und froh, um sich später in scheue, nervöse Wracks zu verwandeln, sobald sie begriffen haben, wie weit die Medien gehen, um etwas über ihr Privatleben herauszufinden. Extrem viel Geld wird ausgegeben für Leute, die einen Star vage kennen, nur um eine Story zu stützen, die so oder so gedruckt wird. Zeitungen fürchten sich kaum vor Klagen, da die Publicity für die Zeitung und das Geld, das mit der Story verdient wird, höher sind, als jeder zu regulierende Schaden.


    Mit dem Aufkommen von Internet-Journalismus, in dem die beste Schlagzeile die meisten Hits bekommt und eine Story kurz und scharf sein muss, um die meisten Rektionen zu erzielen, ist es noch schlimmer geworden.


    Kein Star ist sicher, je abscheulicher das Geschwätz ist, desto besser. Und es geht nicht nur um Stars, jeder ist zum Abschuss freigegeben: Juden, Schwarze, Schwule, wenn da eine Gruppe konservativer Red Tops (Anmerkung: so nennt man die Reporter der Sun, Daily Star, Daily Mirror…) es auf dich abgesehen haben, kannst du dich für mindestens einen Angriff alle 14 Tage wappnen. Heutzutage besitzen die Medien die Dreistigkeit, sich rechtschaffen zu nennen, obwohl ihre Artikel aussehen, als seien sie von einem Ankläger in einer barbarischen Hexenjagd geschrieben.


    Und nirgendwo zeigt sich die Hexenjagd klarer als bei Michael Jackson. „Eine Zeitung riskiert seine Glaubwürdigkeit mit zwei nachweislich falschen Storys über das gleiche Thema in nur 8 Tagen. Mit Storys, die ihnen bereits einige Jahre zuvor in der Öffentlichkeit einen schlechten Ruf einbrachten. Irgendetwas geht da sicherlich hinter den Kulissen vor sich“, so Charles Thomson, ein investigativer Journalist, der für diese Zeitungen gearbeitet hat, doch jetzt aktiv dabei ist, diese zu bekämpfen. Er sagt auch: „Ich finde es unfassbar, dass der Daily Mirror, als sie diese letzte Story veröffentlichten, nicht wusste, dass sie falsch war. Die Akten, die der Daily Mirror zitiert, besagen, dass die Story unwahr ist und das wurde bereits vor drei Jahren festgestellt.“


    In Anbetracht all dessen, ist es da wirklich absolut unfassbar, dass diejenigen, die bei diesen Firmen mit so niedrigen Standards arbeiten – Firmen, die so verzweifelt danach streben, das bestverkaufte Blatt des Landes zu sein und möglichst viel Geld einzunehmen – es akzeptieren, dafür bezahlt zu werden, einen verstorbenen Star zu beschmutzen, damit eine bestimmte Firma ungeschoren davonkommt? Ich denke nicht, vor allem, wenn die Storys von einem Kerl geschrieben werden, den Michael Jackson erfolgreich verklagt hatte, nachdem der Richter entschieden hatte, dass er die Storys über Michael Jackson erfunden hatte.
    Wie Charles Thomson sagt: „Ich habe das Gefühl, dass ernsthaft Fragen gestellt werden müssen, was hier wirklich vor sich geht.“


    ... Nur weil es in der Zeitung steht
    Oder es im Fernsehen läuft
    Ist es noch lange nicht wahr
    Auch wenn jeder alles darüber lesen möchte...
    Michael Jackson

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    Mit jedem Kind, das dir begegnet, ertappst du Gott auf frischer Tat.
    Martin Luther
    If I had a single flower for every time I think about you, I could walk forever in my garden. ~Claudia Ghandi

  • Ich finde das alles unglaublich und kann immer wieder nur sagen: Da muss ein Gesetz her, dass das verbietet. So etwas darf nicht sein!

