Harvey Weinstein

  • Quelle:

    https://globalnews.ca/news/628…5-million-sexual-assault/


    Übersetzung...

    Harvey Weinstein, Dutzende mutmaßlicher Opfer, erzielen eine vorläufige Einigung in Höhe von 25 Mio. USD



    UHR: Harvey Weinstein, der blamierte Filmmogul, kommt am Mittwoch in einem Gerichtsgebäude in New York City an, um zu hören, ob er seine Kaution von 1 Million auf 5 Millionen Dollar erhöhen soll.

    Nach zwei Jahren gerichtlicher Auftritte, erschütternden Geschichten und schockierenden Vorfällen mit dem in Ungnade gefallenen Filmproduzenten Harvey Weinstein scheint alles zu Ende zu sein.

    Laut einem Bombenbericht der New York Times haben Weinstein und der Vorstand seines bankrotten Filmstudios The Weinstein Company (TWC) eine vorläufige Einigung über 25 Millionen US-Dollar mit Dutzenden mutmaßlicher Opfer sexueller Belästigung und Fehlverhalten erzielt.

    Die an der Beilegung beteiligten Anwälte sagen, dass Weinstein im Rahmen des Geschäfts keinerlei Fehlverhalten eingestehen und keinen der einzelnen Ankläger aus eigener Tasche bezahlen müsste. Die Transaktion, deren Genehmigung noch aussteht, würde von Versicherungsunternehmen, die TWC vertreten, ausgezahlt.

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    Seitdem die ersten Anschuldigungen gegen Weinstein erhoben wurden, der Ende 2017 67 Jahre alt wurde, hat er alle Anschuldigungen zurückgewiesen und behauptet, dass alle sexuellen Interaktionen mit vermeintlichen Anklägern einvernehmlich waren. Für den neuesten NYT-Bericht lehnten Weinstein und seine Vertreter eine Stellungnahme ab. Gleiches gilt für Anwälte, die Vorstandsmitglieder und andere periphere Parteien vertreten.

    Die Dutzende von Anklägern, von denen viele Klage gegen Weinstein und TWC eingereicht haben, wären berechtigt, sich an der Auszahlung zu beteiligen. Sollte der Deal zustande kommen, wird er letztendlich fast jede Klage gegen ihn und TWC zum Abschluss bringen.

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    Time's Up, eine Bewegung, die durch die Anschuldigungen von Weinstein und #MeToo ausgelöst wurde, twitterte ihre Enttäuschung über die mögliche Einigung und brach zusammen, wohin die Auszahlungen gehen würden.


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    "Wenn dies das Beste ist, was die Überlebenden bekommen können, ist das System kaputt", lesen Sie den Tweet teilweise.

    Weinstein wird Anfang Januar wegen sexueller Übergriffe vor Gericht gestellt.

    Seine Kaution wurde am Mittwoch von 1 Million US-Dollar auf 5 Millionen US-Dollar erhöht, weil er in den letzten Monaten dutzende Male seinen elektronischen Knöchelmonitor misshandelt oder deaktiviert hatte.

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    Richter James Burke warnte den schändlichen Filmmogul, dass er ins Gefängnis muss, wenn andere Probleme auftauchen.

    Weinstein stützte sich auf einen Wanderer, als er für die Gerichtsverhandlung aus einem New Yorker Gerichtsgebäude kam und ging. Er sah genauso gebrechlich und gequält aus wie bei einem Gerichtsauftritt in der vergangenen Woche.

    Weinsteins Anwalt sagte, er werde sich am Donnerstag einer Rückenoperation unterziehen, um die Schmerzen bei einem Autounfall im August zu lindern, und er werde sich rechtzeitig vor Beginn seines Prozesses erholen.

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    "Wenn Sie weitere medizinische Probleme haben, wird das Gericht nicht besonders verständnisvoll sein", sagte Burke und warnte Weinstein vor Überraschungen in letzter Minute, als der Prozess näher rückte.

    Weinstein, der ruhig und respektvoll klang, wies darauf hin, dass die Operation und die neue Anordnung der Kaution dazu beitragen würden, sein Erscheinen bei seinem Prozess sicherzustellen.

    "Dies stellt sicher, dass ich am 6. Januar hier bin", sagte Weinstein. "Das ist eine gute Sache für dich."

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    Weinsteins Anwalt, Donna Rotunno, sagte, er freue sich auf den Prozess und plane eine aggressive Verteidigung mit heftigem Kreuzverhör. Sie sagte, diese Taktik sollte nicht als Opferschande angesehen werden.

    "Nur weil jemand eine Behauptung aufstellt, wird sie nicht wahr", sagte Rotunno.

    Der Staatsanwalt Joan Illuzzi brachte Weinsteins mutmaßliche Verstöße gegen die Kaution bei einer Anhörung am vergangenen Freitag zum ersten Mal zur Sprache. Er hatte wiederholt stundenlang seinen Aufenthaltsort unaufgezeichnet gelassen und absichtlich ein Teil der Überwachungstechnologie zu Hause gelassen, die das Fußgelenkband aktiviert hält.

    Illuzzi sagte am Mittwoch, es habe 57 Verstöße in weniger als zwei Monaten gegeben.

    Rotunno hat bestritten, dass es sich um etwas Absichtliches handelte, das „technische Störungen“ wie leere Batterien beschuldigte, und gesagt, es habe nichts mit der Manipulation des Armbands zu tun, obwohl sie eingeräumt hatte, dass er mindestens einmal einen Teil des Geräts in seinem Haus vergessen hatte .

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    Aber am Mittwoch sagte Illuzzi dem Gericht, dass die Person, die Weinstein überwacht, nicht glaubt, dass die Probleme auf technische Störungen zurückzuführen sind, sondern eher auf vorsätzliche Handlungen von Weinstein, weil er „wollte, dass niemand weiß, wo er ist“.

    In den letzten Monaten hat Weinstein gewesen spotted hobnobbing in Manhattan Diskotheken und an einem neuen Schauspieler präsentieren höhnte bekommen.

    ( Gehen Sie zur New York Times, um den vollständigen Bericht zu lesen .)

    - Mit Dateien von The Associated Press

  • Zitat

    Wenn Sie weitere medizinische Probleme haben, wird das Gericht nicht besonders verständnisvoll sein", sagte Burke und warnte Weinstein vor Überraschungen in letzter Minute, als der Prozess näher rückte.

    Weinstein, der ruhig und respektvoll klang, wies darauf hin, dass die Operation und die neue Anordnung der Kaution dazu beitragen würden, sein Erscheinen bei seinem Prozess sicherzustellen.

