Die Klagemauer des Michael J. - The Jackson Tapes

  • Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich darüber lachen oder weinen soll ...... :grübel:


    [/i]Von Tina Uhlmann. Aktualisiert um 08:21 Uhr


    The Jackson Tapes»Der King of Pop suchte Rat bei Rabbi Shmuley Boteach. Jetzt veröffentlicht der prominente Therapeut aus den USA seine Gespräche mit Michael Jackson als Buch. Darf er das?


    Hatte ein Händchen für die falschen Leute: Der 2009 verstorbene Jahrhundertkünstler Michael Jackson.
    Bild: Keystone


    «Es war Michael Jacksons dringlichster Wunsch, dass dieses Buch publiziert wird. Es enthält die intimsten, authentischsten, schmerzhaftesten und erhellendsten Gespräche, die er jemals zur Veröffentlichung freigab.» So beginnt der 300 Seiten starke Verrat eines Therapeuten, der schon Berufsregel Nummer eins verletzte: Er hatte sich zum Freund seines Patienten erklärt. Und schlimmer noch: Er beendete diese Freundschaft mitten in der Therapie, weil der Patient «rückfällig» wurde.


    Nach Ansicht von Rabbi Shmuley Boteach hätte Jackson 2001 statt ein Bühnencomeback zu starten nämlich ganz in seinem karitativen Engagement für Kinder aufgehen sollen. «Du kannst viel Gutes bewirken», ermahnte er den King of Pop, «Gott hat dir ein Mikrofon geschenkt, mit dem du die ganze Welt erreichst.» Als Michael Jackson behauptete, mit seiner Musik hätte er gar Hitler zu einem guten Menschen machen können, ging das dem jüdischen Geistlichen dann doch zu weit: «Du glaubst allen Ernstes, dass dir eine Stunde Kontakt ermöglichen würde, ihn in seinem Innersten zu berühren?» Jackson: «Ja, ich weiss, dass ich das könnte.»


    Die grossen Fragen


    Über das tragische Leben des Jahrhundertkünstlers erfährt man in «The Jackson Tapes» nicht viel Neues. Schon anderen hat er bis in die grausamen Details erzählt, wie ihn sein Vater nach einer verpatzten Show jeweils halb tot schlug. Über seine Ehe mit Lisa Marie Presley liest man nicht mehr, als schon in der Regenbogenpresse stand. Und über den biologischen Ursprung seiner angeblich leiblichen Kinder schweigt er sich aus.


    Am interessantesten ist das Buch dort, wo sich der jüdische Gelehrte mit dem streng im Geiste der Zeugen Jehovas erzogenen Popstar über Religion, Gott und den Tod unterhält.


    Rabbi: «Hast du Angst vor dem Tod? « MJ: «Ja.» Rabbi: «Die Angst haben wir alle.» MJ: «Ich habe immer gesagt, dass ich in der Nähe von Kindern begraben werden möchte. Ich will sie in meiner Nähe wissen, denn dann würde ich mich sicherer fühlen.»


    Die süssen Kleinen


    Nach Ansicht des Rabbi hat der King of Pop nie ein Kind missbraucht. Im Gegenteil: Jackson habe ihn gelehrt, die Kinder in seinem eigenen Leben an erste Stelle zu rücken. Solches bekennt der Beziehungsexperte und TV-Guru im nun auf Deutsch vorliegendem Buch, das «die USA und danach die ganze Welt lesen muss, um etwas über den wahren Michael Jackson zu erfahren».


    Vor allem aber erfahren wir etwas über den Therapeuten. 30 Gesprächsstunden aus den Jahren 2000/2001 hat dieser ab Tonband transkribiert. Sie machen rund die Hälfte des redundanten, teilweise wirren Textes aus. Der Rest ist Kommentar, moralingetränkt und religiös verbrämt. Armer Michael Jackson! Er hatte wirklich ein Händchen für die falschen [/i]
    http://www.tagesanzeiger.ch/ku…-Michael-J/story/15613880

  • Zitat

    Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich darüber lachen oder weinen soll


    ..naja..so ganz schlecht finde ich das nicht..ich habs schon in dem Thread übers Buch geschrieben..diese beiden Ausagen hier, z.b..