  • ich glaube, ehrlich gesagt, dass es keine frage eines gesetzes wäre, denn es ist wirklich so wie michael schrieb: ... jeder möchte alles darüber lesen...
    es sind nicht allein die medien unfassbar, für mich sind die leser noch viel unfassbarer... die gesellschaft muss zurück zu einem gewissen maß an ethik, wenn das nicht passiert, nutzt auch ein gesetz gegen unethischen journalismus nichts, genauso wenig wie die ethischen richtlinien, an die sich jeder journalist halten "sollte"...
    gesetze bringen da meiner meinung nach nicht viel, leider...
    unaufhörliche aufklärung dagegen sehr viel...

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  • es sind nicht allein die medien unfassbar, für mich sind die leser noch viel unfassbarer.

    :danke: liebe achildbliss für die übersetzung,ein dankebutton reicht dafür nicht aus. :blume:


    im grunde genommen sind wir selbst schuld,wenn wir diesen "mist" nicht kaufen würden,könnten sie auf
    ihrem geschriebenen :aa: sitzen bleiben.
    aber,und da nehme ich mich nicht raus,wir möchten schon informiert werden,aber bitte seriös und nicht beleidigend.
    ein handy zu haben ist eine notwenigkeit geworden,aber es bei jeder gelegenheit zu zücken und einen prominenten
    in allen möglichen lebenslagen zu fotografieren ist auch so eine "unart"geworden,würde es uns gefallen??bestimmt nicht.
    ein alter spruch,der sich noch immer bewahrheitet ist:
    was ich nicht will,daß man mir tu
    das für auch keinem anderen zu.


  • ich glaube, ehrlich gesagt, dass es keine frage eines gesetzes wäre, denn es ist wirklich so wie michael schrieb: ... jeder möchte alles darüber lesen...
    es sind nicht allein die medien unfassbar, für mich sind die leser noch viel unfassbarer...


    Das sehe ich anders: Viele Menschen wissen gar nicht, dass im Fernsehen und in den Zeitungen gelogen wird und sich Geschichten ausgedacht werden, besonders nicht die jüngere Generation. Wer sich mit so etwas nicht befasst, weiß es einfach nicht. Die Bildzeitung z. B. wird mit Sicherheit viel gekauft, und zwar jeden Morgen von einer bestimmten Lesergruppe. Wenn dann irgendwelche skurrilen Schlagzeilen am Kiosk ins Auge stechen, kaufen sich auch Leser die Bild, die sie sonst nicht kaufen. Wenn man dann als Schlagzeile liest, MJ bleicht sich die Haut, fragt man sich wieso. Man will es wissen und kauft das Schundblatt. Oder einige sehen am Kiosk nur die Schlagzeile, kaufen die Bild nicht und denken sich ihren Teil.


    Die Zeitungen und Fernsehsender haben ja eine Strategie entwickelt, wie bei der Werbung auch, wie sie die Leser bzw. Zuschauer anziehen. Die Leser und Zuschauer können eigentlich gar nichts dafür. Sie sind in diesem Fall Opfer, weil der Mensch von Natur aus neugierig ist. Und wenn es dann ein Gesetz geben würde, das solch eine Berichterstattung verbietet, würde es gar nicht dazu kommen. (Als Beispiel: Viele Institutionen hatten eine gebührenpflichtige Rufnummer. Ich habe mich immer darüber aufgeregt. Dann kam ein Gesetz, dass es ab Juni 2013 verboten ist. Und jetzt ist Schluss mit der Geldmacherei.) Warum es so kompliziert machen, wenn man es auch einfach haben kann?

  • es sind nicht allein die medien unfassbar, für mich sind die leser noch viel unfassbarer... die gesellschaft muss zurück zu einem gewissen maß an ethik...


    Wie soll die Gesellschaft das schaffen? Lese ich eine Zeitung, dann bin ich doch in erster Linie drauf angewiesen zu glauben, dass dort die Wahrheit steht.
    Eine Zeitung ist eine "Informationsbroschüre" und SOLTTE ähnlich sein, wie eine Schule eine "Informations- Lernanstalt" ist. Lügen, Unwahrheiten, Falsches, entzieht unserem Leben nicht nur die Basis, es wird am Ende sogar tödlich sein.
    Die Storry, dass der Genuß von Zigaretten und Alkohol unbedenklich sei, hat schon so einigen das Leben gekostet - es ist eine Unwahrheit. Genauso könnte man schreiben, dass Fliegenpilze Speisepilze sind.


    Wir lernen in der Schule und bilden uns dann durch Lesen weiter... Wirklich traurig, wenn wir das Gelesene anzweifeln müssen, weil kein Gesetz besteht, dass den Schreiber (für die Öffentlichkeit) verpflichtet die Wahrheit zu schreiben. Schwupps - weg ist er wieder, der Boden, der uns halten sollte, der uns Bestand und Halt durch Wissen schenken sollte.


    Danke für den tollen Artikel - denn es stimmt tatsächlich, persönliche Meinungen scheinen "spannender" zu sein als die Wahrheit :hut:

  • Die Bildzeitung z. B. wird mit Sicherheit viel gekauft, und zwar jeden Morgen von einer bestimmten Lesergruppe.


    Jo, meistens von den Beamten :kicher: (bei uns war das auf jeden Fall so :blume: )

    Wirklich traurig, wenn wir das Gelesene anzweifeln müssen


    Leider müssen wir nicht nur das Gelesene anzweifeln, sondern auch das gesprochene Wort z. B. in den Nachrichten, auch dort wird extrem manipulativ gearbeitet. Gestern Nacht war da wieder so eine Berichterstattung, wo mir fast die Kinnlade auf die Knie gerutscht ist. Gibt der Sprecher einer Nachrichtensendung doch bekannt, dass die Löhne in Deutschland stabil sind und es uns in Deutschland doch im Vergleich zu anderen Ländern sehr gut geht?????? Mit welchen Ländern hat er Deutschland denn verglichen? Mit Dänemark, Holland, Schweden usw. oder eher mit Polen, Ukraine, Tschechien, Kroatien usw. :isn: Wenn man dann noch davon ausgeht, dass ein Lohn bei 5,90 Euro oder 4,58 Euro "stabil" ist...........na dann.........haben wir ja wirklich nichts zu meckern. :vogel: Suggeriert wird uns hier, dass wir doch eigentlich im Schlaraffenland leben und weder meckern dürfen, noch dürften wir Mindeslohn verlangen :schraube: Diese Manipulationen sind der Grund warum immer noch die "altbewährten" Parteien wie CDU, SPD usw. gewählt werden und diese Manipulationen sind der Grund, warum Deutschland es verlernt hat, für sein Recht einzustehen.......denn das letzte Mal sind wir 1968 auf die Straße gegangen.


    So, das war das Wort zum Donnerstag :ablach:

  • und oft machen sich die Medien auch unangreifbar :schmoll:
    (so doof wie sie rüberkommen sind die nämlich garnicht)
    Da wird die "Sensationsmeldung" einfach mit einem ? versehen
    und
    schon is` "man" raus aus der Verantwortung :schelm:
    Denn
    :ai: Fragen wird man doch wohl dürfen, oder :schulter:

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    "When people's minds are clouded by anger or hatred, no angel can reach them". ~Michael Jackson~

  • ich kann euch nur allen zustimmen :-D

    Zitat

    Lese ich eine Zeitung, dann bin ich doch in erster Linie drauf angewiesen zu glauben, dass dort die Wahrheit steht.

    sollte man meinen, ja, aber es gibt so schrecklich viele "wahrheiten", jeder hat seine eigene :schulter:
    ersetzt man "wahrheit" mit "fakten" verhält es sich ähnlich, jeder sucht sich die "fakten", die für ihn passen :doof:
    echte lügen, wie sie gerade bei michael und nicht nur bei ihm (bei vielen anderen weiß ich es einfach tatsächlich nicht) geschrieben werden, sind natürlich ein absolutes unding und müssten tatsächlich VERBOTEN werden!
    und da hab ich mal eine frage: wir haben hier bei uns in deutschland so was wie einen ethikrat, oder? von dem wurde doch auch der bildzeitung schon einige male ziemlich ein deckel verpasst... ist ja keine schlechte sache, aber wer beschwert sich denn da? beschweren sich die leser und die gehen dem dann nach oder gibt es da leute, die sich selbst darum kümmern? müssen sich erst leser beschweren oder sind dort leute, die dem ganzen einen riegel vorschieben, ohne dass quasi "von außen" beschwerden kommen müssen? weiß ich nicht...
    am schlimmsten scheint es ja in england zu sein, gibt es dort denn gar keine vorgaben?


    und was mich gerade in england wirklich total erschreckt ist die tatsache, dass selbst der tod dianas dort offensichtlich so gar nichts im verhalten der medien verändert hat...

    Zitat

    Viele Menschen wissen gar nicht, dass im Fernsehen und in den Zeitungen
    gelogen wird und sich Geschichten ausgedacht werden, besonders nicht die
    jüngere Generation.

    es erschreckt mich, aber ich denke, du hast recht... ich hoffe, ich habe meine kinder zu kritischer betrachtungsweise der medien erzogen (d.h. ich bin sicher, ich habs getan :puah: ), aber es wird wohl tatsächlich so sein, dass der großteil der leute wirklich glaubt, er wird "informiert" :aha: aber sind die leser hier und anderswo nicht auch so ein klitzekleines bisschen eigenverantwortlich zu hinterfragen? :schulter:
    ist es nicht vielleicht so, dass jeder genau das glaubt, was in sein weltbild passt?... ich nehme hier absichtlich gesetzte lügen natürlich aus!
    ich hab eigentlich schon früher nie geglaubt, was in der bild steht, obwohl mein vater sie IMMER liest :pong: aber seit ich michael für mich entdeckt hab, hat sich diese haltung eigentlich auf ALLE medien übertragen, das ist etwas, was mich oft sehr kirre macht, WEIL ich eben nicht mehr weiß, was ich glauben soll...
    aber das liegt nicht nur daran, dass lügen verbreitet werden, interviews werden aus dem zusammenhang gerissen, zitate gesetzt, wo sie gar nicht hinsollten, ich find, es gibt noch sehr viel mehr, was es einem extrem schwer macht, die "wahrheit" zu finden :blau2:

    Zitat

    Warum es so kompliziert machen, wenn man es auch einfach haben kann?

    wäre das denn wirklich so einfach?
    versteh mich nicht falsch, ich würde ein gesetz, das es verbietet, lügen zu verbreiten, mit kusshand nehmen, ich frage mich nur, wird sich dann wirklich etwas ändern?
    wird man nicht doch wieder schlupflöcher finden (wie etwa: "es ist nicht bewiesen, aber auch kein gegenbeweis da"), ich weiß es einfach nicht...


    Zitat

    schon is` "man" raus aus der Verantwortung


    Denn


    Fragen wird man doch wohl dürfen, oder :schulter:

    auch ein "wunderbares" schlupfloch :boese:

    achildbliss.2prkmh.jpg
    Mit jedem Kind, das dir begegnet, ertappst du Gott auf frischer Tat.
    Martin Luther
    If I had a single flower for every time I think about you, I could walk forever in my garden. ~Claudia Ghandi

  • falls du den "Presserat" meinst, da kann sich jeder beschweren: http://www.presserat.info/inha…e/beschwerdeformular.html


    Zitat

    § 1 - Beschwerdeberechtigung
    (1) Jeder ist berechtigt, sich beim Deutschen Presserat allgemein über Veröffentlichungen oder Vorgänge von Presseunternehmen, die periodische Druckwerke herausgeben und/oder Telemedien mit journalistisch-redaktionellen Inhalten betreiben sowie von sonstigen Anbietern von Telemedien mit journalistisch-redaktionellen Inhalten, die nicht Rundfunk sind, zu beschweren. Beschwerde kann zudem einreichen, wer der Ansicht ist, dass die Verarbeitung von personenbezogenen Daten zu journalistisch-redaktionellen Zwecken im Rahmen der Recherche oder Veröffentlichung das Recht auf Datenschutz verletzt.


    (2) Der Deutsche Presserat kann auch von sich aus ein Beschwerdeverfahren einleiten.

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    "When people's minds are clouded by anger or hatred, no angel can reach them". ~Michael Jackson~