• Bundesärztekammer-Präsident contra Merkel: „Man kann den Menschen nicht in einer Tour Angst machen“

    Von Reinhard Werner20. Oktober 2020 Aktualisiert: 20. Oktober 2020 9:44
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    Ärztepräsident Klaus Reinhardt möchte, dass die Polizei Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten überwacht.Foto: Wolfgang Kumm/dpa/dpa


    Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, hat vor einer Politik der Angst in der Corona-Krise gewarnt. Er wandte sich auch gegen Mahnungen von Kanzlerin Merkel. Soziologen sehen Schäden für die „Generation Corona“ kommen.


    Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat sich in einem Interview mit „Deutschlandfunk“ dagegen ausgesprochen, in der Corona-Pandemie Entwarnung zu geben. Allerdings geht er auf Distanz zu den jüngsten Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die zu einer freiwilligen Minimierung der sozialen Kontakte aufgerufen hatte.


    Reinhardt erklärte, es sei nicht angebracht, Angst zu verbreiten und die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Stattdessen müsse man lernen, mit der Präsenz des Virus verantwortungsbewusst umzugehen. Im Gespräch mit dem öffentlich-rechtlichen Sender greift Reinhardt in mehreren Punkten kritische Anmerkungen auf, die zuvor auch schon Experten in der „New York Times“ oder in „ARD Extra“ geäußert hatten.


    Der Verbandschef sagte, die Vorstellung sei illusorisch, man könne das Virus wieder komplett aus der Welt schaffen. Man müsse vielmehr „lernen, mit einer Zunahme der Infektionszahlen umzugehen und zu leben“.


    Man könne „den Menschen nicht in einer Tour Angst machen“, andernfalls drohe die Abstumpfung, dass Warnungen gar nicht mehr ernst genommen würden. Es sei zwar zutreffend, dass die Zahl der positiv Getesteten steige, allerdings gebe es einen großen Überhang an Intensivkapazitäten.

    Derzeit würden 700 Patienten deutschlandweit auf Intensivstationen behandelt, von diesen werde die Hälfte intensivmedizinisch beatmet. Dem stünden jedoch aktuell etwa 8.800 freie Intensivbetten gegenüber, die sich im Notfall noch aufstocken ließen.

    Weniger schwere Verläufe

    Die Erkrankungen verliefen deutlich weniger schwer als im Frühjahr, so Reinhardt: „Wir erleben, dass die Zahl der schweren Verläufe, zum jetzigen Zeitpunkt zumindest, glücklicherweise nicht so zahlreich ist, wie es das im Frühjahr war. Das hat damit zu tun, wie auch die Altersverteilung der Infizierten ist, vielleicht auch damit, dass die Erkrankung ein wenig mitigiert, ein wenig schwächer verläuft. Das weiß man nicht, das sind alles Vermutungen.“

    Reinhardt hält es in diesem Kontext für angebracht, zur Einhaltung der AHA-Regeln aufzurufen und dazu, große Menschenansammlungen und Feiern zu meiden. Für weitergehende Maßnahmen, um die Bewegungsfreiheit der Menschen noch weiter einzuschränken, sieht er jedoch keinen Spielraum.

    Reinhardt pflichtet Boris Palmer bei

    Der Ärztekammer-Chef bricht eine Lanze für Schnelltests, die insbesondere in Alten- und Pflegeheimen eine schnelle Abklärung ermöglichen, ob Besucher einen potenziellen Infektionsherd darstellen. Die Schnelltests seien zwar nicht so sicher und sensibel wie die herkömmlichen PCR-Tests, aber in einem solchen Kontext seien sie ausreichend. Sie anzuwenden würde helfen, die Isolation von Angehörigen der Risikogruppen zu verhindern.

    Um bloße Träger des Coronavirus von tatsächlich erkrankten und ansteckenden Personen unterscheiden zu können, hatten Kritiker der als besonders sensibel geltenden PCR-Tests in der Vergangenheit gefordert, diese generell durch Schnelltests zu ersetzen. Diese würden ausreichen, um schwer wiegende Fälle zu erkennen.

    Wie der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer jüngst im Gespräch mit der „Welt“ schlägt auch Bundesärztekammer-Chef Klaus Reinhardt vor, die Corona-App der Bundesregierung als Instrument im Kampf gegen Corona aufzuwerten. Dieses Tool sei unterbewertet worden und deshalb in Vergessenheit geraten. Mittlerweile gerate jedoch die händische Nachverfolgung von Kontakten der Infizierten an ihre Grenzen, weshalb die App wieder bedeutsam werden könne.

