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    Michael Jacksons Anwalt Tom Mesereau erklärt, warum "Verlassen von Neverland" -Anklägern nicht zu glauben ist

    von John Ziegler | 13.49 Uhr, 23. April 2019


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    Während die meisten amerikanischen Nachrichtenmedien die schrecklichen Anschuldigungen, die gegen den verstorbenen Pop-Ikone Michael Jackson in HBOs Film Leaving Neverland gemacht wurden , entweder blindlings akzeptiert oder schnell von dort fortgegangen sind , habe ich den Fall weiter untersucht und wichtige Interviews geführt, die der Rest der beiden macht Die Medien scheinen seltsam uninteressiert zu sein und für Mediaite mehrere Kolumnen zu schreiben , die die gesamte Erzählung des Films stark in Frage stellen . Gestern, hier in Los Angeles, habe ich das erste ausführliche Interview seit der Veröffentlichung auf HBO mit dem Mann geführt, der den Freispruch in Jacksons Strafverfahren von 2005, dem berühmten Verteidiger Tom Mesereau, erhalten hatte.


    Mesereau war bisher in Texas in ein Gerichtsverfahren verstrickt, seitLeaving Neverland debütierte. Daher war er nicht in der Lage, umfangreiche persönliche Interviews zu führen. Was er in unserer 45-minütigen Diskussion zu sagen hatte, stellte die Glaubwürdigkeit der beiden Ankläger des Films, Wade Robson und James Safechuck, in Frage, die beide direkt oder indirekt an dem Prozess von 2005 beteiligt waren, was dazu führte, dass Jackson nicht für schuldig befunden wurde von allen Anklagen gegen ihn.


    Viele unserer Gespräche konzentrieren sich auf Mesereaus Erfahrung mit Robson und seiner unmittelbaren Familie als seine Hauptzeugen bei Jacksons Prozess und warum sein dramatischer Umschlag viele Jahre nach Jacksons Tod voller Ungenauigkeiten ist.


    „Er war zu dieser Zeit unnachgiebig, dass Michael Jackson zu keiner Zeit etwas Unpassendes an ihm getan hatte. Die Mutter und die Schwester haben ihn unterstützt “, sagte Meserau in unserem Interview.


    "Ich habe keinen Zweifel daran, dass er die Wahrheit gesagt hat (2005)", fuhr Meserau fort. "Wenn ich höre, dass diese Anschuldigungen Jahre nach seinem Tod auftauchen, ergibt das für mich keinen Sinn. Ich glaube ihnen nicht ... Ich hätte diese Person nicht als meinen ersten Zeuge bezeichnet, wenn ich nicht das Gefühl gehabt hätte, er wäre wirklich stark und würde den Verteidigungsfall sehr überzeugend beginnen, und er tat es! "


    Der ehemalige Anwalt von Jackson greift auch die Tatsachen in Bezug auf James Safechucks Behauptung in dem Film auf, dass er 2005 keine Aussage machen wollte, obwohl Jackson und sein rechtliches Team ihn eingeschüchtert hatten.


    Das interessanteste Element ist vielleicht am Ende des ersten Abschnitts des Interviews, als Mesereau bewertet, wie die #MeToo-Bewegung die Art und Weise, in der wir Anschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs auf eine Art und Weise bewerten, die gefährlich ist und nicht im Einklang mit unserem Rechtssystem steht gebaut.


    Hier ist das Video der ersten halben Stunde unserer Diskussion, die völlig unbearbeitet ist:




    Das gesamte Interview wird an diesem Samstag in meinem Podcast "Welt nach Zig" veröffentlicht, der am einfachsten auf www.FreeSpeechBroadcasting.com zu finden ist

    [Bild über Kevork Djansezian-Pool / Getty Images]


    Dies ist ein Meinungsartikel. Die Ansichten, die in diesem Artikel zum Ausdruck gebracht werden, beziehen sich ausschließlich auf den Autor.


    Ins Deutsche übersetzt von Google Translator


    Quelle: Michael Jackson’s Attorney Tom Mesereau Explains Why ‘Leaving Neverland’ Accusers Are Not to Be Believed

    Was Aaron Carter da seltsames von sich gibt , macht mir wirklich sorgen.... Seine Worte "Ich werde dennoch immer hinter ihm stehen. Auch wenn es um etwas nicht so Schmeichelhaftes geht. Aber ich werde meine Wahrheit sagen."

    Bitte jetzt nicht auch noch er... So langsam zerbröckelt ein großer Teil meiner Kindheit dahin :(

    Das Aaron Carter auf einmal das Gegenteil dessen, was er in der Vor-Doku zu Leaving Neverland im Pro7 MJ Spezial, und auch anderswo zu/über Michael sagte, nämlich das Michael definitiv kein Kinderschänder sei, wird er garantiert nicht revidieren. Denn damit machte er sich ja sonst zum absoluten Vollhonk und vollkommen unglaubwürdig noch dazu.


    Wer weiß was er ansonsten berichten wird.


    Darüber kann man nichts weiter, als nur spekulieren.


    Eigentlich heißt es in dem Fall: abwarten und Tee trinken solange.


    Vielleicht sagt er ja, das wenn er alleine mit Michael auf der Piste unterwegs war, Michael sämtlichen Frauenröcken hinterher schielte, oder sowas in der Art... wer weiß, alles ist denkbar ;)


    Wissen werden wirs konkret aber erst, wenn er sein Buch veröffentlich hat.