    "Dies stellt sicher, dass ich am 6. Januar hier bin", sagte Weinstein.

    Da bin ich dann gespannt. Er wird "heute" am Rücken operiert und will dann am 6. Januar vor Gericht stehen. Wenn es sich nicht um einen ganz kleinen Eingriff handelt, dann stinkt das doch gewaltig nach Verzögerung.

    Zitat

    Der Staatsanwalt Joan Illuzzi brachte Weinsteins mutmaßliche Verstöße gegen die Kaution bei einer Anhörung am vergangenen Freitag zum ersten Mal zur Sprache. Er hatte wiederholt stundenlang seinen Aufenthaltsort unaufgezeichnet gelassen und absichtlich ein Teil der Überwachungstechnologie zu Hause gelassen, die das Fußgelenkband aktiviert hält.

    Illuzzi sagte am Mittwoch, es habe 57 Verstöße in weniger als zwei Monaten gegeben.

    Wie kann das überhaupt sein, dass jemand Einfluss auf die Technik einer Fußfessel nehmen kann, und warum lässt man 57 Verstöße zu, bevor da reagiert wird. Ich bin wirklich sprachlos.


    Warum buchtet man ihn nicht ein und steckt ihn für die OP ins Gefängnis-Krankenhaus.

  • Ich habe den heute in den Nachrichten gesehen .der hat jetzt einen Gehwagen .Der Zahlt jetzt die Klägerinnen aus obwohl das seine Versicherung zahlt .

    Das spricht den aber nicht frei .In Januar beginnt der Prozess .

    Der tut so wehleidig wie ein alter Mann .Ich weiss nicht ob der nur Mitleid will .

    michael_jackson_the_dance_by_alexgroseth-d40c8f1.jpg <3<3<3

    Einmal editiert, zuletzt von Baccara () aus folgendem Grund: Habs mal hierher verschoben

  • Hier wird's gut auf den Punkt gebracht.


    ............................


    Harvey Weinstein zahlt keinen Cent selbst – wir müssen reden!

    12. Dezember 2019 um 14:11 Uhr

    Entertainment Bilder des Tages NEW YORK, NY- December 11: Harvey Weinstein arrives to the Supreme Court in New York City on December 11, 2019. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xRWxSo erschien Harvey Weinstein am 11. Dezember vor Gericht - ein trauriges Bild für die 30 Opfer.© imago images/MediaPunch, RW via http://www.imago-images.de, http://www.imago-images.de


    Kommentar von Carolin Chytrek


    Ein leidender Blick, gebückt auf Krücken, jeder Schritt sticht selbst dem Zuschauer tief ins Mark - wenn Harvey Weinstein eines gelernt hat, dann, wie man sich in der Öffentlichkeit richtig inszeniert. Wer in einem solchen Aufzug zu einem wichtigen Gerichtstermin mit jeder Menge Presseauflauf erscheint – ohne sich auch nur annähernd mit Ordnern oder Tüchern vor den Kameras zu schützen - will in erster Linie eines: Mitleid erwecken. „Ich bin hier das Opfer. Seht ihr nicht, was ihr mir damit antut?“ – Sätze wie diese lassen sich aus seinem Gesicht so klar und deutlich lesen, dass es mich erschaudert. Ja, der Mann hat schweren Rücken, leidet noch immer unter dem schlimmen Autounfall im August. Aber eines muss man ihm auch lassen: Er versteht jede Menge von seinem Job, von Inszenierung, von Schauspielerei, von Dramaturgie. Und die letzte Klappe ist in diesem Stück noch lange nicht gefallen.


    Denn: Harvey Weinstein hat einem 25-Millionen-Dollar-Deal zugestimmt, muss aber davon keinen Cent selbst an seine Opfer bezahlen.


    Ein kurzer Rückblick

    Was genau damals bei sogenannten „Business-Meetings“ in Hotelzimmern vor sich gegangen ist, wage ich mir nicht anzumaßen. Aber ich habe eine – sagen wir leise - Vermutung, wenn ich die schmerzvoll detaillierten Artikel und Anschuldigungen der unzähligen Frauen lese, die schildern, wie sie dem einst so gefeierten Hollywood-Mogul sexuell zum Opfer gefallen sind. Ja, sie kommen Jahrzehnte zu spät, ja es ist schon auffällig, dass plötzlich alle auf den rasenden Sexstory-ICE aufspringen – aber mal ganz ehrlich: Welche erfolgreiche, kluge Frau würde sich selbst freiwillig so erniedrigen, sich so zum Opfer machen und Menschen etwas vorgaukeln, was ihre komplette Persönlichkeit in anderem Licht erscheinen lassen könnte? Nur für ein bisschen Presse? Nur, um einen erfolgreichen Mann zu stürzen? Um Feminismus-Gegner gegen sich aufzubringen? Come on! Jede dieser Frauen hat eine bittere Geschichte zu erzählen – vielleicht sind einige von ihnen überzogen, vielleicht auch aneinander angepasst. Aber im Kern ausgedacht, sind sie garantiert nicht. Und mit seiner Entschuldigung in der "New York Times" hat sich Weinstein ja bekanntlich eh (noch einmal) nackig gemacht, die schmutzigen Fakten – wenn auch nicht ausgesprochen - auf den Tisch gepackt.

    Seien wir ehrlich. Auch ich habe Kolleginnen im Entertainment-Genre, die schon einmal um ihre Position fürchten, für gleiche Gehälter kämpfen, sich mit einem Mann in einer Machtposition auseinandersetzen mussten. Und jeder von ihnen, von uns, hätte das passieren können, was den etwa 30 Damen des Weinstein-Case passiert ist. So oder so ähnlich. Weniger schlimm oder schlimmer. Das tut aber nichts zur Sache. Fakt ist: auch ich kenne Frauen, die garantiert vor Furcht gekuscht hätten, die nicht den Mut gehabt hätten, sich gegen Fehlverhalten aufzulehnen, die nach einer solchen Tat zu sehr mit sich selbst zu kämpfen hätten. Was man in einem solchen Fall garantiert nicht gebrauchen kann, ist ein viel zu milder Deal.


