Beiträge von Lilly

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    Conversations about Michael Jackson, his art and social change
    http://dancingwiththeelephant.wordpress.com


    Blog zwischen Willa Stillwater (Autorin des Buches „M Poetica“) und Joie Collins (Gründungsteammitglied des MJFC)


    Why Dance with an Elephant?
    11/08/2011


    Joie: So, “Dancing with the Elephant”. Ziemlich merkwürdiger Titel für einen Blog über Michael Jackson, oder? Okay, nicht wirklich. Nicht, wenn ihr einmal verstanden habt, wo meine Freundin und ich herkommen und wie es zu diesem Blog kam.


    Mein Name ist Joie Collins und ich bin eine der Personen, die sich der MJFC (Michael Jackson Fan Club) Website widmen und sie mit aus der Taufe gehoben haben. Unnötig zu sagen, dass ich ein riesiger Michael Fan bin und dies auch schon bin seit ich ein kleines Kind war und die Jackson 5 bei einem Auftritt in Soul Train gesehen habe. Was ich für MJFC tue, mache ich schon eine sehr lange Zeit, und ich liebe es! Es macht mich sehr zufrieden, wenn ich in die New Page der Website schaue und die Business Mails der Seite beantworte. Kürzlich hatte ich das große Vergnügen, Dr. Willa Stillwater kennenzulernen, als ich zustimmte, ihr neues Buch lesen „M Poetica“ , um ihr mein ehrliches Urteil aus der Sicht eines Fans abzugeben.


    Ich bin nicht sicher, was genau sie mich gefragt hat. Wie ihr wisst, nehmen wir MJ Fans unsere Meinung sehr genau! Und wie ihr euch denken könnt, rief meine „ehrliche Reaktion aus dem Bauch heraus“ eine sofortige hitzige Debatte hervor. Willa und ich gingen zurück und vor und zurück und vor über verschiedene Themen, die in ihrem Buch angesprochen werden. Ich erzählte ihr über all die Dinge, die ich darin liebe, aber ich konnte mich auch nicht zurückhalten zu den Dingen, die ich hasse. Und sie konterte mit all den Gründen, warum sie es geschrieben hat auf die Art, wie sie es geschrieben hat, und ich erklärte ihr, warum ich auf meine Art fühlte und warum die meisten Fans mit mir einer Meinung sein würden. Dies ging so einige Wochen, und schließlich begannen sie und ich zu verstehen, dass wir auf etwas ganz Spezielles gestoßen waren.


    Was wir realisierten, ist, dass wir während unserer Debatten tatsächlich einige ziemlich interessante Diskussionen über Michael Jackson, über seine Kunst und seine Musik hatten. Wir sprachen offen und ehrlich, hatten reale, tiefgehende Gespräche über die Arbeit des größten Entertainers aller Zeiten. Und sogar wenn wir nicht einer Meinung waren, was ausreichend passierte, kamen wir beide wieder an einen erleuchtenden Punkt der Unterhaltung, der uns wieder eine neue Sichtweise auf den King of Pop bot, als wir bis dahin hatten. Also dachten wir uns, warum führen wir diese Diskussion nicht in einem größeren Maßstab fort? Und warum laden wir nicht euch alle ein, Zeugen dieser Unterhaltung zu sein und auch teilzunehmen?


    Aber ich habe immer noch nicht den Namen erklärt, richtig? Okay, wir wollten beide einen Namen, mit dem wir etwas anfangen können und der auch eine relevante Bedeutung für Michael selbst hat. Wir wissen alle, welches Gefühl Michael für die majestätischen Elefanten hatte. Er liebte sie! Gypsy und Babar waren unter seinen Lieblingstieren im Zoo auf Neverland. Er schrieb sogar einen wundervollen Essay über Elefanten in seinem Buch Dancing The Dream, der heißt „So the Elephants March“. Darin spricht er über die Lehren, die die Elefanten den Menschen über die Jahrhunderte versucht haben nahezubringen. Er schreibt „Aber die wichtigste Botschaft der Elefanten liegt in ihrer Bewegung. Weil sie wissen, zu leben heißt sich bewegen. Mit jeder Morgendämmerung, Generation für Generation marschiert die Herde weiter, eine große Menge Leben, die niemals fällt, eine nicht aufzuhaltende Kraft des Friedens.“ Ich denke, dieser letzte Teil beschreibt Michael ziemlich gut. „Eine nicht aufzuhaltende Kraft des Friedens.“ In vielerlei Hinsicht war es das, was er selbst war.


    Für mich sind die Elefanten nicht nur faszinierende Tiere, sondern sie symbolisieren auch ein „sensibles Thema“. Eine schwierige Unterhaltung, die die Leute lieber vermeiden würden. Ein Beispiel: Ich bin eine farbige Amerikanerin (ich mag nicht den Begriff Afro-Amerikaner, denn niemand, weder ich, noch meine Eltern, noch meine Groß- und Urgroßeltern waren jemals in Afrika) und mein Ehemann ist Weißer. Er und ich sprechen oft über verschiedene Rassenthemen, und es ist wundervoll, denn wir können das in einer so offenen und ehrlichen Art und Weise tun ohne die Angst , jemanden zu beleidigen oder die Gefühle des anderen zu verletzen. Wir sind jetzt 10 ½ Jahre verheiratet und wir beeinflussen uns jeweils in der Familie, seiner und meiner, alle haben unsere Beziehung immer sehr unterstützt. Während unserer Gespräche über die Unterschiede zwischen schwarzen und weißen Familien, ist eines der Dinge, die ich oft zu meinem Mann sage, dass meiner Meinung nach weiße Familien dazu tendieren „den Elefanten im Zimmer“ zu ignorieren, es also vorziehen den unbequemen Themen auszuweichen, während schwarze Familien so viel Aufmerksamkeit wie möglich auf das heikle Thema lenken. Oft wickeln sie Weihnachtslichter um den Elefanten und setzen dann große blinkende Pfeile, um darauf zu zeigen. Natürlich ist das eine Verallgemeinerung, aber so wisst ihr, was ich meine. Der Punkt ist, manchmal wissen die Leute (aller Rassen) nicht genau, wie sie mit einem unangenehmen Thema umgehen sollen, stattdessen „meiden sie den Elefanten im Zimmer“.


    Gut, ich denke, wir werden alle zustimmen, wenn man auf Michael Jackson kommt, können eine Menge unangenehmer Themen zur Sprache kommen. Sogar in einem Blog, der sich auf seine Kunst konzentriert. Und Willa und ich werden diese Elefanten nicht meiden. Stattdessen haben wir beschlossen, mit ihnen zu tanzen!


    Es geht weiter ...