    Auch vor dem Hintergrund, dass Reisebeschränkungen und Beherbergungsverbote problematisch seien, solle die Bundesregierung noch einmal eine offensive Aufklärungskampagne über den Nutzen der App durchführen:


    „60 Prozent der Menschen, die positiv getestet worden sind, geben ihren Test in das System ein. Warum die anderen 40 es nicht tun, das sollte uns beschäftigen. Wir sollten versuchen, sie davon zu überzeugen, dass es sinnvoll ist, das zu tun, dass sie keine Nachteile haben, dass sie aber das System als solches gangbar halten und eine sinnvolle, vernünftige Maßnahme treffen, um Infektionsketten zu unterbrechen.“


    Insgesamt könne man, so Reinhardt, den Hausarztpraxen mehr Verantwortung bezüglich der Behandlung und Meldung von Corona-Fällen übertragen. Auch die organisatorischen Voraussetzungen zum Umgang mit der Krise seien deutlich besser. Hätte es im Frühjahr noch Engpässe bei Schutzausrüstung und Versorgung mit Masken gegeben, seien die Hausärzte nun adäquat vorbereitet.

    Infektionssterblichkeitsrate weniger als 0,2 Prozent

    Der US-amerikanische Forscher John Ioannidis von der Stanford University veröffentlichte die Ergebnisse einer so genannten Metastudie, die bereits von Fachleuten begutachtet wurde. Darin kommt er zu dem Schluss, dass die reale Infektionssterblichkeit bei Menschen, die mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert sind, durchschnittlich bei 0,23 Prozent liegt.


    Nach Angaben der „Berliner Zeitung“, die über die Studie berichtete, liegt die Sterblichkeit bei unter 70 Jahren nur bei 0,05 Prozent. Ioannidis schätzt auch, dass die Infektionssterblichkeitsrate an den meisten Orten weniger als 0,2 Prozent beträgt. Die Untersuchung versucht auch die Dunkelziffer an Infizierten mit einzukalkulieren, die zu keiner Zeit positiv auf Corona getestet wurden.

    „Generation Corona“ hat „Vernarbungseffekte“ zu befürchten

    An der Universität Hildesheim forscht Soziologie-Professor Michael Corsten zu einem weiteren Aspekt der Pandemie. Wie die „Tagesschau“ berichtet, beschäftigt er sich mit der so genannten „Generation Corona“. Diese umfasst junge Menschen, deren Lebensplanung durch die Corona-Beschränkungen durcheinandergeworfen wurde oder die unter den Folgen ausgefallener Unterrichtseinheiten und des Sparflammenbetriebs leiden.

    Diese Betroffenen stehen vor der Situation, sich permanent umorientieren zu müssen. Dies führt zu Frustration, zumal einige berufliche wie private Gelegenheiten wie ein Auslandsjahr ausfallen, ohne dass eine Chance zum Nachholen besteht. Die Ökonomin Regina Riphahn spricht von möglichen „Vernarbungseffekten“.


    Es ist möglich, dass die betroffene Generation dauerhaft Einkommenseinbußen muss. Der radikale Verzicht, den Angehörige der betroffenen Generation im Zeichen von „Fridays for Future“ angemahnt hatten, könnte sie auf diesem Wege unerwartet früh in einem anderen Kontext einholen.


    https://www.epochtimes.de/poli…ngst-machen-a3360740.html

  • Der Chef der Ärztekammer ist beim Lanz. Er ist nicht grundsätzlich gegen Masken, hat aber einige Kritikpunkte, zB dass es was mit den Kindern macht, die nur noch in vermummte Gesichter sehen. Auch korrigiert er den Lanz, als dieser sagt, dass er in jeder Sendung einen Virologen hat, der sagt, dass Masken schützen, um die Wirksamkeit der Masken zu belegen. Da sagt der Chef der Ärztekammer, 'gut, der eine Virologe sagt so, der andere so'. Da macht der Lanz dem auch noch ein schlechtes Gewissen, bzw versucht es, indem er an die Verantwortung appelliert, die ein Chef der Ärztekammer hat, dass die Leute darauf hören was er sagt, es morgen auf der Titelseite der Zeitungen steht, etc. Was für ein (Lanz)Drama.