    Der Deal

    25 Millionen Dollar, umgerechnet rund 22,5 Millionen Euro – das ist die Summe, die die 30 Frauen unter sich aufteilen dürfen. Als Wiedergutmachung? Um sich davon ein besseres Leben zu kaufen? Um damit ihre tiefen seelischen Wunden zu pflastern? Ich meine ganz ehrlich: mit 750.000 Euro lässt sich zwar einiges anstellen, eine schöne Reise, Shopping, der Kauf eines neuen Gefährts vielleicht. Außerdem hat man mit 750.000 Euro garantiert erstmal ausgesorgt. Ungeschehen lassen sich Weinsteins Taten damit aber nicht machen. Was die Frauen tatsächlich gebraucht hätten, für ihren inneren Seelenfrieden, wäre Genugtuung – und die wird ihnen in diesem Fall vehement verwehrt. Denn: Weinstein muss die Summe nicht einmal selbst zahlen. Klar, als Mega-Star kann man sich halt von jeder Last freikaufen – ist so gesehen – eh schon mehr wert als jeder „Normalo“. Wieso einen solchen Menschen dann auch noch richtig bestrafen?

    Stattdessen wird die Summe aus Versicherungen seines Ex-Filmlabels (was sind das bitte für Versicherungen?) bezogen – und Weinstein kann sich heimlich ins Fäustchen lachen. Bald unter dem Tannenbaum vorerst seelenruhig besinnlich werden. Klar, im Umkehrschluss ist sein Ruf im Eimer, er wird von vielen missachtet und bekommt garantiert keine Jobangebote mehr – aber ist seine Zeit nicht eh vorbei? Und ganz ehrlich: DAS hat er sich ja sowieso selbst zuzuschreiben. Eine gerechte Strafe ist das aber noch lange nicht. Die 30 Frauen hingegen haben ihre Karriere zum Teil noch vor sich und werden bei jedem Engagement erneut mit zitternden Knien bei privaten Meetings erscheinen – wenn überhaupt. Ist das Gerechtigkeit? Nope!


    30 Frauen mundtot gemacht

    Und noch was: Mit 750.000 Euro werden die Damen mundtot gemacht – ihre Fälle sind nun offiziell abgehakt, zu den Akten gelegt, mehr können sie nicht erwarten. Das einzig sinnvolle, was sich für sie mit den 750.000 Euro anstellen lässt, um endlich mit dem Kasus abschließen zu können, wäre ein Psychiater, eine Therapie – die ihre Seele Stück für Stück wieder zusammensetzt. ihre Würde langsam zurückholt und ihnen das Fallenlassen von Grund auf neu lehrt. Denn all das hat ihnen der Mann genommen, der jetzt vorerst in Ruhe seinen Lebensabend und die Feiertage genießt – bevor im Januar der Hauptprozess zu zwei weiteren Fällen beginnt. Doch das ist eine andere Geschichte…



    https://amp.vip.de/cms/harvey-…uessen-reden-4453099.html




  • Das schlimme ist der zahlt das Geld nicht selbst .der kann auf seine Millionen hocken bleiben .

    noch sind 2 Frauen übrig weswgen er angeklagt wird .

    Ich frage mich was wäre wenn die auch Geld genommen hätten ob der prozess dann noch stattgefunden hätte .

    Das zeigt mal wieder dass der Vergewaltiger sich mit viel Geld freikaufen kann .




  • Gloria Allred reagiert auf die Kritik an vertraulichen Beilegungen bei sexuellen Übergriffen

    12:09 PDT 9/24/2019 von Trilby Beresford

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    Sarah Morris / Getty Images Gloria Allred

    In einem Artikel für die Los Angeles Times erklärte der Anwalt, dass solche Vereinbarungen das Opfer nicht daran hindern, vor einem Strafgericht gegen seinen Feind auszusagen.

    In einer Stellungnahme, die am Dienstag in der Los Angeles Times veröffentlicht wurde , reagierte die Frauenrechtsanwältin Gloria Allred auf die Kritik der New York Times- Reporter Jodi Kantor und Megan Twohey, die sie in ihrem neuen Buch " She Said: Breaking the Sexual Harassment Story That" ( Sie sagte: Breaking the Sexual Belassment Story That) aufforderten Helped Ignite a Movement, um Kunden beim Eingehen vertraulicher Vereinbarungen im Rahmen der rechtlichen Vorgehensweise bei der Bekämpfung sexueller Übergriffe zu unterstützen. Die Reporter argumentieren, dass diese Aktion die Opfer "zum Schweigen bringt" und ihre Geschichten ruhig hält, was die Ermittlungen gegen den Raubtier schützen kann.

    Die Anwaltskanzlei von Allred ist in den letzten Monaten unter die Lupe genommen worden, um Vertraulichkeitsvereinbarungen insbesondere für Opfer von Harvey Weinstein auszuhandeln. Seit der Eröffnung des Verfahrens hat sie mehrere Weinstein-Ankläger vertreten, darunter die Schauspielerin Heather Kerr, die behauptete, Weinstein habe sich bei einem privaten Treffen gegen sie gewehrt. Allreds Tochter ist die Bürgerrechtsanwältin Lisa Bloom, die Weinstein beriet, bevor sie sich aus seiner Rechtsabteilung zurückzog .

    Im August bekannte sich Weinstein in einer neuen Anklageschrift, die revidierte Anklagen wegen räuberischen sexuellen Übergriffs enthält , nicht schuldig . Aufgrund dieser Entwicklung wurde sein Prozess bis 2020 verschoben.

    In ihrer Stellungnahme erklärt Allred ihre Entscheidung, Opfer zu unterstützen, die vertrauliche Vereinbarungen treffen. "Die MeToo-Bewegung hat die Stimmen der Opfer von sexuellen Übergriffen erhöht", schrieb sie.

    Allred fügt hinzu: "Einige Menschen sind möglicherweise schockiert, dass Anwälte, insbesondere eine feministische Anwältin wie ich, einer Klientin jemals dabei helfen würden, eine vertrauliche Vereinbarung zu treffen. Die Alternative wäre jedoch, darauf zu bestehen, dass den Opfern die Entscheidung zur Niederlassung verweigert wird Der Angeklagte kann Rechtsmittel einlegen, Abordnungen beantragen, Vernehmungen beantworte, öffentlich unter Eid aussagen und das Risiko eingehen, dass eine Jury ihnen nicht glaubt darf niemals etwas einsammeln, wenn der Angeklagte erfolgreich ist. "

    Allred ist seit 43 Jahren als Anwalt tätig und hat in dieser Zeit zahlreiche Opfer von Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen dargestellt. Sie erklärt, dass jedes Opfer die Wahl haben sollte, wenn es seine gesetzlichen Rechte geltend macht, und dass eine Einigung erzielt werden soll, die es vermeidet, seinen Fall öffentlich zu verhandeln ihre Privatsphäre und vertrauliche Abwicklung ihrer Ansprüche. Als Anwalt für die Rechte eines privaten Opfers ist es meine Pflicht, meine Klientin bei der Auswahl zu unterstützen, die sie trifft. "

    Allred betont, dass sich viele Opfer dafür entscheiden, diese vertraulichen Vereinbarungen zu schließen, weil sie nicht möchten, dass Familienmitglieder, Freunde oder Angehörige der Öffentlichkeit von ihrem Fall erfahren. "Anwälte, die vertrauliche Vergleiche als" Schweigegeld "bezeichnen, kennen das Gesetz nicht", schreibt die Anwältin. Selbst wenn ein Opfer eine solche Vereinbarung getroffen hat, kann sie in einem Strafverfahren gegen den Raubtier aussagen und mitteilen, was passiert ist sie mit Strafverfolgung.