    Also die Ruhe bewahren solange, wäre mein Rat, auch wenn dies wahrlich sehr schwer fällt...

    „Wenn man jetzt alle Michael-Jackson-Statuen abreißt, müsste man auch alle katholischen Kirchen abreißen.“

    Also das verstehe ich jetzt nicht wirklich? Setzt du Michael gleich mit Jesus oder Gott ? Michael war der King of Pop ,und dann müsste man auch alle Statuen von Elvis Presley abreißen da er auch ein King war .Katholische Kirchen was haben die Michael gemeinsam ??

    Weder ich, noch dieser Daimyo Jackson, setzen Michael mit Jesus oder Gott gleich. Da verstehst Du etwas total falsch ;)


    Eigentlich ist die Aussage nicht schwer zu verstehen, dachte ich zumindest, falls aber doch, dann setze Dich einfach einmal hiermit auseinander (denn ich bin nicht so der Erklärbär-Typ, sorry):


    Sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche


    Schon 2010 erschütterten Missbrauchsfälle die Kirche


    Chronologie - Missbrauch in der katholischen Kirche

    (Auf die Jahreszahlen klicken dort, um Infos dazu zu erhalten, am krassesten dürfte das Jahr 2010 sein - und worauf wohl auch vorranig Daimyo Jacksons Aussage basieren dürfte, schätze ich mal)


    Danach wird Dir vermutlich ein Licht aufgehen, hoffe ich zumindest einmal, und Du wirst den Zusammenhang erkennen warum "Daimyo Jackson" (und nicht ich wohlbemerkt, ich feiere seine Aussage lediglich) dies hier sagte:

    „Wenn man jetzt alle Michael-Jackson-Statuen abreißt, müsste man auch alle katholischen Kirchen abreißen.“


    Wobei es sogar noch einen gravierenden Unterschied in der ganzen Angelegenheit gibt:


    Michael wurde "niemals" schuldig gesprochen! Weswegen dann also seine Statuen abbreißen, seine Musik nicht mehr spielen usw., was soll das bitte? Kreuzigt/Lüncht man heutzutage schon bloße Verdachtsfälle, bei denen rein gar nichts bewiesen ist? Welch armselige Menschheit dann, so meine Meinung!


    Massen an Freaks von der Kirche hingegen wurden Ihrer Taten überführt und gerichtlich dafür schuldig gesprochen.


    Es müsssten somit also nur die Kirchen weg, wenn schon. Nicht aber die Statuen etc. von Michael!


    Na, dämmerts allmählich, was konkret Daimyo mit seiner Aussage meint?

    eines seiner bekanntesten Doubles, macht trotzdem weiter

    Also ich halte von Doubles nicht viel ,viele machen das auch nur wegen des Geldes.Mir ist das Original viel lieber und auch viel besser :!::hut:

    Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Ich halte im allgemeinen auch nicht allzu viel von Doubles. Weswegen ich den Artikel nur postete ist, weil ich einige Aussagen von dem Double ganz gut fand, insbesondere diese beiden:


    „Wenn man jetzt alle Michael-Jackson-Statuen abreißt, müsste man auch alle katholischen Kirchen abreißen.“

    „Das ist die reine Geschäftemacherei. Ich bin mir sicher, es wird eine Gegenbewegung kommen, und dann wird Michael Jackson größer sein als jemals zuvor.“


    Klingt doch beides absolut TOP, was das Double da von sich gab, zumindest empfinde ich das so :doppelv:


    Was ich noch an anderer Stelle wo las, ist das hier:


    "Wenn Radiosender wegen der neuen Kindesmissbrauchsvorwürfe Michael Jackson nicht mehr spielen, dann war's das wohl auch bald mit den katholischen Ostergottesdiensten im Radio & Fernsehen."


    Diese Aussage feiere ich ebenso!

    :michael3:

    Zitat von Bad

    das hinzufügen des Links wegen dem Text funktioniert leider nicht

    Wieso nicht. :dd: Hab ihn jetzt hinzugefügt, und er funktioniert auch. :zwinker:

    Huhu Baccara,


    Es funktioniert deswegen nicht bei mir, weil ich den Artikel von Youtube habe, er steht direkt unter dem Video, welches ich ebenfalls ja postete, als Beschreibungstext.


    Also hätte ich als Quelle für den Text folglich den Link zum Video angeben müssen, was aber ja nicht geht, weil die Forensoftware, diesen Link wiederum sofort in das Video umwandelt. Falls Du verstehtst was ich meine.


    Das der selbe Artikel auch noch woanders zu finden ist, ausser auf Youtube, wußte ich bis dato leider nicht.


    Jetzt weiß ich es, weil Du eine vollkommen andere Quelle dafür gefunden und gepostet hast.


    Vielen Dank für Deine netten Bemühungen diesbezüglich :)


    Alles ist schick jetzt wieder :))

    CARMEN GEISS FEIERT MICHAEL JACKSON UND ERNTET DAFÜR SHITSTORM!

    CARMEN GEISS FINDET MICHAEL JACKSON TOLL


    Köln / Saint-Tropez – Trotz der Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson findet Carmen Geiss (53) den Kult-Sänger Michael Jackson auch nach seinem Tod toll.


    Für Carmen Geiss ist Michael Jackson eine Legende.Für Carmen Geiss ist Michael Jackson eine Legende.

