Beiträge von Angel-smile

    Hallo ihr Lieben!:gruß::hkuss:


    Es ist wieder so weit, ihr dürft endlich wieder für Michael abstimmen!:brille:


    Wählt eure Lieblingshits von Michael in die WDR 4 Top 444!


    In der letzten Abstimmung waren 4 Songs von Michael in der WDR 4 Top 444.

    Mit Platz 67 war "Thriller" die höchste Platzierung, danach kam auf Platz 72 "Billie Jean", und "Beat it" auf Platz 282 sowie "We are the world" auf Platz 439.


    Der Song mit den meisten Stimmen bekommt die höchste Platzierung.

    Also gebt alles was ihr könnt und zeigt der Welt, dass es noch genügend Michael Jackson Fans gibt,

    damit er eine Chance hat, unter den ersten in der Top 10 platziert zu werden, wo er auch hingehört.


    Die Abba, Quenn und Beatles Fans haben sich alle zusammen getan, um gemeinsam abzustimmen!


    Also kann Michael wieder auf euch zählen?:lg::mjmw:



    Ich finde diese Songs von Michael Jackson müssen unbedingt in die Top 444,... weil "Billie Jean" der Rhythmus ist, an den keiner vorbei kommt und "We are the world" bringt dieses berührende und in dieser Zeit nicht ersetzbare Gemeinschaftsgefühl zurück. "Liberian girl" ist die schönste und :love:ausdrucksstärkste Rumba und für leidenschaftliche Tänzer unverzichtbar!:banane::michael3::juhuu:

    :vote:

    1. Billie Jean :mjmw::moonwalker:<3




    2. Liberian girl :sonne::loveyou::juhu:




    3. We are the world:gruppenk::lg:





    Abstimmung WDR 4 TOP 444 – So geht's! Stand: 05.09.2022, 00:00 Uhr Sie haben die Möglichkeit, im Zeitraum vom 5. September bis 14. Oktober 2022 an der Abstimmung für die Hitparade "WDR 4 TOP 444" teilzunehmen. Ziel ist es, die beliebtesten 444 Lieblingshits aus den 60ern, 70ern und 80ern herauszufinden.



    hier ist der Link zur Abstimmung::gruß:

    https://www1.wdr.de/radio/wdr4…ndvierzig-voting-100.html


    Die Abstimmung endet am 14.10.2022, 17.00 Uhr.

    Die Auswertung der abgegebenen Stimmen erfolgt über eine Datenbank in der Zeit vom 14. bis 19. Oktober 2022.


    Link für die Teilnahmebedingungen:

    Teilnahmebedingungen der Abstimmung WDR 4 TOP 444 - Aktionen - WDR 4 - Radio - WDR

    Hallo ihr Lieben!:gruß:


    Wollt ihr eine gute Zeit haben?:juhuu:

    Jetzt läuft gerade Quincy Jones - A Musical Celebration in Paris, 2019:moonwalker:<3:mjmw:

    Ihr könnt es auch noch in der arte Mediathek ansehen! :brille:


    Mo 12. September 2022, auf arte, 5:00 - 6:40 Uhr;

    Es ist zwar eine Wiederholung, aber muss man unbedingt ansehen, weil man es wirklich öfter sehen kann!:sonne::love:


    Auch wenn es unter dem Namen Quincy Jones steht, doch die Erinnerungen an Michael gehen niemals verloren.

    Er hat 7 Songs von Michael singen und performen lassen, darunter, "Wanna be startin' somethin', Human Nature, P.Y.T., The Lady in my Life, Billie Jean, Man in the Mirror und Thriller. Habe mir die Frage gestellt, wie er genau die richtigen Sänger:innen für die Songs gefunden hat? Sie haben es mit so viel Leidenschaft und Eigen-Dynamik performt, die Magie von Michael war absolut spürbar!:flirty: Sie waren alle total groovy drauf und haben eine super gute Stimmung ins Publikum transportiert. :manu:


    In den Augen der Zuschauer konnte man

    die Freude und Erinnerung an Michael buchstäblich sehen und fühlen. Das Zeitgefühl seiner Musik ist manifestiert und wird für immer mit Michael und seiner Musik verknüpft bleiben.:hkuss:

    Die Begeisterung ist in der Arena förmlich explodiert!:klatschen:




    Hallo ihr Lieben!:gruß:


    Für mich wäre es wirklich eine sehr gute Idee!:lg::dafuer:

    Vielleicht wäre es ja doch mal interessant über Michaels Theorien zu sinnieren? :moonwalker:<3:mjmw:



    "Michael Jackson hat uns ein schweres Erbe hinterlassen."


    Das ist meine Theorie:

    Michael Jackson hat mehr Fans, die an seiner Unschuld glauben als an seiner Schuld.


    Diese Behauptung allein könnte schon einen Glaubenskrieg auslösen, anstatt einen friedvollen Weg mit effektiven Lösungen, die zu einem lohnenswerten Ziel führen, zu finden.


    "Meine Fans sind Aktivisten, sie werden mit dir kämpfen, um mich zu verteidigen."

    Theorie und Zitat von Michael Jackson


    Hat er recht? Werden wir weiter für seine Gerechtigkeit kämpfen, bis zum bitteren Ende, um sein geistiges Erbe zu erhalten? Oder werden wir vorzeitig aufgeben und ihn und sein Erbe den Hassern überlassen? Dann haben auch wir verloren.

    Das Forum ist auch eine Stimme an die Öffentlichkeit, um seine Botschaften und den Sinn seiner Arbeit herauszufinden und weiterzuverbreiten. Ich denke, er hätte es auf jeden Fall verdient, wenn man bedenkt, was er alles für unsere Welt und Menschheit getan hat. Wir wollen doch nicht, dass sein wahres Bild als "guter Mensch" verblasst? Wo er sich doch stetig für arme und kranke Kinder und Familien eingesetzt und sie auch finanziell unterstützt hat. Sogar Menschen, die in der Gesellschaft keine Stimme hatten, eine Stimme gegeben hat und ihnen damit auch bessere Zukunftsperspektiven ermöglicht hat. Damit hat er diese Welt garantiert um einiges besser und heller für viele Menschen gemacht.



    Wie kann das sein?


    Habe im Radio gehört, dass eine Umfrage auf der Straße nach Michael Jackson kein gutes Ergebnis gebracht hat.

    Laut Aussage, wächst eine Generation nach, die kaum noch etwas über ihn wissen oder ihn schon gar nicht mehr kennen. Das finde ich sehr erschreckend. Also ist es nicht gut, ihn weiter verdrängen zu lassen, um ihn nicht zuletzt ganz aus der Geschichte zu tilgen.


    Aktivisten sind niemals passiv und geben niemals auf!:gruppenk::lolrunde::hkuss:




    "Wir haben unseren Müll, unsere Kriege und unseren Rassismus in sämtliche Winkel der Welt getragen.

    Wir müssen anfangen aufzuräumen und damit in unseren eigenen Herzen und Köpfen beginnen, denn von dort kam die Vergiftung unseres Planeten. Je eher wir uns ändern, desto einfacher wird es sein, unsere Liebe für unsere Mutter Erde zu empfinden und die Liebe, die sie uns so freigiebig zurück gibt." Michael Jackson


    "Das Leben ist die Heilung des Lebens selbst und das Beste was ich für die Welt tun kann, ist es, ihr sie liebendes Kind zu sein." Michael Jackson

    Hallo ihr Lieben!:gruß:

    Danke für eure Beiträge, hatte sie jetzt erst gesehen.:Tova::lg:


    Habe mir gerade die Frage gestellt, warum habe ich es überhaupt hier eingestellt?

    Ach so, ich glaube, es war eher weil ich den geschichtlichen Ursprung zum Pfingstfest gesehen hatte und weniger um der Kirche zum Geburtstag zu gratulieren.