    Gesetz den Fall, dass das stimmt (was ich nicht glaube): Gilt das denn noch nach Abbruch der Beziehung (aus welchem Grund auch immer) - wenn also das Vertrauensverhältnis, das der angeblichen Abmachung zugrundelag, weg ist?


    Für mich ist das der entscheidende Punkt: Ich kann mir gut vorstellen, dass beide sich zum Zeitpunkt der "Freundschaft" vorgenommen haben, die Aufnahmen zu veröffentlichen. Aber ich glaube nicht, dass Michael dies den Rabbi ohne seine eigene Mitwirkung hätte tun lassen.


    Ich denke, Michael wollte der Öffentlichkeit zeigen und erklären, wie er wirklich ist, was er denkt, wie er zu bestimmten Themen steht, um das von ihm durch die Medien entstandene Bild zu ändern. Die seltsamen Kommentare des Rabbi hätte es dann wohl nicht gegeben.


    Wenn Michael nicht gewollt hätte, dass die Aufnahmen irgendwie weiterverarbeitet würden, warum hätte man die Gespräche dann aufnehmen sollen? Er musste sich doch vorstellen können, dass solche Aufnahmen auch nicht in seinem Sinne verarbeitet werden könnten ...

    Und ich konnte einfach nicht glauben, dass da Michael Jackson in meinem Wohnzimmer in Brooklyn war.


    Ich wollte heute eigentlich mal früh ins Bett gehen, und dann sehe ich kurz vorm Ausschalten dies hier und bin wieder mal hingerissen und hellwachb020.gif. Ich glaube hundert Leute könnten erzählen, dass Michael bei ihnen im Wohnzimmer saß und ein Butterbrot gegessen hat und hundert mal wäre ich aufgeregt beim Lesen.


    Es ist immer wieder so schön, so etwas zu lesenwolke1.gif.

    Ob das noch aktuell ist, mit dem Buch?


    Ich habe gerade mal versucht, auf die Schnelle etwas über ein Buch von Tom Mesereau zu finden. Außer einem Kochbuch von seinem Vater Tova.gif(The Laguna Cookbook, 1979 von Luisa und Tom Mesereau) habe ich nichts gefunden.


    Wer sich nicht ärgern will, sollte jetzt nicht weiterlesenvogel.gif. Ich bin nämlich auch wieder mal auf etwas Unerhörtes gestoßen, und zwar gibt es ein Buch, das genau in die Kerbe schlägt, die Mesereau erwähnt, nämlich dass Prominenten unterstellt wird aufgrund ihres Status besser beurteilt zu werden und dass deren Anwälte den Ruhm und die Berühmtheit wollen (Eric Dubin, The Star Chamber: How Celebrities Go Free and Their Lawyers Become Famous). Und anscheinend wird jemand wie Tom genau in diesem Zusammenhang auch erwähnt (deshalb erschien das Buch in meiner Suche).


    Man kann etwas reinlesen, die Einführung beginnt so:


    Forty years in show business taught Michael Jackson one impotant lesson: never let anyone upstage you - whether it be 80.000 fans or 12 jurors. So when the day came for the young boy to take the stand against him at his criminal molestation trial, Jackson knew he needed a showstopper. And he delivered! In one masterful stunt, Jackson and his lawyers managed, in essence, to silently rip the courtroom microphone away from the young accuser, with a headline-stealing visual: "MICHAEL JACKSON WEARS HIS PAJAMAS TO COURT."


    Vierzig Jahre im Show Business lehrten Michael Jackson eine wichtige Lektion: Lass dir von niemandem die Show stehlen - weder von 80.000 Fans noch von 12 Juroren. Als also der Tag für den Jungen gekommen war, um im Zeugenstand im Kindesmissbrauchsfall auszusagen, wusste Jackson, dass er einen Showstopper brauchte. Und er lieferte ihn! Mit einem meisterhaften Trick entrissen Jackson und seine Anwälte dem jungen Ankläger das Microphon, im wesentlichen, ohne ein Wort zusagen mit dem schlagzeilenträchtigen Bild: "MICHAEL JACKSON TRÄGT SEINEN PYJAMA IM GERICHT."


    Ich kenne das Buch nicht und kann mir nicht wirklich ein Urteil erlauben, aber es hört sich nicht gut an. Veröffentlicht wurde es am 01.10.2007. Es wird auf Amazon mit vielen 4 und 5 Sternen "bedacht" und ich habe Kommentare gelesen, "dass es lustig geschrieben" seiwatsch.gif. Ich wünschte mir, wirklich seriöse Leute wie Tom Mesereau würden darüber aus ihrer Sicht schreiben. Aber bisher gibt es anscheinend kein Buch von ihm.


    LG Lilly

    Seit das Michael Jackson Trial im Juni endete, ist der Telefonhörer von Thomas Mesereau ausgehängt. Seine erfolgreiche Verteidigung Jacksons machte aus Mesereau einen der berühmtesten Anwälte der Welt. LawCrossing spricht mit Mesereau über seine Vorgehensweise und sein Engagement gegen die Ungerechtigkeit zu kämpfen sowohl für prominente Klienten als auch für arme Leute in der Todeszelle.


    Mesereaus Berühmtheit birgt Ironie. Er warnt Anwälte davor, Ruhm und Glück zu suchen und er glaubt, dass solche Ziele für viel Elend im Berufsstand der Juristen verantwortlich sind.


    Bekannt für seinen weißen Haarschopf und seine brillanten und oft ungewöhnlichen Fertigkeiten beim Kreuzverhör sagt Mesereau, dass das Interesse an seinem Beruf zugenommen habe, seit er den Fall Jackson mit 14 Nicht-schuldig-Urteilen gewonnen habe, dass ihn dies aber nicht als Mensch oder als Anwalt verändert hätte. Kürzlich gründete er eine neue Firma, Mesereau & Yu, gemeinsam mit seiner Co-Anwältin aus den Fällen Jackson und Robert Blake, Susan Yu. Und er setzt die kostenlose Vertretung von Fällen mit Todesstrafe fort.


    „Unglücklicherweise lehnen die meisten Anwälte die kostenfreie Arbeit ab. Sie sind gefangen in ihrem Lebensstil; sie sind gefangen darin ihre Schulden abzuzahlen; sie sind gefangen darin, schöne Kleidung zu tragen und schicke Autos zu fahren, und weißt du, ganz plötzlich merken sie, dass sie nicht wirklich ausgefüllt sind,“ sagte er. „Arbeit für Bürgerrechte, kostenlose Arbeit kann extrem erfüllend sein. Ich bin nicht zu Michael Jackson durch Hollywood und auch nicht durch meine Bekanntheit als Prominentenanwalt gekommen. Ich kam zu Michael Jackson durch meine Arbeit für die Black Community und mein Anliegen für Bürgerrechte.“


    Während einige glauben, dass Michael Jackson teilweise nicht schuldig gesprochen wurde wegen seiner Prominenz, sagt Mesereau, dass Michael Jackson zur Zielscheibe wurde gerade wegen seiner Berühmtheit.