    In Saint-Tropez posiert die Glamour-Blondine stolz neben einem Portrait des Superstars. Dazu schreibt sie "A legend!" (eine Legende) und trifft damit den Nerv ihrer Fans.


    Die Meinungen über den Instagram-Schnappschuss sind dennoch sehr gespalten: "Ich würde es verbrennen ertrage den Anblick nicht mehr von ihm!" oder "Er wird immer eine Legende bleiben. Ganz egal, was andere sagen oder von ihm halten. Er ist auch einer meiner Lieblingskünstler! ❤️", heißt es dort.


    Nachdem ProSieben den kontroversen Dokumentarfilm "Leaving Neverland" zeigte, gehen seitdem die Meinungen der Jackson-Fans stark auseinander.


    Schließlich hatte "Leaving Neverland" ein verstörendes Licht auf Michael Jackson geworfen. In der TV-Dokumentation erzählten James Safechuck (40) und Wade Robson (36), dass der 2009 gestorbene "King of Pop" sie als Kinder missbraucht habe.


    Ob etwas an den Vorwürfen dran ist, scheint Carmen Geiss in erster Linie wenig zu interessieren, denn sie ehrt ihn vor allen Dingen als Künstler und für seine Musik.


    Quelle:

    CARMEN GEISS FEIERT MICHAEL JACKSON UND ERNTET DAFÜR SHITSTORM!

    Artikel vom 18.04.2019 10:39

    Diskussion:
    Anbetung, Macht, Missbrauch
    Eine gesellschaftliche Kontroverse im Fokus

    Sonntag, 7. April 2019, 19 Uhr
    in der Bundeskunsthalle, Bonn


    Einen Tag nach der Ausstrahlung der Dokumentation Leaving Neverland über die Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson geht die Diskussion in der Bundeskunsthalle der Frage nach, wie unsere Gesellschaft mit diesem Problem umgeht.


    Popstars, Künstlerinnen und Künstler, Politikerinnen und Politiker wie auch andere Menschen in potenziellen Machtpositionen genießen eine herausgehobene Stellung in unserer Gesellschaft. Ihr Einfluss und Ansehen garantieren ihnen Hochachtung und Bewunderung, was jedoch eigentlich vor allem auch eines bedeutet: große Verantwortung. Was geschieht, wenn dieses Vertrauen missbraucht und das Machtgefälle ausgenutzt wird? Wie geht die Öffentlichkeit damit um, wie reagiert ein Fan, wenn der bewunderte Star sich moralisch, politisch oder ethisch schuldig gemacht hat? Wo liegen die Ursachen für Machtmissbrauch? Muss am Ende sogar das künstlerische Werk und Schaffen vor dem neuen Wissenshintergrund anders betrachtet werden?


    Nicht nur der verstorbene Michael Jackson, sondern auch zahlreiche weitere Personen des öffentlichen Lebens wie Kevin Spacey, Harvey Weinstein und der deutsche Regisseur Dieter Wedel oder immer wieder kirchliche Würdenträger sind im Zusammenhang mit Missbrauchsvorwürfen und dem Hashtag #metoo in jüngster Zeit in den Fokus von Debatten gerückt.


    In der moralischen Bewertungsskala wird der Missbrauch von Kindern und Jugendlichen am schärfsten verurteilt. Es fehlen aber verlässliche Daten, ob die Zahl sexuell missbrauchter Kinder und Jugendlicher in Deutschland steigt, ob sie gleich bleibt oder sogar fällt. Bei Pädophilie gibt es eine Dunkelziffer, deren Größe niemand exakt benennen kann. Wie groß das „Dunkelfeld“ der einschlägigen Straftaten ist ? wie viele Delikte also nicht erkannt und nicht angezeigt werden und deshalb in keiner Statistik auftauchen ? ist seit Jahren Gegenstand heftiger Dispute.


    Teilnehmer/-innen sind:
    Claudia Willger, Opferanwältin mit Schwerpunkt sexuelle Gewalt und sexueller Missbrauch
    Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau
    sookee, Rapperin und Aktivistin
    Miguel Abrantes Ostrowski, Schauspieler, Regisseur und Autor
    Rein Wolfs, Intendant der Bundeskunsthalle


    Moderation: Randi Crott


    Kategorie: Bildung


    Talk – Anbetung. Macht. Missbrauch



    Bundeskunsthalle

    Das Video wurde am 15.04.2019 veröffentlicht.

    Der obige Artikel ist ebenfalls auf dem Youtube Kanal der Bundeskunsthalle zu finden.


    https://magazin.bundeskunsthal…nbetung-macht-missbrauch/

    Der Fotograf David LaChapelle verteidigt Michael Jackson gegen "Leaving Neverland" -Ansprüche

    Der Modefotograf David LaChapelle, der zuvor Michael Jackson fotografiert hatte, verteidigt den King of Pop über Instagram gegen die Vorwürfe von Leaving Neverland . Er hat drei Bilder von Michael auf seine Seite hochgeladen. Die Fotografien zeigen Jackson als einen weinenden Engel, der auf einem roten Teufel steht.


    „LICHT ÜBER DUNKELHEIT - HALTE DEN GLAUBE - Gegen Gier und Lügen. Truth out now !!!! “, beschriftete er den ersten Upload gemäß Page Six .


    “GEBETE BEANTWORTET !!!!! - KEINE MELDUNG KÖNNTE KEINEN REINIGER GEWESEN - Gegen Gier und Lügen «, schrieb er die zweite.