    Natürlich darf jeder seine Meinung dazu haben und auch äußern, wir leben ja hier in einem freien Land.

    .....und ich vertrete auch die Meinung: "leben und leben lassen."


    Ich gebe euch auf jeden Fall vollkommen Recht, da bin ich ganz bei euch, das sehe ich auch nicht anders.

    Habe selber keine guten Erfahrungen mit der Kirche gemacht. Deshalb sehe ich meine Gedanken von der Kirche als Institution und meinen Glauben zu Gott getrennt. Bin mir sicher, dass Gott auch nicht einverstanden ist, was zurzeit in seiner Kirche geschieht. Vielleicht darf man nicht vergessen, dass in der Kirche auch Menschen arbeiten die fehlbar sind und nicht immer im Sinne von Gott handeln. Das soll nichts rechtfertigen, und ich finde auch dass man sich mehr um die Opfer kümmern sollte und ihnen entsprechende Aufarbeitung und Entschädigung bieten sollte. Aber es sollte den Glauben an Gott nicht zerstören, denn er hat ja schon seinen einzigen Sohn für unsere Sünden bezahlen lassen, um eine direkte Verbindung von Mensch zu Gott herzustellen.


    Aus purer Neugier habe ich mir sogar die beiden Biographien von beiden Päpsten auf E-Book gekauft. Einfach nur um mal mehr über das Denken der Päpste (Benedikt XVI. und Papst Franziskus) zu der geschichtlichen Entwicklung der Kirche zu erfahren.

    Ich muss auch zugeben, mich hatte auch die Sichtweise zu Michael interessiert, obwohl ich mir natürlich nicht sicher war überhaupt etwas zu finden.

    Man wird es ja nicht glauben, aber dort habe ich tatsächlich einen versteckten Hinweis daraufhin gefunden.

    Es ist schon sehr spannend, wenn man sich für die geschichtliche Entwicklung der Kirche interessiert.

    Heute lief auf Pro Sieben, Mittwoch, 22.06.2022, 1:29 - 3:16 Uhr



    Big Countdown! Die größten Sensationen der 90er

    D 2016 | Show


    Countdown! "feiert die größten Sensationen der 90er Jahre. Wir verraten wie das Wort "Stinkefinger" in den Duden kommt und wie ein Teenager Michael Jackson, den "King of Pop" zu Fall bringt.


    In der Doku sind noch Informationen von der Doku "LN" von 2019 eingeflossen und neu verarbeitet.

    Somit sprachen auch Experten und vermeintliche Experten über den Fall.





    Am Samstag, 25.06.2022 kommt auf DELUXE MUSIC,

    wieder MICHAEL JACKSON R.I.P.:rose::moonwalker:<3:kerze:

    Musik-Videos rund um den "King of Pop".:hkuss:

    Samstag von 23:00 bis 00:00 Uhr und es geht weiter in den Sonntag

    rein, Sonntag, 26.06.2022, von 00:00 bis 01:00 Uhr.


    Hallo Beteigeuze:gruß:

    Ich habe auch genau wie du schon einmal vor der Entscheidung gestanden. Aber leider war mir auch etwas dazwischen gekommen und ich konnte nicht teilnehmen. Würde auch gerne noch einmal eine Möglichkeit dazu bekommen!:lg:

    Ich bin eine leidenschaftliche Tänzerin und habe auch schon einige Jahre Standard und lateinamerikanische Tänze gelernt und gelebt. Ich denke, dass es reicht wenn du überhaupt schon einige Tanzerfahrungen gesammelt hast, dann bist du bestimmt schon klar im Vorteil!:zl: Glaube nicht, dass alle so viel gemacht haben, die an diesem Workshop je teilgenommen haben.:daumen::zwinker:

    Die 150. Chart Show - Die große Jubiläums-Show: Deutschland wählt die Nr. 1!:moonwalker:<3:mjmw: (Wiederholung von 2019)

    Sa 18.06.2022, um 00:35 - 4:00 Uhr


    und am So 19.06.2022, um 1:45-5:00 Uhr kommt noch eine Wiederholung.


    Sie läuft jetzt gerade und Michael ist mit dem "Earth Song" auf Platz 1 gewählt worden!:brille::hut::juhuu::love::michael3:

    Sonntagskirche | 05.06.2022 08:55 Uhr | Katrin Achterfeld


    https://www.kirche-im-wdr.de/s…04502d5a65e1fdba69fadcb1c





    Pfingsten




    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe Kirche!



    Am heutigen Pfingstsonntag feierst Du Deinen Ursprung, diesen denkwürdigen Tag, an dem


    sich zum ersten Mal deine Gründer, die Anhänger Jesu rausgewagt haben mit ihrer


    Botschaft.



    Diese Geburtsstunde muss aufregend gewesen sein: Was als kleines Treffen unter Freunden


    in Jerusalem beginnt, entwickelt sich damals rasch zu einem wahren Happening.


    Denn plötzlich geschieht etwa Bemerkenswertes mit den Freunden - sie fangen buchstäblich


    Feuer! Kleine Flammen beginnen über ihren Köpfen zu tanzen und gleichzeitig hört man


    draußen ein lautes Rauschen. Das lockt weitere neugierige Menschen an und die staunen


    nicht schlecht als sie die kleine Gruppe Menschen in den unterschiedlichsten Sprachen reden


    hören. Man kann sagen, dass sie Feuer und Flamme sind für das, was sie den fremden


    Ankömmlingen erzählen. Sie berichten von einem Mann namens Jesus, der vor 50 Tagen


    gestorben und wieder von den Toten auferstanden war. Unglaublich!



    Aber: Ihre Worte lösen eine solche Begeisterung aus, dass die Zuhörer ein tiefes Gefühl von


    Wahrhaftigkeit erfüllt und ein Bedürfnis, ihr Leben ganz neu in die Hand zu nehmen. So


    schreibt die Bibel, dass an diesem Tag über 3.000 Menschen getauft werden, womit die erste


    jüdisch-christliche Gemeinde entsteht, was wir heute die Kirche nennen – ob jetzt


    evangelisch, katholisch, orthodox. Pfingsten ist die Geburtsstunde der Kirche, der


    Christengemeinde.



    Was für eine Strahlkraft muss man besitzen, um in einem Moment so viele Menschen zu


    erreichen und zu begeistern!



    Hin und wieder begegne ich selbst solchen Menschen, die mit großem Eifer von einer Sache


    erzählen. Dann bekomme ich eine Ahnung wie es sich anfühlt, mitgerissen zu werden von


    einer Idee, einer Bewegung.



    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass in solchen Momenten eine gewisse Eigendynamik


    entsteht. Der Funke der Begeisterung springt schnell von einem zum anderen über und


    plötzlich brennt die Luft.



    Wenn wir heute auf jemanden treffen, der seine Ideen mit Begeisterung vorträgt, finden wir


    recht schnell ein großes “ABER”. Die Geschichte hat uns gelehrt, Dinge besser zunächst


    einmal zu hinterfragen. Wir wollen nichts Vorgekautes übernehmen, sollen selber denken.


    Dazu haben wir Zugriff auf eine Menge Informationen, die helfen, uns ein eigenes Bild zu


    kreieren, müssen uns aber gleichzeitig darüber im Klaren sein, dass sich darunter auch eine


    Menge an falschen Infos und Halbwahrheiten befindet. Die Herausforderung für uns besteht


    darin, Richtiges vom Falschen zu unterscheiden. Oftmals schwierig, wenn man von der Flut


    an Berichten und Aussagen schier überschwemmt wird.



    Und wie haben die über 3.000 Menschen am Pfingsttag wissen sollen, ob sie den Worten der


    Jünger Glauben schenken können? Schließlich konnten sie nicht mal eben mit dem


    Smartphone diesen besagten Jesus googlen um zu prüfen, ob es den wirklich gegeben hat.