    Fazit Allred: "Wir glauben, dass Opfer das Recht haben sollten, zu entscheiden, ob sie eine freiwillige vertrauliche Einigung eingehen oder nicht, und niemand, einschließlich der Presse und der Politik, sollte den Opfern dieses Recht und diese Wahlmöglichkeit nehmen."


    https://www.hollywoodreporter.…-case-settlements-1242940

  • Die Selbstinszenierung des Harvey Weinstein

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    "Sexuelles Raubtier" oder hinfälliger alter Mann? Harvey Weinstein vor dem Gericht in New York.

    (Foto: AFP)

    • Bei seinen Gerichtsgängen in New York gibt sich der ehemalige Hollywood-Produzent Harvey Weinstein als bemitleidenswerter, alter Mann.
    • In einem Interview mit der New York Post betonte er außerdem, dass er sehr viel für die Rechte der Frauen im Filmgeschäft getan hätte.

    Von Alex Rühle


    Stimmt wohl. Der Mann hatte kürzlich eine Rücken-OP. Folge eines Autounfalls im August. Aber hätten seine Mitarbeiter in Manhattan nicht einen anderen Rollator auftreiben können? Die Dinger kosten gerade mal 70 Dollar, haben dann aber vier funktionierende Räder und sind nicht hergestellt aus verbogenen Altmetallresten. Die Stütze, die Harvey Weinstein vor sich herschob, als er Ende vergangener Woche schleppenden Schrittes aus dem Gericht kam, wirkte eher wie das Requisit eines Obdachlosen, mit wackeligen Rollen vorne und aufgeschnittenen Tennisbällen an den hinteren Beinen. Dazu der abgerissene, blasse Look - so sehen Gejagte aus. Die amerikanische Regenbogenpresse veröffentlichte kurz danach Fotos und Filmaufnahmen, die Weinstein abends auf einem Parkplatz zeigen sollen, ganz ohne Gehhilfe.

    Das ist das Eine: Die Gerichtsgänge des angeklagten Filmproduzenten und die wilden Spekulationen darum, inwieweit das alles ausschließlich mitleiderregende Inszenierung ist, der einstige brutale Mogul als armer Alter, wehr- und kraftlos. Geradezu in schrillem Kontrast zu diesem siechen Erscheinungsbild steht aber ein Interview, das er der New York Post gab, in seinem Krankenzimmer, am Tag nach der Operation. Die Post schreibt, Weinstein habe in das Gespräch eingewilligt, um zu beweisen, dass er seine körperliche Schwäche nicht simuliere. Mit diesem Aspekt hielt er sich aber nicht allzu lange auf. Stattdessen klagte er darüber, dass er ein "vergessener Mann" sei, der dringend in Erinnerung bleiben sollte für alles, was er für die Rechte der Frauen getan habe.

    Frauenrechte und Gleichberechtigung #MeToo

    "Mein Körper hat dich nicht vergessen"

    Der wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe angeklagte Hollywood-Produzent Weinstein sieht sich als Pionier der Frauenförderung. Seine mutmaßlichen Opfer reagieren empört.

    "Wenn es um Frauen geht, verdiene ich anerkennendes Schulterklopfen", sagte Weinstein. Er habe mehr für die Frauenförderung getan als irgendjemand sonst. "Ich habe mehr Filme produziert, bei denen Frauen Regie geführt haben und die sich um Frauenschicksale drehten, als jeder andere. Und ich spreche da über die Zeit vor 30 Jahren. Heute ist das in Mode. Aber ich habe das als Erster gemacht, ich war der Pionier." Namentlich erwähnte er Gwyneth Paltrow, die 2003 zehn Millionen Dollar Gage für ihre Rolle in "View from the Top" bekommen habe und damit weit mehr als all ihre männlichen Kollegen.

    Weinstein werden Vergewaltigung, kriminelle sexuelle Handlungen und räuberische sexuelle Übergriffe vorgeworfen

    Nun könnte man sagen, Filmproduzenten müssen keinen wissenschaftlich genauen Blick auf die Wirklichkeit haben, sondern nur einen sicheren Instinkt für die griffige Geschichte. Aber eine derart wuchtige Form der Realitätsverschiebung ist tatsächlich beeindruckend. Weinsteins Prozess soll am 6. Januar beginnen. Ihm werden in dem Verfahren von zwei Frauen Vergewaltigung, kriminelle sexuelle Handlungen und räuberische sexuelle Übergriffe vorgeworfen.

    Mehr als 80 Frauen haben ihn sexuellen Fehlverhaltens beschuldigt - darunter übrigens auch Gwyneth Paltrow, obwohl er sie 2003 doch so außerordentlich gut bezahlt hat. Weinstein streitet alle Vorwürfe rundum ab, hat sich aber anscheinend mittlerweile zu Entschädigungszahlungen von insgesamt 25 Millionen Dollar an mehr als 30 Anklägerinnen bereit erklärt. Gezahlt wird das von der Versicherung seiner bankrotten Firma - was nur konsequent ist, er selbst scheint sich ja mittlerweile nicht mal mehr einen anständigen Rollator leisten zu können.

    Als Antwort auf das Post-Interview veröffentlichten 23 Frauen, darunter Rosanna Arquette, Rose McGowan und Ashley Judd, ein Statement, in dem sie Weinstein vorwarfen, "die Öffentlichkeit einmal mehr hinters Licht zu führen." Weinstein beklage sich, er wolle nicht vergessen werden. "Nun, das wird er nicht. Man wird sich an ihn erinnern als sexuelles Raubtier und als reuelosen Missbrauchstäter, der sich alles genommen hat und der nichts verdient", schrieben sie. Sollte er verurteilt werden, droht ihm lebenslange Haft.


    https://www.sueddeutsche.de/ku…arvey-weinstein-1.4726804


    Was für ein erbärmlicher Mensch:(

    "Wann immer ich einen sonnenuntergang sah, wünschte ich mir rasch
    etwas kurz bevor die sonne sich am westlichen horizont verbarg und
    verschwand. Das war so als ob die sonne meinen wunsch mit sich genommen
    hatte. Ich entließ meinen wunsch kurz bevor das letzte bisschen licht
    versiegte."