    Zitat

    «Es war Michael Jacksons dringlichster Wunsch, dass dieses Buch publiziert wird. Es enthält die intimsten, authentischsten, schmerzhaftesten und erhellendsten Gespräche, die er jemals zur Veröffentlichung freigab.» So beginnt der 300 Seiten starke Verrat eines Therapeuten, der schon Berufsregel Nummer eins verletzte: Er hatte sich zum Freund seines Patienten erklärt. Und schlimmer noch: Er beendete diese Freundschaft mitten in der Therapie, weil der Patient «rückfällig» wurde.


    Zitat

    Vor allem aber erfahren wir etwas über den Therapeuten. 30 Gesprächsstunden aus den Jahren 2000/2001 hat dieser ab Tonband transkribiert. Sie machen rund die Hälfte des redundanten, teilweise wirren Textes aus. Der Rest ist Kommentar, moralingetränkt und religiös verbrämt. Armer Michael Jackson! Er hatte wirklich ein Händchen für die falschen


    Ich finde, das geht ganz gut gegen den Rabbi..und das triffts auch..was muss er sich plötzlich zum Therapeuten erklären?


    Ok, der Ton ist auch nicht gerade anerkennend und pro Michael..man erkennt, dass er hier sowieso nicht ernst genommen wird...

    Zitat

    Die süssen Kleinen

    :nix:


    Die Vermarktung von dem Buch kann ja nur nach hintenlosgehen..genauso hab ich mir das vorgestellt..null Verständis und nur ein Grund, sich lustig zu machen..

  • also für mich macht der Text den Eindruck als wenn die Autorin versucht hat recht neutral zu bleiben in Bezug auf MJ und eher gegen den Rabbi und seine Art und Weise wie er das Vertrauen ,das Michael mal in ihn gesetzt hat, missbraucht..


    aber dazu noch ne Frage..


    der Rabbi sagt ja das er en Kontakt zu Michael abbrach als dieser wieder rückfällig geworden sei - war da aber nicht auch mal was mit den veruntreuten Geldern???

    "If only life could be a little more tender and art a little more robust."
    “Talent is an accident of genes - and a responsibility.”
    (Alan Rickman)


    "It was not Michael Jackson's time to go. Michael Jackson is not here today because of the negligence and reckless acts of Dr. Murray." (David Walgren)

  • Diese Texte sind doch schon längst veröffentlicht worden! All diese Auszüge habe ich schon längst gelesen und auch die abstruse Behauptung, Michael hätte GEWOLLT, dass das veröffentlicht wird.


    Gesetz den Fall, dass das stimmt (was ich nicht glaube): Gilt das denn noch nach Abbruch der Beziehung (aus welchem Grund auch immer) - wenn also das Vertrauensverhältnis, das der angeblichen Abmachung zugrundelag, weg ist?


    Und: Ist ein Rabbi nicht so etwas wie ein Priester? Müsste er nicht Schweigepflicht haben?

  • Zitat

    Diese Texte sind doch schon längst veröffentlicht worden!

    ..ja, aber bisher nur auf englisch..jetzt "erobert" Shmuley damit auch den deutschen Markt..und deshalb ist es jetzt wieder öfter Thema in den Medien, weil der Rabbi sich wohl auf Werbetour befindet...und ob Michael eine Veröffentlichung wollte, generell..? Ich weiß nicht, ich halte das für Möglich..zu der Zeit, als er anfing, mit Shmuley zu reden..zumindest hat er es ja alles extra aufnehmen lassen. Allerdings denke ich, dass er sicher nicht gewollt hat, dass der Rabbi es nach seinem Tod..und auch nachdem die Freundschaft gekündigt war, veröffentlicht..und noch weniger, dass er es veröffentlicht und auch noch Haufenweise eigene Kommentare dazu schreibt! Manchmal denke ich, das Buch ist stellenweise wie Bashits Doku..mit Kommentaren gefüllt, die Michaels eigene Aussagen ins falsche Licht rücken, oder komisch wirken lassen. Leute, die Michael vor diesem Buch nicht mochten oder nicht verstanden, werden es wohl nach diesem Buch auch nicht .


    Zitat

    Und: Ist ein Rabbi nicht so etwas wie ein Priester? Müsste er nicht Schweigepflicht haben?

    ..glaub ich nicht, Michael war ja nicht "zur Beichte" bei ihm :-D ..sondern es sollte doch wohl ein "freundschaftliches" Gespräch sein..Und wie Shmuley jetzt darauf kommt, er sei "sein Therapeut" gewesen, frage ich mich auch. Und ob dann, wenn er das wirklich gewesen wäre, nicht sowas wie "ärztliche Schweigepflicht" bestünde..aber er wars ja nicht...


    Wahrscheinlich hat Michael garnicht mehr an diese Bänder gedacht, oder er hat Shmuley verboten, sie zu veröffentlichen, weil er es sonst ja schon früher hätte tun können...hat er sich wohl nicht getraut. Am besten hätte Michael die Bänder wohl einkassiert...Das blöde ist nur, ich bin ja trotzdem froh, dass ich das lesen kann... :schäm: ..zugeb..

  • der Rabbi sagt ja das er en Kontakt zu Michael abbrach als dieser wieder rückfällig geworden sei - war da aber nicht auch mal was mit den veruntreuten Geldern???


    Das er sich von Michael getrennt hat ist ja nur seine Darstellungsweise exakt nachdem Michael verhaftet wurde. Bis 2003 hat er sich der Rabbi in IV`s selbst noch anders geäußert.
    In Wahrheit hat sich Michael vom Rabbi getrennt, ja und er hat Gelder veruntreut, die in die Heal the kids-Foundation gehen sollten.

  • Wahrscheinlich hat Michael garnicht mehr an diese Bänder gedacht, oder er hat Shmuley verboten, sie zu veröffentlichen, weil er es sonst ja schon früher hätte tun können...hat er sich wohl nicht getraut. Am besten hätte Michael die Bänder wohl einkassiert...Das blöde ist nur, ich bin ja trotzdem froh, dass ich das lesen kann... :schäm: ..zugeb..


    Maja der Rabbi hat aber schon Teile der Bänder erstmals in Artikeln nach Michael`s Verhaftung veröffentlicht. Schon damals gab es dann die Hitler-Schlagezeilen.
    Gegen ihn vorgegangen ist er ja nicht. Er hatte dem Rabbi wohl zu sehr vertraut als sich da abzusichern, dass die Bänder nicht ohne Zustimmung veröffenlicht werden dürfen. Leider hat er zu vielen und oft den falschen vertraut.

  • Zitat

    Maja der Rabbi hat aber schon Teile der Bänder erstmals in Artikeln nach Michael`s Verhaftung veröffentlicht. Schon damals gab es dann die Hitler-Schlagezeilen.

    ..echt? Danke..das wußte ich garnicht, dass er damit schon zu Michaels Lebzeiten in die Öffentlichkeit ging.. :glupschi:

  • Mir kommt der öffentliche Artikel voll gelegen. Was ich über ihn denke, ist bekannt.
    Ich hätte gerne den schriftlichen Nachweis, dass MJ wollte, dass diese Tapes in vollem Umfange veröffentlicht werden!

  • Gesetz den Fall, dass das stimmt (was ich nicht glaube): Gilt das denn noch nach Abbruch der Beziehung (aus welchem Grund auch immer) - wenn also das Vertrauensverhältnis, das der angeblichen Abmachung zugrundelag, weg ist?


    Für mich ist das der entscheidende Punkt: Ich kann mir gut vorstellen, dass beide sich zum Zeitpunkt der "Freundschaft" vorgenommen haben, die Aufnahmen zu veröffentlichen. Aber ich glaube nicht, dass Michael dies den Rabbi ohne seine eigene Mitwirkung hätte tun lassen.


    Ich denke, Michael wollte der Öffentlichkeit zeigen und erklären, wie er wirklich ist, was er denkt, wie er zu bestimmten Themen steht, um das von ihm durch die Medien entstandene Bild zu ändern. Die seltsamen Kommentare des Rabbi hätte es dann wohl nicht gegeben.


    Wenn Michael nicht gewollt hätte, dass die Aufnahmen irgendwie weiterverarbeitet würden, warum hätte man die Gespräche dann aufnehmen sollen? Er musste sich doch vorstellen können, dass solche Aufnahmen auch nicht in seinem Sinne verarbeitet werden könnten ...