    Und für diese Auferstehung gab es auch keine handfesten Beweise oder gar Videos.


    Ihnen blieb nichts anderes übrig, als den Jüngern ihren Glauben zu schenken. Vielleicht


    berührten die Erzählungen ihr Innerstes, sodass sie die Wahrheit in ihren Herzen erkannten


    und es keine Zweifel für sie gab.



    Ich wünschte, ich könnte mich vor schwierigen Entscheidungen auch auf diesen inneren


    Kompass verlassen. Ein Gefühl in mir, das mir den richtigen Weg weist und die Wahrheit


    erkennen lässt.



    Vielleicht besitze ich den ja und es ist an der Zeit nach ihm zu suchen?



    80 Stunden 80er – WDR 4 feiert an Pfingsten das Kultjahrzehnt

    Stand: 25.05.2022, 17:37 Uhr


    Kultige Popnummern, Stehblues-Balladen und coole Synthesizer-Klänge – Sie lieben die Musik der 80er und wir spielen sie Pfingsten nonstop 80 Stunden lang.



    Von Freitag, den 3. Juni, 08.00 Uhr bis Montag, den 6. Juni, 22.00 Uhr sendet WDR 4 80 Stunden nonstop und ausschließlich Lieblingshits der 80er.


    WDR 4 Ab in die 80er – Der Club


    In Spezialsendungen am Abend wie "Ab in die 80er – Der Club" werden unterschiedliche Themen mit verschiedenen Gästen vertieft und musikalische Schwerpunkte wie "Neue Deutsche Welle" und "Die erfolgreichsten Interpreten der 80er" gesetzt.

    Wer nicht am Radio dabei sein kann:

    Die Musikspezialsendungen am 80er-Wochenende gibt es zum Nachhören auf wdr4.de und in der WDR 4 App.


    Ihre 80er-Wünsche


    Auf einem Smartphone ist das Visual der Aktion

    Als Zugabe gibt es an Pfingstmontag von 16 bis 22 Uhr "Das große Wunschhit-Finale", bei dem ausschließlich die WDR 4-Hörerinnen und -Hörer die Musik bestimmen.



    Hallo ihr Lieben,:gruß:

    :vote:

    heute Morgen ging es schon um 8:00 Uhr los, 80 Stunden 80er, die erfolgreichsten Interpreten der 80er und Michael war auch schon mit einigen Songs vertreten. :mjmw::juhuu::michael3::manu::brille:

    Für das Wunschhit-Finale am Pfingstmontag kann man auch noch einen Lieblings-Song von Michael wählen. Wenn man Glück hat, wird er dann am Pfingstmontag zwischen 16:00 und 22:00 Uhr gespielt.:sonne:




    hier unten im Link:

    Das große Wunschhit-Finale, WDR 4 Ab in die 80er - 80 Stunden 80er - Aktionen - WDR 4 - Radio - WDR

    Sonntagskirche | 01.05.2022 08:55 Uhr | Anke Prumbaum



    Drei Heldinnen


    Guten Morgen!


    Ich schaue ins Zimmer in der Frauenklinik. Mein Blick fällt auf die Postkarte, die am Fenster
    lehnt. Selbst gestaltet, von Hand geschrieben. Drei Heldinnen, steht drauf.
    Ich weiß, wer die drei Heldinnen sind. Eine ist die Patientin. Die zweite ist ihre Ehefrau. Und
    die dritte ist das ungeborene Kind der beiden, ein Mädchen. Es hat eine schwere Prognose,
    wir bangen alle – die beiden Mamis und das Team der Geburtshilfe.
    Drei Heldinnen. Ich weiß auch warum. Weil sie aushalten. Stark bleiben in aller Schwäche
    und Sorge. Weil sie ans Leben glauben. Weil sie zusammenstehen. Weil alle finstere
    Prognose nicht stark genug ist, ihre Liebe zu stören.
    Die Geschichte der drei ist gut ausgegangen. Die kleine dritte Heldin wurde geboren und
    mittlerweile läuft sie. Sie erlebt eine unbeschwerte Kindheit, entdeckt die Faszination jedes
    Steins und zeigt mit Wonne auf Flugzeuge am Himmel. Sie machen ihr keine Angst. Das ist eine Heldinnengeschichte, die mich stärkt. Ich durfte sie begleiten, als
    Krankenhausseelsorgerin. Die Weltgeschichte ist voller Heldengeschichten. Heldendramen und Heldenerzählungen.
    Heroische Taten, oft mit Macht und Gewalt verbunden. Bis in unsere bitteren Tage.
    Heldengeschichten werden in Kriegszeiten erzählt. Da stehen sie, meistens starke Männer,
    die "Großartiges“ vollbringen. Da bedeuten die Flugzeuge am Himmel Gefahr. Tod und
    Gewalt bilden die Kulisse. Helden, die die Welt nicht braucht. Die Welt braucht keine Machtmenschen und keine Rücksichtslosen, keine
    Territorien-Erweiterer und Kämpfer. Sie braucht solche Heldinnen und Helden wie diese drei
    im Krankenhaus.
    Die Bibel kennt auch Helden. Die zwei Hebammen im Buch Exodus, die mutig den kleinen
    Mose verstecken, obwohl der Herrscher befohlen hat, ihn zu töten. Mose, der sich vor den
    Pharao stellt und für die Freiheit seines Volkes kämpft, obwohl ihm die Worte fehlen.
    Diese Heldinnen und Helden kämpfen für das Leben. Sie glauben an Freiheit und an die
    Kraft des Glaubens. Der Glaube macht ihnen Mut und macht sie stark. Sie schaffen es, an
    das Unmögliche zu glauben, sie kämpfen für Freiheit und Zukunft, auch unter widrigen
    Umständen und unter Unrechtsregimen. Manche sagen in diesen Tagen "das ist ein Held“, wenn sie den ukrainischen Präsidenten
    sehen - übernächtigt, im immer olivgrünen Oberteil, bestürzt, aber entschlossen, mit
    eindringlichen Worten an seine Landsleute. Er ist eine Gestalt des Ausharrens, des
    Mutmachens. Ich weiß, dass das Ukrainerinnen und Ukrainern gut tut. Sie sind stolz auf
    ihren Präsidenten. Ja, vielleicht ist auch er ein Held. Ich möchte mir den Maßstab für meine Heldengeschichten von den drei Heldinnen in der

    Frauenklinik geben lassen, die mich eher an die Heldinnen und Helden der Bibel erinnern.
    Ich möchte solche Geschichten erzählen. Das sind echte Gegengeschichten gegen weltliche Heldengeschichten; gegen die, die meist
    nicht von denen erzählen, die dabei auf der Strecke bleiben, die unermesslich leiden.
    Die drei Heldinnen, die Helden der Bibel, sie glauben gegen alles an, was das Leben
    bedroht und zerstört. Ihre Stärke ist die Hoffnung, die unerschütterliche.


    Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag.


    Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze


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    Kirche in WDR 4 | 02.05.2022 08:55 Uhr | Christiane Neufang


    Alles neu macht der Mai


    Autorin: Guten Morgen.


    In meinem Garten leuchten die Kirschblüten, strahlt der Flieder in zarten Farben. Die Natur blüht auf, bricht sich Bahn, kündet den Sommer an.
    "Alles neu macht der Mai“ – heißt es in einem Kinderlied. Auch wenn der Frühling bereits im
    März begonnen hat, verbinden sich die schönsten Frühlingsgefühle mit dem Wonnemonat Mai. Ein Gefühl von Neubeginn stellt sich ein. Sprecherin: Alles neu macht der Mai macht die Seele frisch und frei Laßt das Haus, kommt hinaus, windet einen Strauß!


    Rings erglänzet Sonnenschein duftend pranget Flur und Hain Vogelsang, Hörnerklang tönt den Wald entlang (Hermann Adam von Kamp um 1820)
    Autorin: …heißt es in der 1. Strophe des Liedes. Es wurde von Hermann Adam von Kamp in
    der Zeit der Romantik geschrieben, in der in Dichtung und Kunst Gefühle so richtig zum
    Tragen kamen. Und ich kann es förmlich nachempfinden: Endlich wieder raus! Nach zwei
    Jahren Pandemie durchatmen, unbeschwert andere treffen, lachen, erzählen. Und auch
    innerlich aufbrechen, neu anfangen, hinausstreben, das Alte hinter mir lassen. Pläne schmieden, Leichtigkeit finden, wieder mehr Sport treiben, das Leben genießen. Doch ganz so leicht fällt es mir nicht. Da ist so viel Unordnung in der Welt. Krieg, Leid,
    Naturkatastrophen und immer noch Corona. Das kann ich nicht einfach vergessen und
    drüber hinweggehen und unbeschwert meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Und ich kann
    auch nicht einfach so tun, als würde mich das nichts angehen. Trotz der blühenden Gärten, dem anbrechenden Sommer mit seinen Verlockungen. Doch irgendwie scheint die Natur robust und davon unabhängig. Auch wenn die Sommer
    trockener werden und die Klimaerwärmung voranschreitet, kann ich mich darauf verlassen,
    dass das Leben jedes Jahr im Frühjahr wieder neu beginnt. Dass die Bäume und Büsche
    Knospen und Blüten treiben und die Natur die kalte Jahreszeit hinter sich lässt.





    Sprecherin: "Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze,
    Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1. Mose 8,22) Autorin: … heißt es im ersten Buch der Bibel. Von der großen Sintflut wird dort erzählt.
    Davon wie Regen und Wasser alles zerstören, was ihnen in den Weg kommt. Schon damals
    eine Mahnung an uns Menschen. Aber dann nach 40 Tagen und 40 Nächten verspricht Gott
    ein Ende des Regens und der Flut. Es soll nicht aufhören Saat und Ernte, Sommer und
    Winter. Darum treibt das Frühjahr wieder Blüten, darum erfreue ich mich jedes Jahr an der
    aufbrechenden Natur, dem Garten in seinen zarten Grüntönen. Und atme wieder neu auf,
    innerlich wie äußerlich. So endet auch die Bibel in ihrem letzten Buch mit dem Versprechen
    Gottes auf einen neuen Himmel und eine neue Erde:
    Sprecherin: "Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5)
    Autorin: Wie eine große Klammer verbinden sich Anfang und Ende der Bibel mit dem
    Kreislauf der Natur. Mit der Hoffnung auf Neubeginn und Frühling. Auf alles, was wieder neu
    werden kann und darf.
    Sprecherin: Alles freut sich der Zeit die verjüngt, erneut Widerschein der Schöpfung blüht uns erneuernd im Gemüt Alles neu, frisch und frei Macht der holde Mai. -
    Autorin: Mit dieser 3. Strophe des alten Kinderliedes wünsche ich Ihnen einen schönen

    Monat Mai.




    Lassen Sie ihren Gefühlen freien Lauf...



    Pfarrerin Christiane Neufang aus Köln. Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze


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    Kirche in WDR 4 | 29.04.2022 05:55 Uhr | Franz Meurer

    Mitleiden durch Mithelfen



    Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat Mitleid für falsch gehalten. Ganz einfach nach dem
    Motto: dann geht es doch beiden schlecht. Anders die Bibel. Die Geschichte schlechthin zu dem Thema ist die vom barmherzigen
    Samariter. Warum in der Geschichte sowohl der Priester wie auch der Levit an dem
    überfallenen vorbeigehen, erfahren wir nicht. Nur eben, dass die, die helfen müssten, sich
    nicht engagieren. Vom Samaritaner heißt es "er wurde von Mitleid bewegt" Lk 10,33. Und das im Wortsinn: er
    verbindet die Wunden, setzt den Halbtoten, wie die Bibel ihn bezeichnet, auf seinen Esel und
    bringt ihn zur nächsten Herberge. Dort gibt er dem Wirt Geld und ist auch bereit,
    weitergehende Aufwendungen demnächst zu bezahlen. An dieses Gleichnis musste ich denken, als ich in der Zeitung las, was die Chefredakteurin
    eines ukrainischen Nachrichtendienstes sagte: "Ich weiß immer noch nicht, wie man mit
    seinen Kindern über den Krieg spricht. Aber ich weiß genau, wie man ihnen erklärt, was
    Frieden ist. Frieden ist, wenn alle zusammenstehen". Die Kraft des Mitleidens beschreibt der Schriftsteller Heinrich Böll: Zitat "Es wird uns
    eingeredet, dass Mitleiden in den Bereich der Sentimentalität gehört. Das ist eine Lüge.
    Mitleiden ist eine ungeheure Kraft, eine große Energie, und auch eine schöpferische Phase
    gehört zum Mitleiden. Man will uns einreden, die Zeit des Mitleidens sei vorbei. Doch harte
    Herzen brechen leichter als mitleidige Herzen, die eine große Kraft haben". Zitat Ende.
    "Frieden ist, wenn alle zusammenstehen". Für mich ist ein Wort von Adolf Kolping wichtig:
    "Tätige Liebe heilt alle Wunden, bloße Worte mehren nur den Schmerz". Also handeln wir
    hier bei uns angesichts der vielen Geflüchteten nach dem ganz einfachen praktischen Motto:
    Mitleiden durch Mithelfen. Zum Glück waren unsere Kleiderkammer und die Abteilung mit Kindersachen dank sehr
    vieler Spenden nach der Flutkatastrophe an der Ahr übervoll. So konnten die Mitarbeiter der
    Stadt die Geflüchteten zu uns schicken. Und wir brachten Vieles auch zu einer Art
    Sachen-Buffet in die Leichtbauhallen, wo die Flüchtlinge untergebracht sind. Dank
    großzügiger Menschen konnten wir 100 Schulranzen und 100 Schulrucksäcke kaufen. Auch
    Fahrräder, Roller, Bobbycars sind erwünscht. Unser Kantor hat schon zwei Benefizkonzerte
    in der Kirche ermöglicht. "Frieden ist, wenn alle zusammenstehen". Wenn Sie nicht praktisch
    helfen können, so spenden sie doch einfach das Geld, das sie übrig haben.


    startseite (kirche-im-wdr.de)


    Kirche in WDR 4 | 30.04.2022 05:55 Uhr | Christoph Paul Hartmann


    Kinoverkündigung


    "Und was willst du jetzt machen? – Ich mach' mich selbstständig. Weil ich habe keinen Bock
    mehr, mir immer irgendwas von irgendwem sagen zu lassen. – Selbstständig. – Ja. – Aber
    dafür braucht man doch Geld, oder? Von welchem Geld denn? – Das weiß ich auch, dass
    man dafür Geld braucht. Ich leih mir das Geld.“ In der Lebensmitte, vor allem bei Männern, gibt es diese Phasen: Da schmeißt man alles hin,
    verlässt die Frau und will nochmal neu anfangen. Bei dem Mann, von dem dieser Film
    erzählt, ist das auch so. Nur bei ihm kommt noch dazu: Er ist ein narzisstisches "A...". Denn
    das Geld will er sich von seinem guten Freund Ulf holen. Der will aber nicht. "Hey, klar, wenn du für meine Idee nicht bürgen willst... – Ich kenne deine Idee noch nichtmal.
    – Das ist doch scheißegal, es geht doch hier ums Prinzip, oder? Füreinander da sein und so
    ein Scheiß, du kannst doch jetzt einmal für mich da sein, wenn ich dich wirklich brauche. –
    Ich bin immer für dich da gewesen, du hast mich in einer Tour im Stich gelassen. – Weißt du
    was, also so eine Freundschaft brauche ich nicht, wo ich die ganze Zeit eh nur hinterfragt
    werde. – Ich glaube es nicht. – Und kompromittiert. Und dann noch hinter meinem Rücken
    mit meiner Frau ficken.“ Seit dieser Woche läuft "Der Mann der die Welt aß" im Kino, nach dem Theaterstück von Nis



    Momme Stockmann unter der Regie von Johannes Suhm, der auch die Hauptrolle spielt. In
    seiner Rolle lässt er sein ganzes Leben vor die Hunde gehen, zerstört seine
    Lebensgrundlage und seine sozialen Beziehungen. Er scheint immer unter Strom, immer am
    Handy, er hat keine Zeit für niemanden. Warum? Das sagt er nicht. Auf die Spitze treibst er
    sich, als er seinen dementen Vater bei sich aufnimmt – und immer noch nach Geld sucht. "Hey Papa, was ist denn los? – Ich wollte mal mit dir reden. – Echt, halt doch mal die
    Schnauze und zieh dir mal was an! Was machst du denn da mit dem Blumentopf? Hey Ulf,
    das ist jetzt gerade ein relativ schlechter Zeitpunkt, hey, sei mal nicht so kalt, so distanziert,
    Mann! Denk mal an all die Zeiten, die wir zusammen erlebt haben. – Das ist jetzt was ganz
    Dummes. – Du hältst jetzt mal die Schnauze und zieh dir mal was an, ey!“ Es wäre jetzt sehr einfach, drauf zuhauen: Da hat jemand kein Gespür für andere Menschen,
    sie sind ihm auch egal. Es zählt nur er selbst. Und noch nicht mal da hat man den Eindruck,
    dass er sich wirklich um sich selbst kümmert. Doch so einfach die Kritik fällt, so unmittelbar
    sieht man sich selbst in ihm: Wenn man fahrig ist, sich selbst bemitleidet oder einfach nur um
    sich selbst kreist. Das Kunststück ist nicht, das alles nicht zu machen. Das Kunststück ist, da wieder
    rauszukommen. Mehr zu hören als zu reden. Das geht in der Regel nur schwer alleine. Es
    braucht andere. Und innere Größe: Die Hand, die man eben noch weggeschlagen hat, muss
    man erbitten, um sie zu ergreifen. Man kann nur hoffen, dass man diese Größe findet, wenn
    man sie nötig hat.





    Wann Michael Jackson Jesus als seinen Herrn und Retter akzeptierte (wahres Zeugnis) 3 Wochen vor seinem Tod

    When Michael Jackson accepted Jesus (Real testimony) 3 weeks before his death.



    Michael Jackson seit zehn Jahren tot: Ein hoher Preis für den Ruhm | Abendzeitung München (abendzeitung-muenchen.de)

    Michael Jackson seit zehn Jahren tot: Ein hoher Preis für den Ruhm

    Kein deutscher Journalist traf den "King of Pop" öfter als Alex Gernandt. Ein Interview zum 10. Todestag von Michael Jackson.22. Juni 2019 - 08:41 Uhr | Adrian Prechtel



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    Alex Gernandt trifft Michael Jackson in der Garderobe bei der "HIStory Worldtour" 1996 in Tunis.


    Für Alex Gernandt ist ganz klar: "Es ist wie bei Lady Di: Jeder kann sich erinnern, wo er gerade war, als sich die Todesnachricht von Michael Jackson verbreitete. Er war der berühmteste Popstar der Welt, mit einer Milliarde Tonträger größer als David Bowie oder Prince und zu Recht 'King of Pop' genannt." Zum 10. Todestag am 25. Juni erinnert sich der Autor, Musik- und Medienberater, der Michael Jackson als Reporter und späterer Chef der "Bravo" sechs Jahre lang begleitet hat, an seine 16 Begegnungen mit dem Ausnahmekünstler.

    AZ: Herr Gernandt, ist Michael Jackson die größte Popkultur-Figur aller Zeiten?

    ALEX GERNANDT: Er gehört definitiv zu den Top 3, neben Elvis und den Beatles, auch was Verkaufszahlen und Einfluss betrifft. Elvis war der allererste Popstar. Er hat den Rock‘n‘Roll groß gemacht und dadurch die Welt verändert. Die Beatles waren geniale Songwriter, Michael Jackson der kompletteste Entertainer: Er war Komponist, schrieb Hits wie "Billie Jean", "Bad" oder "Earth Song", ein toller Sänger, begnadeter Tänzer, Stilikone und Revolutionär in Sachen Videokunst. Er holte Regisseure wie Martin Scorsese, Steven Spielberg, John Landis oder Spike Lee, um seine Ideen umzusetzen. Michael war der absolute Perfektionist. Einmal fragte ich ihn, warum er auf der Bühne nicht auch mal Klavier spiele? Er beherrschte doch Stücke von Tschaikowsky und Chopin. Aber er meinte bescheiden: "Dafür bin ich nicht gut genug!"


    Michael Jackson schaffte mit Neverland eine Parallelwelt


    Warum ist Michael Jackson eine Person, die die Menschheit spaltet?

    Wahrscheinlich, weil er für viele nicht wirklich greifbar war, wie eine Kunstfigur wirkte, aus der viele nicht schlau wurden. Jackson war eine multiple Persönlichkeit, Kind und Erwachsener zugleich. Aufgrund seiner Berühmtheit hatte er keine Privatsphäre, so dass er sich mit "Neverland" einen Rückzugsort, eine Parallelwelt erschaffen musste. Erwachsenen in seinem Umfeld misstraute er, denn viele waren ihm gegenüber berechnend, Kinder jedoch nie. Sie sahen in ihm nicht den Megastar, sondern eher einen Spielkameraden. Er war mit ihnen auf Augenhöhe, aber meiner Meinung nach nie in anrüchiger Weise. Seine Botschaft, so er selbst, war Liebe, Respekt und Toleranz! Das meinte er ernst und lebte es in Songs wie "Man in the Mirror". Dass er vielen bedürftigen Kinder geholfen hat, Krebs-Operationen finanzierte, Krankenhäuser unterstützte, kommt oft viel zu kurz. Aber er hat nie PR daraus gemacht. Das war vielleicht ein Fehler.

    Die Medien hat er immer kurz gehalten. Wie kam es, dass Sie ihn 16 Mal begleiten konnten?

    Reporter-Glück. "Bravo" war eben ein auflagenstarkes Fan-Magazin, das Jacksons Zielgruppe bediente. Ich sah mich dabei als Mittler zwischen Künstler und Fans. Im September 1993 habe ich Michael in Istanbul im Inönü-Stadion bei seiner "Dangerous"-Tour erstmals den Goldenen Otto überreichen können. Zuvor hatte er nie Journalisten an sich rangelassen. Vier Wochen zuvor waren erstmals Kindesmissbrauchs-Vorwürfe aufgetaucht, und ich dachte: Jetzt platzt der Termin! Aber er wurde nicht abgesagt, denn der Award war eine positive Nachricht in schweren Zeiten. Über den Gold-Otto hat er sich sichtlich gefreut. Mit der Zeit entstand zwischen uns ein Vertrauensverhältnis, wohl auch weil ich ihm jede seiner "Bravo"-Storys Wort für Wort übersetzte.


    Seelische Schäden durch Vater Joseph


    War er ein so scheuer Typ, wie man sagt?

    Ja und nein. Nach außen schon, privat dagegen war er oft fröhlich, verspielt und locker. Den Mundschutz trug er nur in der Öffentlichkeit, als eine Art Schutzschild gegen die Paparazzi und nicht aus Angst vor Bakterien. Um MJ zu verstehen, muss man sein Leben sehen: Er durfte nie Kind sein, musste ab fünf, sechs Jahren arbeiten, durfte nie mit anderen Kindern spielen oder auf Bäume klettern. Er war stets von Erwachsenen umgeben, musste arbeiten, funktionieren. Vom Vater wurde er zu Höchstleistungen gedrillt, weil der wusste, dass der kleine Michael der Rohdiamant der Jackson Five war. Michael blieb – bei allem Erfolg – ein selbstzweifelnder Mensch. Seine harte Erziehung hatte sicher auch seelische Schäden hinterlassen. Der Preis, den er letztlich für den Ruhm zahlte, war sehr hoch. Er nahm das hin und war sich bewusst, dass man außergewöhnliche Opfer bringen muss, um außergewöhnliche Kunst zu schaffen.


    Was sagen Sie zu den Missbrauchsvorwürfen?


    Das ist eine sensible, ernstzunehmende Angelegenheit. Die US-Dokumentation "Leaving Neverland" ist sehr einseitig aufgebaut, es gibt viele Ungereimtheiten auf Seiten der Ankläger, und ein Toter kann sich nicht mehr wehren. Pro Jackson spricht, dass er im Juni 2005 beim Prozess in den USA in allen Punkten freigesprochen wurde. Alle zehn Geschworenen der Jury haben unter Eid pro Michael gestimmt. Das FBI hatte Michael Jackson zuvor observiert, sein Anwesen Neverland mit 70 Mann durchsucht und keinerlei belastendes Material gefunden. Wade Robson hat damals auch vor Gericht ausgesagt – und zwar glaubhaft pro Jackson! Sollten seine jetzigen Vorwürfe zutreffen, hätte er einen Meineid geleistet. Und plötzlich zu behaupten, es ginge ihm nicht um Geld, entspricht wohl auch nicht der Wahrheit. Immerhin hatte er 2013 die Jackson-Familie auf 1,5 Milliarden Dollar "Schadenersatz" verklagt, was vom zuständigen Gericht abgelehnt wurde. Es muss also weiterhin gelten:


    Im Zweifel für den Angeklagten!


    Brisante Doku über Michael Jackson im deutschen Fernsehen

    Sie haben gesagt, Michael Jackson war Kind und Erwachsener zugleich. Hatte er nicht doch einen seltsamen Umgang mit Kindern?


    Ich kann nur berichten, was ich erlebt habe, und da war nie etwas Anrüchiges im Umgang mit Kindern. Ich habe ihn während Tourneen in Kinderkrankenhäusern in Budapest und in Waisenhäusern in Bukarest begleiten dürfen und habe Michael erlebt, wie er Spielzeug verteilte und mit teils HIV-infizierten Kindern am Boden saß und gespielt hat. Das war keine PR-Aktion. Das Interesse wirkte echt. Er war ein Kinderfreund, weil er Kinder für unberechnend und unverdorben hielt.

    Aber er hat ja durchaus seltsame Dinge gemacht, wie die plastische Chirurgie oder das Aufhellen der Haut.

    Dass er zu viele Eingriffe vornehmen ließ, ist unbestritten. Seine breite Nase ließ er sich operieren, weil er schon in früher Kindheit von seinen Brüdern gehänselt wurde. Plastische Chirurgie ist aber nicht nur in Hollywood gang und gäbe. Es gibt mittlerweile ja kaum noch Künstler, bei denen noch alle Körperteile den selben Geburtstag feiern. Aber das ist jedem selbst überlassen. Und zur weißen Haut: Jackson litt seit Mitte der 80er Jahre an der Pigmentstörung Vitiligo, Weißflecken-Krankheit genannt. Daher hat er sich entschlossen, sich bleichen zu lassen, damit seine Haut gleichmäßig aussieht. Das hatte mit dem Vorwurf, kein Schwarzer mehr sein zu wollen, nichts zu tun. In seinem Hit singt er: "It don’t matter if you’re black or white." Michael Jackson ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass Rassengrenzen völlig aufgelöst werden können.


    Das begann schon mit seinen ersten Videos auf MTV.


    Stimmt. MTV hat in den frühen 80ern nur weiße Künstler gespielt – keine Videos von Prince, keine von Tina Turner. Michaels Plattenboss Walter Yetnikoff sprach ein Machtwort: Wenn ihr bei MTV nicht Michaels "Billie Jean"-Video zeigt, nur weil er schwarz ist, dann kriegt ihr künftig auch keine Clips mehr von unseren weißen Top-Acts, den Rolling Stones, Bruce Springsteen und Cindy Lauper. MTV spielte schließlich Michael Jackson, und sein Album "Thriller" wurde zum Megaerfolg.


    Jetzt aber boykottieren einige Sender seine Musik.


    Das halte ich für falsch. Es fehlen einfach die Beweise. Die Wogen haben sich nach der "Leaving Neverland"-Doku schon wieder etwas geglättet. Die Ungereimtheiten der Ankläger haben sicher einen Teil dazu beigetragen. Und seine Fans halten zu ihm. Michael Jackson wird Ikone bleiben, gerade in dieser schnelllebigen digitalen Zeit, wo neue Stars eine viel kürzere Strahlzeit haben. Er ist nach wie vor präsent: Das Musical "Beat it!", für das ich als Berater tätig bin, ist deutschlandweit immer ausverkauft, bei Google gibt es zu Michael Jackson noch immer über zehn Millionen Suchanfragen pro Monat, außerdem ist er nach wie vor der umsatzstärkste tote Künstler.

    Man kann sich gar nicht vorstellen, dass Michael Jackson alt geworden wäre.


    Schwer zu sagen. Er hat gern gelebt, seine Kinder waren sein Ein und Alles. Wegen ihnen wollte er 2009 noch einmal auf die Bühne, da sie ihn nie live erleben konnten. Deshalb waren in London zehn "This is it"-Konzerte angesetzt, als endgültiger Abschluss seiner großen Konzertkarriere. Michael war des Tourens müde. Daher wollte er nur noch einmal an einem Ort auftreten, in London. Wegen der immensen Nachfrage hatten die Veranstalter ihn überredet, 50 statt nur zehn Shows in der O2-Arena zu spielen. Das sei ein neuer Weltrekord, sagten sie Michael, und das hat seinen Ehrgeiz geweckt. Aber der Erfolgsdruck war enorm. MJ war Perfektionist, wollte die perfekte Show bieten. Dafür hat er in Los Angeles im Staples-Center hart trainiert. Er war gut drauf, wie man im "This is it"-Film" sehen kann, aber er litt unter Schlafstörungen und ließ sich vorm Einschlafen das Betäubungsmittel Propofol verabreichen. Der Leibarzt Dr. Murray, der übrigens vom Veranstalter engagiert worden war, damit MJ für die anstehenden Shows fit ist, gab es ihm, vergaß aber an jenem 25. Juni 2009, die Propofol-Kanüle rechtzeitig wieder zuzudrehen. So kam es zu einer fatalen Überdosis – und Michael musste sterben. Viel zu früh.




    Kirche in WDR 4 | 19.04.2022 08:55 Uhr | Thorsten Latzel


    Wohin mit meiner Klage


    Guten Morgen.


    Ich höre Nachrichten und weiß oft nicht: Wohin mit all dem Leid? Die zerbombten Städte in der Ukraine, die vielen Mütter, Kinder auf der Flucht. Wohin mit meiner Ohnmacht, meiner Wut, meinem Entsetzen? Ein Ventil für die Seele. Das bräuchte ich. Jemanden, dem ich all das klagen kann. Klagen ist für mich dabei etwas anderes als Jammern. Beim Jammern drehe ich mich nur wehleidig um mich selbst.


    Klagen dagegen hat ein Gegenüber. Ich klage einem guten Freund, was mich belastet. Und indem ich das tue, verändert sich was in mir. Doch wohin, wenn das Leid viel zu groß wird?
    Ich selbst habe viel über das Klagen aus dem Buch Hiob in der Bibel gelernt.
    Es handelt von einem Menschen, der auch nicht weiß: Wohin mit all dem Leid? Hiob verliert in kurzer Zeit alles: erst seinen Besitz, dann seine Kinder, schließlich die
    Gesundheit. Und Gott lässt das zu. Hiob erträgt auch alle diese Schicksalsschläge zuerst mit tiefer Frömmigkeit und Geduld: Dann kommen Hiobs Freunde zu ihm. Sie haben von seinem Unglück gehört und wollen ihn
    trösten.


    Doch sie erkennen ihn zuerst überhaupt nicht. Weil Hiob so von seiner Krankheit entstellt ist.
    Sieben Tage und sieben Nächte sitzen seine Freunde dann mit ihm in Staub und Asche. Sie schweigen und sagen kein einziges Wort. Weil sie sehen, dass sein Schmerz groß ist. Hiob selbst bricht dann das Schweigen. Und er beginnt, zu klagen.


    Es bricht richtig aus ihm heraus. Er verflucht den Tag seiner Geburt. Will die ganze
    Schöpfung umkehren. Fordert Gott selbst zum Rechtsstreit auf. "Warum muss ich so leiden, Gott? Ich habe doch nichts verbrochen!“ Seine Freunde versuchen ihn zu beruhigen, ihn zurecht zu weisen. Doch Hiob hört nicht auf sie. Er klagt. Mit aller Kraft, die noch in ihm ist. "Du, Gott, hast meine Hoffnung ausgerissen wie einen Baum.“ Am Ende bricht das Gespräch mit seinen Freunden ab. Und Gott selbst stellt sich Hiobs Klage. Gott gibt Hiob keine einfache Antwort. Hiob erfährt nicht, warum er so leiden muss. Stattdessen stellt Gott Hiob Fragen. Fragen, auf die Hiob nichts zu antworten weiß. Doch dann, am Ende gibt Gott Hiob recht. "Du allein, Hiob, hast richtig von mir geredet. In deinen Klagen und Vorwürfen hast du recht von mir geredet.“ Weil Gott selbst an dem Leiden leidet. Weil es keine einfache Antwort gibt. Klagen können. Gott gibt mir den Raum, damit ich klagen kann. Er ist mein Gegenüber in Augenblicken tiefster Einsamkeit. Mein Wohin für all das Leid.


    Nein, ich habe keine einfache Antwort darauf, warum es Krieg gibt. Warum Menschen einander töten. Doch ich weiß, dass Krieg und Leid gegen Gottes Willen sind.
    Dass Gott selbst in seinem Sohn Jesus Christus darunter leidet. Und dass Gott einmal alles
    Leid beenden wird. Das hat er versprochen. Deswegen klage ich Gott alles Leid. Und bitte ihn um Kraft: es zu ertragen, wo nötig und
    etwas dagegen zu tun, wo ich es kann. Ihr Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland.


    Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze



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    Kirche in WDR 2 | 20.04.2022 07:45 Uhr | Thomas Schrödter


    Der letzte Tag


    Filmabend bei uns zuhause. "Don’t look up!“ steht auf dem Programm. Eine
    Endzeitgroteske, in der drei Wissenschaftler verzweifelt versuchen, der Welt klarzumachen:
    Ein riesiger Komet wird auf der Erde einschlagen und sie vollständig vernichten. Nur:
    Niemand interessiert sich dafür. Die Politik sorgt sich um Umfragewerte, die Wirtschaft fragt
    mehr nach Gewinn als nach Rettung. Und die Gesellschaft spaltet sich: In
    Kometen-Realisten auf der einen Seite, und Kometen-Leugner auf der anderen. Das kommt
    mir bekannt vor. Und ist wirklich gut gemacht. "Was würdest du machen?“, sagt meine Frau.
    "Was?“, frage ich. "Ja“, sagt sie, "Was würdest du machen, wenn du wüsstest: Die Welt geht
    unter?“ Tja, was würde ich machen? Keine Ahnung. Noch nie wirklich drüber nachgedacht.
    Obwohl: Anlässe, an das Ende der Welt zu denken, gibt es ja leider im Moment mehr als
    genug. Ich komme ins Grübeln: Auf jeden Fall so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie
    verbringen. Wir sitzen einfach zusammen. Weil wir uns wichtig sind. Und wir sagen uns das
    auch. Weil uns klar geworden ist: Es ist alles andere als selbstverständlich, so zusammen
    zu sein. Die kleinen Alltagsstreitigkeiten verkneifen wir uns. Um keine Zeit zu verschwenden.
    Ich denke, ich werde auf jeden Fall versuchen, mich auszusprechen mit den Menschen, mit
    denen es letzthin nicht so gut gelaufen ist. Denn ich will, dass es wenigstens am Ende gut
    ist zwischen uns. Was tue ich? Alte Freunde anrufen. Noch einmal richtig gut essen. Ohne
    Kalorien zu zählen. Und einfach jeden Moment genießen. Jeden Augenblick nutzen für das,
    was mir wirklich wichtig ist. Jesus nennt das einmal "Schätze im Himmel sammeln“ (Mt 6,
    20). Einen Reichtum im Herzen sammeln, der nicht von der Welt abhängt. Und der darum
    Bestand hat, selbst wenn alles andere um einen herum kaputt geht. Das würde ich machen.
    Allerdings - an einer Frage hänge ich seit diesem Abend noch: Wenn es doch etwas gibt,
    das mir so wichtig ist, dass ich damit meine letzten Stunden füllen würde - Miteinander und
    füreinander da sein, Liebe, Versöhnung - warum kommt genau das jetzt im Moment in
    meinem Leben so wenig vor? Aber das, was ich dann auf keinen Fall brauchen kann, weil
    es meine letzten Stunden verschwenden würde - Streit, all die Oberflächlichkeiten, all diese
    rein materiellen Dinge – genau das nimmt jetzt oft so viel Raum ein. Es kann doch nicht
    sein, dass ich erst auf das Weltende warte, damit ich anfange, mein Leben mit dem zu
    füllen, was mir wirklich wichtig ist! Da muss ich echt noch mal drüber nachdenken.



    Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius


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    Toyah und Robert Fripp channeln Michael Jackson und Slash für schlüpfrige Oster-Leckerbissen



    Toyah und Robert Fripp kanalisieren Michael Jackson und Slash für schlüpfrige Oster-| Lauter (loudersound.com)





    Von Paul Brannigan ( Classic Rock ) veröffentlicht vor 3 Tagen

    Das glücklichste Ehepaar Großbritanniens lässt Michael Jacksons "Give In To Me" als besonderes Ostervergnügen wieder auferstehen.


    Toyah Ostern

    (Bildquelle: Toyah YouTube)



    Im Moment genießen verliebte Paare in ganz Großbritannien die Gesellschaft des anderen im Bett oder genießen vielleicht nach dem Frühstück eine Auswahl an leckeren ovalen Schokoladenleckereien oder feiern möglicherweise die Auferstehung des Herrn Jesus bei Ostergottesdiensten.


    Aber nicht Toyah Willcox und Robert Fripp.

    Stattdessen finden wir das einfallsreichste und verspielteste Ehepaar Großbritanniens, das den Geist von Michael Jackson und Slash mit einer temperamentvollen und typisch engagierten Performance der King Of Pop-Single "Give In To Me" aus dem Jahr 1993 für ihre wöchentliche - und äußerst beliebte - Sunday Lunch-Serie kanalisiert.



    Der Song wurde 1991 für Jacksons Album Dangerous aufgenommen und enthielt einen Gastauftritt von Guns N' Roses-Gitarrist Slash.



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    Sonntagskirche | 17.04.2022 08:55 Uhr | Bastian Rütten


    Ostersonntag - Salben weg!