    Michael Jackson - Moonwalk

  • Motiviert von #MeToo? Laut Experten wird die Überprüfung der Juroren im Fall Weinstein eine Herausforderung sein

    Gabriella Borter

    5 MIN LESEN

    NEW YORK (Reuters) - Während der frühere Filmmogul Harvey Weinstein nächste Woche in Manhattan wegen Vergewaltigung vor Gericht gestellt wird, müssen Anwälte ein Auge auf Geschworene werfen, die den Fall nutzen wollen, um eine Erklärung über sexuellen Missbrauch nach dem Aufstieg von abzugeben Die #MeToo-Bewegung, sagten Rechtsexperten.





    Der 67-jährige Weinstein, einer der mächtigsten Produzenten Hollywoods, bekannte sich nicht schuldig, zwei Frauen in New York angegriffen zu haben, eine im Jahr 2006 und eine im Jahr 2013.

    Insgesamt haben mehr als 80 Frauen Weinstein sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen, das Jahrzehnte zurückliegt.

    Diese Anschuldigungen haben die #MeToo-Bewegung beflügelt, in der Hunderte von Frauen in Wirtschaft, Politik, Medien und Unterhaltung mächtige Männer wegen sexueller Belästigung oder Körperverletzung öffentlich angeklagt haben. Weinstein bestritt die Anschuldigungen und sagte, sexuelle Begegnungen seien einvernehmlich gewesen.

    Die Auswahl der Jury soll am Dienstag nach einer Vorkonferenz am Montag beginnen, so Danny Frost, Sprecher des Bezirksstaatsanwalts von Manhattan, Cyrus Vance.


    Laut Experten stellt die Auswahl unparteiischer Juroren zur Entscheidung über das Schicksal einer Berühmtheit, deren angeblicher Missbrauch die #MeToo-Bewegung beflügelt hat, besondere Herausforderungen dar, da potenzielle Juroren versuchen könnten, ihre Vorurteile zu verschleiern, um eine größere Sache voranzutreiben.


    „Sie denken vielleicht:‚ Ich möchte derjenige sein, der dafür sorgt, dass er ins Gefängnis kommt. Ich möchte derjenige sein, der Gerechtigkeit tut “, sagte Roy Futterman, ein Berater der New Yorker Jury.


    Andererseits, so Futterman, könnten Menschen, die glauben, dass #MeToo zu weit gegangen ist und das Leben unschuldiger Männer ruiniert hat, versuchen, ihre Vorurteile zu verbergen, um Weinstein zu entlasten.

    Weinstein muss sich mit dem Leben im Gefängnis auseinandersetzen, wenn er wegen räuberischen sexuellen Übergriffen verurteilt wird.


    Eine seiner Anwältinnen, Donna Rotunno, sagte, das Verteidigungsteam werde die Nutzung der sozialen Medien und die Antworten auf Fragen zur Auswahl der Jury durch potenzielle Juroren untersuchen und sei zuversichtlich, voreingenommene Kandidaten aufzudecken.







    '' Offensichtlich hat dieser Fall viel mehr Bekanntheit und Presse, aber das ist auf jeden Fall ein Problem", sagte Rotunno in einem Telefoninterview. "Sobald 12 Leute auf diese Bank gesetzt sind und die Schwere der Sache erkennen, wollen sie wirklich fair sein."

    Die Staatsanwaltschaft des Bezirksstaatsanwalts Vance, die den Fall verfolgt, lehnte es ab, sich zu der Frage der Auswahl der Jury zu äußern.

    Weinstein verlor im Oktober das Angebot, den Prozess nach Long Island oder nach Albany, der Hauptstadt des Bundesstaates New York, zu verlegen. Er hatte gesagt, dass eine intensive Medienprüfung es den Juroren unmöglich machte, ihn in Manhattan vor ein faires Gericht zu stellen.


    "Die Frage ... wird nicht sein, ob sie von dem Weinstein-Fall und den Vorwürfen gegen ihn gehört haben, sondern ob diese Werbung es jemandem unmöglich gemacht hat, ein fairer und unparteiischer Juror zu sein", sagte Deborah Tuerkheimer, eine nordwestliche Universität Rechtsprofessor und ehemaliger Staatsanwalt in der Staatsanwaltschaft von Manhattan.

    Die Auswahl der Jury wird voraussichtlich zwei Wochen dauern. Experten gehen davon aus, dass beide Seiten potenzielle Juroren nach ihrem Wissen und ihrer Meinung zu dem Fall, ihrer Arbeitsgeschichte und der Frage befragen werden, ob sie Opfer von sexuellem Fehlverhalten geworden sind.


    Rechtsteams in hochkarätigen Gerichtsverfahren verbringen oft Hunderte von Stunden damit, Datenbanken über die Aktivitäten potenzieller Juroren in sozialen Medien wie Facebook und Twitter aufzubauen, die möglicherweise Voreingenommenheit erkennen lassen, sagte Jeffrey Frederick, Direktor der Jury Research Services bei der National Legal Research Group Inc in Charlottesville , Virginia.






    "Es ist fast legal, dies nicht zu tun", sagte er. "Sie werden Leute in Ihrem Geschworenenpool finden, wohin Sie gehen werden, 'Whoa, das ist besonders gut oder besonders schlecht für mich.'"

    JUROREN AUSLÖSEN

    Anwälte können eine unbegrenzte Anzahl potenzieller Juroren entschuldigen, wenn sie Befangenheit für oder gegen Weinstein zeigen. Jede Seite kann in der Regel peremptoristische Herausforderungen einsetzen, um bis zu drei potenzielle Juroren zu eliminieren, die ihrer Meinung nach ohne Angabe von Gründen unsympathisch sind.

    Die #MeToo-Bewegung hat dazu geführt, dass immer mehr Menschen sexuelle Übergriffe oder Belästigungen am Arbeitsplatz erleiden, was den Überprüfungsprozess wahrscheinlich verkomplizieren wird, sagte Tuerkheimer.

    Einer Studie von Pew Research aus dem Jahr 2018 zufolge gaben etwa 60% der befragten Frauen an, in ihrem Leben unerwünschten sexuellen Übergriffen oder sexuellen Belästigungen ausgesetzt gewesen zu sein, und mehr als die Hälfte der Frauen gaben an, am Arbeitsplatz belästigt worden zu sein.

    Einige, aber nicht alle dieser Leute könnten voreingenommen sein, sagte Türkheimer.