    „Ich fühlte, dass Michael Jackson ein Opfer seines eigenen Status als Prominenter war,“ sagte er. „Ich fühlte, dass die Staatsanwälte und Sheriffs versuchten, sich selbst einen Namen zu machen und Ruhm zu erlangen auf seine Kosten dadurch, dass sie die Tatsache ausnutzten, dass er eine andere Art Mensch ist. Und ich hatte das Gefühl, dass er ein Opfer dessen war, was ich „Prominentenungerechtigkeit“ nenne. Er wurde zur Zielscheibe, weil er ein Megastar ist und sie boten Mittel auf, die sie nicht einmal nutzen würden, wenn er ein Serienkiller gewesen wäre.“


    Mesereau sagte, dass Millionen Dollar nutzlos ausgegeben wurden, um Jackson zu verurteilen. 70 Polizeibeamte durchsuchten Jacksons Zuhause und die Staatsanwälte reisten nach Übersee, um Leute zu finden, die gegen Jackson aussagen würden. Mesereau hat gerade angefangen, ein Buch über diese Erfahrungen zu schreiben.


    „Ich möchte den Fokus bei meinem Buch auf meine Sichtweise auf das Justizsystem legen, meine Ansichten zur Strafverteidigung und ebenso möchte ich den Fall Michael Jackson als Beispiel dafür nutzen, wie Ungerechtigkeit in allen Bereichen auftauchen kann, inklusive dessen, wie die Medien den Fall behandelten, wie die Staatsanwälte den Fall behandelten usw.,“ sagte er.


    Mesereau brauchte Urlaub nach dem Fall. Nun arbeitet er an einem Entwurf für ein Buch, kümmert sich um die Gründung seiner neuen Firma und bereitet sich auf einen Todesstrafenfall in Alabama vor. Er versucht so einen Fall in Alabama jährlich zu machen und kämpft leidenschaftlich für die Abschaffung der Todesstrafe, die er als barbarisch und wirkungslos ansieht. Einer von Mesereaus Freunden war die frühere Direktorin der American Bar Association (ABA), einem juristischen Berufsverband , die das Projekt Todesstrafe in Washington D.C. repräsentiert, und sie bezog ihn in diese Arbeit mit einer Gruppe von Anwälten in Alabama ein.


    „Sie versuchte vorrangig die Anwälte dazu zu bringen, an den Berufungen und der Wiederaufnahme von Verfahren zu arbeiten. Ich sagte ihr, dass ich nicht an Wiederaufnahmeverfahren arbeiten würde, sondern dass ich ein Strafverteidiger und bereit bin, Fälle zu verhandeln,“ sagte er. „Und sie wies mich darauf hin, dass das höchst unüblich sei und dass die meisten Strafverteidiger nicht einmal in die Nähe einer kostenfreien Verhandlung eines Falles mit Todesstrafe gehen würden.“


    Gemeinnützige Arbeit war immer ein Teil von Mesereaus Leben, sogar schon bevor er die jurustische Fakultät besuchte. Der Sohn eines Helden des Zweiten Weltkriegs und Absolventen von West Point (Militärakademie) sagt, er brauchte Jahre, um sich zu entscheiden, dass er in der Strafverteidigung arbeiten wolle und drängte junge Anwälte dazu, verschiedene juristische Bereiche und verschiedene Firmen auszuprobieren, ehe sie sich für einen Bereich entscheiden würden, der sie glücklich mache. In einem frühen Stadium seiner Karriere versuchte Mesereau sich in Verwaltungsrecht in einer großen Firma in Washington D.C. und verbrachte ein Jahr als Staatsanwalt, was er nicht mochte. Mesereau ist bekannt dafür, die Staatsanwälte während eines Verfahrens auf den Prüfstand zu stellen.


    „Gib nicht auf, eine Nische zu finden, die dich zufriedenstellt. Zu viele Anwälte gehen von einer Firma zur anderen und zu einer dritten und vierten, schlagen dann die Hände über dem Kopf zusammen und sagen ‚Es wird einfach nicht besser,‘ sagte er. „Ich denke, das ist ein Fehler. Ich denke, es gibt erfüllende Möglichkeiten für alle Anwälte, wenn siewirklich erkennen, wer sie sind und es einfach versuchen.“


    Nach dem Studium der Führung und Internationalen Angelegenheiten in Harvard arbeitete Mesereau als Redenschreiber im Capitol (Capitol Hill). Er schloss mit dem Master Degree in den Internationalen Angelegenheiten / International Affairs an der London School of Economics ab, ehe er die juristische Fakultät der Universität von Kaliformien, das Hastings College of the Law, besuchte.


    Mesereau sagte, er fand schließlich seine Nische in der Strafverteidigung, aber er kann sich nicht mehr an seinen ersten Fall erinnern. Als er über seinen Erfolg im Gerichtssaal gefragt wird, sagte Mesereau, das Geheimnis sei ein gutes Erinnerungsvermögen und altmodische Arbeitsgewohnheiten.


    „Ich benutze keinen Computer. Ich mag sie nicht,“ sagte er. „Ich bin bekannt für mein erstaunliches Gedächtnis, wenn ich Fälle bearbeite. Ich bin bekannt dafür, Leute tagelang ins Kreuzverhör zu nehmen nur aufgrund dessen, was in meinem Kopf ist und mit Unterlagen, die vor mir liegen. Und ich habe das Gefühl, wenn ich alles in meinen Computer stopfe, dann werde ich es nicht mehr in meinen Kopf stopfen.“


    Mesereau sagte, dass er nicht über seine finanzielle Situation reden würde, aber dass er sich selbst nicht als übermäßig wohlhabend bezeichnen würde. Er spricht beständig darüber, dass Erfüllung wesentlich wichtiger ist als Geld. Er arbeitet aktiv als Ehrenamtlicher im Süden von Los Angeles, indem er seine juristischen Dienste den ärmeren Leuten anbietet.


    „Ich glaube wirklich, dass Anwälte oft die Gelegenheit verpassen. Sie sind unglücklich mit ihrer Arbeit; sie sind nicht ausgefüllt; aber sie versuchen nie, einen Weg daraus zu finden,“ sagte er. „Leute mit unserer Ausbildung und unseren beruflichen Möglichkeiten verfügen über sehr viele Optionen. Und eine der Optionen ist, gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen und einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.“


    Im Jahr 2003, als die Staatsanwaltschaft den Haftbefehl für Jacksons Festnahme während einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz bekannt gab, waren viele Menschen schockiert darüber zu sehen, wie die Medien, die Staatsanwälte und Polizisten über Jackson und die Vorwürfe der Kindesbelästigung lachten und Witze erzählten.