    The truth must dazzle gradually
    Or every man be blind
    Emily Dickinson

  • Ich kann mich auch erinnern, dass wir dieses Thema schon öfter diskutiert haben. Da kamen damals die gleichen Gedanken von wegen darf er das, hat er nicht Schweigepflicht, was ist das denn für ein Freund etc.
    Wenn ich jetzt manchmal Aufnahmen sehe in denen Michael Shmuley herzlich dankt und ihm sagt dass er ihn liebt, . gruselts mich immer ein bisschen und ich denke tatsächlich dieser Shmuley ist genauso wenig sein Freund gewesen wie Bashir. Er war eine zeitlang an seiner Seite, hat ihm vielleicht sogar tatsächlich eine zeitlang "gut getan" . Reden hilft immer irgendwie. Shmuley aber wollte ihn manipulieren. Er wollte ihn nicht therapieren, ich glaube er hat ihn niemals richtig verstanden. Hätte er sonst von ihm erwartet oder überhaupt nur vorgeschlagen sich von Kindern fern zu halten? Michael funktionierte aber nicht so wie er sich das dachte. Ich kann mir sogar vorstellen, dass er nach den Anschuldigungen vielleicht dachte, hätte er auf mich gehört, wäre es dazu nicht gekommen. Michael ist sich aber treu geblieben und das liebe ich auch an ihm. Er wollte sich nicht verbiegen lassen, nur weil viele ihn nicht verstanden haben. Er wollte eben nicht in eine Schublade gesteckt werden. Er hatte seine eigenen Erfahrungen und Ansichten und so Vieles davon ist einfach wahr.
    So seh ich das heute.


    Er hatte dem Rabbi wohl zu sehr vertraut als sich da abzusichern, dass die Bänder nicht ohne Zustimmung veröffenlicht werden dürfen. Leider hat er zu vielen und oft den falschen vertraut.


    Das kannste aber laut sagen. Ich finde in diesem Punkt ist der Artikel treffend. er hat zu oft den Falschen vertraut. Da ist das schon ein bisschen ähnlich wie der Fall Bashir. Vor allem weil der "Freund" diese Bänder zu barer Münze machte so kurz nach seinem Tod. Michael würde vielleicht auf die Frage ob Shmuley sein Freund ist, auch antworten, dass ein Freund so etwas ncht tun würde, wie in der Mexicosache.
    Wie dem auch sei. Ich hab die Tapes damals trotzdem gekauft, weil ich Michaels Gedanken lesen wollte, wie so viele. Diese deutsche Version kauf ich aber nicht. :zwinker:


    Was ich über ihn denke, ist bekannt.


    Mir leider nicht. Magst Du es noch mal schreiben?

  • Aber ich glaube nicht, dass Michael dies den Rabbi ohne seine eigene Mitwirkung hätte tun lassen.


    Doch, das ist ein Priester! Wer denkt von einem Priester, dass der seine Schäfchen verrät? Wer denkt von seinem Priester, dass der Beicht- und/oder vertrauliche Gespräche veröffentlicht?
    Von einem Priester erwartet man erst mal sowas nicht. Leider werden wir immer wieder von der Kirche eines besseren belehrt. Die meisten Heuchler sitzen leider in der Kirche, das haben mich die fürchterlichen Vergehen dieser Leute in Laufe meines 53-jährigen Lebens gelehrt. Die Institution Kirche ist an für sich eine gute Sache; schlecht ist, was die Menschheit aus dieser Institution gemacht haben. Haben sie verstanden? Nein!


    Michael hätte mich fragen sollen; ich hätte ihm direkt gesagt, lass die Finger davon :ai: Aber leider hörte MJ oft auch nicht auf Ratschläge von Vertrauten, die es wirklich gut mit ihm meinten.


    Er musste sich doch vorstellen können, dass solche Aufnahmen auch nicht in seinem Sinne verarbeitet werden könnten ...


    Er hat ihm vertraut. Und vielleicht gab es auch Gedanken darüber, einiges davon zu veröffentlichen. Aber sicher nicht alles und vor allem nicht mit den Kommentaren eines solchen "Freundes".

  • Michael hätte mich fragen sollen; ich hätte ihm direkt gesagt, lass die Finger davon Aber leider hörte MJ oft auch nicht auf Ratschläge von Vertrauten, die es wirklich gut mit ihm meinten.


    Leider hat er Shmuley und viele andere gefragt. Die haben ihn betrogen und hintergangen.


    Ich glaube Michael hatte einfach keine Übung im Erkennen von Gefahren, die ihm im Umgang mit Menschen begegnen können, weil er diesen zwischenmenschlichen, stinknormalen Umgang nie wirklich hatte. Von seiner eigenen Familie mal abgesehen, aber das ist Familie da erwartete er keinen Neid, Missgunst oder Eifersucht. Schon gar keine Handlungen die daraus resultieren. Eigentlich sehr naiv, aber im OW Interview hat er genau auf die Frage ob es unter seinen Geschwistern Eifersucht gab geantwortet, dass er es sich nicht vorstellen kann.
    Das glaub ich ihm aufs Wort, was aber nicht heißt, dass es stimmt.


    Sollte Michael den Rabbi als einen Priester betrachtet haben und ihm deshalb alles anvertraute, empfinde ich die Veröffentlichung der Tapes als noch mal schlimmer und verwerflichwer als ich es ohnehin schon tue.


    Ich weiß leider nicht wie es bei Rabbinern ist, haben sie auch eine Schweigepflicht wie Priester die eine Beichte abnehmen?
    Ich betrachte es eigentlich eher, als Verat an einem Freund.

  • Zitat

    Aber ich glaube nicht, dass Michael dies den Rabbi ohne seine eigene Mitwirkung hätte tun lassen.


    :stuhl: ..nicht nur den Rabbi..sogar Bashit hat er "es tun" lassen..und der war kein Geistlicher..


    In einem Tribute Artikel stand mal dieses..und das scheint es ziemlichzu treffen.. :rose:


    Zitat

    Michael wollte nicht davon ausgehen, so wie es die meisten Erwachsenen machen,
    dass jemand mit dem er sich einliess, sich verstellte, Er gab anderen den Vorteil, nicht an ihnen zu zweifeln, er lies sich auf sie ein als seien sie Engel oder Kinder. Wenn er dabei Teufel erwischte, war er dem ungeschützt ausgesetzt und einfach zu zerstören. Daurch musste er oft leiden. (z.B.durch eine Person, von der er glaubte, sie sei ein Engel und die sich dann als der Teufel entpuppte..(Anmerkung des Übersetzers.....Bashit...)) Mit anderen Worten, wenn er 9 Personen traf, die sich alle als schlecht heraus stellten, grüßte er trotzdem die zehnte Person wie einen Engel. Das widerspricht der menschlichen Logik, besteht aber in der umfassenderen Logik, der göttlichen Liebe,


    http://www.mjjackson-forever.c…ht=Filip+Panusz#post45774

  • Beim Bashir-Interview lag der Fall anders. Michael hatte gedacht, er könnte die Doku vor der Veröffentlichung sehen und sie absegnen. Dann hätte er sicher vieles herausgeschnitten.
    Er hatte aber unbedacht einen Vertrag unterschrieben, wonach Bashir es nicht nötig hatte, ihn dem Film zu zeigen. Bashir und sein Fensehsender hatten alle Rechte an dem Film, und das einzige Zugeständnis, das der Sender Michael machte, war, dass seine Kinder nicht unverhüllt gezeigt wurden.
    Das kann man alles in den Gerichtsakten von 2005 nachlesen; leider weiß ich nicht mehr, bei welchem Datum.

  • Ich hatte schon immer das Gefühl, dass der Rabbi Michael nur einfach für seine Zwecke missbrauchen wollte. Und da Michael gerne mal den Falschen vertraut hat, war das auch nicht sonderlich schwer.
    Außerdem hatte ich immer das Gefühl, dass der Rabbi mit aller Macht versuchen wollte, Michael seine Standpunkte und seine Meinungen einzuhämmern. Nur hat das nicht so funktioniert, wie der Rabbi das wollte und ich denke, Michael hat auch irgendwann gemerkt, dass dem Rabbi an ihm als Person offenbar nicht wirklich was liegen kann. Und weil der böse Michael sich a) nicht von unserem Rabbi hat bekehren lassen und er ihn dann b) auch noch in den Wind geschossen hat, stellt er das heute so hin, als wäre Michael einfach vollkommen selbstzerstörerisch gewesen und der Rabbi brachte es einfach nicht übers Herz sich das länger mit anzusehen. Alleine damit beweist er schon, dass er weder jemals ein Therapeut noch ein Freund war. Welcher Freund hat es denn bitte nötig sich nach dem Tod eines Menschen hinzustellen und damit anzugeben, wie sehr er doch versucht hat, die verstorbene Person zu retten? Das Buch ist nur aus einem Grund lesenswert. Wegen Michaels Kommentaren. Wobei ich mir sicher bin, dass da einige Dinge sicherlich auch aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Zwar gibt es davon auch die Tonbandaufnahmen, aber auch die kann man so zusammenschneiden, dass es für einen passt.


    unbenannt2334b9udpoi1.jpg
    "Be who you are and say what you feel because those who mind don't matter and those who matter don't mind."

  • Der Rabbi Boteach war sicherlich in Sachen Missionierung unterwegs. Ich glaube ihm, dass er es Ernst meinte. Es hat ihn wohl auch immer die Nähe zu einem der größten Prominenten des Erdballs gereizt. Welche Querelen es zwischen ihm und Michael wg. der Heal the World Foundation gab, weiß ich nicht. Es wurde behauptet, der Rabbi hätte Gelder veruntreut. Aber wie man weiß schreiben die Zeitungen vieles. Letztlich habe ich das auch nicht weiter verfolgt.
    Eins steht fest, die beiden müssen sich mal sehr nahe gestanden haben. Immerhin hat er ihn nach Oxford geschleppt, wo er diese berühmte Rede hielt, an der sich doch auch viele Fans, die Entschuldigungen für Joe Jackson suchen, festhalten, und sich auf den Part beziehen, wo Michael seinem Vater verzeiht. Das geht meiner Meinung nach auch UNBEDINGT auf das Konto des Rabbi. Tatsächlich wollte er ihn manipulieren. Aber wie das so ist bei Missionaren in SEINEM Sinne.


    Trotzdem sind die Bänder insofern interessant, weil hier jemand sagt, der ihn oft begleitet hat und in seiner unmittelbaren Nähe war, klipp und klar sagt, dass Michael ein KINDLICHES Verhältnis zu Kindern hatte. Das Zitat mit Hitler, nun ja, MJ war ja auch eine Bewunderin von Leni Riefenstahl, genannt das "Auge des Führers". Da hatte er mal wieder eine ziemlich weltfremde Sicht der Dinge. Aber schlimm finde ich die Bänder nicht, auch nicht schädlich. Aber als angeblicher Freund, der er ja behauptet, einmal gewesen zu sein, hätte sich Herr Boteach das Veröffentlichen verkneifen müssen. Ich glaube auch nicht, dass der Rabbi so was wie ein "Beichtvater" für Michael war. Aber er hat wieder einmal, aus Gründen, die ich schon mehrfach genannt hat, blindlings vertraut.


    Immerhin hat er was dazu gelernt. Er schreibt selber im Zusammenhang mit dem Medienskandal in England:


    Zitat


    Großbritannien war einst die ernsthafteste, hochgebildete und einflussreiche Nation. Es gab der Welt die Magna Charta und die parlamentarische Demokratie, William Shakespeare und Sir Isaac Newton. Es befreite seine Sklaven Dekaden vor Amerika und leitete den Angriff, die Welt vor Hitler zu retten. Nun hat es Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit verschachert für außer Kontrolle geratene Prominente. In einer Zeit meines Lebens machte ich den Fehler, Bekanntheit über Ehrbarkeit zu stellen, ich bin hier nicht der Richter.
    Der Herr weiß, ich diente Michael Jackson als Rabbi und zog meine Kreise, zu manchen Zeiten, in der Gesellschaft der Prominenten; ich erfuhr, wie gut es sich anfühlte, berühmt zu sein. Aber als ich erlebte, was die Klatschblätter Michael antaten, seitdem renne ich davor davon wie vor der Pest..
    http://www.guardian.co.uk/comm…ackson-rabbi-tabloid-life


    Übersetzung von Molly Grue

  • ..interessanter link...und da könnte ich mich auch gleich drüber aufregen, was Shmuley da z.T. schreibt..


    ...that the mountain of pills he regularly swallowed and which eventually killed him was an effort, more than anything else, to muzzle the pain of being treated as a joke.
    Michael believed he had a serious message to share, that children were special and innocent and the world had a responsibility to prioritise them and preserve their goodness. But he also understood that with the two boys alleging that he had acted indecently, though he was never convicted, his credibility had been irreversibly shattered.


    ..dass der Haufen Pillen, den er regelmässig nahm, und der ihn evt. umbrachte, das Bemühen darum war, den Schmerz, als eine Witzfigur behandelt zu werden, zu ersticken.
    Michael glaubte, er habe eine wichtige Botschaft mitzuteilen, dass Kinder etwas Besonderes seien und unschuldig und das die Welt die Verantwortung habe, sie zu priorisieren und ihre Tugenden zu bewahren. Aber er verstand auch, dass er mit den beiden Jungen, die ihn beschuldugten, unanständig/unangemessen handelte, und obwohl er nie verurteilt wurde war seine Glaubwürdigkeit unabänderlich angeschlagen.


    Zu den zwei Themen sollte er besser mal nichts mehr sagen..besonders die Aussage, zu den beiden Jungen ist wohl das letzte. :haue: ..Wie soll man das verstehen, dass Michael angeblich verstand, dass er mit den Jungen unanständig/unangemessen geahandelt hat? :boese: ..Ich glaube nicht, dass er von Michaels Unschuld überzeugt ist, dazu macht er zu oft solche seltsamen Bemerkungen. Und jetzt tingelt er durch die Lande, promotet sein Buch in Deutsch..und ich könnte mir doch glatt vorstellen, dass auch sein Vorsatz "vor den Klatschblättern davon zu rennen" nicht weit her ist...wenn man durch sie doch das Buch vermarkten kann.. :-D

  • Der Herr weiß, ich diente Michael Jackson als Rabbi und zog meine Kreise, zu manchen Zeiten, in der Gesellschaft der Prominenten; ich erfuhr, wie gut es sich anfühlte, berühmt zu sein. Aber als ich erlebte, was die Klatschblätter Michael antaten, seitdem renne ich davor davon wie vor der Pest..
    http://www.guardian.co.uk/commentisfree/…bi-tabloid-life


    Also das ist ja geradezu Hohn. Er bediente doch die Klatschblätter regelrecht und damit hat er nicht erst nach seinem Tod angefangen, sondern nach seiner Verhaftung Kolumenserien geschrieben mit moraltriefenden Äußerungen über Michael: Hier mal ein Beispiel: März 2003
    http://www.wnd.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=35742


    Auszug:
    Humans are not gods, and when the public expects them to be gods, they must conceal or dismiss their humanity in an effort not to be appear ordinary. It is against this backdrop that much of Michael's bizarre behavior must be understood. But while some view Michael as the most important example of an irresponsible celebrity, I believe that people like Britney Spears and Christina Aguilera, whose antics have sexualized our children, are not far behind. The American public thought it was funny as we watched the Osbournes make up their own rules about how to run a family. But when their son checked into drug rehab, many of us stopped laughing.


    Of course, while Michael must ultimately accept responsibility for his serious mistakes, I pray he is not guilty of the charge of molestation, as it would mean that the boy whom I met at Neverland, along with his parents, is OK. Still, I find it surprising that a society that reads Us Weekly, People and Hello magazines, and engages in endless celebrity gossip, could ask seriously Why certain parents allowed their children to be alone at Neverland.


    The time has come for all of us to heal.


    Read more: Michael Jackson's former rabbi speaks out http://www.wnd.com/news/articl…LE_ID=35742#ixzz1VSx7ZvDR

  • Der Rabbi meinte es meiner Meinung nach so lange ernst mit Michael, solange er noch die Hoffnung hatte/haben konnte, er könne Michael missionieren und zu seinem Glauben umpolen. Aber als er merkte, dass Michael seine eigenen, festen Wertvorstellungen hat (die sich ganz offensichtlich von denen des Rabbi unterschieden), da glaube ich nicht, dass der Rabbi noch sonderlich interessiert war an Michael als Mensch. Und als Michael ihn dann auch noch rausschmiss...tja. Da zeigte der Rabbi dann eben seinen wahren Charakter!


    unbenannt2334b9udpoi1.jpg
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