    Der Lanz lässt aber auch keine andere Meinung als die Mainstream zu und fällt den Leuten ständig ins Wort, wenn die Diskussion mal etwas an der Oberfläche kratzt und auch mal kritische Fragen gestellt werden.


    So auch gestern. Der Tim Mälzer hat gefragt, ob eine Wirksamkeit der Masken erwiesen ist. Schwupp kam man zum Thema ausreichendes lüften in geschlossenen Räumen und Mälzers Frage wurde natürlich nicht im Ansatz beantwortet.



    Bei keiner anderen Sendung ist das abschneiden eines nicht liebsamen Themas so schnell und konsequent gegeben wie beim Lanz. Warum guckt man das eigentlich noch :dd:

  • Zitat

    Bei keiner anderen Sendung ist das abschneiden eines nicht liebsamen Themas so schnell und konsequent gegeben wie beim Lanz. Warum guckt man das eigentlich noch :dd:

    :doof:...keine Ahnung. Gucke den schon lange nicht mehr, weil er ein Dummschwätzer ist. :popel:Manchmal versuche ich es nochmal und schalte rein, bin aber auch genauso schnell wieder weg, :flucht:weil der einfach nur nervt und ständig dazwischen quatscht. Das ist keine Diskussion. Weiß eh nicht, wie der sich solange halten konnte. :bored:

  • Jetzt ist ihm der Lanz Abend doch tatsächlich zum Verhängnis geworden...



    Ärzte-Chef äußert Zweifel an Alltagsmasken – Lauterbach fordert sofortigen Rücktritt

    Epoch Times


    22. Oktober 2020 Aktualisiert: 22. Oktober 2020 18:50


    urn-newsml-dpa-com-20090101-201022-99-44813_large_4_3_Klaus_Reinhardt__Praesident_der_Bundesaerztekammer__zweifelt-e1603384900395-800x450.jpg


    Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, zweifelt am Nutzen von Alltagsmasken.Foto: Wolfgang Kumm/dpa/dpa


    Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat den Nutzen von Alltagsmasken bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie bezweifelt. Er sei von den Alltagsmasken nicht überzeugt, „weil es auch keine tatsächliche wissenschaftliche Evidenz darüber gibt, dass die tatsächlich hilfreich sind“, sagte er in der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ vom Mittwochabend. „Schon gar nicht im Selbstschutz und wahrscheinlich auch nur ganz wenig im Schutz, andere anzustecken.“ Dennoch befürwortete er das Tragen in manchen Situationen. Die Ärztegewerkschaft kritisierte ihn und betonte, die Aussagen stünden im Widerspruch zur Studienlage.

    Reinhardt spricht von „Vermummungsgebot“

    Reinhardt sagte in der Talkshow, er glaube, dass man die Alltagsmasken tragen könne, wo man den Abstand nicht wahren könne, etwa im öffentlichen Nahverkehr oder in Räumlichkeiten, wo man notwendigerweise eng beieinander sei. Zum Tragen an der frischen Luft sagte er: „Ich glaube, dass das wenig bringen wird.“ An einigen Orten ist die Maskenpflicht auf viel frequentierten öffentlichen Straßen und Plätzen angeordnet, an denen es nicht genug Raum zum Abstandhalten für alle gibt. Reinhardt sprach an einer Stelle auch von einem „Vermummungsgebot“.

    Am Donnerstag bekräftigte er in einer gemeinsamen Mitteilung der Ärztekammer-Spitze, dass das Tragen einer Alltagsmasken in bestimmten Situationen sinnvoll ist: „Dieser ist zwar kein sicherer Schutz vor einer eigenen Infektion, hilft aber, durch eine mechanische Reduktion der Aerosol-Verbreitung andere zu schützen.“


    Auch am Mittwochabend hatte er trotz seiner Zweifel in der Talkshow gesagt: „Die Maske hat eine Wirkung, ja. Punkt.“ Ob sie in der Form wirke, „wie wir sie tragen“, als Alltagsmaske oder halbfeucht und eine Woche nicht gewaschen, sei etwas anderes.

    Lauterbach fordert Reinhardts Rücktritt

    Die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, kritisierte, gerade in der jetzigen Phase der Pandemie komme es darauf an, mit klaren Botschaften die Bevölkerung über den notwendigen Infektionsschutz aufzuklären. Leider habe Reinhardt den Eindruck erweckt, „dass für ihn Alltagsmasken zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus nur von geringem Wert sind.