    „Nun gut, wir haben es allen gezeigt,“ sagte Mesereau. „Wir bekamen vierzehn Nicht-schuldig-Urteile für zehn schwere Straftaten und vier Fehlverhalten. So denke ich, wir haben zuletzt gelacht in diesem Fall.“

    Es ist ergreifend, ich zittere gerade vor Aufregung!!! Das kann man immer und immer wieder lesen...


    Aber ich wünsche mir so sehr, dass das auch mal Menschen lesen, die sich sonst nicht so mit Michael befassen und vorgefertigte Meinungen übernehmen. Das passiert bestimmt auch, aber es müßte schneller gehen ...smilie_tra_188.gif

    Ohne Planung und Vorbedacht kam das Kind in mir zum Vorschein – das passierte ganz von selbst, als ich mehr und mehr Zeit mit Michael verbrachte. Er besaß die unheimliche Fähigkeit, in fast jedem um ihn herum diese Eigenschaft zum Vorschein zu bringen. Ich nahm eine spezielle Art von jugendlichem Benehmen an, die die Verständigung mit Michael sehr erleichterte. Es half wahrscheinlich auch, dass ich ein sprichwörtliches „Babyface“ hatte – bis ich 35 war, wurde ich regelmäßig nach meinem Ausweis gefragt -, und viele Leute sagten mir, dass meine Häufigen hellen Lachsalven wie die eines Mädchens klingen. Rückblickend betrachtet war das sicherlich ein Vorteil.


    Schon sehr früh fiel mir auf, wie engagiert Michael bei der Arbeit war. Er arbeitete fast immer und schien sich selten zu entspannen. Zweifellos war er harte Arbeitszeiten gewohnt und hatte so die freie Zeit der Kindheit größtenteils verpasst. Seine Fähigkeiten reichten weit über sein verblüffendes Talent als Sänger und Tänzer hinaus. Ein großer Teil der Arbeit fand im Tonstudio statt – der Erfolg der Jacksons beruhte auch auf ihrem Perfektionismus, was ihre Produkte anging -, und Michael war unbestritten der in der Gruppe, der am konzentriertesten und härtesten arbeitete. Wenn er im Regieraum an der Technik saß und mit den Toningenieuren das Mischpult bediente, gab er seinen Brüdern geflüsterte Anweisungen zu Gesangsarrangements. Er flüsterte nicht aus Geheimniskrämerei, sondern weil er schüchtern war und seine Ideen nicht hinausschreien wollte. Mit gerade mal zwanzig Jahren traf er Entscheidungen über die Gestaltung von Albumcovers, las Verträge, gab Interviews und nahm im Studio auf – manchmal alles an einem Tag.


    Im Frühjahr 1981 begannen Michael und seine Brüder mit den Proben für die Triumph-Tour, die sie in 35 nordamerikanische Städte führte. Michael, der Perfektionist, forderte das Äußerste von sich und den anderen, so als wäre jede Probe ein richtiges Konzert. Er hielt sich nie zurück und gab bei jeder Probe alles, trainierte seinen Körper und seine Stimme. Mit einem Zerstäuber wärmte er seine Stimmbänder auf, um hinter der Bühne Tonleitern zu üben. Er ging vorsichtig mit seiner Stimme um, um sicherzustellen, dass sie jederzeit absolut einsatzbereit war und er verlässlich konstante Höchstleistungen abliefern konnte. Jeder Auftritt sollte großartig sein und jede Performance eine neue Erfahrung, was nicht nur eine Herausforderung, sondern auch ein Risiko darstellte. Weil ihm so viel an den Auftritten lag, war Michael oft angespannt und nervös, bevor er auf die Bühne ging. Aber gerade die Hingabe und der Perfektionismus machten ihn zu einem unvergleichlichen Künstler.


    Wenn Michael Zeit zum Entspannen fand, blätterte er gerne in Bildbänden. Er nahm seine Lieblingsbücher mit auf Tour und kaufte unterwegs neue. Immer wenn wir eine Stadt verließen, war der Bus mit noch mehr Kartons beladen. Die Triumph-Tournee begann in Memphis ohne Kisten, nach ein paar Tagen in Dallas waren es zwei, dann kam Houston, und als wir in San Antonio waren, sah ich, wie ein ganzer Berg Bücherkisten eingeladen wurde. Er liebte besonders Bücher über das glamouröse Hollywood der Dreißigerjahre, ebenso reich illustrierte Kinderbücher und hochwertige, großformatige Bildbände. Michael verkroch sich meist ganz hinten im Bus, während die anderen vorne zusammenblieben. Auch ich zog die Ruhe vor und saß bei ihm, während er in ein Buch mit prachtvollen Hollywoodbildern aus den Dreißigerjahren vertieft war. Er betrachtete eine besonders eindrucksvolle Aufnahme und sagte: „Das ist zauberhaft. Solche Fotos macht heute niemand mehr.“ Er studierte die Posen, Augen, Make-up und Ausdruck – alles, was einem solchen Bild Glanz verleiht. Außerdem liebte er Bücher mit Bildern von Kindern aus aller Welt. Ich weiß noch, wie er im Bus einmal sagte: „Alle Kinder sind schön. Es spielt keine Rolle, woher sie kommen, sie sind alle so schön. Ich wünschte, ich könnte ein Buch über die Kinder der Welt schreiben. Ich möchte sämtliche Länder bereisen und zeigen, dass alle Menschen auf Erden schön sind. Ich will nach Indien fahren und die Armut und das Elend der Kinder dort dokumentieren, und vielleicht könnte ich helfen, ihre Lage zu verbessern. Oder Afrika, wo es so viel Hunger und Krankheiten gibt. Todd, würdest du das mit mir machen wollen?“ Ich war sprachlos, weil ich mich fragte, wie Michael je Zeit dafür finden wollte – und, weil er mich als Fotograf dafür haben wollte. Ja, sagte ich, ich wünschte, wir könnten eines Tages ein solches Projekt zusammen machen. Ich empfahl ihm die Bilder von Lewis Hine, dem einflussreichen Fotojournalisten, dessen Werk dazu beitrug, dass im frühen 20. Jahrhundert Gesetze gegen Kinderarbeit eingeführt wurden. Als er Hines Aufnahmen gesehen hatte, sagte er, das sei die Art Bilder, die ich machen sollte. „Sie sind so traurig und bewegend. Sie rühren mich zu Tränen.“ Immer mal wieder kam Michael auf die Idee unseres Buchs über die Kinder der Welt zurück, aber irgendwann war die Sache vom Tisch; ein unerfüllter Wunsch, der sich jedoch ein paar Jahre später in anderer Form in „We Are The World“ wiederfand, das dank Michaels Ko-Autorschaft und Mitwirkung Millionen für die Wohltätigkeitsorganisation USA for Africa einspielte. Es war eine typische Michael-Geste – großzügig, kreativ, bahnbrechend.