    Experten sagten, dass die Staatsanwaltschaft versuchen könnte, Geschworene zu eliminieren, die aus Angst, sie könnten mit Weinstein sympathisieren, fälschlicherweise der Belästigung beschuldigt wurden, während die Verteidigung Leute entschuldigen könnte, die als Aktivisten erscheinen oder liberale Gründe befürworten.

    Paul Callan, ein ehemaliger Staatsanwalt, sagte, Anwälte würden es auch vermeiden wollen, dass potenzielle Geschworene versuchen, von den Erfahrungen zu profitieren.

    "Wenn Bücher nach dem Prozess geschrieben werden, kann dies zu einer Umkehrung führen", sagte Callan.



    https://www.reuters.com/articl…Social&utm_source=twitter

  • Montag, 06. Januar 2020

    Erneut schwere Vorwürfe Weinstein in zwei weiteren Fälle angeklagt


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    Harvey Weinstein bei Prozessbeginn in New York.

    (Foto: imago images/UPI Photo)


    Harvey Weinstein steht bereits in New York vor Gericht, weil er sich an zwei Frauen vergangen haben soll. Am selben Tag erhebt auch die Staatsanwaltschaft in Los Angeles Anklage gegen den einstigen Filmproduzenten - unter anderem wegen Vergewaltigung.

    Der frühere US-Filmmogul Harvey Weinstein muss sich in einem weiteren Strafprozess in Kalifornien vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft in Los Angeles teilte mit, dass in zwei Fällen Anklage wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung erhoben wurde. Just am selben Tag hatte in New York in zwei anderen Fällen ein Prozess gegen den 67-Jährigen begonnen.


    Die Vorwürfe aus Los Angeles stammen von zwei nicht namentlich genannten Frauen und liegen sieben Jahre zurück. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Weinstein, am 18. Februar 2013 in das Hotelzimmer einer Frau eingedrungen zu sein und sein Opfer dann vergewaltigt zu haben. Am folgenden Abend habe Weinstein dann eine andere Frau in einer Hotelsuite in Beverly Hills sexuell angegriffen. Die Vorwürfe lauten unter anderem auf Vergewaltigung, erzwungenen Oralverkehr und gewaltsame sexuelle Penetration.

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    Unterhaltung 06.01.20 Ex-Hollywood-Mogul vor Gericht Prozess gegen Harvey Weinstein startet in New York

    Macht und seinen Einfluss nutzte, um Zugang zu seinen Opfern zu bekommen und dann gewaltsame Verbrechen gegen sie zu begehen", erklärte Staatsanwältin Jackie Lacey. Im Falle eines Prozesses und einer Verurteilung läge die Höchststrafe bei 28 Jahren. Die Staatsanwaltschaft will eine Kaution in Höhe von fünf Millionen Dollar festlegen lassen.

    Mehr als 80 Frauen - darunter bekannte Schauspielerinnen wie Angelina Jolie, Salma Hayek und Gwyneth Paltrow - werfen dem einstigen Hollywood-Mogul jahrzehntelanges sexuelles Fehlverhalten vor. In den meisten Fällen sind die Vorwürfe aber verjährt oder die mutmaßlichen Opfer haben keine Anzeige erstattet.

    Weinstein steht seit diesem Montag bereits in New York vor Gericht. Mehr als zwei Jahre nach Bekanntwerden der Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen den Produzenten war Weinstein zum Auftakt des Prozesses vor dem Obersten Gericht des Bundesstaates New York in Manhattan erschienen. Dabei geht es aber nur um zwei Fälle: Eine frühere Produktionsassistentin beschuldigt den Gründer des Miramax-Filmstudios, ihr 2006 in seiner New Yorker Wohnung Oralsex aufgezwungen zu haben. Eine weitere Frau wirft Weinstein vor, sie 2013 in einem New Yorker Hotelzimmer vergewaltigt zu haben. In dem Verfahren steht zunächst die Auswahl der Geschworenen an.

    Quelle: ntv.de, hul/dpa/AFP

    "Wann immer ich einen sonnenuntergang sah, wünschte ich mir rasch
    etwas kurz bevor die sonne sich am westlichen horizont verbarg und
    verschwand. Das war so als ob die sonne meinen wunsch mit sich genommen
    hatte. Ich entließ meinen wunsch kurz bevor das letzte bisschen licht
    versiegte."


    Michael Jackson - Moonwalk

  • 13. Februar 2020, 22:00 Uhr

    Plädoyer der Verteidigung im Weinstein-Prozess

    "Viel­leicht" oder "wahrscheinlich" schuldig reicht nicht


    • Harvey Weinsteins Verteidigerin Donna Rotunno erinnert die Jury an ihr Versprechen, fair und unvoreingenommen zu urteilen.
    • Das bedeute auch, im Zweifelsfall eine unpopuläre Entscheidung zu treffen.
    • Die mutmaßlichen Opfer bezeichnet die Verteidigerin als Frauen, die nicht bereit seien, die Konsequenzen für ihres eigenen Handeln zu tragen.

    Von Johanna Bruckner, New York

    Als sich die Staatsanwältinnen und Harvey Weinsteins Verteidiger am Don­ners­tagmorgen vor der Richterbank sammeln, erinnert die kleine Men­schen­traube an eine Trauerge­sell­schaft. Zumindest farblich. Auch Donna Rotunno, die wichtigste Frau des Tages, trägt Bluse und Rock, ganz in Schwarz. Weinsteins Verteidigerin aus Chicago gilt als Spezia­lis­tin für Kreuzverhöre, warum, hat sie in den vergangenen drei Wo­chen gezeigt. Eine Zeugin brachten ihre boh­renden Fragen an den Rand eines Zusammen­bruchs. An diesem Donnerstag steht Rotunno nun selbst eine Bewährungsprobe bevor - sie muss versuchen, die zwölf Jurymitglieder von Harvey Weinsteins Version der Geschehnisse zu über­zeu­gen.


    35 Zeu­gen sind gehört, sämt­liche Beweis­mittel einge­reicht, im ersten großen Prozess der MeToo-Ära fehlen nur noch die Schlussplä­doy­ers. Auf der ersten Power-Point-Folie der Ver­tei­digung steht in juristischer Dürre: "People of the State of New York v. Harvey Weinstein". Der Ex-Filmmogul muss sich vor der Strafkammer des New York State Supreme Courts wegen Ver­gewaltigung und sexueller Nö­tigung ver­ant­worten. Insgesamt werfen ihm mehr als 80 Frauen sexuelles Fehlverhalten vor, im Verfahren in Manhattan geht es im Kern um zwei Frauen. Weinstein bestreitet die Anschuldigungen und spricht von einvernehmlichen sexuellen Kontakten. Bei einer Verurteilung steht eine mehrjährige Haftstrafe im Raum.