    Diese persönliche Auffassung des Bundesärztekammer-Präsidenten steht im Widerspruch zur aktuellen Studienlage und ist geeignet, das seit Monaten wirksame und evidenzgestützte Konzept zur Minimierung von Infektionen zu diskreditieren.“ Für den Verband stehe außer Frage, dass Alltagsmasken das Risiko einer Übertragung reduzierten.


    Das Robert Koch Institut (RKI) empfiehlt das Tragen von Alltagsmasken in bestimmten Situationen als Baustein, um Risikogruppen zu schützen und die Ausbreitungsgeschwindigkeit zu reduzieren.

    Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach bezeichnete Reinhardts Wortwahl „Vermummungsgebot“ auf Twitter als „unentschuldbar“ für den „ranghöchsten deutschen Ärztefunktionär“. „Aus meiner Sicht ein Rücktrittsgrund, wenn er das nicht sofort zurücknimmt“, schrieb er. Dazu äußerte sich Reinhardt am Donnerstag nicht. (dpa)


    https://www.epochtimes.de/poli…-ruecktritt-a3363065.html

  • Ich Persönlich halte die Masken für garnicht so verkehrt, wenn man sie sinnvo ll Einsetzt.

    Alle Leut in der Gesundheitsmedizien, mit gefährdeten Menschen oder Lebensmittel in Kontaktrettende, sollten Sie Tragen.

    Auch beim Einkaufen find ich sie ganz Akzeptabel und trage diese auch an allen Stellen Ordnungsgemäß.

    Die Umsetzung lässt mir aber zu denken übrig.

    Dreckige Masken , welche auf Tische oder in nicht Sauberen Taschen abgelegt werden müssen , weil sie GRIFFBEREIT liegen müssen schützen bestimmt weniger als sie sollten.

    Ich habe das Gefühl, dass ich mir den Dreck oder Baktereien quais an den Mund reibe.

    Ich kann sie auch nicht jeden Tag waschen, villeicht alle 2 okay. aber schwierig im Schnellen Alltag.

    So oft wie seit der Masken Einführung, habe ich mir noch nie ins Gesicht gefasst .

    Ich achte eig immer drauf.

    Dieses Eigenen An Nießen kann auch nicht Gesund sein, wenn der Körper es rauswerfen will, es direkt wieder am Mund zu haben.


    Und zu sehen, dass sie eh nur unter der Nase getragen werden ist auch ...

    Die Leute fassen alles an und waschen sich kaum die Hände , dann damit die Maske qauf und ab nehmen.

    Seit tragen der Masken habe ich ständig Ohrenschmerzen an der Seite, ich fasse mir mehr ins Gesicht, manchmal kommen mir Leute unangenehm nahe seit ich sie Trrage, weil sie sich sicher fühlen, ich weiß es nicht .

    Ich sehe viele auf dem Boden Dreck verursachen.

    Sehe dass Leute sich zu 5 treffen, aber dann wieder andere 5 und diese Kette niemals unterbrochen werden kann, reaglisitsch nur minimiert.

    Ich sehe wie die äRZTE mir bei anderen Sachen garnicht mehr helfen , weil es nur noch um Corona geht und man mit schmerzen nach hause geschickt wird und dann am we ins KH geschickt wird weil man kaum noch athmen kann, weil man was anderes hat oder schlucken, obwohl man sie nicht betretten soll.

    Ich bin wüttend und enttäuscht.

    Hier ist nun Masken Pflicht auch in den Innenstädten, aber außerhalab darf ich hier quasi überall meine Bqaktieren verteilen, vertehe es nicht.

    Geldmacherei ist es qauch mit den verkauf und langsam erinnert es mich auch an richtige freiheitsberaubung.

    Aber wenn man es nicht tut gibts ne saftige Geldstrafe.

    Habe generell nichts gegen die Mqasken, aber nur wenn sie Richtig und Regelmäßig und Realistisch Eingesertzzt werden , sodass es den Leuten nicht schlimmer geht als vorher.

    Ich z.B leider auch oft unter Herpes und dann tragt mal ne Maske so und wie oft ich es hatte seit den maken super

    “Lies run sprints, but the truth runs marathons" - Michael Jackson

    Gigi JaXon

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    Keep the faith, baby, yea

    Because it's just a matter of time

    Before your confidence will win out

    Believe in yourself no matter what it's gon' take

    You can be a winner

    But you got to keep the faith