    Ich begleitete Michael oft zu Konzerten, Benefizveranstaltungen und Preisverleihungen, und er liebte es, sich mit anderen Berühmtheiten fotografieren zu lassen. In Gegenwart anderer Stars war er so aufgeregt wie jeder normale Fan. Nervös fragte er mich: „Glaubst du, Soundso macht ein Bild mit mir?“ Ich lachte im Stillen und antwortete: „Michael, du bist ein viel größerer Star als Soundso … Sicherlich möchte er oder sie sich mit dir fotografieren lassen.“


    Michael hatte einen feinen Sinn für Humor, spitzbübisch und locker. Einmal hatte ich ihn mit ein paar Prominenten fotografiert und sollte die Bilder direkt bei ihm abliefern, aber mir war etwas dazwischen gekommen. Ich versprach ihm, einen Kurier mit den Fotos vorbeizuschicken, aber Michael traute keinem unbekannten Lieferanten und bestand darauf, dass ich das selbst machte. Bis dahin hatte ich ihm alle Bilder eigenhändig übergeben, und er hatte sich an diesen persönlichen Service gewöhnt. Da hatte ich einen Geistesblitz. „Michael, wie wär’s, wenn meine Mutter Carmen dir die Sachen bringt? Würdest du ihr vertrauen?“ Selbstverständlich würde er das. Ich schickte meine Mutter ins Tonstudio, wo die Jacksons arbeiteten, und als sie dort ankam, sagte ihr ein Pförtner, sie solle das Päckchen am Fenster abgeben. „Ich habe den ausdrücklichen Auftrag, das hier eigenhändig Michael Jackson persönlich zu übergeben, niemandem sonst“, erwiderte Carmen. Also brachte der Pförtner meine Mutter in das abgedunkelte Studio. Sie brauchte eine Weile, um sich an das schwache Licht zu gewöhnen. „Michael Jackson“, rief sie, „Michael Jackson.“ Eine sanfte Stimme antwortete: „Warte, warte, Mama Todd, ich komme zu dir.“ Behutsam nahm Michael ihre Hand und sagte: „Sei vorsichtig, Mama Todd, ich komme zu dir.“ Behutsam nahm Michael ihre Hand und sagte: „Sei vorsichtig, Mama Todd, hier sind überall Kabel, da stolpert man leicht.“ Er brachte sie zu einem Tisch, öffnete das Päckchen und begutachtete die Fotos. Zufrieden sagte er: „Danke, Mama Todd“, und verschwand wieder im Studio.


    Michael gab sich alle Mühe, den Erfolg seines Bestselleralbums Off The Wall von 1979 noch zu übertreffen und betrat dabei in vielerlei Hinsicht Neuland. Es begann eine Zeit, in der sich Michael immer mehr von seiner Umwelt absonderte. Der Druck war mit Sicherheit enorm, aber Michael gelang es, seine Karriere auf ein ganz neues Level zu katapultieren: Thriller sollte das meistverkaufte Album aller Zeiten werden.


    Michael war ein einzigartiger Mensch. Obwohl ich manchmal dachte, ich hätte ihn durchschaut, ist mir das nie wirklich gelungen. Heute ist mir klar, dass er etwas Ungreifbares, Unerreichbares an sich hatte. Ich weiß jetzt, dass in ihm immer das Kind verborgen blieb, das ahnte, dass das Geheimnis seiner Kreativität darin lag, seine jugendliche, liebevolle Unschuld zu bewahren. Ich hatte das Glück, viel Zeit mit ihm verbracht zu haben, und in der Zeit, als ich mit Michael und seiner Familie arbeitete, wurde ich immer mit Wärme und Güte behandelt. Ich danke Michael dafür, dass er mich mit einem Arbeitsethos vertraut gemacht hat, an dem ich bis heute festhalte. Wann immer ich müde bin und keine Lust habe, Höchstleistungen zu erbringen, frage ich mich: „Würde MJ Kompromisse schließen? Würde MJ minderwertige Arbeit abliefern?“ Die Antwort ist selbstverständlich: Nein. Dieses Wissen motiviert mich, immer weiterzumachen und mein Bestes zu geben.


    Meine Fotografien von Michael zeigen ihn als den einnehmenden, bezaubernden, jugendlichen Menschen, der er war, ehe die Begleiterscheinungen seines außergewöhnlichen Ruhmes ihre Wirkung zeigten. Wenn ich heute daran zurückdenke, wird mir klar, dass das die schönste Zeit war, die Zeit, bevor er der „King of Pop“ wurde.

    Quelle: Michael Jackson Fotografien 1974-1983 (Original: Before he was King)
    Von Todd Gray


    Ich begegnete Michael Jackson persönlich zum ersten Mal im Jahr 1974, als mich ein Redakteur der Zeitschrift Soul ins Record-Plant-Studio in Hollywood schickte. Ich sollte Stevie Wonder fotografieren, der dort gerade ein Album aufnahm. Ich machte seit 1971 Bilder von Rockbands – damals ging ich noch zur Highschool – und finanzierte mir damit später das College und die Kunsthochschule. Als ich spätabends im Studio ankam, sah ich im Regieraum einen jungen Mann mit einem riesigen Afrolook. Er trug schlecht sitzende Hosen und hing am Mischpult, die Augen auf Stevie Wonders Hände fixiert, die den Sound des Playbacks einstellten. Unsere Blicke trafen sich kurz, dann schaute er gleich wieder weg und starrte auf das Pult mit seinen unzähligen Knöpfen und Reglern. Ich realisierte, dass es Michael Jackson war.


    Mit im Raum befanden sich vier Teenager mit fast identischem Afrolook – der Rest der Jackson 5. Die Band war gerade von einer Afrikatournee zurückgekehrt und spielte in ausverkauften Häusern in Las Vegas. Ihre Single „Dancing Machine“ stand an der Spitze der Charts. Wow, dachte ich, das ist ja grossartig. Stevie hatte die Jacksons ins Studio eingeladen, um mit ihnen den Song „You Haven’t Done Nothin‘“ für seinen Albumklassiker Fulfillingness‘ First Finale zu singen. Mir fiel auf, dass Michael distanziert und in Gedanken abwesend wirkte, während die anderen arbeiteten und zusammen abhingen. Als schweiften seine Gedanken zwischen dem Studio und seiner Privatsphäre hin und her. Fasziniert richtete ich meine Kamera auf ihn.