    „WAHRHEIT WIRD GELEBT! - VICTORY gegen Gier und Lügen “, fuhr er im dritten Upload fort.


    LaChapelles Bildunterschriften sind eine Antwort auf die Anschuldigungen, in denen James Safechuck und Wade Robson behaupteten, dass sie von Jackson missbraucht worden waren, als sie Kinder waren.


    Jeder von Davids Untertiteln besagt, dass die Wahrheit enthüllt wurde und die Ankläger lügen. Dies könnte eine Verbindung zu den jüngsten Nachrichten haben, dass es fotografische Beweise dafür gibt, dass der Neverland-Bahnhof erst 1994 gebaut wurde, als Safechuck behauptete, er sei missbraucht worden.


    Ins Deutsche übersetzt von Google Translator


    Original Artikel:

    Photographer David LaChapelle Defends Michael Jackson Against ‘Leaving Neverland’ Allegations

    12. April 2019

    Habe gesucht, aber den nachfolgenden Artikel nirgends hier im Forum gefunden, also poste ich ihn mal.

    Double bezeichnet Missbrauchsdoku als „reine Geschäftemacherei“

    gofbv8qz.jpgVier Jahrzehnte Erfahrung mit dem Moonwalk: Daimyo Jackson aus Kalkar am Niederrhein / Quelle: Silvia Reimann

    Der King of Pop ist wegen der Vorwürfe des Kindesmissbrauchs in Verruf geraten. Daimyo Jackson, eines seiner bekanntesten Doubles, macht trotzdem weiter. Er glaubt, „es wird eine Gegenbewegung kommen“.


    Daimyo Jackson erscheint mit Verspätung zum Gespräch in einem Businesshotel an einer Landstraße in Moers am Niederrhein. Im typischen Michael-Jackson-Outfit (rote Jacke, schwarze Hose, Pilotensonnenbrille) steigt er aus dem Wagen. Es ist Dienstagmittag vergangener Woche. Daimyo kommt direkt aus der gut 100 Kilometer entfernten Gemeinde Best in der Nähe von Eindhoven.


    Dort hatte am Morgen eine McDonald’s-Filiale für Aufsehen gesorgt, weil sie eine vor dem Geschäft aufragende Michael-Jackson-Gedenkstatue entfernen ließ. Kunden hatten sich beschwert – sie wollten ihre Burger nicht mehr in unmittelbarer Nähe des selbst ernannten King of Pop essen. Ein örtlicher Radiosender bat Daimyo Jackson kurzfristig zu einem Interview vor Ort. Für ein Michael-Jackson-Double ist das ein Pflichttermin.


    Daimyo Jackson, geboren im südamerikanischen Surinam, einer früheren niederländischen Kolonie, heute zu Hause im niederrheinischen Kalkar, ist unter den Hunderten von Michael-Jackson-Doubles, die es auf der Welt gibt, eines der erfolgreichsten, wenn nicht das erfolgreichste. Dem Radiosender sagte er am Morgen: „Wenn man jetzt alle Michael-Jackson-Statuen abreißt, müsste man auch alle katholischen Kirchen abreißen.“ Danach sei das Interview schlagartig beendet gewesen.


    Seit der US-Sender HBO Anfang März die Dokumentation „Leaving Neverland“ ausgestrahlt hat, ist der 2009 gestorbene Pop-Superstar Michael Jackson wieder allgegenwärtig. Die Doku, die soeben auf ProSieben zu sehen war, handelt vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs, mit dem sich der Sänger schon zu Lebzeiten konfrontiert sah. 2003 angeklagt, sprach ihn ein Geschworenengericht 2005 frei.


    Die Doku kreist um zwei mittlerweile 36- und 40-jährige Männer, die nun, 14 Jahre nach dem Urteil, behaupten, als Kinder von Michael Jackson sexuell missbraucht worden zu sein. Schon der 2005 beendete Prozess war davon überschattet, dass Zeugen der Lüge überführt wurden. Und auch dieses Mal ist die Lage offenbar nicht so klar, wie der Film glauben machen möchte. Regisseur Dan Reed hat kürzlich Fehler in der Datierung des Missbrauchs eingeräumt. Fest steht: Der Name Michael Jackson schockiert und elektrisiert. Die Bonner Bundeskunsthalle geriet unter erheblichen Rechtfertigungsdruck, als sie Ende März die Ausstellung „Michael Jackson: Off the wall“ eröffnete.


    Auf dem Dachboden hat er tanzen geübt


    Auf die Frage, dass es sicher leichtere Zeiten für ihn als Double gegeben habe, erwidert Daimyo Jackson, dass mit der Story Millionen gemacht würden. „Das ist die reine Geschäftemacherei. Ich bin mir sicher, es wird eine Gegenbewegung kommen, und dann wird Michael Jackson größer sein als jemals zuvor.“


    Daimyo Jacksons Werdegang gibt einen Einblick, wie schräg und voltenreich die Welt des Entertainments ist. Wie reich sie an Fiktionen ist, selbst an den Rändern, wo sich die Doubles der Stars tummeln – und die Chance wittern, selbst zu Stars zu werden. Daimyo Jackson wuchs in den Niederlanden auf. 1981, als er sich noch schlicht Daimyo nannte, landete er bei einem Lookalike-Wettbewerb in Tilburg als Michael-Jackson-Double auf Platz drei. Jahrelang übte er auf dem Dachboden seines Elternhauses, wie Michael Jackson zu tanzen. Er investierte viele Gulden in Kostüme, um sich wie sein Vorbild zu kleiden. Im Jahr 1984 hatte der gelernte Elektriker endlich Michael Jacksons Moonwalk und die einschlägigen Moves drauf: das Zucken mit Schultern, Händen, dem ganzen Körper.