    Don­na Rotunno wirkt in den Minuten vor ih­rem großen Auftritt gelöst, scherzt mit dem Anwalt eines mutmaßlichen Opfers. Dass die Anwältin dennoch sehr genau weiß, was für ihren Mandan­ten auf dem Spiel steht, wird mit ihren ersten Worten deutlich. "Harvey Weinstein dankt Ihnen", sagt sie gleich zu Beginn an die Jurymitglieder gerich­tet, "sein Schicksal liegt nun in Ihren Händen."


    Es gehe nicht darum, Weinstein zu mögen, sagt seine Verteidigerin

    Die 44-Jährige steht hinter dem Rednerpult, das in den vergangenen Wochen in Richtung des Zeugenstands ausge­richtet war. Nun blickt Rotunno auf Frauen und Männer in weinroten Leder­sesseln, die Jury. Vor ihr liegt ein auf­geschlagener Aktenordner, zwei Wasserfla­schen stehen bereit. Harvey Weinstein habe den Gerichtssaal als unschuldiger Mann be­treten, sagt seine Anwältin - ihn für "viel­leicht" oder "wahrscheinlich" schuldig zu halten, sei nicht genug. Sie erinnert die Gremiums­mitglieder daran, dass sie ver­spro­chen haben, fair und unvoreingenommen zu urteilen. Das bedeute auch, sagt Rotunno, möglicherweise eine Entscheidung zu treffen, die im eigenen Umfeld sehr unpopulär sei. "Historisch sind Sie die letzte Verteidigungslinie in diesem Land."

    Es gehe nicht darum, Harvey Weinstein zu mögen - "eine unbeliebte Person braucht Sie am meis­ten", appelliert die Verteidigerin. Während Sie spricht, leuchten auf dem großen Bildschirm zur Rechten der Jury Folien mit den Grund­sätzen des amerikanischen Rechtssystems auf. "Unschuldsvermutung", steht dort, und: "Be­weislast". Staatsanwältin Illuzzi werde bei ihrem Schlussplädoyer am Freitag emotional werden, warnt Weinsteins Anwältin die Jury. "Sie wird versuchen, Sie aufzupeitschen." Rotunno selbst inszeniert sich als Stimme der Vernunft, spricht ruhig, aber betont. Als sie ausführlich aus der Aussage eines mutmaßlichen Opfers zitiert, gähnt eine Frau in der Jury.

    Rotunno hat Folien vorbereiten lassen zu den beiden Frauen im Zentrum dieses Verfahrens, der ehe­maligen Produktionsassistentin Miriam Haleyi und der Friseurin Jessica Mann. Es gibt Folien, die Kalendereinträge von Haleyi zei­gen, sie stammen aus der Zeit nach den mut­maß­lichen Übergriffen. Auf manche Seiten hat Haleyi Herzen und Blumen gekritzelt. "Ist das wirk­lich Ihr Gemütszustand, wenn Sie etwas Traumatisches erlebt haben?", fragt Rotunno in den Saal.

    Auch ein E-Mail-Wech­sel zwischen Jessica Mann und einer Freun­din erscheint auf dem Bildschirm. Die Freundin hatte Mann einen Artikel über Weinsteins Ehe geschickt, "ich werde ihn auf jeden Fall danach fragen", schrieb Mann zu­rück. Für Rotunno ein Be­weis, dass es der jungen Frau nie um eine Arbeitsbeziehung mit dem Studioboss gegangen sei. Eine E-Mail Manns an Weinstein, in der sie diesen fragt, ob er um ihren Geburtstag herum in LA sei, kommentiert die Anwältin mit den Worten: "Noch so eine Sache, die Sie an Ihren Verge­wal­tiger schreiben."


    Mal subtiles, mal sehr offensives Victim Blaming

    Im Prozess hatte eine forensische Psychiaterin erklärt, dass es für Opfer sexueller Gewalt durchaus normal sei, den Kontakt zum Täter zu halten - es sei der Versuch, die Kontrolle über das Verhältnis wiederzuerlangen. Rotunno blendet diese Experten-Einschätzung einmal mehr aus und konzentriert sich auf das, was von Beginn an die Strategie der Weinstein-Seite war: mal subtiles, mal sehr offensives Victim Blaming, Opferbeschuldigung also. Die Staatsan­walt­schaft, sagt Rotunno, habe ein Universum kreiert, in dem Frauen keine Verantwortung für die Konse­quenzen ihres Handels tragen müssten.

    Bevor die Anwältin ihre Ausführungen begann, hatte sich Richter James Burke noch einmal direkt an Harvey Weinstein gewandt, der an diesem Morgen gemeinsam mit mehreren, überwiegend männlichen Unterstützern den Saal betreten hatte. "Sind Sie sich absolut sicher, dass es Ihre Entscheidung ist, nicht auszusagen?", fragte Burke den Mann auf der Anklagebank. "Ja", antwortete Wein­stein. Zweimal hakte Burke nach, beide Male blieb der 67-Jährige bei seiner Antwort.

    Harvey Weinstein lässt lieber seine Anwältin für sich sprechen. Knapp fünf Stunden dauert Rotunnos Schlussplädoyer, gegen Ende ist das Klicken der Journalistenlaptos fast verstummt. Einmal noch wird es schnell und laut. Die Verteidigerin kommt ihrer vorerst letzten Pflicht nach. "Harvey Weinstein hat diese Taten nicht begangen", sagt Donna Rotunno.


    https://www.sueddeutsche.de/pa…ozess-metoo-1.4797895!amp

  • MONTAG, 24. FEBRUAR 2020

    Jury spricht Urteil

    Weinstein wegen Sexualverbrechen schuldig

    Tagelang berät sich die Jury im Prozess gegen Harvey Weinstein. Nun steht die Entscheidung fest. Der Ex-Filmmogul ist der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung schuldig, teilen die Geschworenen mit.


    Im Vergewaltigungsprozess gegen Harvey Weinstein hat die Jury den ehemaligen Hollywood-Mogul wegen Sexualverbrechen schuldig gesprochen. Das teilten die Geschworenen dem Obersten New Yorker Gericht nach tagelangen Beratungen mit. Weinstein droht nun jahrelange Haft. In dem spektakulären Vergewaltigungsprozess kam die Jury aus Laienrichtern zu der Entscheidung, den 67-Jährigen wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu verurteilen. Nicht schuldig sei Weinstein jedoch im schwersten Anklagepunkt des "raubtierhaften sexuellen Angriffs".