    Hätte ich geahnt, dass mit diesem ersten Klicken der Kamera ein Jahrzehnt begann, in dem es mir möglich war, das Leben eines Mannes fotografisch zu dokumentieren, der die Welt der Musik, des Tanzens und des Entertainments weltweit beeinflussen sollte, hätte ich einen Moment innegehalten. Aber natürlich hatte ich keine Ahnung, was kommen würde.


    Ein Jahr später, 1979, bekam ich von CBS den Auftrag, Gladys Knight & The Pips für eine Werbekampagne zu fotografieren. Die Session klappte gut. Gladys Knights Managern Ron Weisner und Freddie DeMann gefiel meine Arbeit. Ein paar Wochen darauf bekam ich einen Anruf, ich solle die Jacksons fotografieren. Weisner und DeMann, die auch die Jacksons managten, hatten ausdrücklich mich für den Job angefordert. Ich hatte die Jacksons seit unserer ersten Begegnung 1974 für diverse Blätter fotografiert, aber nie wirklich mit ihnen gesprochen. Das änderte sich mit diesem Auftrag. Michael und seine Brüder standen an diesem Dezemberwochenende für American Bandstand und Soul Train vor der Kamera und spielten Songs wie „Shake Your Body“ und „Things I Do For You“. Als ich am Bandstand-Set eintraf, wimmelte es in ihrer Garderobe vor Leuten der Plattenfirma, Verwandten und Freunden. So gut wie jeder im Raum buhlte um Michaels Aufmerksamkeit. Wer auch immer neu hereinkam, begrüßte Jackie, Marlon, Randy und Tito, ließ sie aber bald wieder in Ruhe. Es war klar, dass sich alles im Raum um Michael drehte, und jeder bemühte sich, seine Aufmerksamkeit zu gewinnen, in sein Blickfeld zu geraten. Ich hielt Abstand. Es gehörte nicht zu meinem Job, mit ihm oder seinen Brüdern zu sprechen, solange nicht jemand von den Presseleuten ein Gruppenbild wollte – als Publicityfotograf ist man in der Entertainmentwelt nur ein kleines Licht. Ich hielt es für das Beste, mich aus dem Trubel um Michael herauszuhalten, und zog mich in einen anderen Teil des Raums zurück. Es dauerte nicht lang, bis Marlon mich fand und mich mit Fragen löcherte, wahrscheinlich weil mein Gesicht in der Menge das einzig unbekannte war und wir ungefähr gleich alt waren; möglicherweise aber auch, weil ich einer der wenigen schwarzen Fotografen in der Rock- und Popszene war. Dann kamen auch Tito und Jackie rüber, und sehr bald fühlte ich mich entspannt und locker, als hinge ich mit meinen eigenen Kumpels rum.


    Am nächsten Tag arbeiteten wir am Set von Soul Train Hollywood. Die Besetzung war die gleiche – Marketing-, Promotion- und Publicityleute von Epic Records -, und alle schwirrten um Michael herum. Tito und Marlon begrüßten mich herzlich, als ich in die Garderobe kam. Jackie und Randy kamen dazu, und alle neckten mich und trieben ihre Scherze mit mir. Wir lachten viel, sprachen über Sport, Autos und Kinofilme – Männersachen eben. Ich bemühte mich erst gar nicht, Michaels Aufmerksamkeit zu erregen oder auch nur in seine Richtung zu schauen. Dazu war das Herumalbern mit seinen Brüdern zu vergnüglich. Die Erwachsenen um Michael wirkten im Vergleich dazu alle langweilig.


    Eine Woche vor Weihnachten, am 18. Dezember 1979, sollte ich Michael backstage beim Jackson-Konzert in Los Angeles Forum fotografieren, wo er eine Platinplatte für sein Album Off The Wall überreicht bekam. Die Zeremonie fand kurz vor dem Auftritt statt. In der Garderobe herrschte diesmal größere Anspannung. Viele Leute waren da – ein Riesentross von Labelangestellten, Sekretären, Diskjockeys, der engere und erweiterte Familienkreis sowie Freunde. Ich begrüßte jeden, den ich mit Namen kannte. Als aber Michaels Blick den meinen traf, nickte ich nur leicht. Michael kam zu mir rüber und fragte mich leise, etwas pikiert: „Wieso sprichst du nie mit mir? Du alberst mit meinen Brüdern rum, aber nicht mit mir. Magst du mich nicht?“ Ich war sprachlos. Sowohl sein Tonfall als auch seine Frage erwischten mich komplett unvorbereitet. „Nein, du bist echt in Ordnung“, antwortete ich. „Du wirkst immer so beschäftigt, und ich wusste nicht, was ich hätte sagen sollen. Michael, ich mag dich.“ „Okay“, sagte er und ging weg.


    Im folgenden Januar rief mich Ron Weisner an. Ich solle nach Disneyland kommen und Michael fotografieren, Michael habe ausdrücklich nach mir verlangt. Er drehte dort mit dem Schauspieler Danny Kaye ein Fernsehspecial zum 25-jährigen Jubiläum des „Magic Kingdom“. Wenn Michael nicht am Set war, nutzte er jede Gelegenheit, den Park zu erkunden. Sobald ihn der Regisseur vom Set entließ, um die nächste Einstellung vorzubereiten, nahm mich Michael am Arm und sagte: „Komm, wir machen ein paar Fahrten.“ Dann zogen wir los, begleitet von einem Disney-Sicherheitsbeauftragten, der uns über Geheimwege durch den Vergnügungspark lotste, sodass wir nie Schlange stehen mussten. Wenn wir bei einem Fahrgeschäft ankamen, ließen die Angestellten einen kurzen Moment lang keine Passagiere einsteigen, und wir sprangen in einen leeren Wagen, ohne dass uns jemand bemerkte. Nach der Fahrt geleitete man uns durch einen Privatausgang zu einer geheimen Abkürzung, und schon waren wir in einem anderen Teil des Parks. So schafften wir sechs oder sieben Fahrten und ein Mittagessen in einer Stunde. Michael, der damals 21 Jahre alt war, liebte Disneyland, und wenn wir „Matterhorn“ oder „Piraten der Karibik“ fuhren und ich neben ihm saß, kreischte und lachte ich mit ihm. Wir hatten echt Spaß.


    Bald darauf rief Ron Weisner erneut an und bat mich, Michael bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung zu fotografieren. Er sagte, Michael habe ihn angewiesen, nur mich anzuheuern, wenn er einen Fotografen brauchte. „Was ist los mit dir und Michael?“ fragte Ron. Meine Antwort war: „Ich schätze, wir kommen einfach gut miteinander aus.“ Ich fragte Ron, ob Michael irgendeine Andeutung gemacht habe, weshalb nur ich ihn fotografieren sollte. Michael sagte ihm: „Ich mag Todd, weil er nicht viel redet.“ So fing es an. Für die nächsten vier Jahre war ich Michaels Fotograf und Freund. Es war die aufregendste Zeit meines Lebens.


    ... geht noch weiter

    Zitat maja5809faithkeeper
    bei diesen Fernanalysen von Borwin Bandelow geht es aber nicht darum, ob jemand wirklich ein Borderline Syndrom gehabt haben könnte, sondern bei ihn HAT grundsätzlich jeder zu früh gestorbene Star .- auch Michael - dieses Syndrom gehabt..und er weiß das..obwohl er nie einen davon traf..er hat ja ein ganzes Buch darüber geschrieben, und in einer Doku über Michael gibt er auch seine Thesen zum Besten..


    Herr Bandelow ist allgegenwärtig. Ich bin kürzlich auch wieder durch einen Kommentar von ihm belästigt worden (weiß nicht mehr, welches Käseblatt das war).


    Das Schlimme ist, dass ihm durch den Zusatz "Universität Göttingen" (habe selbst auch da studiert und viele Jahre in Göttingen gewohnt ) ein seriöser Anstrich verliehen wird, der ihm meiner Meinung nach nicht zusteht. Aber die "Masse der Leute", die nicht groß hinterfragt, nimmt so einem alles ab. So viel kann man gar nicht aufklären, wie der wieder "zerstört".

    Was schreibt er denn darüber? Falls es nicht zu lang ist, kannst du die Stelle hier abtippen oder eine Zusammenfassung geben?

    Klar dochn060.gif, hier ist die Passage:


    Im März 2001 besuchte uns Michael Jackson auf unserer Berghütte in Sulden. Es ging um ein Internet-Projekt mit dem Burda-Konzern*). Paul**) mußte mir schwören, dass niemand im Dorf und vor allem kein nationales oder internationales Medium von dem Besuch erfahren würde. Er versprach es und hielt Wort. So schwer es ihm fiel.


    Michael Jackson war kein großer Verhandler. Er wollte sich auf unserer Hütte entspannen. Die Verhandlungen überließ er seinen Spezialisten. So verbrachten wir zwei unbeschwerte Tage mit dem scheuen Michael, dem ich auf meiner Gitarre immer wieder "Lili Marleen" und "Sag mir, wo die Blumen sind" vorspielen musste.


    Wir kamen nicht viel zum Schlafen, weil Michael Jackson erst tief in der Nacht zu Abend aß. Dann telefonierte er stundenlang mit seinen Kindern und deren Kindermädchen in den USA. Anschlließend lieferte er sich bis sechs Uhr morgens mit meiner Tochter Valérie und meiner Frau auf den Stiegen der Hütte Kissenschlachten.


    Paul stellte während der zwei Tage konsequent sicher, dass niemand in die Nähe unserer Hütte kam. Zum Abschied bat er, wenigstens auf einem Familienfoto mit Michael Jackson dabei sein zu dürfen. Natürlich durfte er. Michael liebte ihn und nannte ihn den "Präsidenten von Sulden". Bei unseren späteren Telefonaten zwischen Deutschland und den USA lautete seine erste Frage stets: "Wie geht's dem Präsidenten?"


    Ich war tief beeindruckt, wie eisern Paul schweigen konnte. Doch ich hatte ihn mal wieder unterschätzt. Die Schlagzeile der Südtiroler Regionalzeitung "Dolomiten" - die, wie Paul erklärte, weder ein nationales noch ein internationales Medium war - lautete am nächsten Morgen:"Michael Jackson in Sulden." Ein großes Foto zeigte Paul mit Michael. Die übrigen Personen hatte Paul "im Interesse Suldens" weggeschnitten.


    Nur Stunden nach Erscheinen dieses Zeitungsberichts rückten in Sulden mehrere Fernsehteams aus Österreich und Italien an, um Paul Hanny über Michael Jackson zu befragen. Bereitwillig erzählte Paul, dass nach Winston Churchill und Charles Darwin nun auch Michael Jackson auf seine Einladung hin die gesunde Bergluft Suldens genossen habe.


    Im Südtiroler Landtag aber brach ein heftiger Streit über die Frage aus, ob Michael Jackson wirklich in Sulden war oder ob Paul wieder einmal geschwindelt hatte.


    *) Todenhöfer war von 1987 bis 2008 Stellvertretender Vorsitzender des Burda-Konzerns; er ist seit seiner Schulzeit ein enger Freund von Hubert Burda
    **) Paul Hanny: Freund von Todenhöfer, Zitat: "Einst ein wilder Abenteurer und Bergkamerad Reinhold Messners - er machte die mit diesem die ersten Fotos des Ötzi -, stellte er sein Leben in den Dienst des Südtiroler Bergdorfs Sulden. Er wollte den urigen Flecken unbedingt bekannt machen, damit es den Menschen dort besser gehe."

    Ist nicht viel, aber ich habe mich halt so gefreut, dass da was über Michael steht, was ich vorher nicht geahnt hattea035.gif!!!!!!


    LG Lilly

    Ich habe in meinem Urlaub jetzt im Juni dieses Buch gelesen und bin absolut begeistert. Ich kannte den Mann vom Namen her als Politiker, wusste aber weiter nichts über ihn. Aber jetzt. Jürgen Todenhöfer (70) wollte seine bisherigen "Lebensweisheiten" für seine Kinder zu Papier bringen und hat dies mit Begebenheiten und Anekdoten aus seinem Leben untermauert. Es ist sehr kurzweilig geschrieben und für meine Begriffe absolut empfehlenswert.


    Ich bin auf dieses Buch eher zufällig beim Stöbern in der Buchhandlung gestoßen. Es war ein magischer Augenblick für mich, als im zweiten Kapitel eine Begegnung mit Michael erwähnt wird, was ich vorher nicht wusste (Gesetz der Anziehung?).


    Kurzbeschreibung aus Amazon


    Autobiographie und Weisheitsbuch in einem: Der Erfahrungsschatz eines abenteuerlichen Lebens


    Er wollte nie Everybody’s Darling sein: Jürgen Todenhöfer ist ein Mann, der Erfolg in Politik und Wirtschaft verkörpert, der berufliche und persönliche Niederlagen durchlebt hat, der glaubwürdig auch für unbequeme Wahrheiten eintritt. In seinem neuen Buch fasst er die wichtigsten Erkenntnisse seines abenteuerlichen Lebens in Aphorismen zusammen. Jürgen Todenhöfer setzt Ziele in einer ziellosen Zeit und beleuchtet sie durch teils heitere, teils erschütternde, zum Nachdenken zwingende Anekdoten. Er verbindet offen und selbstkritisch Autobiographisches mit den großen Fragen der Menschheit nach Tugend, Gerechtigkeit und Weisheit.


    Entstanden ist der ethische Wegweiser eines Menschen, der um seine Fehlbarkeit weiß und doch den Versuch wagt, seine Erfahrungen mit Erfolg und Glück, Schwäche und Scheitern exemplarisch weiterzugeben. Mit Humor, Gelassenheit und Nachsicht.


    LG Lilly

    Ich konnte mir gerade eben erst die Leserbriefe in der PZ durchlesen. Danke an Maja und Cosima (und alle anderen, die ich vielleicht nicht identifizieren konnte rotwerd.gif) für Eure Initiative und Nerven, diesen verbohrten und sturen Kleingeisternp%C3%BC%C3%BCh.gif die Stirn zu bieten. Es tat gut, Eure Kommentare zu lesen und es ist keine Frage, wer die intelligenteren Schreiber sind (intellegere, lat. einsehen, verstehen, erkennen).


    LG Lilly

    Dafür war Michael nicht nur zu sehr Barrie- und Peter Pan-Fan, sondern auch zu sehr Cineast und Filmkenner - ja, regelrecht "-fanatiker" !!!
    Wenn ich da allein schon an seine Videothek denke auf Neverland, und wie er sich ständig und überall auf der Welt unterwegs Filme angeschaut hat, um sich entspannen und ablenken zu können, und einfach Spass zu haben. Und die ganzen exclusiven previews die er für nahe Freunde und die Familie immer wieder organisierte - von Filmen die noch nicht einmal offiziell in den Kinos gezeigt wurden ! Doch über seine vielen und engen Beziehungen zu Regiesseuren, Filmstudios und -companies hat er sie offensichtlich IMMER schon im vorab bekommen können, für private Vorführungen, oft auch in seinem Kino auf Neverland.


    Ich gehe jede Wette ein, er hätte Dir auch noch die Dialoge gerade bei diesem über Barrie mitsprechen können,
    und ständig schon vorher gesagt was gleich kommt
    ... "da, pass auf, das ist die Stelle im Park - JETZT fängt er gleich an von seiner Idee zu erzählen und der Junge hört ihm zu, ...und seine Augen strahlen so !
    Siehst Du ? Das ist toll !!! Oh...Ich LIEBE ihn !!!"


    Du hast vollkommen recht - es kann nur so gewesen sein! Ich kann es mir sehr sehr gut vorstellen! a040(1).gif


    LG Lilly

    Gestern habe ich mir den Film "Wenn Träume fliegen lernen" (mit Johnny Depp, Kate Winslet u.a.) aus dem Jahr 2005 zum ersten Mal angesehen. Ich bin total begeistert. a040(1).gif
    Der Film handelt davon, wie der Schriftsteller James M. Barrie eine Frau mit ihren vier Söhnen kennenlernt und so das Bühnenstück zu Peter Pan schreibt. Es gibt sehr viele Parallelen zu Michael (Zitat aus dem Film:"...ein erwachsener Mann, der den ganzen Tag mit Kindern spielt ..."). Es geht auch darum, wie befremdlich die Umgebung von Barrie es findet, dass er mit Kindern befreundet ist (der Film spielt im Jahr 1904!). Es gibt wirklich viele Aussprüche, Szenen und Situationen. die an Michael und sein Leben erinnern.
    Ob er den Film auch gesehen hat? hkuss.gif


    Aus der Amazon-Redaktion


    Eine gewisse Süße, die sich dennoch nicht in Zuckerwatte verwandelt, ist heutzutage schwer zu finden – Wenn Träume fliegen lernen gelingt dies jedoch. Vieles ist dabei den Schauspielern zuzurechnen: Johnny Depp zeigt sein Talent für sympathisch-verschrobene Charaktere in seiner Darstellung des Theaterautoren J. M. Barrie, der die Inspiration für sein neuestes Buch in vier lebhaften Jungs findet: den Söhnen der Witwe Sylvia Llewelyn Davies (Kate Winslet, die auf wundersame Art und Weise romantische Sehnsucht mit Vernunftdenken verbindet). Obwohl diese Freundschaft seine ohnehin bröckelnde Ehe gefährdet, verbringt Barrie endlose Stunden mit den Jungs und spielt mit ihnen Piraten oder Indianer – und langsam bilden sich in seinem Kopf die Elemente für Peter Pan. Die Beziehung zwischen Barrie und der Familie Llewelyn Davies bringt schließlich sowohl eine erfundene Welt als auch eine stille Rebellion gegen die verknöcherten Strukturen der Respektabilität mit sich, welche von Barries nachtragender Ehefrau (Radha Mitchell, High Art) und Sylvias Mutter (Julie Christie, McCabe & Mrs. Miller) verkörpert werden. Diese nette Albernheit hätte leicht schmalzig werden können, aber Depp und Winslet – ebenso wie der Filmneuling Freddie Highmore als einer der Jungs – bleiben mit beiden Beinen auf der Erde, während ihr Blick in ihre Träume abschweift. Dustin Hoffman (der in Hook, einem anderen Peter-Pan-Film mitspielt) liefert zudem eine komisch-barsche Rolle als leidgeprüfter Theaterproduzent. --Bret Fetzer


    Produktbeschreibungen


    Trotz seiner phantasievollen Ideen ist Theaterautor James M. Barrie Johnny Depp im London des Jahres 1903 nur mäßiger Erfolg beim Publikum vergönnt. Die Zufallsbekanntschaft mit der bezaubernden Witwe Sylvia Kate Winslet und ihren vier Kindern entwickelt sich zu einer außergewöhnlichen Freunschaft. Inspiriert durch die Abenteuerlust der Kinder erschafft Barrie die fantastische Welt "Nimmerland" und so entsteht eines der wagemutigsten und berühmtesten Meisterwerke der Epoche Peter Pan. Doch zunächst will niemand an den Erfolg eines solch unkonventionellen Stückes glauben, und selbst seinem loyalen Produzenten Charles Frohman Dustin Hoffman fällt es schwer, bei soviel Fantasterei auf einen Premierenerfolg zu hoffen...

    ... und ich hab's verpasst schulter.gif. Wusste nicht, dass es kommt, da ich kaum noch fernsehe, Fernsehprogramme meistens nicht lese und seit 2 Wochen zu Hause PC-los bin (Ich will endlich meinen PC zurück!!!!!)wand.gif.


    Und jetzt lese ich das alles hier, und es tröstet mich, dass wenigstens Ihr alle das Vergnügen hattet herz.gifcuddle.gif


    LG Lilly