    „Von da an habe ich jedes Jahr 250 Shows gemacht“, erzählt er beim Gespräch in der Hotelbar. Und es kam noch besser: Er lernte Joseph Jackson kennen, Michaels Vater. „Er war in Holland, sah ein Plakat von mir, das für meine Show als Double warb, und sagte: Der Junge sieht aus wie mein Michael. Der muss Jackson heißen.“ Prompt marschierte Daimyo zum Gemeindeamt. Seitdem steht in seinem Pass der Nachname Jackson. Und seitdem gilt Daimyo Jackson als das einzige von der Jackson-Familie offiziell akzeptierte Michael-Jackson-Double.

    Die Double-Karriere nahm Fahrt auf. Als 1987 Michael Jacksons Album „Bad“ erschien, wollte der Sänger keine Werbung machen. „Der Ticketverkauf für die Tour lief nicht gut. Also engagierte der Sponsor Pepsi mich für die Werbung. Ich flog mit der Crew und trat an zig Orten als Michael Jackson auf.“ Einmal, in Rotterdam, hätten ihm hysterische Fans Jacke und Hose vom Leib gerissen, bis auf die Unterhose hätten sie ihn ausgezogen. „Ich bin nicht der echte Michael!“, habe er geschrien. „Die Fans brüllten: Doch, du bist es!“ Ein anderes Mal habe ihm eine Frau ehrfürchtig die Hand geküsst. „Da musste ich weinen – denn es war ja ein solcher Bluff.“ In München ist er Michael Jackson persönlich begegnet. „Er bedankte sich bei mir für meine Auftritte. Ich sagte ihm, ich hätte es gerne gemacht.“

    Die Fans ziehen ihn an den Haaren

    In insgesamt 60 Ländern sei er bis heute gewesen. Gesehen hat er von diesen Ländern so gut wie nichts – weil er sich jedes Mal im Hotel verbarrikadieren musste, um nicht den Fans in die Hände zu fallen. 80 Prozent seiner Auftritte habe er allerdings in Deutschland, sagt er. Deshalb zog er von den Niederlanden erst nach Bad Honnef und 2017 nach Kalkar, wegen der Nähe zu seiner in den Niederlanden lebenden Mutter. Er hat nun vier Jahrzehnte Erfahrung mit den Bewegungen, dem Outfit und der Musik von Michael Jackson, noch immer tritt er im Schnitt einmal pro Woche als Mister Moonwalk auf. Er ist etwas fülliger geworden, aber die Moves hat er noch drauf. Auch sind seine Haare noch so schwarz und lockig wie einst bei Michael. „Nur Wasser und Gel“, sagt er. „Und sie sind echt. Manche Fans ziehen daran, weil sie denken, es sei Fake.“


    Hat Daimyo jemals daran gedacht, sein Gesicht kosmetisch korrigieren zu lassen, so wie Michael? Er verneint. Seine Lieblingssongs? „Speed Demon und Who is it.“ Wie viel von ihm Michael Jackson ist und wie viel er selbst? Und da nimmt das Gespräch eine interessante Wendung, das Double betont nun seine Eigenständigkeit: „Ich bin nicht Michael Jackson“, sagt Daimyo. „Ich gebe mich natürlich, anders als andere Doubles. Und im Übrigen performe ich nicht nur Songs von Michael, ich singe auch meine eigenen.“


    Gemeinsam mit dem amerikanischen Autor und Aktivisten Marc Daniels engagiert er sich für die Kampagne „Weed out hate“, frei übersetzt: Reiß das Unkraut des Hasses heraus. Daimyo Jackson hat einen gleichnamigen Song aufgenommen und eine CD produziert. Motto: „Fight for a better world!“ Marc Daniels ist ein gut vernetzter Mann und tourt durch die USA, um seine Anti-Hass-Kampagne bekannt zu machen.


    Daimyo erzählt, es sehe im Moment ganz gut aus, dass er den Wahlkampfsong der demokratischen Bewerberin um das US-Präsidentenamt, Elisabeth Warren, singen könne. Seine Managerin sei an der Sache dran. Das wäre eine Volte, wie sie nur die Welt des Entertainmentgeschäfts möglich macht: Gestartet als Double des King of Pop, emanzipiert sich Daimyo Jackson von seinem Vorbild und findet ausgerechnet in dem Land, das Jackson nun den Prozess macht, zu sich selbst.


    Wer weiß, vielleicht ist dann irgendwann erneut ein Gang zum Gemeindeamt fällig. Und Daimyo Jackson wird wieder der, der er mal war: Daimyo.


    Zum Abschied, nach dem Gespräch, reicht er eine Tüte mit Sonnenblumensamen, Symbol der Hoffnung. „Friedenssamen“ steht auf der Tüte. Er steht auf, stellt sich kurz auf die Zehenspitzen, deutet einmal den Moonwalk an und zuckt dazu drei, vier Mal mit dem Oberkörper. Bewegungen, die in Sekundenbruchteilen den originalen Michael heraufbeschwören, den schrillen, schillernden, ewig rätselhaften Kosmos des King of Pop. Im nächsten Moment sitzt Daimyo Jackson in seinem schwarzen BMW und zischt davon.


    Double bezeichnet Missbrauchsdoku als „reine Geschäftemacherei“

    Veröffentlicht am 07.04.2019


    Schauprozess per Dokupranger

    Wenn Dokumentarformate und True-Crime-Filme zu Fake-News mutieren: Die umstrittene Dokumentation »Leaving Neverland« über Michael Jackson

    Von Rüdiger Suchsland

    Er war der King of Pop: Michael Jackson, die erste globale schwarze Medi­e­ni­kone. Geht es nach der Fern­seh­do­ku­men­ta­tion Leaving Neverland des Regis­seurs Dan Reed, dann ist er bald ein König Ohneland. Schlimmer noch: Ein Monster.

    »Leaving Neverland« erzählt vom Monster an der Arbeit, wie im Jahr 1987 Michael Jackson bei Dreh­ar­beiten zu einer Werbung den zehn­jäh­rigen Jimmy Safechuck kennen­lernte und ihn, so jeden­falls behauptet es der erwach­sene Safechuck in diesem Film, bald danach zum ersten Mal sexuell verführte.

    Das ist ein unan­ge­nehmer Film, berstend voll mit ekel­haften Geschichten, mit Details, die kaum jemand wissen will und die niemand wissen muss, um sich ein Bild zu machen. Denn nach 20 Minuten hat der Film gesagt, was er zu sagen hat, danach wieder­holt und variiert er dies nur immer wieder.

    Alles ist im Einzelnen unglaub­lich detail­liert und explizit in einer Weise, dass sich die Frage aufdrängt: Wen kann, wen soll das alles inter­es­sieren außer den direkt Betrof­fenen, und jenen Juristen, die darüber in einem Gerichts­ver­fahren entscheiden müssen?

    Ein solches Verfahren hat es bereits gegeben. Michael Jackson wurde zu Lebzeiten frei­ge­spro­chen. Jetzt versucht der Film den Prozess, der im Gerichts­saal nicht wieder­auf­ge­nommen werden kann, ersatz­weise auf der Kino­lein­wand zu führen, um Jackson wenigs­tens in den Augen der Nachwelt symbo­lisch zu bestrafen.

    + + +

    Die beiden jeweils zweistün­digen Teile, die am Samstag erstmalig im deutschen Fernsehen im nicht gerade für besondere Sensi­bi­lität oder soziales Gewissen bekannten Privat­sender ProSieben zu sehen waren, bestehen größ­ten­teils aus Inter­views mit Safechuck und Wade Robson, den zwei heute jungen Männern, die hier zu Kron­zeugen der These und zu Haupt­ak­teuren des Films werden. Dazu kommen öffent­liche Archiv­bilder und Nahauf­nahmen von den Gesich­tern Safechucks und Robsons und denen ihrer Mütter. Der Regisseur sugge­riert mit Droh­nen­auf­nahmen über dem ehema­ligen Anwesen Jacksons zugleich die gott­gleiche Perspek­tive eines allwis­senden Erzählers. Stilis­tisch ist dies ein schwacher Film, unter dem Niveau der großen ameri­ka­ni­schen Doku­men­tar­kunst.

    Erstmalig gezeigt wurde der Film Ende Januar beim ameri­ka­ni­schen Sundance Film Festival. Seitdem nahmen Radio­sender in Kanada, in den Nieder­landen und in Neusee­land Jackson-Songs aus dem Programm. Und der Krea­ti­v­chef der fran­zö­si­schen Nobel­mo­de­marke Louis Vuitton beeilte sich, von Jackson inspi­rierte Entwürfe aus seiner zweiten Kollek­tion zu entfernen.

    Auf den ersten Blick scheint das Urteil gegen Jackson gespro­chen.

    Doch der Eindruck trügt. »Leaving Neverland« ist trotz alldem nämlich hoch­um­stritten, auch in den USA, und das hat seine guten Gründe. Denn Regisseur Dan Reed doku­men­tiert nicht, er plädiert.

    Dieser Film macht Michael Jackson postum den Prozess. Er ist ein Dokument der Anklage. Er ist zu keinem Zeitpunkt ausge­wogen. Argumente und Plädoyers zur Vertei­di­gung werden nicht gehört, entlas­tende Indizien kommen nicht vor. Niemand aus Jacksons früherem Umfeld wurde vom Filmteam angefragt. Die einsei­tige Befragung von zwei Zeugen soll aussa­ge­kräf­tiger sein als die gesamten poli­zei­li­chen Ermitt­lungen und Erkennt­nisse mehrerer Gerichts­pro­zesse.

    So hinter­lässt »Leaving Neverland« in jeder Hinsicht einen unan­ge­nehmen Nach­ge­schmack.

    Gerade darum muss man noch einmal an die Tatsachen erinnern: Die bekannt­lich nicht zimper­liche ameri­ka­ni­sche Justiz hat Michael Jackson frei­ge­spro­chen. Das FBI hatte zuvor jahrelang ermittelt, ohne Erfolg, der 300-seitige Ermitt­lungs­be­richt der Behörde ist öffent­lich im Internet einsehbar.