    Weinstein war in dem in New York geführten Prozess zur Last gelegt worden, 2006 einer Produktionsassistentin Oralsex aufgezwungen und 2013 eine Jungschauspielerin vergewaltigt zu haben. Weinstein weist alle Vorwürfe zurück und spricht von einvernehmlichen sexuellen Beziehungen. Der Prozess gilt als Meilenstein der MeToo-Ära, die von dem Fall ausgelöst wurde. Weinstein hat nun die Möglichkeit, Berufung gegen die Entscheidung einzulegen. Einer seiner Anwälte hatte das gegenüber der Deutschen Presse-Agentur für den Fall einer Verurteilung bereits angekündigt.

    In den vergangenen Wochen hatte die Staatsanwaltschaft in dem Verfahren versucht, mithilfe von insgesamt sechs Hauptzeuginnen in teils drastischer Detailtiefe ein Muster Weinsteins offenzulegen - das eines Mannes, der seine Macht in der Filmindustrie systematisch ausnutzte, um sich junge Frauen gefügig zu machen; eines Mannes, der Frauen für Sex Karrierehilfe versprach und sie bei einem Nein zum Geschlechtsverkehr zwang.


    Die Verteidigung hingegen hatte den Zeuginnen eine Mitschuld gegeben und Weinstein in einer Opferrolle dargestellt. Frauen hätten ihn über Jahrzehnte wegen seines Einflusses und Geldes ausgenutzt und seien sich ihrer Handlungen und Signale an ihn bewusst gewesen. Jeglicher Sex habe einvernehmlich stattgefunden.

    Der Prozess hatte von Anfang an gegen eine mögliche Vorverurteilung des Angeklagten wegen der breiten gesellschaftlichen Debatte und der intensiven Berichterstattung in den vergangenen Jahren zu kämpfen. Bei der Auswahl der Geschworenen zu Beginn des Verfahrens erklärten sich auffallend viele der potenziellen Kandidaten von vornherein für befangen.


    Die Jury-Beratungen zogen sich über Tage hin. Nachrichten ans Gericht ließen dabei den Schluss zu, dass die Jury sich zwischenzeitlich in mehreren Anklagepunkten nicht einig war. Die juristischen Kämpfe sind für Weinstein auch abseits des New Yorker Verfahrens nicht zu Ende. In Los Angeles wurde er ebenfalls wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt. Auch dort könnte es zu einem Prozess kommen.


    Inzwischen haben mehr als 80 Frauen Weinstein sexuelle Vergehen vorgeworfen. Das Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den Gründer des Miramax-Filmstudios hatte im Herbst 2017 die weltweite #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Übergriffe und Gewalt ausgelöst.


    Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP



    https://www.n-tv.de/leute/Wein…ldig-article21598743.html

  • Rose McGowan feiert Urteil Harvey -Weinstein liegt im Krankenhaus

    Der ehemalige Filmmogul Harvey Weinstein ist der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung schuldig. So lautet das Urteil, das gegen ihn in New York gefällt wurde. Doch statt ins Gefängnis kommt der 67-Jährige erst einmal in die Klinik. Sein mutmaßliches Opfer Rose McGowan jubelt trotzdem.

    Eigentlich ordnete der Richter eine sofortige Unterbringung im Gefängnis an. Doch dazu kam es nicht. Wie unter anderem die "Daily Mail" berichtet, wurde Harvey Weinstein nach der Urteilsverkündung in New York wegen akuter Brustschmerzen in ein Krankenhaus gebracht. Wie einer seiner Sprecher bestätigte, sei er wegen Bluthochdrucks und starken Herzklopfens mit einer Ambulanz in das Bellevue Hospital Center in Manhattan eingeliefert worden.

    Harvey Weinstein: Der Richter lässt sich nicht abservieren

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    Unterhaltung 25.02.20 Urteil im Vergewaltigungsprozess Jury spricht Weinstein schuldig

    Weinstein war zuvor von der Jury um Richter James Burke schuldig gesprochen worden. Demnach gilt als erwiesen, dass er seine Produktionsassistentin Mimi Haleyi 2006 in seinem Appartement sexuell nötigte und Schauspielerin Jessica Mann in einem Hotelzimmer im Jahr 2013 vergewaltigte. In drei weiteren Anklagepunkten wurde der 67-Jährige jedoch freigesprochen.

    Bis zur Verkündung des Strafmaßes soll der gefallene Filmmogul in dem New Yorker Gefängnis auf Rikers Island einsitzen. Seine endgültige Strafe wird am 11. März verkündet.

    "Ein großer Schritt"

    US-Schauspielerin Rose McGowan meldete sich unterdessen nach der Urteilsverkündung bei Twitter zu Wort. "Heute ist ein Tag mit großer Strahlkraft und ein großer Schritt vorwärts für unsere kollektive Heilung", schrieb die 46-Jährige.

    McGowan war eine der ersten Frauen, die Weinstein sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen hatten. Ihre Enthüllungen und die vieler weiterer Frauen brachten die weltweite #MeToo-Bewegung ins Rollen.

    McGowan wirft Weinstein vor, sie 1997 vergewaltigt zu haben. Neben ihr hatten auch Stars wie Salma Hayek, Ashley Judd, Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie Weinstein sexuelle Misshandlung oder Vergewaltigung vorgeworfen.

    Quelle: ntv.de, vpr/spot


    https://www.n-tv.de/leute/Harv…haus-article21599773.html


    Und hier noch ein Statement des Staatsanwalts nach dem Urteil

    Urteil im Weinstein-Prozess "Weinstein ist ein bösartiger, mehrfacher Sexualstraftäter"

    Die Jury hat Harvey Weinstein schuldig gesprochen. Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance fand deutliche Worte. Und er sprach den Frauen Anerkennung aus, die mutig genug waren, auszusagen. Hier gehts zum Video dazu

    https://www.spiegel.de/panoram…1b-44a1-a25b-5a4e5c0f0ff0




    "Wann immer ich einen sonnenuntergang sah, wünschte ich mir rasch
    etwas kurz bevor die sonne sich am westlichen horizont verbarg und
    verschwand. Das war so als ob die sonne meinen wunsch mit sich genommen
    hatte. Ich entließ meinen wunsch kurz bevor das letzte bisschen licht
    versiegte."


    Michael Jackson - Moonwalk

    Einmal editiert, zuletzt von DreamDance298 ()

  • Zitat

    sei er wegen Bluthochdrucks und starken Herzklopfens mit einer Ambulanz in das Bellevue Hospital Center in Manhattan eingeliefert worden.

    Ja nee, is klar. Ich hätte auch nach einem Schuldspruch erstmal Bluthochdruck und Herzklopfen. Halte ich für normal. Was für ein elendiger Feigling. Stinkt doch schon wieder zum Himmel. :rauf: