Gedanken und Erfahrungen zum Glauben

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    katholisch: Kirche in WDR 4 | 14.12.2019 08:55 Uhr | Peter Dückers


    Kinoverkündigung


    Clara ist mit ihren Kindern auf der Flucht. Weg von ihrem gewalttätigen Ehemann, weg nachNew York.


    Das ist Manhattan@ - Ja, und die Schule? - Na, New York wird so ne Art Schule für Euch!


    Doch es geht nicht gut für die drei in New York. Sie haben nicht viel mehr als ihr Auto. Undals das auch noch ge­stohlen wird, landen sie auf der Straße, müssen selbst darum betteln,duschen zu können.


    Werden Sie polizeilich gesucht? Ha­ben Sie denn keine Fa­mi­lie? - Ich hab mei­ne zweiSöh­ne! - Und wo­her weiß ich, dass das Ihre sind? - Weil sie unsere Mum ist. - Dür­fen wirdenn du­schen? Wir sind gleich wie­der weg! Dauert zehn Minuten maximal. -Aus­nahms­weise.


    Clara ist eine der Hauptfiguren im Film +The Kindness of Strangers - kleine Wunder unterFremden­*.


    Seit Donnerstag läuft der Film im Kino.


    Die Freundlichkeit von Fremden erfährt Clara, als sie mit ihren beiden Söhnen im WinterPalace unter­kommt, einem russischen Restaurant, geführt vom exentrischen Timo­fey unddem smar­ten Ex-Häft­ling Marc, der hier eine zweite Chance bekommen hat.


    Als der jüngere von Claras Söhnen ins Krankenhaus muss, trifft er auf Alice, die hier alsKrankenschwes­ter arbeitet.


    Dir gefällts hier nicht, stimmts? Mir gefällts. Ist nur nicht mehr das Richtige für mich!


    Alice bringt dem Jungen zurück zu seiner Mutter ins Winter Palace, wo auch sie regelmäßigisst, fast immer allein.


    Vor sechs Jahren bin ich zu meinen Eltern gezogen. Sie waren krank und sind danninnerhalb eines Jah­res gestorben. Um sie zu pflegen, hatte ich mich freistellen lassen. Ichkam zurück und mein Freund hatte eine andere gefunden.- Was war dann mit Dir? - Ich warseit vier Jahren mit niemandem mehr zusam­men. Ich weiß nicht mal mehr, wie das geht.

    Das Restaurant Winter Palace wird zum Ort, an dem ganz unterschiedliche Menschen
    zusammentreffen. Alle haben sie mit Schicksalsschlägen zu kämpfen, müssen mit Krisenzurechtkommen. Aber alle finden sie Men­schen, die ihnen auf wundersame Weise helfen.


    Einigen stoßen furchtbare Dinge zu und sie haben niemanden, an den sie sich wendenkönnen, nur ein paar Fremde.


    Aus Fremden werden Freunde, wenn sie sich mit offenem Herzen begegnen.


    Vielleicht ist es kein Zufall, das +The Kindness of Strangers­* gerade im Ad­vent im Kinoläuft. Denn der Advent ist bekanntlich für Christen die Vorbereitungszeit auf eines ihrerwichtigsten Feste, auf Weihnach­ten. An Weihnachten feiern sie die Geburt ihres Herrn,Jesus Christus.


    Und der wird, kaum erwachsen, verkün­den, dass in der Tat aus Fremden Freunde werdenkönnen, wenn sie gütig zu­einander sind, wenn sie einan­der annehmen und respektieren ja,wenn sie einander lieben.


    Dieser Jesus wird dafür sein Leben lassen müssen, getötet von der Bosheit der Menschen.


    Aber seine Botschaft lebt bis heute: Liebt einander- so wie Gott Euch geliebt hat.Mehr Gefühl zeigen!


    Wieso könnt Ihr nicht nett zueinander sein?



    "Die Energie liegt im Glauben.
    Es ist nur eine Frage der Zeit und du kannst ein Gewinner sein."
    "But You got to Keep the Faith"


    :pp::herz::herz::herz: Michael Jackson :herz::herz::herz:

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    evangelisch: Sonntagskirche | 15.12.2019 08:55 Uhr | Stephanie Brall




    Den kleinen Weg der Liebe gehen


    Guten Morgen!


    Das große Fest der Liebe steht vor der Tür. Und ich frage mich oft, wie das geht mit der Liebe. In diesen Zeiten. Und mitten im Alltag.


    Mir hilft es, von anderen zu lernen.

    Von Dorothy Day (Foto) zum Beispiel.


    Das Leben hatte sie in die Tiefen des 19. Jahrhunderts geworfen. Der Hungermarsch in den harten Jahren der wirtschaftlichen Depression Amerikas hat sich ihr besonders eingeprägt. Arbeitslose aus allen Teilen des Landes machen sich damals auf den Weg nach Washington. Die zerlumpten Kolonnen fordern Sozialgesetze und Arbeitsplätze. In der Hauptstadt werden sie von schwer bewaffneten Polizeieinheiten empfangen.


    Die Kirchen halten sich zurück. Und Dorothy Day merkt, dass sie nicht länger auf andere warten kann. Sie wird selbst aktiv. Von nun an setzt sie sich gegen jede Art von Ungerechtigkeit ein: Sie gründet eine Zeitung. Sie ruft im ganzen Land kleine Arbeitergemeinschaften ins Leben. Sie geht auf die Straße und kommt ins Gefängnis. Zuletzt als hochbetagte Frau, weil sie gegen den Vietnamkrieg demonstriert hat.


    Nicht an Programme glaubt Dorothy Day, sondern an die Liebe.


    Das macht sie unzähmbar. Ihre kleinen Schritte eröffnen Wege für viele. Zur inneren Weggefährtin wird ihr dabei die Karmelitin Thérèse von Lisieux. Die lehrt den so genannten „kleinen Weg der Liebe“; sie glaubt daran, dass jeder noch so kleine, liebevolle Moment die Welt verändert.


    Auch als Dorothy Day vom Vater ihres Kindes verlassen wird, gibt sie diese Liebe nicht auf, lebt weiter, liebt weiter, und sehnt sich nach einer Nähe darüber hinaus: Nach der Liebe eines Schöpfers. In der Natur wird sie fündig - sie wird ihr zum Vorgeschmack auf die ewige Umarmung, wie sie sagt. Im Alter von 83 Jahren findet sie sie. Sie stirbt.


    Genau an ihrem Todestag erblicke ich das Licht der Welt. Wie nah Leben und Sterben doch beieinander liegen. Die eine Zeit und die andere. Wenn ich heute von Dorothy Day lese, erschrecke ich, wie sich unsere Zeiten ähneln.


    Doch Dorothy Day ist immer auf der Suche nach Hoffnung; noch in der dunkelsten Ecke riecht sie den Duft frischgebackener Brötchen, trifft sie einen Menschen, der Liebe braucht.


    Und so setze ich mir ihre Brille auf, suche ihren Blick von damals auf die Welt von heute. Auf die Kolonnen von Geflüchteten, auf das Kriegsgeschacher, auf meine Verzagtheit und auf meinen aufkommenden Mut.


    Ich lese in Dorothy Days Tagebüchern, und dann schreibe ich in meine, bin ich wieder ganz bei mir. Denn das hätte sie wohl gewollt. Dass jede und jeder bei sich selbst anfängt, anstatt andere zu Heiligen zu machen.


    Heute ist Sonntag.


    Ein Tag, an dem ich mir Zeit nehmen kann. Ich kann in Büchern stöbern und dort nach Weggefährtinnen suchen. Vielleicht finde ich sie auch in der Musik oder in einem Film. Und vielleicht ist ein Wegbegleiter unter denen, die um mich sind.


    Das Fest der Liebe rückt immer näher. Auf dem Weg dorthin will ich entdecken, welche kleinen Schritte der Liebe ich gehen kann. Und ich würde mich freuen, wenn wir uns unterwegs treffen.


    Verändern wir die Welt damit.


    Heute, am dritten Advent.


    "Die Energie liegt im Glauben.
    Es ist nur eine Frage der Zeit und du kannst ein Gewinner sein."
    "But You got to Keep the Faith"


    :pp::herz::herz::herz: Michael Jackson :herz::herz::herz:

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