    + + +

    Man muss Michael Jackson trotzdem nicht mögen, man kann ihn »seltsam« finden – »a weirdo« (Richard Roeper), es »bizarr« und geschmacklos oder sogar »beun­ru­hi­gend« nennen, dass er sich mit Dutzenden von heran­wach­senden Jungen umgab – aber fast keiner von ihnen hat je von frag­wür­digem Verhalten des Stars berichtet. Dass Jackson ein Kinder­schänder ist, dass er auch nur pädophile Neigungen hatte, ist einst­weilen voll­kommen unbe­wiesen.

    Zugleich gibt es massive Zweifel an der Glaub­wür­dig­keit zumindest von Wade Robson, einem der zwei angeb­li­chen Opfer. Nach der Premiere des Films gab es neben Beifall auch viel Kritik an Machart und Machern. In einer mehr­sei­tigen Reportage berich­tete das ameri­ka­ni­sche Magazin »Forbes« über Wayne Robson, den Kron­zeugen.

    Während zweier Straf­pro­zesse hatten Robson und Safechuck – auch dort bereits im Erwach­se­nen­alter – als Zeugen der Vertei­di­gung Michael Jackson entlastet, und ausgesagt, von Jackson nie belästigt oder gar miss­braucht worden zu sein. Robson hatte seine Aussagen unter Eid und im Kreuz­verhör wieder­holt. 2009 schrieb Robson, immerhin mit 27, einen schwär­me­ri­schen Nachruf.

    Was hat sich seitdem geändert? Einiges: 2011 bat Robson die »Michael Jackson«-Stiftung um eine Stelle. Sie wurde ihm verwei­gert. Film- und Buch­pro­jekte über Jackson schei­terten, wie überhaupt Robsons eigene Karriere als Tänzer und Schau­spieler.

    »Forbes« kommt auch auf Michael Jacksons Lieb­lings­buch zu sprechen: »Wer die Nach­ti­gall stört« handelt von einem jungen Schwarzen, dessen Leben zerstört wird – durch falsche Anschul­di­gungen.

    Dass »Leaving Neverland« monu­men­tale vier Stunden braucht, um diese Anklage aufzu­bauen und wieder und wieder zu repro­du­zieren, schwächt den Eindruck enorm. Es wirkt, als glaubten die Ankläger sich selber und ihren eigenen Argu­menten nicht, müssten durch Masse wett­ma­chen, was an Stich­hal­tig­keit fehlt.

    Die Länge ist so über­trieben, wie die Einsei­tig­keit dieses Films monströs ist.

    + + +

    Monströs ist auch die Neigung des inter­na­tio­nalen Publikums, sich zu schnellen und absoluten, voll­kommen einsei­tigen Urteilen aufzu­schwingen. Refle­xi­ons­ver­wei­ge­rung und ein Drang nach Verein­fa­chung halten Einzug in unsere Gesell­schaft. Deshalb glauben wir schnell und gern, was wir zu sehen glauben – dieser Film verbreitet Indizien einer bestimmten Sicht­weise und kommen­tiert sie so saftig wie selbst­ge­wiss – »Fake News« in Reinform.

    Unab­hängig von der Frage, wem man am Ende Glauben schenken mag, ist es erstaun­lich, wie wenig Medi­en­kom­pe­tenz in der über­wie­genden Bericht­erstat­tung zu diesem Film erkennbar wird: Zeugen­aus­sagen und die suggestiv konstru­ierte Wirk­lich­keit eines Doku­men­tar­films werden als Tatsache wieder­ge­geben, die bisherige Prozess­ge­schichte wird überhaupt nicht beleuchtet, legitime Einwände werden ignoriert. Ebenso wenig werden in dieser Bericht­erstat­tung die – legitimen, aber eben vorhan­denen – massiven kommer­zi­ellen Inter­essen eines Doku­men­tar­films und eines Fern­seh­sen­ders berück­sich­tigt.

    Dieser Befund stimmt traurig, wie auch die wachsende Bereit­schaft, rechts­staat­liche Grund­sätze über Bord zu werfen: »Im Zweifel für den Ange­klagten«; »Kein Urteil ohne Vertei­di­gung und fairen Prozess« – was wir gegenüber Dikta­turen selbst­ver­s­tänd­lich einfor­dern, ist im öffent­li­chen Schau­pro­zess des Trash-Fern­se­hens schnell vergessen.

    Der Film beschreibt Prozesse der Abhän­gig­keit und der Verfüh­rung – der Verfüh­rung durch Ruhm wie durch Reichtum. Der erliegen auch jene, die hier versuchen, ein Spektakel zu insze­nieren über einen Toten, der sich nicht mehr wehren kann.

    Dieser Film und die so oder so unan­ge­nehme, schmie­rige Kapi­ta­li­sie­rung des Themas Pädo­philie, Miss­brauch und allem, was es umgibt, sind eine Mahnung, inne­zu­halten. Und dazu, einen ange­mes­se­neren Umgang mit diesen Themen zu suchen.

    Öffent­liche Hysterie und Schau­pro­zesse am Fern­seh­pranger, ohne Vertei­di­gung und mit dem Publikum als Richter schaden der Sache, so wie die Lust an mora­li­schen Schnell­ver­fahren unserem Charakter und der ganzen Gesell­schaft schadet.

    Die Monster sind nicht nur auf einer Seite. Sie sind überall.


    Die Monster sind nicht nur auf einer Seite. Sie sind überall.


    Schauprozess per Dokupranger

    Artikel vom 11.04.2019


    Nach "Leaving Neverland"-Doku


    Warum diese Kasselerin nicht an die Missbrauchs-Vorwürfe gegen Michael Jackson glaubt

    13.04.19 16:26


    Auch nach der Doku "Leaving Neverland" bleibt Michael Jackson für die Kasselerin Lisa Hochmuth unschuldig. Hier erzählt sie, warum die angeblichen Missbrauchsopfer ihrer Ansicht nach lügen.


    Lisa Hochmuth hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben, die Doku "Leaving Neverland" über den angeblichen Pädophilen Michael Jackson zu sehen. Aber nach zwei von vier Stunden konnte die Kasselerin nicht mehr und schaltete den Fernseher aus. Der Film des britischen Regisseurs Dan Reed lässt zwei Männer zu Wort kommen, die behaupten, als Kinder vom King of Pop jahrelang missbraucht worden zu sein.

    Einige Zuschauer sagen, sie könnten nach der Doku keine Lieder von Jackson mehr hören. Hochmuth hingegen glaubt nun erst recht, dass sich Wade Robson und James Safechuck ihre Geschichten ausgedacht haben müssen. "Sie erzählen Sachen, die eindeutig so nicht stattgefunden haben", sagt die 35-Jährige.


    Hochmuth, die mittlerweile als PR-Beraterin in Hamburg lebt, ist selbst Mutter eines Sohnes und weiß, dass es kaum etwas Schrecklicheres als Missbrauch gibt. Sie würde den Opfern gern glauben. Sie ist aber auch seit 26 Jahren Michael-Jackson-Fan und kennt sich aus mit den Vorwürfen, denen der Superstar bis zu seinem Tod 2009 immer wieder ausgesetzt war und die durch "Leaving Neverland" nun noch ungeheuerlicher erscheinen.

    Michael Jackson: Offener Brief von Freunden

    Hochmuth ist eng befreundet mit der Familie Schleiter aus Hamburg. Franziska und Anton Schleiter verbrachten ab 1995 als Kinder wie Robson und Safechuck viel Zeit mit Jackson. 2006 reiste der Musiker sogar zu ihnen in den Hamburger Stadtteil Niendorf. Weder die Kinder noch die Eltern Marlies und Wolfgang haben sich bislang zu ihrem Verhältnis zu Jackson geäußert - bis sie auf ihrer Webseite unter dem Titel "Genug ist genug" nun einen offenen Brief veröffentlichten. Darin heißt es, dass "Michael sich niemals unangemessen gegenüber uns verhalten hat und wir ihn niemals verdächtigt haben, anderen so etwas angetan zu haben". Er habe das Wohl anderer immer über sein eigenes gestellt. Kurzum: "Er war der beste Freund, den wir uns vorstellen konnten."

    So nah wie die Schleiters ist die Nordhessin Hochmuth ihrem Idol nie gekommen. Etwa 20 Mal hat sie ihn live gesehen - unter anderem im Berliner Zoo und am dortigen Flughafen. 2002 war das beim legendären Besuch des Amerikaners in der Hauptstadt. Seinen Sohn, den damals neun Monate alten Prince Michael II., hielt er aus dem Fenster des Hotels Adlon, so als würden die Gesetze der Schwerkraft für Superstars nicht gelten. Auch bei fünf Konzerten stand Hochmuth in der Fan-Menge.

    Michael Jackson: FBI überwachte ihn

    "Michael hat sich nie wie ein Erwachsener verhalten", sagt sie, aber für sexuellen Missbrauch gebe es "keinen einzigen handfesten Beweis". Sie verweist auf die Seite "LeavingNeverlandFacts", auf der Jacko-Fans die Ungereimtheiten der Doku aufgelistet haben. Hochmuth glaubt, dass die beiden mutmaßlichen Opfer, die in einem Missbrauchsprozess einst unter Eid für Jackson ausgesagt hatten, nun nicht ganz uneigennützig handeln. Robson, der sich als Choreograf für Stars wie Britney Spears einen Namen gemacht hat, sei "seit vielen Jahren überhaupt nicht mehr gut im Geschäft, weil er sich die Karriere selbst versaut hat". Zudem würden seine und die Aussagen anderer vermeintlicher Opfer wie die Zeilen aus dem Buch "Michael Jackson was my lover" klingen, das der umstrittene chilenische Journalist Victor Gutierrez bereits 2005 veröffentlicht hat: "Alle scheinen voneinander abzuschreiben."


    Hochmuth stört vor allem, dass "das Fernsehen nun Polizei spielt". Wäre etwas gewesen, hätten es die Behörden wie das FBI, das Jackson jahrelang heimlich überwacht habe, längst gefunden. Die Wahl-Hanseatin kann verstehen, dass nun einige zweifeln an der Unschuld ihres Idols. Sie selbst hat ihr Urteil jedoch gefällt: Michael ist unschuldig. Sollte es irgendwann aber doch noch Beweise geben, dass Jackson ein Kinderschänder war, hat sie ebenfalls eine eindeutige Haltung: "Dann würde ich seine Musik nicht mehr hören. Das würde alles in ein anderes Licht rücken."


    Warum diese Kasselerin nicht an die Missbrauchs-Vorwürfe gegen Michael Jackson glaubt

    Der Artikel ist vom 13.04.2019



    Ok, hab den vollen Artikel gepostet jetzt, wie gewünscht @ forever mj. Traute mich das nicht, weil andere Foren deswegen geschlossen wurden. Sorry.