    Und nun ist Ostern geworden! Ich mag dieses Fest und während sie mich hören, da sitze ich
    (wahrscheinlich ähnlich wie Sie) an einem wunderbar gedeckten Osterfrühstückstisch. Ich
    mag aber auch die gesamte Osterzeit. Nicht nur, weil die Natur langsam erwacht und am
    Ende, im Wonnemonat Mai dann gerade zu explodiert. Ich mag vor allem die Geschichten
    aus den Evangelien der Bibel, die wir Christen nun, Sonntag für Sonntag in den
    Gottesdiensten hören. Es sind Geschichten, in denen der auferstandene Jesus seinen Freundinnen und Freunden
    erscheint und sie das Osterlachen und die Zuversicht lehrt. Rüstzeug, so könnte man es
    nennen, für die Zeit ohne ihn. Wir wissen ja, dass er nicht ewig auf Erden blieb. Ich selber habe diese Geschichten sehr oft aus der Perspektive Jesu gehört und gelesen.


    Was für ein Held, oder? Erscheint im Garten, berührt die Trauernden, tritt unerkannt in die
    Mitte der Jünger. Das hat schon was. In den letzten Monaten habe ich hin und wieder eine andere Perspektive eingenommen.


    Zwangsweise… meine Ostergeschichte 2022 hat einen Perspektivwechsel gemacht. Und ich


    orientiere mich da an die Passage, so wie Lukas sie aufgeschrieben hat, und wie sie in
    diesen Stunden weltweit vorgelesen wird. "Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie
    zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab
    weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht.“ Da stehe ich, in diesem Jahr, an diesem Ostersonntag als Christ.- also katholischer Christ.
    Ich bin quasi selber erschrocken, wie sehr ich, meine Kirche, und die heutige Zeit in diesen
    alten Zeilen vorkommen. Die Frauen, so steht es da, gingen mit wohlriechenden Salben zum
    Grab. Das ist der letzte, verzweifelte Versuch etwas zu konservieren, was schon längst tot ist
    und zu verwesen begonnen hat. Um es noch etwas konkreter zu sagen: hier war man
    unterwegs, um "Wohlgeruch“ über unerträglichen Totenmief zu legen. Dass all das nur minimal verzögert und schon gar nichts wieder ungeschehen macht, war den
    Frauen klar. Sie taten es trotzdem… vielleicht, weil ihr Herz noch nicht verstanden hatte. In meiner Kirche ist in den letzten Monaten viel von diesem unerträglichen Geruch des Todes
    ans Licht gekommen. Viele haben unserem System deshalb den Rücken zugekehrt… und
    viele, die ich kenne, überlegen auch in diesen Tagen, dass zu tun. Ich kann das gut
    verstehen. Es ist auch für mich unerträglich, wie es immer noch Menschen gibt, die "mit wohlriechenden
    Salben“ angelaufen kommen. "Man müsse auch die andere Seite sehen…“, das sei alles "im
    Zeitgeist zu verstehen…“, "…jetzt muss aber auch mal gut sein…“, "…die Kirche wird das
    überleben“. Der Topf mit wohlriechenden Salben ist randvoll. NEIN! Ich lege hier und jetzt österlichen Widerspruch ein! Wir als Kirche (und da nehme ich

    mich selber mit in die Verantwortung) brauchen die Erkenntnis: Dieser Totenkult für ein altes

    System hat ausgedient. Wir brauchen hier und heute die Erkenntnis, dass das Einlassen auf
    das Neue, das Unbekannte, das Unfassbare die einzige Möglichkeit ist, diese Botschaft Jesu
    weiter zu tragen. Diese Erkenntnis wurde den Frauen am Ostermorgen zugemutet. Das Grab war längst leer
    und der schwere Stein schon längst bei Seite geräumt. Jesus lässt sich eben nicht
    einsperren. Das ist meine Osterbotschaft in diesem Jahr und ich wünsche diese Botschaft meiner Kirche: "Leute! Stellt die Salbentöpfe weg! Ostern hat längst angefangen… für den, der das Leben
    und die Menschen wirklich liebt... für den ist es auch möglich wirklich neu anzufangen.“ So, oder so ähnlich, hätte es Jesus gesagt und getan.





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    Kirche in WDR 4 | 18.04.2022 08:55 Uhr | Thorsten Latzel


    Frieden stiften


    Guten Morgen.
    "Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“
    Das ist einer der ersten Sätze aus der Bergpredigt Jesu, eine seiner wichtigsten Reden.
    "Frieden stiften“ – wie soll das gehen, wenn Raketen abgeschossen werden und Menschen
    grausam getötet?


    "Frieden stiften“ – das klingt nach einer schönen, heilen Welt für "Gottes Kinder“. Nur leider himmelweit entfernt von der Wirklichkeit auf Erden.


    Die Zeit, in der Jesus lebte, war allerdings alles andere als eine heile Welt. Die Römer unterdrücken das jüdische Volk. Und sie strafen jede Spur von Widerstand auf abschreckende Weise.
    Jesus selbst muss das erleiden: Hingerichtet als "König der Juden“.
    Vorher gefoltert, verspottet, entkleidet.


    Ostern ist für Christen das Fest, an dem mit Jesus Christus auch seine Verheißung
    aufersteht. "Selig sind, die Frieden stiften.“
    Gott lässt der Gewalt nicht das letzte Wort.
    Das ist meine Hoffnung – allen Erfahrungen von Tod und Gewalt zum Trotz.
    Doch wie geht das: Frieden stiften – in einer Welt, die alles andere als friedvoll ist?
    Bei einer Reise in die Ukraine vor drei Wochen habe ich Menschen kennenlernen dürfen,
    die für mich Friedensstifter sind.


    Da ist etwa der evangelische Bischof aus der Karpato-Ukraine – eine Region, in der im
    Augenblick kein Krieg herrscht, der Krieg aber trotzdem das ganze Leben bestimmt. Viele Menschen sind geflohen. Zurückgeblieben sind oft die Alten, die Ärmeren und auch viele Tiere.


    Zugleich sind viele Geflüchtete aus anderen Landesteilen zusätzlich da und mitzuversorgen.


    Der Bischof stärkt seine Pfarrerinnen und Pfarrer, damit sie den Menschen helfen vor Ort. Keiner von ihnen hat das Land verlassen.
    Ein Satz des Bischofs bleibt mir besonders in Erinnerung:
    "Es braucht 20, 30 Jahre um etwas aufzubauen und einen einzigen Tag, um es zu
    zerstören.“
    Eine andere Friedensstifterin lerne ich in Ungarn kennen, in einem Dorf in der Nähe des
    Balatons. Sie ist mit ihrem Mann und ihren neun Kindern dorthin vor dem Krieg in der Ukraine

    geflohen.


    Die reformierte Gemeinde konnte ihnen ein altes, leerstehendes Pfarrhaus geben. In der Ukraine haben sie pädagogisch mit Kindern gearbeitet. Sie hatten Tiere, große Gewächs-Häuser voller gelber Blumen. Auf dem Handy zeigt sie mir Fotos davon.
    Vor dem alten Pfarrhaus ist jetzt ein kleines Blumenbeet frisch angelegt.
    Kleine Blümchen.
    Nichts im Vergleich zu der früheren Blütenpracht.
    Aber sie blühen.


    Als sie darauf angesprochen wird, beginnt sie leise zu weinen.
    "Selig sind, die Frieden stiften.“
    Für mich ist das kleine Beet ein Symbol des Friedens. Nein, ich weiß:
    Alle Blumen der Welt können diesen Krieg nicht beenden. Aber auch Waffen schaffen noch keinen Frieden. Sie können helfen, unrechtmäßige Gewalt zu beenden.


    Dazu braucht es sie jetzt. Aber um Frieden zu stiften, braucht es Menschen, die Schwachen helfen, Kinder
    großziehen, Häuser renovieren, Blumen pflanzen.


    Auch wenn es Jahrzehnte dauert.


    Und es braucht Gott, der darauf seinen Segen gibt – auch über den Tod hinaus.


    Ihr Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulz